Dummy-Load II

Eine Dummy-Load im HF-Bereich wird oft aus vielen einzelnen Teilwiderständen zusammengesetzt um eine bessere Kühlung und eine höhere Belastbarkeit zu erreichen. Hierbei können sowohl parallel als auch Serienschaltungen von Widerständen oder eine Kombination aus beiden verwendet werden. Üblicherweise werden für die Widerstände identische Werte verwendet bzgl. Widerstandswert und Belastbarkeit. Hierdurch wird die Verlustleistung auf alle Teilwiderstände gleichmäßig verteilt. Die Berechnung der Anzahl benötigter Widerstände erfolgt hierbei nach dem Ohmschen-Gesetz sowie den Gesetzen für Parallel- und Reihenschaltung von Widerständen.

AI601: Die Darstellung zeigt eine aus 150 Ohm / 1 W-Widerständen aufgebaute künstliche Antenne (Dummy Load). Mit dieser Kombination aus Reihen- und Parallelschaltung werden ca. 50 Ohm erreicht. Wie viele Widerstände werden für diesen Aufbau benötigt und welche Dauerleistung verträgt diese künstliche Antenne?
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan aus einer Reihe von parallel und in Reihe geschalteten Widerständen

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei horizontale Leiter mit einer Reihe von parallel und in Reihe geschalteten Widerständen. Es sind vier vertikale Reihen von Widerständen zu sehen, die aus jeweils vier in Reihe geschalteten Widerständen bestehen. Zwischen der dritten und der vierten vertikalen Reihe von links sind beide horizontale Leiter gestrichelt eingezeichnet. Der untere horizontale Leiter ist links über einen vertikalen Leiter mit dem linken Anfangspunkt des oberen horizontalen Leiters verbunden. An dieser Stelle ist ein koaxialer Anschlusspunkt eingezeichnet, der mit „E“ beschriftet ist.

Eine Dummy-Load mit einem Messausgang und eingebauten Spitzenwertgleichrichter kann auch zur indirekten Messung der Ausgangsleistung eines Senders verwendet werden.

AI602: Eine künstliche Antenne (Dummy Load) verfügt über einen Messausgang, der intern an einen Spitzenwertgleichrichter angeschlossen ist. Wozu dient dieser Messausgang? Er dient ...

Eine weitere Möglichkeit die HF-Ausgangsleistung eines Sender ungefähr zu bestimmen besteht darin eine Dummy-Load mit einer Anzapfung des Widerstandsnetzwerks am erdnahen Ende zu verwenden. Hierbei wird eine HF-Teilspannung durch das Verhältnis der Widerstände (Spannungsteiler) an der Anzapfung messbar. Diese HF-Spannung kann dann z. B. mit einem HF-Tastkopf und einem digitalen Multimeter gemessen werden. Hierdurch kann, bei bekanntem Spannungsteiler-Verhältnis, die tatsächlich an der Dummy-Load anliegende HF-Spannung berechnet werden.

AI603: Eine künstliche Antenne (Dummy Load) von 50 Ohm verfügt über eine Anzapfung bei 5 Ohm vom erdnahen Ende. Was könnte zur ungefähren Ermittlung der Senderausgangsleistung über diesen Messpunkt eingesetzt werden?

Weiter zum nächsten Abschnitt: Unerwünschte Aussendungen III