Bei der Frage nach der geringsten möglichen Bandbreite und der höchsten Flankensteilheit ergibt sich folgende Rangfolge von gut zu schlecht:
Quarzfilter sind die beste Wahl, wenn man einen sehr schmalen (d. h. nur wenige $\unit{\kilo\hertz}$ oder sogar nur einige hundert $\unit{\hertz}$ breiten) und steilflankigen Filter benötigt (z. B. als ZF-Filter für CW- oder SSB-Signale).
Keramikfilter funktionieren ähnlich wie Quarzfilter, haben aber etwas schlechtere elektrische Eigenschaften als Quarzfilter.
LC-Filter und RC-Filter sind für Einsatzgebiete wie CW- oder SSB-Filter nicht geeignet. Man erreicht mit ihnen weder vergleichbar schmale Filterbandbreiten noch eine vergleichbare Flankensteilheit. Ein LC-Filter ist steilflankiger als ein RC-Filter, da im RC-Filter nur ein frequenzabhängiges Bauteil (der Kondensator) enthalten ist, wogegen im LC-Filter beide Bauteile frequenzabhängig sind.
Wenn eher breite Filter benötigt werden, also z. B. bei einem Bandpass, der ein ganzes Amateurfunkband durchlassen soll, sind Quarze oder Keramikresonatoren wiederum ungeeignet, weil sich damit so breite Filter nicht realisieren lassen. Hierfür kommen LC-Filter zum Einsatz.