Ein hochohmiger Widerstand entlädt die Netzteilkondensatoren kontrolliert, begrenzt den Stromstoß und reduziert damit die Gefahr von Lichtbogen, Bauteilschäden und Verletzungen.
Bei der Entladung eines Netzteilkondensators fließt der Strom durch den Entladewiderstand.
$R$ ist so gewählt:
dass der Anfangsstrom begrenzt bleibt:
$$I_0 = \frac{U_0}{R}$$der Stromstoß nicht zu einer Lichtbogenbildung führt,
sich keine zerstörerischen Spannungs- und Stromspitzen an Bauteilen bilden,
die Entladung trotzdem innerhalb einer praktikablen Zeit (z. B. wenige Sekunden bis Minuten) abgeschlossen ist.
Ein niederohmiger Widerstand oder direkter Kurzschluss würde:
Die im Kondensator gespeicherte Energie beträgt:
$$E = \frac{1}{2} \cdot C \cdot {U_0}^2$$Diese wird beim Entladen in Wärme umgesetzt.
Kurzzeitig wird der Widerstand einer Leistung von
$$P_0 = \frac{{U_0}^2}{R}$$ausgesetzt.
Bei $R = \qty{100}{\kilo\Ohm}$ und $U_0 = \qty{400}{\volt}$ ergibt sich somit eine Leistung von $P_0 = \qty{1,6}{\watt}$.
Deshalb muss der Widerstand: