Ein Schaltnetzteil (engl. switched-mode power supply) wandelt eine Wechselspannung in eine stabilisierte Gleichspannung um. Dazu richtet es zunächst die Eingangsspannung gleich, schaltet sie anschließend sehr schnell ein und aus, transformiert sie so effizient auf die gewünschte Spannung und glättet sie abschließend. Wie das im Detail funktioniert werden wir uns in der Klasse A genauer anschauen.
Abbildung EA-7.11.1: Innenansicht eines Schaltnetzteils für $\qty{13,8}{\volt}$ und $\qty{35}{\ampere}$ mit einem kleinen Ferritkernübertrager zwischen den beiden Kühlkörpern, Gewicht $\qty{2}{\kilo\gram}$
Das Schaltnetzteil mehrere positive Eigenschaften gegen über einem linear geregeltem Netzteil:
Hoher Wirkungsgrad auch bei kleinen Nennspannungen und wechselnden Lasten
Geringes Gewicht und Volumen, da durch die hohe Frequenz kleinere Transformatoren und sekundäre Siebkondensatoren verwendet werden
Gute Regelbarkeit
Geringeres Gewicht, kleinere Kühlkörper und dadurch weniger Platzbedarf im Vergleich zu einem linear geregelten Netzteil (siehe Abschnitt: Spannungsstabilisierung)
ED302: Welche Eigenschaften hat ein Schaltnetzteil?
Aber durch die hohen Frequenzen ergeben sich auch negative Eigenschaften:
Hochfrequente Störungen, durch den Schaltbetrieb mit hohen Frequenzen sind Maßnahmen zur Verbesserung der EMV notwendig
Komplexe Schaltung, mehr Bauelemente notwendig, höhere Ausfallwahrscheinlichkeit
ED303: Welches ist der Hauptnachteil eines Schaltnetzteils ?