Die Frequenz eines VFOs ist von seiner Betriebsspannung (Gleichspannung) direkt abhängig. Dies wird vor allem durch die Abhängigkeit des Arbeitspunktes des Transistors in dessen Oszillator hervorgerufen.
Zur Erreichung einer möglichst hohen Frequenzstabilität eines VFOs gegenüber Schwankungen in der Betriebsspannung ist diese möglichst gut durch geeignete schaltungstechnische Maßnahmen in deren Spannung zu stabilisieren. Die Betriebsspannung eines VFOs sollte daher unabhängig von Betriebsspannungen anderer Stufen sein (stabilisiert) und möglichst gut gefiltert und entkoppelt sein.
AD612: Wie sollte die Gleichspannungsversorgung eines VFOs beschaffen sein, um Rückwirkungen nachfolgender HF-Leistungsverstärkerstufen zu verhindern?
AD608: Worauf ist bei der Spannungsversorgung eines VFO zu achten?
AD607: Wie sollte der VFO in einem Sender betrieben werden, damit seine Frequenz stabil bleibt?
Abbildung NEA-11.7.1: Oszillator, bei dem mit dem Kondensator oben links und der Drosselspule oben rechts die Betriebsspannung stabilisiert wird. Beide bilden einen Tiefpassfilter, der HF-Anteile überbrückt und so die Betriebsspannung entkoppelt und stabilisiert. Langsame Änderungen der Versorgungsspannung kann diese Schaltung nicht ausgleichen; hier könnte z. B. ein Spannungsregler eingesetzt werden.
Bei schlechter Spannungsstabilisierung der Betriebsspannung kann es bei sehr einfachen CW-Sendern zu einer Tonhöhenstörung kommen, die als Chirp bezeichnet wird: Zu Beginn jedes einzelnen Dits oder Dahs ist die Tonhöhe zunächst etwas höher oder etwas tiefer und nähert sich dann der eigentlichen Tonhöhe an. Das englische Wort „Chirp„ bedeutet wörtlich übersetzt „Zwitschern“. Wenn sich die Tonhöhe von oben annähert, hat der akustische Effekt tatsächlich etwas von Zwitschern.
AD609: Wodurch wird "Chirp" bei Morsetelegrafie hervorgerufen?
Hier ein Beispiel für ein solches Chirp-Signal:
0:00 / 0:00
Ein Weiteres Beispiel, ein QSO zwischen RA1OW und OM3YCY