In der ersten Stufe (NF) wird ein Audiosignal erzeugt. Um dieses Audiosignal auf die Zwischenfrequenz (ZF) umzusetzen, wird es in der zweite Stufe – dem Balancemodulator – mit dem Signal des CO (Quarzoszillator) gemischt.
Bei einem idealen Balancemodulator entstehen durch den Mischvorgang aus den beiden eingespeisten Signalen (hier NF und CO) am Ausgang nur zwei neue Signale: die frequenzmäßige Summe und die frequenzmäßige Differenz der beiden Eingangssignale. Die frequenzmäßige Summe bildet das obere Seitenband (USB), die frequenzmäßige Differenz bildet das untere Seitenband (LSB). Als Analogschaltung lässt sich allerdings kein 100% idealer Balancemodulator konstruieren, so dass in der Praxis am Ausgang neben USB und LSB auch noch einige weitere Signale anliegen (in der Amplitude abgesenkte Reste der beiden Eingangssignale sowie weitere Mischprodukte).
Von einem SSB-Sender soll nur genau das gewünschte Seitenband (mit einer Breite von maximal $\qty{2,7}{\kilo\hertz}$) ausgesendet werden – nichts darunter und nichts darüber, d. h. man benötigt an der Position des Fragezeichens einen Bandpass mit einer Bandbreite von maximal $\qty{2,7}{\kilo\hertz}$ und einer hohen Flankensteilheit, der nur das gewünschte Seitenband durchlässt. Das ist als analoge Schaltung nur mit einem Quarzfilter zu realisieren.
Die übrigen Antworten können aus mehreren Gründen nicht richtig sein:
Benötigt wird ein Bandpass, denn sowohl alles oberhalb als auch alles unterhalb des gewünschten Seitenbandes muss ausgefiltert werden. Ein Tiefpass oder Hochpass würde jeweils nur entweder oberhalb bzw. unterhalb des gewünschten Seitenbandes filtern.
Unabhängig davon wäre die für einen Seitenbandfilter erforderliche hohe Flankensteilheit mit RC- oder RL-Gliedern nicht zu erreichen; diese erreicht man nur mit einem Quarzfilter.
Ein Notchfilter wäre an dieser Stelle unsinnig, denn er ist das genaue Gegenteil eines Bandpasses – ein Notchfilter filtert einen schmalen Bereich aus und lässt alles andere passieren.