Direkte digitale Synthese

Die Direkte Digitale Synthese (Direct Digital Synthesis oder kurz DDS) dient der Erzeugung periodischer, bandbegrenzter Signale mit hoher Frequenzauflösung. Neben der Synthese von Signalen mittels PLL-Regelschleifen ist diese Methode der Signalerzeugung heutzutage in der Nachrichten- und Messtechnik weit verbreitet und stellt den aktuellen Stand der Technik dar. Signale sind hierbei in der Frequenz sehr fein einstellbar im Gegensatz zu einer klassischen PLL.

Grundlegendes Funktionsprinzip einer DDS:

Mittels eines Taktgenerators mit fester Frequenz wird ein Adresszähler laufend hochgezählt. Bei Überlauf des Adresszählers startet dieser wieder von vorne. Hierdurch wird eine aufsteigende Folge von binären Werten an dessen Ausgang erzeugt. Mittels dieser Werte wird eine Sinustabelle laufend durchfahren. Hierdurch werden am Ausgang der Sinustabelle digitale Amplitudenwerte für eine Sinusschwingung generiert, die anschließend einem Register übergeben werden. Die digitalen Amplitudenwerte werden dann mittels Taktung des Registers einem nachgeschalteten D/A-Wandler zugeführt, der diese dann in ein analoges Signal (Sinus-Schwingung) umsetzt und ausgibt.

Eine DDS kann auch unterschiedliche Wertetabellen durchfahren, so dass auch beliebige zyklische Signalformen generiert werden können. Durch Steuerung des Adresszählers (mittels eines Tuning-Words), welches die Schrittweite des Zählers laufend beeinflusst, kann die Frequenz, mit der die Wertetabelle durchfahren wird, in weiten Grenzen gesteuert werden. Für das Adressregister verwendet man oft Register mit 32 Bit oder mehr, wovon dann nur eine kleinere Anzahl der höherwertigen Bits (z. B. obere 14 Bit) für das Durchfahren der Wertetabelle verwendet werden. Hierdurch ist es möglich, auch Bruchteile der Taktfrequenz auszugeben, und die Frequenzauflösung der DDS wird hierdurch erhöht. Der Vorteil einer DDS gegenüber einer PLL besteht darin, dass durch Steuerung der vorgenannten Parameter eine nahezu beliebige Frequenzauflösung erreicht werden kann. Zudem kann ohne Einschwingvorgang zwischen verschiedenen Frequenzen (durch Steuerung mittels des Tuning-Words) schnell hin und her gewechselt werden.

Die Qualität des Ausgangssignals einer DDS hängt im wesentlichen von der Qualität des verwendeten Taktgenerators ab (Stabilität, Jitter). Zudem ist auch die Amplitudenauflösung (Quantisierung) des D/A-Wandlers und dessen Linearität für die Qualität des Ausgangssignals entscheidend.

AD620: Um welche Art von Frequenzaufbereitung handelt es sich bei der dargestellten Schaltung?
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurzfassung: Blockdiagramm eines digitalen Signalwegs mit den Blöcken „Taktgenerator“, „Adresszähler“, „Sinus‑Tabelle“, „Register“ und „D/A Umsetzer“, mit Pfeilen von links nach rechts, einem oberen Rückführpfad und der rechts stehenden Beschriftung „f_out“.

Detailbeschreibung: Links steht ein Rechteck mit einem Rechtecksignal-Symbol (mehrere Taktflanken); links daneben ist senkrecht der Text „Taktgenerator“ gesetzt. Vom rechten Rand dieses Blocks führt eine horizontale Leitung nach rechts; kurz danach befindet sich ein kleiner, ausgefüllter Knotenpunkt. An diesem Knoten setzt oben eine dünne Leitung an, die nach oben führt, sich nach rechts erstreckt und später wieder nach unten zurückgeführt ist (oberer Rückführpfad). Auf der Hauptlinie folgt ein Rechteck mit der Aufschrift „+1“; senkrecht daneben steht „Adresszähler“. Danach liegt auf der Verbindung ein schräger Strich „/“ als Bus-Markierung; darüber steht „N“, darunter senkrecht „Bits“. Es folgt ein Rechteck mit einem kleinen Koordinatenachsen-Symbol und einer Sinuskurve mit Pfeilen; daneben senkrecht die Beschriftung „Sinus‑Tabelle“. Daran schließt sich ein schmales Rechteck mit einem nach rechts zeigenden Dreieckssymbol an. Danach kommt ein weiteres Rechteck mit der senkrechten Beschriftung „Register“. Es folgt ein Rechteck mit diagonaler Trennlinie; in den beiden Dreiecksflächen stehen die Buchstaben „D“ (oben) und „A“ (unten); senkrecht daneben steht „D/A Umsetzer“. Von dort führt ein Pfeil nach rechts zu der kursiv gesetzten Beschriftung „f_out“. Alle Verbindungen sind als Pfeile in Flussrichtung von links nach rechts gezeichnet.

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