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Lösungsweg: AK204

Frage: Ab welchen Sendeleistungen kann an Sendeantennen Verletzungsgefahr durch hochfrequente Spannungen bestehen?
Lösung: Bereits bei geringen Sendeleistungen von wenigen Watt

Erklärung

Auch bei relativ kleinen Sendeleistungen von nur wenigen Watt können an einer Sendeantenne sehr hohe hochfrequente Spannungen auftreten. Die Verletzungsgefahr hängt nämlich nicht nur von der Leistung (Watt), sondern auch von der Spannung ab.

Der Zusammenhang ergibt sich aus:

$$P= \frac{U^2}{R}$$

Dabei gilt:

  • $P$ = Leistung
  • $U$ = Spannung
  • $R$ = Impedanz (Widerstand)

Wenn an einer Antenne oder Speiseleitung hohe Impedanzen auftreten (z. B. durch Fehlanpassungen oder an bestimmten Stellen einer Antenne), können schon wenige Watt Leistung zu Spannungen von mehreren hundert Volt führen.

Zusätzlich sind hochfrequente Spannungen besonders gefährlich, weil:

  • sie Hautverbrennungen verursachen können,
  • der Strom durch den Körper lokal starke Erwärmung erzeugt,
  • Berührungen oft nicht als normaler elektrischer Schlag wahrgenommen werden, aber dennoch Gewebe schädigen können,
  • an Spannungsspitzen sogar Funkenüberschläge entstehen können.

Beispiel: An einer schlecht angepassten Antenne mit stehenden Wellen können bei nur 5 bis 10 Watt Sendeleistung bereits HF-Spannungen im Bereich mehrerer hundert Volt auftreten.

Deshalb besteht auch bei kleinen Senderleistungen eine Verletzungsgefahr durch hochfrequente Spannungen an Sendeantennen und deren Speiseleitungen.

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