In der Klasse N haben wir das S-Meter bereits sowohl in seiner analogen Variante (Abb. A-8.10.2) als auch in seiner digitalen Variante (Abb. A-8.10.1) kennengelernt. Es dient dazu, die Stärke des am Empfängereingang anliegenden HF-Signals anzuzeigen.
Die Skala eines S-Meters reicht üblicherweise von S1 bis S9. Eine Änderung um eine S-Stufe entspricht dabei $\qty{6}{\dB}$. Stärkere Signale oberhalb von S9 werden nicht mehr in weiteren S-Stufen, sondern in Dezibel über S9 angegeben, beispielsweise als „S9 + $\qty{20}{\dB}$“.
Da die Dezibel-Skala logarithmisch ist, entspricht eine Erhöhung um $\qty{6}{\dB}$ einer Verdopplung der Eingangsspannung beziehungsweise einer Vervierfachung der Eingangsleistung. Umgekehrt entspricht eine Verringerung um $\qty{6}{\dB}$ einer Halbierung der Spannung beziehungsweise einer Viertelung der Leistung.
Abbildung A-8.10.1: Nummer 2 zeigt das digitale S-Meter eines TRXAbbildung A-8.10.2: Analoges S-Meter eines TRX
AF101: Um wie viele S-Stufen müsste die S-Meter-Anzeige Ihres Empfängers steigen, wenn Ihr Partner die Sendeleistung von 25 W auf 100 W erhöht?
AF104: Ein Funkamateur kommt laut S-Meter mit S7 an. Dann schaltet dieser seine Endstufe ein und bittet um einen erneuten Rapport. Das S-Meter zeigt nun S9+8 dB an. Um welchen Faktor hat der Funkamateur seine Leistung erhöht?
AF103: Ein Funkamateur erhöht seine Sendeleistung von 10 auf 100 W. Vor der Leistungserhöhung zeigte Ihr S-Meter genau S8. Auf welchen Wert müsste die Anzeige Ihres S-Meters nach der Leistungserhöhung ansteigen?
Im Kurzwellenbereich bis $\qty{30}{\mega\hertz}$ entspricht ein S-Wert von S9 genau $\qty{50}{\micro\volt}$ an $\qty{50}{\ohm}$.
Ab dem VHF-Bereich ($\qty{144}{\mega\hertz}$) entspricht ein S-Wert von S9 genau $\qty{5}{\micro\volt}$ an $\qty{50}{\ohm}$.
S-Meter von Kurzwellengeräten zeigen meist nur Werte um S9 halbwegs zuverlässig an, da diese oft nur auf diesen einen Wert kalibriert werden. Insbesondere kleinere S-Werte werden nur sehr ungenau angezeigt. Die logarithmische Charakteristik eines S-Meters wird oft nur unzureichend interpoliert. Einen S-Wert von S0 gibt es hierbei definitionsgemäß nicht, da immer ein Grundrauschen oder Eigenrauschen des Empfängers vorhanden ist. Zeigt das S-Meter keinen Wert im unteren Bereich an, so ist das empfangene Signal sehr schwach, jedoch hat es nie den Wert S0. Dieser sollte daher auch nicht übermittelt werden.
AA114: Wie stark ist die Empfängereingangsspannung abgesunken, wenn die S-Meter-Anzeige durch Änderung der Ausbreitungsbedingungen von S9+20 dB auf S8 zurückgeht? Die Empfängereingangsspannung sinkt um ...
AF105: Durch "Fading" sinkt die S-Meter-Anzeige von S9 auf S8. Auf welchen Wert sinkt dabei die Empfänger-Eingangsspannung ab, wenn bei S9 am Empfängereingang 50 μV anliegen? Die Empfänger-Eingangsspannung sinkt auf