Sender

Navigationshilfe

Diese Navigationshilfe zeigt die ersten Schritte zur Verwendung der Präsentation. Sie kann mit ⟶ (Pfeiltaste rechts) übersprungen werden.

Navigation

Zwischen den Folien und Abschnitten kann man mittels der Pfeiltasten hin- und herspringen, dazu kann man auch die Pfeiltasten am Computer nutzen.

Navigationspfeile für die Präsentation

Weitere Funktionen

Mit ein paar Tastenkürzeln können weitere Funktionen aufgerufen werden. Die wichtigsten sind:

F1
Help / Hilfe
o
Overview / Übersicht aller Folien
s
Speaker View / Referentenansicht
f
Full Screen / Vollbildmodus
b
Break, Black, Pause / Ausblenden der Präsentation
Alt-Click
In die Folie hin- oder herauszoomen

Übersicht

Die Präsentation ist zweidimensional aufgebaut. Dadurch sind in Spalten die einzelnen Abschnitte eines Kapitels und in den Reihen die Folien zu den Abschnitten.

Tippt man ein „o“ ein, bekommt man eine Übersicht über alle Folien des jeweiligen Kapitels. Das hilft sich zunächst einen Überblick zu verschaffen oder sich zu orientieren, wenn man das Gefühlt hat sich „verlaufen“ zu haben. Die Navigation erfolgt über die Pfeiltasten.

Referentenansicht

Referentenansicht

Tippt man ein „s“ ein, bekommt man ein neues Fenster, die Referentenansicht.

Indem man „Layout“ auswählt, kann man zwischen verschieden Anordnungen der Elemente auswählen.

Praxistipps zur Referentenansicht

  • Wenn man mit einem Projektor arbeitet, stellt man im Betriebssystem die Nutzung von 2 Monitoren ein: Die Referentenansicht wird dann zum Beispiel auf dem Laptop angezeigt, während die Teilnehmer die Präsentation angezeigt bekommen.
  • Bei einer Online-Präsentation, wie beispielsweise auf TREFF.darc.de präsentiert man den Browser-Tab und navigiert im „Speaker View“ Fenster.
  • Die Referentenansicht bezieht sich immer auf ein Kapitel. Am Ende des Kapitels muss sie geschlossen werden, um im neuen Kapitel eine neue Referentenansicht zu öffnen.
  • Um mit dem Mauszeiger etwas zu markieren oder den Zoom zu verwenden, muss mit der Maus auf den Bildschirm mit der Präsentation gewechselt werden.

Vollbild

Tippt man ein „f“ ein, wird die aktuelle Folie im Vollbild angezeigt. Mit „Esc“ kann man diesen wieder verlassen.

Das ist insbesondere für den Bildschirm mit der Präsentation für das Publikum praktisch.

Ausblenden

Tippt man ein „b“ ein, wird die Präsentation ausgeblendet.

Sie kann wie folgt wieder eingeblendet werden:

  • Durch klicken in das Fenster.
  • Durch nochmaliges Drücken von „b“.
  • Durch klicken der Schaltfläche „Resume presentation:
Schaltfläche für Resume Presentation

Zoom

Bei gedrückter Alt-Taste und einem Mausklick in der Präsentation wird in diesen Teil hineingezoomt. Das ist praktisch, um Details von Schaltungen hervorzuheben. Durch einen nochmaligen Mausklick zusammen mit Alt wird wieder herausgezoomt.

Das Zoomen funktioniert nur im ausgewählten Fenster. Die Referentenansicht ist hier nicht mit dem Präsenationsansicht gesynct.

Aufbau eines Senders

1. Mikrofon

Abbildung 362: Blockdiagramm eines einfachen Senders

2. Niederfrequenz-Verstärker

Abbildung 362: Blockdiagramm eines einfachen Senders

3. Mischer

Abbildung 362: Blockdiagramm eines einfachen Senders

4. Oszillator

Abbildung 362: Blockdiagramm eines einfachen Senders

5. Bandfilter

Abbildung 362: Blockdiagramm eines einfachen Senders

6. Verstärker

Abbildung 362: Blockdiagramm eines einfachen Senders

7. Bandfilter

Abbildung 362: Blockdiagramm eines einfachen Senders

8. Antenne

Abbildung 362: Blockdiagramm eines einfachen Senders
NF401: Was stellt folgendes Blockdiagramm dar?

A: Sender

B: Empfänger

C: Antennenvorverstärker

D: Relaisfunkstelle

NF403: Das nachfolgende Blockschaltbild zeigt einen einfachen Sender. An welcher Stelle befindet sich welche Stufe?

A: 1 HF-Verstärker; 2 Filter; 3 HF-Oszillator; 4 NF-Verstärker; 5 Mischer; 6 NF-Verstärker

B: 1 HF-Verstärker; 2 Mischer; 3 HF-Oszillator; 4 Filter; 5 NF-Verstärker; 6 Filter

C: 1 NF-Verstärker; 2 Mischer; 3 HF-Oszillator; 4 Filter; 5 HF-Verstärker; 6 Filter

D: 1 NF-Verstärker; 2 Filter; 3 HF-Oszillator; 4 Mischer; 5 HF-Verstärker; 6 Mischer

NF402: Aus welchen Stufen besteht ein einfacher Sender?

A: Vorverstärker, Filter, Demodulator, NF-Verstärker

B: Oszillator, Mischer, Filter, Leistungsverstärker

C: Vorverstärker, Filter, NF-Verstärker, Antenne

D: NF-Verstärker, Filter, Leistungsverstärker, Antenne

Eine Amateurfunkanlage muss nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik aufgebaut und betrieben werden. Das gilt natürlich auch ganz besonders für Sender.

VD106: Welche technischen Anforderungen stellt die Amateurfunkverordnung u. a. an eine Amateurfunkstelle?

A: Alle für den Sendebetrieb notwendigen Geräte müssen über ein CE-Zeichen verfügen.

B: Sie ist nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik einzurichten und zu unterhalten.

C: Sie darf bauartbedingt keine höhere Leistung erzeugen, als der Besitzer verwenden darf.

D: Das Sendesignal muss über ein Koaxialkabel der Antenne zugeführt werden.

Modulatoren

Halbleiter-Dioden in Modulatoren

  • Bisher als Gleichrichter bekannt
  • NF-Spannung ändert den Diodenwiderstand
  • NF-Signal steuert den Diodenstrom
  • HF-Signal wird im Takt des NF-Signals moduliert
  • Einfachste Variante hat einen Träger und zwei Seitenbänder

Diode im Amplitudenmodulator

Abbildung 363: AM-Modulator
AD507: Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen ...

A: AM-Modulator.

B: FM-Modulator.

C: LSB-Modulator.

D: USB-Modulator.

Balancemischer zur Trägerunterdrückung

  • Vier Dioden in Ring-Anordnung unterdrücken den Träger
  • Eine Gegentakt-Schaltung hebt Trägersignale auf
  • Es bleiben nur die Seitenbänder übrig
  • Bereits als Balancemischer im Kapitel „Mischer II“ gezeigt

Balancemodulator im SSB-Modulator

  • Der Balancemodulator erzeugt ein Doppelseitenband-Signal (DSB)
  • Ein Bandpassfilter lässt nur ein Seitenband durch
  • Daraus entsteht ein SSB-Signal
  • Zwei Stufen sind notwendig
AE206: Welche Baugruppe sollte für die analoge Erzeugung eines unterdrückten Zweiseitenband-Trägersignals verwendet werden?

A: Balancemischer

B: Quarzfilter

C: Bandfilter

D: Demodulator

AF302: Welcher Mischertyp ist am besten geeignet, um ein Doppelseitenbandsignal mit unterdrücktem Träger zu erzeugen?

A: Ein Mischer mit einer Varaktordiode

B: Ein Mischer mit einem einzelnen FET

C: Ein quarzgesteuerter Mischer

D: Ein Balancemischer

Erkennung eines Balancemischers

Abbildung 364: Modulator für AM-Signale mit unterdrücktem Träger
AF308: Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen Modulator zur Erzeugung von ...

A: frequenzmodulierten Signalen.

B: AM-Signalen mit unterdrücktem Träger.

C: phasenmodulierten Signalen.

D: LSB-Signalen.

Trägerunterdrückung und Ausbalancierung

  • Trägerunterdrückung bewirkt die Auslöschung unerwünschter Signale
  • Die Modulator-Schaltung muss ausbalanciert sein
AD510: Welche Signale stehen am Ausgang eines symmetrisch eingestellten Balancemischers an?

A: Viele Mischprodukte

B: Der vollständige Träger

C: Der verringerte Träger und ein Seitenband

D: Die zwei Seitenbänder

Justierung im Modulator

Abbildung 365: $R_1$ und $C_1$ zur Einstellung der Trägerunterdrückung nach Betrag und Phase
AF309: Wozu dienen $R_1$ und $C_1$ bei dieser Schaltung?

A: Sie dienen zur Einstellung des Modulationsgrades des erzeugten DSB-Signals.

B: Sie dienen zur Einstellung des Frequenzhubes mit Hilfe der ersten Trägernullstelle.

C: Sie dienen zum Ausgleich von Frequenzgangs- und Laufzeitunterschieden.

D: Sie dienen zur Einstellung der Trägerunterdrückung nach Betrag und Phase.

Symmetrierung im Modulator

  • Der Modulator wird symmetriert um den Träger zu unterdrücken
  • Die Modulations-Seitenbänder bleiben erhalten
AF304: Bei üblichen analogen Methoden zur Aufbereitung eines SSB-Signals werden ...

A: der Träger unterdrückt und beide Seitenbänder ausgefiltert.

B: der Träger hinzugesetzt und ein Seitenband ausgefiltert.

C: der Träger unterdrückt und ein Seitenband hinzugesetzt.

D: der Träger unterdrückt und ein Seitenband ausgefiltert.

AF303: Wie kann mit analoger Technologie ein SSB-Signal erzeugt werden?

A: In einem Balancemodulator wird ein Zweiseitenband-Signal erzeugt. Das Seitenbandfilter selektiert ein Seitenband heraus.

B: In einem Balancemodulator wird ein Zweiseitenband-Signal erzeugt. Ein auf die Trägerfrequenz abgestimmter Sperrkreis filtert den Träger aus.

C: In einem Balancemodulator wird ein Zweiseitenband-Signal erzeugt. Ein auf die Trägerfrequenz abgestimmter Saugkreis filtert den Träger aus.

D: In einem Balancemodulator wird ein Zweiseitenband-Signal erzeugt. In einem Frequenzteiler wird ein Seitenband abgespalten.

Zweite Stufe des SSB-Modulators

Abbildung 366: Blockschaltbild eines Senders
AF305: Dieses Blockschaltbild zeigt einen SSB-Sender. Die Stufe bei „?“ ist ein...

A: ZF-Notchfilter zur Unterdrückung des unerwünschten Seitenbands.

B: RL-Tiefpass zur Unterdrückung des oberen Seitenbands.

C: RC-Hochpass zur Unterdrückung des unteren Seitenbands.

D: Quarzfilter als Bandpass für das gewünschte Seitenband.

Quarz-Frequenz und Seitenbandlage

Abbildung 367: Quarzfilter zur Auswahl des Seitenbands
AF306: Welches Schaltungsteil ist in der folgenden Blockschaltung am Ausgang des NF-Verstärkers angeschlossen?

A: symmetrisches Filter

B: DSB-Filter

C: Balancemischer

D: Dynamikkompressor

AF307: Die folgende Blockschaltung zeigt eine SSB-Aufbereitung mit einem 9 MHz-Quarzfilter. Welche Frequenz wird in der Schalterstellung USB mit der NF gemischt?

A: 9,0000 MHz

B: 9,0030 MHz

C: 8,9985 MHz

D: 8,9970 MHz

Lösungsweg

  • gegeben: $f_Q = 9MHz$
  • gegeben: $f_{LSB} = 9,0015MHz$
  • gesucht: $f_{USB}$

$\begin{aligned}f_{USB} &= f_Q – (f_{LSB} – f_Q)\\ &= 9MHz – (9,0015MHz – 9MHz)\\ &= 9MHz – 0,0015MHz\\ &=8,9985MHz\end{aligned}$

Kapazitäts-Dioden in FM-Modulatoren

Abbildung 368: FM-Modulator mit Varicap
AD508: Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen Modulator zur Erzeugung von ...

A: AM-Signalen.

B: phasenmodulierten Signalen.

C: AM-Signalen mit unterdrücktem Träger.

D: frequenzmodulierten Signalen.

Einfluss der Kapazitäts-Diode

Abbildung 369: Varicap zur Beeinflussung Oszillator-Frequenz
AF310: Dieser Schaltungsauszug ist Teil eines Senders. Welche Funktion hat die Diode?

A: Sie begrenzt die Amplituden des Eingangssignals und vermeidet so die Übersteuerung der Oszillatorstufe.

B: Sie dient zur Erzeugung von Amplitudenmodulation in Abhängigkeit von den Frequenzen im Basisband.

C: Sie stabilisiert die Betriebsspannung für den Oszillator, um diesen von der Stromversorgung der anderen Stufen zu entkoppeln.

D: Sie beeinflusst die Resonanzfrequenz des Schwingkreises in Abhängigkeit des NF-Spannungsverlaufs und moduliert so die Oszillatorfrequenz.

FM-Hub-Begrenzung

  • Hohe NF-Spannungen führen zu übermäßigen Frequenzänderungen
  • Eine Hub-Begrenzung ist notwendig
  • Anti-parallel geschaltete Dioden begrenzen die Spannung auf die Knickspannung
AD509: Was ermöglicht die abgebildete Schaltung?

A: Die HF-Pegelbegrenzung und HF-Pegeleinstellung bei FM-Funkgeräten

B: Die Erzeugung von Amplitudenmodulation

C: Die Erzeugung von Phasenmodulation

D: Die Hubbegrenzung und Hubeinstellung bei FM-Funkgeräten

Signal‑Analyse einer Diode

Abbildung 370: Schaltung mit einem Ausgang für eine Regelspannung
AD503: Bei dieser Schaltung ist der mit X bezeichnete Anschluss ...

A: der Ausgang für das NF-Signal.

B: der Ausgang für eine Regelspannung.

C: der Ausgang für das ZF-Signal.

D: der Ausgang für das Oszillatorsignal.

Nicht-sinusförmige Signale

Grundwelle und Harmonische

  • Ein ideales sinusförmiges Signal besteht nur aus seiner Grundwelle (1. Harmonische)
  • Abweichungen von der Sinusform erzeugen ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz
  • Diese Vielfachen nennt man Harmonische

Darstellung in Frequenzspektrum

Abbildung 371: Zusammenhang zwischen Oberwellen und Harmonischen

Oberwellen – Vielfache der Grundfrequenz

Abbildung 372: Signal aus Grundschwingung und Oberschwingungen
AB403: Eine periodische Schwingung, die wie das folgende Signal aussieht, besteht ...

A: aus der Grundschwingung ohne weitere Frequenzen.

B: aus der Grundschwingung mit ganzzahligen Vielfachen dieser Frequenz (Oberschwingungen).

C: aus der Grundschwingung mit zufälligen Frequenzschwankungen.

D: aus der Grundschwingung und Teilen dieser Frequenz (Unterschwingungen).

AB401: Was sind Harmonische?

A: Harmonische sind ausschließlich die ungeradzahligen (1, 3, 5, ...) Vielfachen einer Frequenz.

B: Harmonische sind ausschließlich die geradzahligen (2, 4, 6, ...) Teile einer Frequenz.

C: Harmonische sind die ganzzahligen (1, 2, 3, ...) Teile einer Frequenz.

D: Harmonische sind die ganzzahligen (1, 2, 3, ...) Vielfachen einer Frequenz.

AB402: Die dritte Oberwelle entspricht ...

A: der dritten Harmonischen.

B: der zweiten ungeradzahligen Harmonischen.

C: der zweiten Harmonischen.

D: der vierten Harmonischen.

Oberwellenanalyse mit dem Spektrumanalysator

  • Auch ein scheinbar sinusförmiges Signal kann nennenswerte Oberwellen enthalten
  • Oberwellenanteile werden mit einem Spektrumanalysator gemessen
  • Darstellung im Frequenzbereich (Frequency-Domain)
  • Amplituden der Oberwellen werden logarithmisch angezeigt
AI615: Mit welchem Messgerät kann man das Vorhandensein von Harmonischen nachweisen?

A: Spektrumanalysator

B: Frequenzzähler

C: Vektorieller Netzwerkanalysator (VNA)

D: Stehwellenmessgerät

AI614: Mit welchem der folgenden Messinstrumente können die Amplituden der Harmonischen eines Signals gemessen werden? Sie können gemessen werden mit einem ...

A: Spektrumanalysator.

B: Breitbandpegelmesser.

C: Multimeter.

D: Frequenzzähler.

Berechnung von Harmonischen und Oberwellen

  • Harmonische Frequenzen = Grundfrequenz × Ordnungszahl (n)
  • Oberwellenfrequenzen = Grundfrequenz × (n + 1)
AJ201: Die zweite Harmonische der Frequenz 3,730 MHz befindet sich auf ...

A: 5,730 MHz.

B: 11,190 MHz.

C: 1,865 MHz.

D: 7,460 MHz.

Lösungsweg

  • gegeben: $f = 3,730MHz$
  • gesucht: $f$ der 2. Harmonischen

$2 \cdot f = 2 \cdot 3,730MHz = 7,460MHz$

AJ205: Die zweite ungeradzahlige Harmonische der Frequenz 144,690 MHz ist ...

A: 145,000 MHz.

B: 723,450 MHz.

C: 434,070 MHz.

D: 289,380 MHz.

Lösungsweg

  • gegeben: $f = 144,690MHz$
  • gesucht: $f$ als 2. ungeradzahlige Harmonische
  1. ungeradzahlige Harmonische = 3. Harmonische

$3 \cdot f = 3 \cdot 144,690MHz = 434,070MHz$

AJ202: Auf welche Frequenz müsste ein Empfänger eingestellt werden, um die dritte Harmonische einer nahen 7,050 MHz-Aussendung erkennen zu können?

A: 35,250 MHz

B: 21,150 MHz

C: 14,100 MHz

D: 28,200 MHz

Lösungsweg

  • gegeben: $f = 7,050MHz$
  • gesucht: $f$ als 3. Harmonische

$3 \cdot f = 3 \cdot 7,050MHz = 21,150MHz$

AJ206: Auf welchen Frequenzen kann ein 144,300 MHz SSB-Sendesignal Störungen verursachen?

A: 434,900 MHz und 1298,700 MHz

B: 438,900 MHz und 1290,700 MHz

C: 432,900 MHz und 1298,700 MHz

D: 433,900 MHz und 1296,700 MHz

Lösungsweg

  • gegeben: $f = 144,300MHz$
  • gesucht: mehrere Harmonische

$\begin{aligned}2 \cdot 144,300MHz &= 288,600MHz\\ 3 \cdot 144,300MHz &= \bold{432,900MHz}\\ &\vdots\\ 9 \cdot 144,300MHz &= \bold{1298,700MHz}\end{aligned}$

Leistungsverstärker

HF-Leistungsverstärker

  • Verstärken das HF-Signal aus vorherigen Stufen
  • Ziel: Erreichen der gewünschten Ausgangsleistung
  • Zwei Typen: Breitbandige und selektive HF-Verstärker

Breitbandige HF-Verstärker

Abbildung 373: Breitband-Gegentaktverstärker
AF412: Welche Art von Schaltung wird im folgenden Bild dargestellt? Es handelt sich um einen ...

A: Breitband-Gegentaktverstärker.

B: modulierbaren Oszillator.

C: selektiven Hochfrequenzverstärker.

D: Breitband-Frequenzverdoppler.

Selektive HF-Verstärker

Abbildung 374: Selektiver HF-Verstärker
AF408: Worum handelt es sich bei dieser Schaltung?

A: Es handelt sich um einen selektiven Mischer.

B: Es handelt sich um einen breitbandigen NF-Verstärker.

C: Es handelt sich um einen selektiven HF-Verstärker.

D: Es handelt sich um einen frequenzvervielfachenden Oszillator.

Mehrstufige Verstärker

Abbildung 375: Zweistufiger Breitband-HF-Verstärker
AF413: Worum handelt es sich bei dieser Schaltung? Es handelt sich um einen...

A: Gegentakt-Verstärker im B-Betrieb.

B: zweistufigen Breitband-HF-Verstärker.

C: selektiven Hochfrequenzverstärker.

D: zweistufigen LC-Oszillator.

Impedanzanpassung zwischen Verstärkerstufen

  • Notwendig für maximale Verstärkung, minimale Verzerrung und optimalen Wirkungsgrad
  • Verhindert Reflexionen und Nichtlinearitäten

Methoden der Impedanzanpassung

  • Breitbandige Anpassung durch Transformator mit geeignetem Übersetzungsverhältnis
  • Frequenzselektive Anpassung durch angezapften Schwingkreis
Abbildung 376: Breitbandige Anpassung zwischen zwei Stufen mittels Transformator mit geeignetem Übersetzungsverhältnis
AF414: Wozu dient der Transformator $T_1$ der folgenden Schaltung?

A: Er dient der Anpassung des Ausgangswiderstandes der Emitterschaltung an den Eingang der folgenden Emitterschaltung.

B: Er dient der Anpassung des Ausgangswiderstandes der Kollektorschaltung an den Eingang der folgenden Emitterschaltung.

C: Er dient der Anpassung des Ausgangswiderstandes der Emitterschaltung an den Eingang der folgenden Kollektorschaltung.

D: Er dient der Anpassung des Ausgangswiderstandes der Kollektorschaltung an den Eingang der folgenden PA.

Abbildung 377: Breitbandige Ein- und Ausgangs-Anpassung auf niederohmige MOSFETs mittels Transformatoren
AF417: Zu welchem Zweck dienen $T_1$ und $T_2$ in diesem HF-Leistungsverstärker?

A: Zur Anpassung von 50 Ω an die hochohmige Eingangsimpedanz der Transistoren und die niederohmige Ausgangsimpedanz der Transistoren an 50 Ω.

B: Zur Anpassung von 50 Ω an die niederohmige Eingangsimpedanz der Transistoren und die hochohmige Ausgangsimpedanz der Transistoren an 50 Ω.

C: Zur Anpassung von 50 Ω an die hochohmige Eingangsimpedanz der Transistoren und die hochohmige Ausgangsimpedanz der Transistoren an 50 Ω.

D: Zur Anpassung von 50 Ω an die niederohmige Eingangsimpedanz der Transistoren und die niederohmige Ausgangsimpedanz der Transistoren an 50 Ω.

Abbildung 378: Frequenzselektive Anpassung mit Spule als induktiver Spannungsteiler
AF409: Welchem Zweck dient die Anzapfung an X in der folgenden Schaltung?

A: Sie bewirkt die notwendige Entkopplung für den Schwingungseinsatz der Oszillatorstufe.

B: Sie bewirkt eine stärkere Bedämpfung des Eingangsschwingkreises.

C: Sie dient zur Anpassung der Eingangsimpedanz dieser Stufe an die vorgelagerte Stufe.

D: Sie ermöglicht die Dreipunkt-Rückkopplung des Oszillators.

Abbildung 379: Frequenzselektive Anpassung mit Kondensator als kapazitiver Spannungsteiler
AF410: Welchem Zweck dienen $C_1$ und $C_2$ in der folgenden Schaltung? Sie dienen zur...

A: Unterdrückung von Oberschwingungen.

B: Realisierung einer kapazitiven Dreipunktschaltung für den Oszillator.

C: Verhinderung der Schwingneigung.

D: Impedanzanpassung.

Abbildung 380: Schwingkreis mit veränderbaren Kondensatoren zur Anpassung der Eingangsimpedanz
AF407: Welche Funktion haben die mit X gekennzeichneten Bauteile in der folgenden Schaltung?

A: Sie schützen den Transistor vor thermischer Überlastung.

B: Sie transformieren die Ausgangsimpedanz der vorhergehenden Stufe auf die Eingangsimpedanz des Transistors.

C: Sie schützen den Transistor vor unerwünschten Rückkopplungen und filtern Eigenschwingungen des Transistors aus.

D: Sie dienen zur optimalen Einstellung des Arbeitspunktes für den Transistor.

Abbildung 381: Schwingkreis mit veränderbaren Kondensatoren zur Anpassung der Ausgangsimpedanz
AF406: Welche Funktion haben die mit X gekennzeichneten Bauteile in der folgenden Schaltung? Sie  ...

A: dienen als Bandsperre.

B: dienen als Sperrkreis.

C: passen die Lastimpedanz an die gewünschte Impedanz für die Transistorschaltung an.

D: dienen der Trägerunterdrückung bei SSB-Modulation.

Pi-Filter zur Impedanzanpassung

  • Passt Ein- und Ausgangsimpedanzen durch Verhältnis der Kapazitäten an
  • Spule definiert mit den Kapazitäten die Auslegungsfrequenz
  • Tiefpass-Charakter unterdrückt Oberwellen
AF405: Welche Funktion hat das Ausgangs-Pi-Filter eines HF-Senders?

A: Es dient der besseren Oberwellenanpassung an die Antenne.

B: Es dient der Impedanztransformation und verbessert die Unterdrückung von Oberwellen.

C: Es dient dem Schutz der Endstufe bei offener oder kurzgeschlossener Antennenbuchse.

D: Es dient der Verbesserung des Wirkungsgrads der Endstufe durch Änderung der ALC.

LC-Schaltung hinter HF-Leistungsverstärker

  • Dient zur Impedanzanpassung und gleichzeitiger Unterdrückung von Oberwellen
AF404: Wozu dienen LC-Schaltungen unmittelbar hinter einem HF-Leistungsverstärker? Sie dienen zur...

A: Unterdrückung des HF-Trägers bei SSB-Modulation.

B: optimalen Einstellung des Arbeitspunktes des HF-Leistungsverstärkers.

C: frequenzabhängigen Transformation der Senderausgangsimpedanz auf die Antenneneingangsimpedanz und zur Unterdrückung von Oberschwingungen.

D: Verringerung der rücklaufenden Leistung bei Fehlanpassung der Antennenimpedanz.

Wirkungsgrad eines HF-Leistungsverstärkers

  • Verhältnis zwischen abgegebener HF-Ausgangsleistung und zugeführter Gleichstrom-Versorgungsleistung
AF401: Wie ist der Wirkungsgrad eines HF-Verstärkers definiert?

A: Als Verhältnis der HF-Ausgangsleistung zu der zugeführten Gleichstromleistung.

B: Als Verhältnis der Stärke der erwünschten Aussendung zur Stärke der unerwünschten Aussendungen.

C: Als Erhöhung der Ausgangsleistung bezogen auf die Eingangsleistung.

D: Als Verhältnis der HF-Leistung zu der Verlustleistung der Endstufenröhre bzw. des Endstufentransistors.

BIAS-Spannung in Leistungsverstärkern

Abbildung 382: Arbeitspunktverstellung in einem Verstärker durch ein Poti
AF420: Die Arbeitspunkteinstellung der LDMOS-Kurzwellen-PA erfolgt mit $R_3$. Wie verändert sich der Drainstrom, wenn $R_3$ in Richtung 3 verstellt wird?

A: Der Drainstrom sinkt in $K_1$ und steigt in $K_2$.

B: Der Drainstrom in beiden Transistoren erhöht sich.

C: Der Drainstrom in beiden Transistoren verringert sich.

D: Der Drainstrom steigt in $K_1$ und sinkt in $K_2$.

AF423: Der Ruhestrom in der dargestellten VHF-LDMOS-PA soll erhöht werden. Welche Einstellungen sind vorzunehmen?

A: $R_1$ in Richtung $U_\text{BIAS}$ und $R_2$ in Richtung GND verstellen.

B: $R_1$ und $R_2$ in Richtung GND verstellen.

C: $R_1$ und $R_2$ in Richtung $U_\text{BIAS}$ verstellen.

D: $R_1$ in Richtung GND und $R_2$ in Richtung $U_\text{BIAS}$ verstellen.

AF424: Wie verändern sich die Drainströme in den beiden Endstufen-Transistoren, wenn der Schleifer von $R_4$ in Richtung $U_\text{BIAS}$ verstellt wird?

A: Drainstrom in Transistor 1 steigt und Drainstrom in Transistor 2 bleibt konstant.

B: Drainstrom in Transistor 1 sinkt und Drainstrom in Transistor 2 bleibt konstant.

C: Drainstrom in Transistor 1 steigt und Drainstrom in Transistor 2 steigt.

D: Drainstrom in Transistor 1 sinkt und Drainstrom in Transistor 2 sinkt.

Berechnung der BIAS-Spannung

  • Anwendung des Ohmschen Gesetzes
  • Berücksichtigung von Parallel- und Serienschaltungen von Widerständen
  • Gate-Anschlüsse der Transistoren sind kapazitiv und bei Gleichspannungsbetrachtung vernachlässigbar
AF421: Wie groß ist die Gate-Source-Spannung, wenn sich der Schleifer von $R_3$ am Anschlag 1 befindet?

A: 0,45 V

B: 3,7 V

C: 3,5 V

D: 2,77 V

Lösungsweg

  • gegeben: $U_Z = 6,2V$
  • gegeben: $R_2 = 270Ω$
  • gegeben: $R_3 = 220Ω$

$\begin{aligned}R_E &= \frac{(R_3+R_6) \cdot R_4}{(R_3 + R_6) + R_4}\\ &= \frac{220Ω + 150Ω) \cdot 6,8kΩ}{220Ω + 150Ω + 6,8kΩ}\\ &= \frac{2,516MΩ^2}{7170Ω}\\ &= 351Ω\end{aligned}$

HF-Entkopplung der Betriebsspannung

  • Verhindert Rückwirkungen zwischen Verstärkerstufen (z. B. Schwingneigung)
  • Umsetzung durch in Serie geschaltete Induktivitäten und Abblock-Kondensatoren
  • Tiefpass-Charakter: DC-Spannung bleibt erhalten, HF wird abgeblockt
Abbildung 383: Drossel zur Entkopplung der HF von der Betriebsspannung
AF411: Welchem Zweck dient X in der folgenden Schaltung?

A: Zur HF-Entkopplung

B: Zur Wechselstromkopplung

C: Zur Kopplung mit der nächstfolgenden Stufe

D: Zur Abstimmung

AF422: Wozu dienen die mit X gekennzeichneten Spulen in der Schaltung?

A: Sie dienen als Arbeitswiderstand für die Transistoren.

B: Sie verhindern ein Abfließen der Hochfrequenz in die Spannungsversorgung.

C: Sie verhindern die Entstehung von Oberschwingungen.

D: Sie transformieren die Ausgangsimpedanz der Transistoren auf 50 Ω.

Abbildung 384: Abblock-Kondensatoren zur Entkopplung der HF von der Betriebsspannung mit Tiefpass-Charakter
AF419: Zu welchem Zweck dient die Schaltung der Spule, $C_2$ und $C_3$?

A: Sie reduziert HF-Anteile auf der Betriebsspannungsleitung.

B: Sie wirkt als Pi-Filter für das Sendesignal.

C: Sie reduziert Brummspannungsanteile auf dem Sendesignal.

D: Sie reduziert Oberschwingungen auf dem Sendesignal.

AF418: Welche Funktion trifft für die Spule, $C_2$ und $C_3$ in der Schaltung zu?

A: Bandpass

B: Hochpass

C: Bandsperre

D: Tiefpass

HF-Eigenschaften von Kondensatoren

  • Große Kapazitäten (z. B. Elektrolytkondensatoren) nur bei niedrigen Frequenzen einsetzbar
  • Für HF-Anwendungen Kombination verschiedener Kapazitätswerte zur Abdeckung eines breiten Frequenzbereichs
AF415: Weshalb wurden jeweils $C_1$ und $C_2$, $C_3$ und $C_4$ sowie $C_5$ und $C_6$ parallel geschaltet?

A: Der Kondensator mit der geringen Kapazität dient zur Siebung der niedrigen und der Kondensator mit der hohen Kapazität zur Siebung der hohen Frequenzen.

B: Zu einem Elektrolytkondensator muss immer ein keramischer Kondensator parallel geschaltet werden, weil er sonst bei hohen Frequenzen zerstört werden würde.

C: Die Kapazität nur eines Kondensators reicht bei hohen Frequenzen nicht aus.

D: Der Kondensator geringer Kapazität dient jeweils zum Abblocken hoher Frequenzen, der Kondensator hoher Kapazität zum Abblocken niedriger Frequenzen.

Gesamtverstärkung eines Leistungsverstärkers

Abbildung 385: Blockschaltbild eines Verstärkers mit Gewinn und Verlust je Stufe
AF428: Wie groß ist die Gesamtverstärkung des gesamten Sendezweigs ohne Berücksichtigung möglicher Kabelverluste?

A: 38 dB

B: 43 dB

C: 48 dB

D: 59 dB

Lösungsweg

  • gegeben: $P_1 = 0,3mW$ oder $-5dBm$
  • gegeben: $P_2 = 20W$ oder $43dBm$
  • gesucht: $g$

$\begin{aligned}g &= P_2 – P_1\\ &= 43dBm – (-5dBm)\\ &= 43dBm + 5dBm\\ &= 48dB\end{aligned}$

Parasitäre Schwingungen

Parasitäre Schwingungen in HF-Leistungsverstärkern

  • Entstehen durch unerwünschte Rückkopplungen
  • Ursachen: Kapazitive oder induktive Kopplungen zwischen Elementen
  • Keine direkte Verbindung zur Betriebsfrequenz des Senders
  • Äußern sich durch Leistungsschwankungen beim Abstimmen des Senders (TX-Anzeige)
AJ212: Parasitäre Schwingungen können Störungen hervorrufen. Man erkennt diese Schwingungen unter anderem daran, dass sie ...

A: bei ungeradzahligen Vielfachen der Betriebsfrequenz auftreten.

B: keinen festen Bezug zur Betriebsfrequenz haben.

C: bei geradzahligen Vielfachen der Betriebsfrequenz auftreten.

D: bei ganzzahligen Vielfachen der Betriebsfrequenz auftreten.

AJ213: Die Ausgangsleistungsanzeige eines HF-Verstärkers zeigt beim Abstimmen geringfügige sprunghafte Schwankungen. Sie werden möglicherweise hervorgerufen durch ...

A: Welligkeit auf der Stromversorgung.

B: parasitäre Schwingungen.

C: Temperaturschwankungen im Netzteil.

D: vom Wind verursachte Bewegungen der Antenne.

Maßnahmen zur Unterdrückung parasitärer Schwingungen

Abbildung 386: Parallel-Widerstand am Transformatur zur Verhinderung von parasitären Schwingungen
AJ217: Wie kann man bei einem VHF-Sender mit kleiner Leistung die Entstehung parasitärer Schwingungen wirksam unterdrücken?

A: Durch Aufstecken einer Ferritperle auf die Emitterzuleitung des Endstufentransistors.

B: Durch Aufkleben einer Ferritperle auf das Gehäuse des Endstufentransistors.

C: Durch Anbringen eines Klappferritkerns an der Stromversorgungszuleitung.

D: Durch Anbringen eines Klappferritkerns an der Mikrofonzuleitung.

AF416: Wozu dient der Widerstand $R$ parallel zur Trafowicklung $T_2$?

A: Er dient zur Begrenzung des Kollektorstroms bei Übersteuerung.

B: Er soll die Entstehung parasitärer Schwingungen verhindern.

C: Er dient zur Anpassung der Primärwicklung an die folgende PA.

D: Er dient zur Erhöhung des HF-Wirkungsgrades der Verstärkerstufe.

ALC

  • Automatic-Level-Control (ALC) regelt die Aussteuerung der Senderendstufe
  • Reduziert bei Übersteuerung die Amplitude im Sendezweig
  • Nicht verwechseln mit der AGC (Automatic-Gain-Control) im Empfängerzweig

Funktionsweise

  • Erfassung der Ausgangsleistung und Vergleich mit vorgegebenen maximalen Wert
  • Bei Überschreiten wird eine Regelspannung an vorgelagerte HF-Verstärkerstufe gegeben
  • Amplitude des Sendesignals wird reduziert
  • Wenn ALC-Anzeige anspricht, ist Sender durch zu starkes NF-Signal übersteuert
  • Bei SSB ist ein geringfügiges Übersteuern erwünscht
  • Gleicht Lautstärkeschwankungen in der Stimme aus
  • ALC-Anzeige ist deshalb oft ein Balken
  • Bei Digimodes sollte die ALC nicht ansprechen
  • Verzerrung des Sendesignals
  • NF-Signal so weit aussteuern, dass ALC gerade nicht anspricht
EF305: Was bewirkt die ALC (Automatic Level Control) bei zu starkem NF-Signal in einem Transceiver?

A: Sie reduziert die Verstärkung von Verstärkerstufen im Empfangsteil.

B: Sie erhöht die Amplitude des Signals im Sendezweig vor dem Leistungsverstärker.

C: Sie erhöht die Verstärkung von Verstärkerstufen im Empfangsteil.

D: Sie reduziert die Amplitude des Signals im Sendezweig vor dem Leistungsverstärker.

Ausgangsleistung

  • Klasse N ist in Strahlungsleistung (ERP oder EIRP) an Antenne begrenzt
  • Viele Funkgeräte zeigen die aktuelle Senderausgangsleistung im Power-Meter an.
NF102: Die Darstellung zeigt das Display eines Transceivers. Wie wird die Anzeige 2 im Sendebetrieb bezeichnet?

A: Amplitudenspektrum

B: Power-Meter

C: SWR-Meter

D: Wasserfalldiagramm

Zulässige Senderausgangsleistung

  • In Anlage 1 der AFuV
  • Unterscheidet sich je nach Klasse und Frequenzbereich
Abbildung 387: Ausschnitt aus der Anlage 1 der Amateurfunkverordnung

Aktuell ist die Anlage 1 der AFuV hier zu finden.

VD727: Was gilt für die Rufzeicheninhaber der Klasse E im Frequenzbereich 1810 bis 1850 kHz?

A: Maximal 100 W PEP

B: Maximal 750 W PEP

C: Maximal 10 W PEP

D: Maximal 75 W PEP

VD729: Was gilt für die Rufzeicheninhaber der Klassen A und E im Frequenzbereich 3,5 bis 3,8 MHz?

A: Maximal 750 W PEP für beide Klassen

B: Maximal 10 W PEP für beide Klassen

C: Maximal 750 W PEP für Klasse A und maximal 100 W PEP für Klasse E

D: Maximal 150 W PEP für Klasse A und maximal 10 W PEP für Klasse E

VD728: Wie hoch ist die maximal zulässige Senderausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der Klasse A im Frequenzbereich 3,5 bis 3,8 MHz?

A: 75 W PEP

B: 750 W PEP

C: 100 W PEP

D: 150 W PEP

VD730: Wie hoch ist die maximal zulässige Senderausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der Klasse A im Frequenzbereich 10,1 bis 10,15 MHz?

A: 150 W PEP

B: 75 W PEP

C: 250 W PEP

D: 750 W PEP

VD731: Wie hoch ist die maximal zulässige Senderausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der Klasse A in den Frequenzbereichen 14,000 bis 14,350 MHz und 18,068 bis 18,168 MHz?

A: 750 W PEP

B: 75 W PEP

C: 150 W PEP

D: 250 W PEP

VD732: Wie hoch ist die maximal zulässige Senderausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der Klasse A in den Frequenzbereichen 21,000 bis 21,450 MHz und 24,890 bis 24,990 MHz?

A: 150 W PEP

B: 75 W PEP

C: 750 W PEP

D: 250 W PEP

VD733: Welche Leistungsgrenzen gelten für die Rufzeicheninhaber der Klassen A und E in den Frequenzbereichen 21,000 bis 21,450 MHz und 28,000 bis 29,700 MHz?

A: Maximal 100 W PEP für beide Klassen

B: Maximal 100 W PEP für Klasse A und maximal 10 W PEP für Klasse E

C: Maximal 750 W PEP für Klasse A und maximal 100 W PEP für Klasse E

D: Maximal 200 W PEP für beide Klassen

VD734: Welche Leistungsgrenzen gelten für die Rufzeicheninhaber der Klasse A und E in den Frequenzbereichen 144 bis 146 MHz und 430 bis 440 MHz?

A: Maximal 10 W PEP für beide Klassen

B: Maximal 750 W PEP für Klasse A und 75 W PEP für Klasse E

C: Maximal 100 W PEP für Klasse A und 50 W PEP für Klasse E

D: Maximal 750 W PEP für beide Klassen

VD736: Wie hoch ist die maximal zulässige Senderausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der Klasse A in den Amateurfunkbändern zwischen 1300 MHz und 250 GHz?

A: 100 W PEP

B: 75 W PEP

C: 150 W PEP

D: 750 W PEP

VD737: Wie hoch ist die maximal zulässige Senderausgangsleistung für Rufzeicheninhaber der Klasse E in den Amateurfunkbändern zwischen 1300 MHz und 250 GHz?

A: Maximal 1 W PEP

B: Maximal 100 W PEP

C: Maximal 75 W PEP

D: Maximal 5 W PEP

  • Für den Frequenzbereich von 1240 bis 1300 MHz gelten zusätzliche Regelungen
  • stehen nicht direkt in der Tabelle
  • In der rechten Spalte „Zusätzliche Nutzungsbestimmungen gemäß B“ kennzeichnen Zahlen ergänzende Angaben
  • Stehen unter der Tabelle
  • Für die folgende Frage ist der Punkt 11 zu beachten
VD735: Wie hoch ist die maximal zulässige Sendeleistung für Rufzeicheninhaber der Klasse A im Frequenzbereich 1240 bis 1300 MHz?

A: 750 W PEP, jedoch nur maximal 5 W EIRP im Teilbereich 1247 bis 1263 MHz

B: 250 W PEP

C: 100 W PEP

D: 75 W PEP, jedoch nur maximal 5 W EIRP im Teilbereich 1247 bis 1263 MHz

Senderausgangsleistung

  • Verpflichtung von Funkamateuren die Leistungsgrenzwerte ihrer Funkanlage einzuhalten
  • Auf vielen Amateurfunkbändern gilt eine maximale Senderausgangsleistung (PEP, Peak-Envelope-Power) als Grenzwert
  • Auch unerwünschte Aussendungen sind von Bedeutung

Messung von unerwünschten Aussendungen

  • Am Senderausgang
  • Unter Einzebiehung von Stehwellenmessgerät, Anpassgerät(e), Tiefpassfilter etc.
  • Messung von unerwünschen Aussendungen, die die Antenne erreichen können
EJ209: Wie erfolgt die Messung der Leistungen, die zu unerwünschten Aussendungen führen?

A: Die Messung erfolgt am Fußpunkt der im Funkbetrieb verwendeten Antenne unter Einbeziehung des gegebenenfalls verwendeten Antennenanpassgeräts.

B: Die Messung erfolgt am Senderausgang unter Einbeziehung des gegebenenfalls verwendeten Stehwellenmessgeräts und des gegebenenfalls verwendeten Tiefpassfilters.

C: Die Messung erfolgt am Ausgang der Antennenleitung unter Einbeziehung des im Funkbetrieb verwendeten Antennenanpassgeräts.

D: Die Messung erfolgt am Senderausgang mit einem hochohmigen HF-Tastkopf und angeschlossenem Transistorvoltmeter.

Messung der Senderausgangsleistung

  • Direkt am Senderausgang
  • Ohne Zusatzgeräte, Filter oder Kabel
  • Bei SSB → mit Modulation
  • Ein- oder Zweitonaussteuerung, aber keine Sprache
  • Messung der maximalen Hüllkurvenleistung (PEP)
  • Spitzenleistung des Senders bei maximaler Aussteuerung
EF401: Die Ausgangsleistung eines Senders ist die unmittelbar nach ...

A: dem Senderausgang gemessene Summe aus vorlaufender und rücklaufender Leistung.

B: dem Senderausgang messbare Leistung, bevor sie Zusatzgeräte durchläuft.

C: der Antenne messbaren Leistung, die durch ein Feldstärkenmessgerät im Nahfeld ermittelt werden kann.

D: dem Senderausgang gemessene Differenz aus vorlaufender und rücklaufender Leistung.

EF402: Wie und wo wird die Ausgangsleistung eines SSB-Senders gemessen? Die maximale Hüllkurvenleistung (PEP) wird gemessen...

A: direkt am Senderausgang mit unmoduliertem Träger.

B: direkt am Senderausgang bei Ein- oder Zweitonaussteuerung.

C: zwischen Antennentuner und Speisepunkt der Antenne mit unmoduliertem Träger.

D: zwischen Antennentuner und Speisepunkt bei Sprachmodulation.

Messungen am Sender

Messungen für Funkamateure

  • Wichtige Messungen: Ausgangsleistung und HF-Spannungen
  • Messung der Senderausgangsleistung erfordert definierten Abschluss
  • Übliche Impedanz im Amateurfunk: 50 Ω
  • Direktes Messen in der Schaltung nur bei kleinen Leistungen sinnvoll

HF-Spannungsmessung

  • HF-Spannung wird mit einem HF-Tastkopf gemessen
  • Diodengleichrichtung und Glättung mit nachgeschaltetem Kondensator

HF-Tastkopf mit einfacher Gleichrichtung

Abbildung 388: Messkopf zur HF-Leistungsmessung über einen Spannungsteiler
AI608: Was stellt die folgende Schaltung dar?

A: Antennenimpedanzmesser

B: Messkopf zur HF-Leistungsmessung

C: HF-Dipmeter

D: Absorptionsfrequenzmesser

HF-Tastkopf mit doppelter Gleichrichtung

Abbildung 389: HF-Tastkopf mit zwei Dioden für beide Halbwellen
AI605: Was stellt die folgende Schaltung dar?

A: HF-Tastkopf

B: Absorptionsfrequenzmesser

C: HF-Dipmeter

D: Antennenimpedanzmesser

AI604: Wozu dient diese Schaltung? Sie dient ...

A: als hochohmiger Messkopf für einen vektoriellen Netzwerkanalyzer.

B: zur Messung der Resonanzfrequenz mit einem Frequenzzähler.

C: als Gleichspannungstastkopf zur genauen Einstellung der Versorgungsspannung.

D: als Messkopf zum Abgleich von HF-Schaltungen.

Messen hoher HF-Leistungen

  • Erfordert belastbares Dämpfungsglied
  • Nimmt einen Großteil der Leistung auf
  • Dämpfungsglied muss in die Berechnung einbezogen werden
AI609: Sie wollen mit der folgenden Messschaltung die Ausgangsleistung eines 2 m-Senders überprüfen, der voraussichtlich ca. 15 W HF-Leistung liefert. Was sollte für die Messung vor die dargestellte Messschaltung geschaltet werden?

A: Stehwellenmessgerät

B: Dämpfungsglied 20 dB, 20 W

C: 25 m langes Koaxialkabel vom Typ RG213 (MIL)

D: Adapter BNC-Buchse auf N-Stecker

Kalibrierung von Messschaltungen

  • Notwendig für exakte Leistungsmessungen
  • Korrekturwerte müssen erstellt werden
AI612: Was muss für die genaue Messung der HF-Ausgangsleistung eines Senders mit einer solchen Schaltung berücksichtigt werden?

A: Die Schaltung muss vor jeder Messung mit einem Spektrumanalysator überprüft werden.

B: $R_1$ muss genau 50 Ω betragen.

C: Bei den Umrechnungen darf nur mit dem Effektivwert gerechnet werden.

D: Korrekturwerte für die Schaltung, die aus einer Kalibrierung stammen.

Berechnung eines HF-Tastkopfes

Abbildung 390: Beispiel einer HF-Messschaltung
AI610: Dem Eingang der folgenden Messschaltung wird eine HF-Leistung von 1 W zugeführt. D ist eine Schottkydiode mit $U_F$ = 0,23 V. Welche Spannung $U_A$ ist am Ausgang A zu erwarten, wenn die Messung mit einem hochohmigen Spannungsmessgerät erfolgt?

A: 9,8 V

B: 3,3 V

C: 4,8 V

D: 7,1 V

Lösungsweg

  • gegeben: $P_E = 1W$
  • gegeben: $U_F = 0,23V$
  • gegeben: $R_V = 110Ω$, $R_T = 330Ω$
  • gesucht: $U_A$

$\begin{aligned}R &= (\frac{1}{R_T + R_T} + \frac{1}{R_V} + \frac{1}{R_V})^{-1}\\ &= (\frac{1}{330Ω + 330Ω} + \frac{1}{110Ω} + \frac{1}{110Ω})^{-1}\\ &= 50,77Ω\end{aligned}$

  • gegeben: $P_E = 1W$
  • gegeben: $U_F = 0,23V$
  • berechnet: $R = 50,77Ω$
  • gesucht: $U_A$

$\begin{aligned}P_E &= \frac{U_{E,eff}^2}{R}\\ \Rightarrow U_{E,eff} &= \sqrt{P_E \cdot R}\\ &= \sqrt{1W \cdot 50,77Ω}\\ &= 7,125V\end{aligned}$

  • gegeben: $U_F = 0,23V$
  • berechnet: $U_{E,eff} = 7,125V$
  • gesucht: $U_A$

$\begin{aligned}U_S &= U_{E,eff} \cdot \sqrt{2}\\ &= 7,071V \cdot 1,414\\ &= 10,07V\end{aligned}$

Berechnung der Eingangsleistung aus gemessener Gleichspannung

Abbildung 391: Beispiel einer HF-Messschaltung
AI611: Bei der folgenden Schaltung besteht $R_1$ aus einer Zusammenschaltung von Widerständen, die einen Gesamtwiderstand von 54,1 Ω hat und etwa 200 W aufnehmen kann. Die Diode ist eine Siliziumdiode mit $U_{\textrm{F}}$ = 0,7 V. Am Ausgang wird mit einem digitalen Spannungsmessgerät eine Gleichspannung von 14,9 V gemessen. Wie groß ist etwa die HF-Leistung am Eingang der Schaltung?

A: 9,7 W

B: 37,8 W

C: 19,4 W

D: 4,9 W

Lösungsweg

  • gegeben: $U_A = 14,9V DC$
  • gegeben: $U_F = 0,7V$
  • gegeben: $R_1 = 54,1Ω$, $R_T = 330Ω$
  • gesucht: $P_E$

$\begin{aligned}R &= (\frac{1}{R_T + R_T} + \frac{1}{R_1})^{-1}\\ &= (\frac{1}{330Ω + 330Ω} + \frac{1}{54,1Ω})^{-1}\\ &= 50Ω\end{aligned}$

  • berechnet: $R = 50Ω$
  • berechnet: $U_S = 31,2V$
  • gesucht: $P_E$

$\begin{aligned}U_{E,eff}\\ &= \frac{U_S}{\sqrt{2}}\\ &= \frac{31,2V}{1,414}\\ &= 22,06V\end{aligned}$

HF-Tastkopf mit doppelter Spitzenwertgleichrichtung

Abbildung 392: HF-Tastkopf mit doppelter Spitzenwertgleichrichtung
AI607: Mit der folgenden Schaltung soll die Ausgangsleistung eines 2 m-FM-Handfunkgerätes gemessen werden. Die Dioden sind Schottkydioden mit $U_{\textrm{F}}$ = 0,23 V. Am Ausgang wird mit einem digitalen Spannungsmessgerät eine Gleichspannung von 15,3 V gemessen. Wie groß ist etwa die HF-Leistung am Eingang der Schaltung?

A: Zirka 600 mW

B: Zirka 2,4 W

C: Zirka 1,2 W

D: Zirka 4,7 W

Lösungsweg

  • gegeben: $U_A = 15,3V DC$
  • gegeben: $U_F = 0,23V$
  • gegeben: $R_{V1} = 56Ω$, $R_{V2} = 470Ω$
  • gesucht: $P_E$

$\begin{aligned}R &= (\frac{1}{R_{V1}} + \frac{1}{R_{V2}})^{-1}\\ &= (\frac{1}{R_{56Ω}} + \frac{1}{R_{470Ω}})^{-1}\\ &= 50,04Ω\end{aligned}$

  • berechnet: $R = 50,04Ω$
  • berechnet: $U_S = 7,88V$
  • gesucht: $P_E$

$\begin{aligned}U_{E,eff} &= \frac{U_S}{\sqrt{2}}\\ &= \frac{7,88V}{1,414}\\ &= 5,57V\end{aligned}$

AI606: Die Leistung eines 2 m-Senders soll mit einer künstlichen 50 Ω-Antenne bestimmt werden, die über eine Anzapfung bei 5 Ω vom erdnahen Ende verfügt. Zur Messung an diesem Punkt wird die folgende Schaltung eingesetzt. Die Dioden sind Schottkydioden mit $U_{\textrm{F}} =$ 0,23 V. Am Ausgang der Schaltung wird dabei mit einem digitalen Spannungsmessgerät eine Gleichspannung von 15,3 V gemessen. Wie groß ist etwa die HF-Leistung des Senders?

A: Zirka 60 W

B: Zirka 480 W

C: Zirka 240 W

D: Zirka 340 W

Lösungsweg

  • gegeben: $U_A = 15,3V DC$
  • gegeben: $U_F = 0,23V$
  • gegeben: $R = 50Ω$ aus dem Messsystem
  • gesucht: $P_E$

$\begin{aligned}U_S &= \frac{U_A}{2} + U_F\\ &= \frac{15,3V}{2} + 0,23V\\ &= 7,88V\end{aligned}$

  • berechnet: $U_{E,eff} = 5,57V$
  • gegeben: $R = 50Ω$ aus dem Messsystem
  • gesucht: $P_E$

$\begin{aligned}P_E &= \frac{(U_{E,eff} \cdot 10)^2}{R}\\ &= \frac{(5,57V \cdot 10)^2}{50Ω}\\ &\approx 60W\end{aligned}$

Feldstärkeanzeiger zur Leistungsmessung

Abbildung 393: Feldstärkeanzeiger
AI613: Was stellt die folgende Schaltung dar?

A: Resonanzmessgerät

B: Antennenimpedanzmesser

C: Einfacher Peilsender

D: Feldstärkeanzeiger

Dummy-Load

  • Dummy Load wird für Abgleicharbeiten und Messungen an Sendern verwendet
  • Ist ein Lastwiderstand
  • Sendeleistung wird fast vollständig in Wärme umgesetzt
  • auch: Abschlusswiderstand oder künstliche Antenne

Abgleicharbeiten und Messungen

  • Immer an möglichst angepasster Antenne oder Dummy Load
  • Ansonsten kann die Reflektion der Leistung die Endstufe zerstören
VD111: Was ist bei Abgleicharbeiten und Messungen an Sendern im Hinblick auf die Aussendung zu beachten?

A: Das Antennenkabel muss fest angeschlossen sein.

B: Es sind geeignete Maßnahmen zu treffen, die ein freies Abstrahlen von Signalen wirkungsvoll verhindern.

C: Es darf nur mit halber Sendeleistung gesendet werden.

D: Das Sendergehäuse darf nicht geöffnet werden.

NJ202: Wie verhindern Sie beim Abgleichen Ihres selbstgebauten Senders Störungen anderer Funkverbindungen?

A: Ich sende nur mit halber Sendeleistung.

B: Ich verwende einen geeigneten Abschlusswiderstand (Dummy Load).

C: Ich versuche unnötige Modulation zu vermeiden.

D: Ich führe die Abstimmarbeiten auf einer sogenannten ISM-Frequenz aus.

NF107: Warum sollte ein Sender nie ohne angepasste Antenne oder Dummy Load betrieben werden?

A: Das Stehwellenmessgerät könnte beschädigt werden.

B: Durch die fehlende Last wird die Versorgungsspannung hochgeregelt, was zu Überspannungen führen kann.

C: Durch die reflektierte Welle könnte die Senderendstufe beschädigt werden.

D: Durch die absorbierte Leistung kann das Netzteil des Senders überlastet werden.

Abstimmen

  • Aussendungen zum Abstimmen lassen sich nicht vermeiden
  • Z.B. bei automatischen Anpassgeräten
  • So kurz wie möglich
  • Auf freier Frequenz
VD112: Unter welcher Bedingung ist das Aussenden eines unmodulierten oder ungetasteten Trägers zulässig?

A: Sofern die Sendeleistung auf unter 1 W reduziert wird

B: Sofern es sich um ein digitales Signal handelt

C: Wenn die Übertragungsbedingungen keine weitreichenden Verbindungen zulassen

D: Wenn es kurzzeitig erfolgt, z. B. zum Abstimmen

Dummy-Load II

Dummy-Load im HF-Bereich

Abbildung 395: Dummy-Load aus mehreren Widerstandsketten
  • Identische Widerstandswerte sorgen für gleichmäßige Verteilung der Verlustleistung
  • Berechnung erfolgt nach dem Ohmschen Gesetz und den Regeln für Reihen- und Parallelschaltungen
AI601: Die Darstellung zeigt eine aus 150 Ω / 1 W-Widerständen aufgebaute künstliche Antenne (Dummy Load). Mit dieser Kombination aus Reihen- und Parallelschaltung werden ca. 50 Ω erreicht. Wie viele Widerstände werden für diesen Aufbau benötigt und welche Dauerleistung verträgt diese künstliche Antenne?

A: 12 Widerstände, 48 W

B: 16 Widerstände, 16 W

C: 48 Widerstände, 12 W

D: 48 Widerstände, 48 W

Lösungsweg

  • gegeben: $R = 150Ω$
  • gegeben: $R_S = 4\cdot 150Ω = 600Ω$

Reihen mit je 4 Widerständen:

$\frac{1}{R_{ges}} = n_S \cdot \frac{1}{R_S} \Rightarrow n_S = \frac{R_S}{R_{ges}} = \frac{600Ω}{50Ω} = 12$

$n = 4 \cdot n_S = 4 \cdot 12 = 48$

$P = n \cdot P_R = 48 \cdot 1W = 48W$

Dummy-Load mit Messausgang

  • Kann zur indirekten Messung der Ausgangsleistung eines Senders verwendet werden
  • Spitzenwertgleichrichter wandelt HF-Spannung in Gleichspannung um
AI602: Eine künstliche Antenne (Dummy Load) verfügt über einen Messausgang, der intern an einen Spitzenwertgleichrichter angeschlossen ist. Wozu dient dieser Messausgang? Er dient ...

A: als Abgriff einer ALC-Regelspannung für die Sendeendstufe.

B: zur indirekten Messung der Hochfrequenzleistung.

C: zum Nachjustieren der Widerstände in der künstlichen Antenne.

D: als Anschluss für einen Antennenvorverstärker.

Messung der HF-Ausgangsleistung über Spannungsteiler

  • Dummy-Load mit Anzapfung ermöglicht grobe Leistungsbestimmung
  • HF-Teilspannung wird über Spannungsteiler-Verhältnis berechnet
  • Messung mit HF-Tastkopf und Multimeter möglich
AI603: Eine künstliche Antenne (Dummy Load) von 50 Ω verfügt über eine Anzapfung bei 5 Ω vom erdnahen Ende. Was könnte zur ungefähren Ermittlung der Senderausgangsleistung über diesen Messpunkt eingesetzt werden?

A: Stehwellenmessgerät mit Abschlusswiderstand.

B: Stehwellenmessgerät ohne Abschlusswiderstand.

C: Digitalmultimeter mit HF-Tastkopf.

D: Künstliche 50 Ω-Antenne mit zusätzlichem HF-Dämpfungsglied.

Unerwünschte Aussendungen

  • Amateurfunkverordnung (AFuV): Unerwünschte Aussendungen auf das geringstmögliche Maß beschränken
  • Es gibt weitere gesetzliche Regelungen für konkrete Grenzwerte → Klasse A
NJ201: Ein Sender sollte so betrieben werden, dass ...

A: die Selbsterregung maximiert wird.

B: er keine unerwünschten Aussendungen hervorruft.

C: parasitäre Schwingungen vorhanden sind.

D: die Oberwellenabschirmung minimiert wird.

NF404: Welche Eigenschaft sollte ein hinter einem VHF-Sender geschaltetes Filter haben? Dieses sollte...

A: den gewünschten Frequenzbereich sperren.

B: den gewünschten Frequenzbereich durchlassen.

C: alle Oberschwingungen durchlassen.

D: die Abstrahlung aller Nebenaussendungen zulassen.

VD110: Welche Aussage trifft die Amateurfunkverordnung (AFuV) hinsichtlich unerwünschter Aussendungen?

A: Unerwünschte Aussendungen sind auf das geringstmögliche Maß zu beschränken.

B: Unerwünschte Aussendungen sind nicht zulässig.

C: Unerwünschte Aussendungen sind auf 60 dB bezogen auf das Nutzsignal zu beschränken.

D: Unerwünschte Aussendungen sind auf 40 dB bezogen auf das Nutzsignal zu beschränken.

Unerwünschte Aussendungen II

Oberwellen

  • Ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz
  • Entstehen durch Signalformen, die nicht sinusförmig sind, insbesondere bei Übersteuerung
  • Beeinträchtigung anderer Funkdienste
  • Können reduziert werden
EJ201: Welche Signalform sollte der Träger einer hochfrequenten Schwingung haben, um Störungen durch Oberwellen zu vermeiden?

A: sinusförmig

B: kreisförmig

C: dreieckförmig

D: rechteckförmig

EJ202: Wie kann man hochfrequente Störungen reduzieren, die durch Harmonische hervorgerufen werden? Sie können reduziert werden durch ein ...

A: Oberwellenfilter.

B: ZF-Filter.

C: Hochpassfilter.

D: Nachbarkanalfilter.

Tiefpassfilter

  • Nur Frequenzen unterhalb einer bestimmten Grenzfrequenz werden durchgelassen
  • Oberwellen können nicht passieren oder werden stark abgeschwächt
EJ204: Welches Filter wäre zwischen Senderausgang und Antenne eingeschleift am besten zur Verringerung der Oberwellenausstrahlungen geeignet?

A: Ein Hochpassfilter

B: Ein Tiefpassfilter

C: Ein Sperrkreisfilter

D: Ein Antennenfilter

EJ205: Um Oberwellenaussendungen eines UHF-Senders zu minimieren, sollte dem Gerät ...

A: ein Hochpassfilter nachgeschaltet werden.

B: eine Bandsperre vorgeschaltet werden.

C: ein Tiefpassfilter nachgeschaltet werden.

D: ein Notchfilter vorgeschaltet werden.

EJ206: Welche Schaltung wäre, zwischen Senderausgang und Antenne eingeschleift, am besten zur Verringerung der Oberwellenausstrahlungen geeignet?
A:
B:
C:
D:
EJ207: Welche Charakteristik sollte ein Filter zur Verringerung der Oberwellen eines KW-Senders haben?
A:
B:
C:
D:
EJ208: Welche Filtercharakteristik würde sich am besten für den Ausgang eines KW-Mehrband-Senders eignen?
A:
B:
C:
D:
EJ203: Was für ein Filter muss zwischen Transceiver und Antennenzuleitung eingefügt werden, um Oberwellen zu reduzieren?

A: NF-Filter

B: Hochpassfilter

C: Tiefpassfilter

D: CW-Filter

Hochpassfilter

  • Nur Frequenzen oberhalb einer bestimmten Grenzfrequenz werden durchgelassen
  • Werden im Empfängereingang verwendet, damit tiefe Frequenzen nicht stören

Bandpassfilter

  • Bei Einbandsendern
  • Sender im VHF/UHF/SHF-Bereich
  • Signale aus der Signalaufbereitung unterhalb der Sendefrequenz unterdrücken

Arbeitspunkt

  • Sender-Stufen und Leistungs-Endstufen sollen verzerrungsfrei arbeiten
  • Nach Veränderung des Arbeitspunkts auf Linearität (saubere Sinus-Verstärkung) prüfen
  • Aussendung auf Oberwellen prüfen
EF404: Wann sollte ein Sender auf mögliche Oberwellenaussendungen überprüft werden?

A: Bei Empfang eines Störsignals.

B: Wenn Splatter-Störungen zu hören sind.

C: Wenn der Arbeitspunkt der Endstufe neu justiert wurde.

D: Vor jedem Sendebetrieb.

Unerwünschte Aussendungen III

Unerwünschte Aussendungen durch Mischprodukte

Abbildung 399: Frequenzgang eines Bandpassfilters
AJ208: Die Oberschwingungen eines Einbandsenders sollen mit einem Ausgangsfilter ünterdrückt werden. Welcher Filterkurventyp wird benötigt?
A:
B:
C:
D:
AJ211: Wie wird vermieden, dass unerwünschte Mischprodukte aus dem Mischer in die Senderausgangsstufe gelangen?

A: Das Ausgangssignal des Mischers wird über einen Hochpass ausgekoppelt.

B: Das Ausgangssignal des Mischers wird über ein breitbandiges Dämpfungsglied ausgekoppelt.

C: Das Ausgangssignal des Mischers wird von einer linearen Klasse-A-Treiberstufe verstärkt.

D: Das Ausgangssignal des Mischers wird über einen Bandpass ausgekoppelt.

AJ209: Welches Filter sollte hinter einen VHF-Sender geschaltet werden, um die unerwünschte Aussendung von Subharmonischen und Harmonischen auf ein Mindestmaß zu begrenzen?

A: Tiefpassfilter

B: Bandpass

C: Hochpassfilter

D: Notchfilter

Harmonische und Oberwellen

Abbildung 400: Oberwellen (OW), Harmonische (Harm.) und Nebenaussendungen (NA)
AJ204: Die dritte Harmonische einer 29,5 MHz-Aussendung fällt in ...

A: den UKW-Betriebsfunk-Bereich.

B: den D-Netz-Mobilfunkbereich.

C: den 2 m-Amateurfunkbereich.

D: den FM-Rundfunkbereich.

Lösungsweg

  • gegeben: $f = 29,5MHz$
  • gegeben: $n = 3$
  • gegeben: Radiobereich: 88,5MHz – 108,0MHz

$f \cdot n = 29,5MHz \cdot 3 = 88,5MHz$

AJ203: Auf welche Frequenz müsste ein Empfänger eingestellt werden, um die dritte Oberwelle einer 7,20 MHz-Aussendung erkennen zu können?

A: 36,00 MHz

B: 21,60 MHz

C: 28,80 MHz

D: 14,40 MHz

Lösungsweg

  • gegeben: $f = 7,20MHz$
  • gegeben: $n = 4$
  • gesucht: 3. Oberwelle

$f \cdot n = 7,20MHz \cdot 4 = 28,80MHz$

Entstehung von Oberwellen

Abbildung 401: Übersteuertes Signal
AJ207: Worauf deutet die folgende Wellenform der Ausgangsspannung eines Leistungsverstärkers hin?

A: Vor dem Modulator erfolgt eine Hubbegrenzung.

B: Das Ansteuersignal ist zu schwach, um den Verstärker voll auszusteuern.

C: Der Verstärker wird übersteuert und erzeugt Oberschwingungen.

D: Die Schutzdioden im Empfängerzweig begrenzen das Ausgangssignal.

Sperrkreise zur Unterdrückung

  • Unterdrückung einzelner Oberwellen oder Harmonischer
  • Sperrkreis: Dämpft genau eine Frequenz maximal
  • Andere Frequenzen werden nahezu ungehindert durchgelassen
AJ210: Was wird eingesetzt, um die Abstrahlung einer spezifischen Harmonischen wirkungsvoll zu begrenzen?

A: Eine Gegentaktendstufe

B: Ein Hochpassfilter am Senderausgang

C: Ein Hochpassfilter am Eingang der Senderendstufe

D: Ein Sperrkreis am Senderausgang

Nebenaussendungen

  • Tritt in unmittelbarer Nähe zum Sendesignal auf
  • Durch Filter schwer zu unterdrücken
  • Entstehung durch übersteuerte Mikrofonverstärkung
  • Verbreitert ungewollt das Sendesignal (Nebenaussendung, Nebenprodukte, „Splatter“)
AJ219: Was passiert, wenn bei einem SSB-Sender die Mikrofonverstärkung zu hoch eingestellt wurde?

A: Es werden mehr Oberschwingungen der Sendefrequenz erzeugt, die als unerwünschte Ausstrahlung Splattern auf den benachbarten Frequenzen hervorrufen.

B: Es werden mehr Subharmonische der Sendefrequenz erzeugt, die als unerwünschte Ausstrahlung Splattern auf den benachbarten Frequenzen hervorrufen.

C: Die Gleichspannungskomponente des Ausgangssignals erhöht sich, wodurch der Wirkungsgrad des Senders abnimmt.

D: Es werden mehr Nebenprodukte der Sendefrequenz erzeugt, die als unerwünschte Ausstrahlung Störungen hervorrufen.

Störungen durch unstabile Versorgungsspannung

  • Schlechte Netzteile erzeugen Brummspannung
  • Kann zu AM-Aussendungen führen
  • NF-Einstreuungen beeinflussen Sender
  • Besonders bei älteren Sendern problematisch
AJ222: Durch Addition eines Störsignals zur Versorgungsspannung der Senderendstufe wird ...

A: FM erzeugt.

B: AM erzeugt.

C: PM erzeugt.

D: NBFM erzeugt.

AJ223: Wenn der Stromversorgung einer HF-Endstufe NF-Signale überlagert sind, kann dies eine (zusätzliche) unerwünschte Modulation der Sendefrequenz erzeugen. Um welche unerwünschte Modulation handelt es sich?

A: FM

B: SSB

C: AM

D: NBFM

Gesetzliche Grenzwerte für Oberwellen und Nebenaussendungen

  • Funkamateure müssen Grenzwerte einhalten
  • Zwei Frequenzbereiche mit unterschiedlichen Anforderungen

HF-Bereich (1,7 MHz – 35 MHz)

  • Dämpfung mindestens 40 dB
  • Signalleistung über 0,25 µW relevant
AJ224: Was gilt beim Sendebetrieb für unerwünschte Aussendungen im Frequenzbereich zwischen 1,7 und 35 MHz? Sofern die Leistung einer unerwünschten Aussendung ...

A: 1 μW überschreitet, sollte sie um mindestens 60 dB gegenüber der maximalen PEP des Senders gedämpft werden.

B: 0,25 μW überschreitet, sollte sie um mindestens 60 dB gegenüber der maximalen PEP des Senders gedämpft werden.

C: 1 μW überschreitet, sollte sie um mindestens 50 dB gegenüber der maximalen PEP des Senders gedämpft werden.

D: 0,25 μW überschreitet, sollte sie um mindestens 40 dB gegenüber der maximalen PEP des Senders gedämpft werden.

VHF/UHF/SHF-Bereich (50 MHz – 1000 MHz)

  • Dämpfung mindestens 60 dB
  • Signalleistung über 0,25 µW relevant
AJ225: Was gilt beim Sendebetrieb für unerwünschte Aussendungen im Frequenzbereich zwischen 50 und 1000 MHz? Sofern die Leistung einer unerwünschten Aussendung ...

A: 0,25 μW überschreitet, sollte sie um mindestens 60 dB gegenüber der maximalen PEP des Senders gedämpft werden.

B: 1 μW überschreitet, sollte sie um mindestens 50 dB gegenüber der maximalen PEP des Senders gedämpft werden.

C: 1 μW überschreitet, sollte sie um mindestens 60 dB gegenüber der maximalen PEP des Senders gedämpft werden.

D: 0,25 μW überschreitet, sollte sie um mindestens 40 dB gegenüber der maximalen PEP des Senders gedämpft werden.

Elektromagnetische Verträglichkeit

Beim Senden

Funkwellen von

  • von Antennen
  • von Transceivern
  • von Zuleitungen

Beim Senden

Einhalten der Schutzanforderungen zur Gewährleistung der elektromagnetischen Verträglichkeit im Sinne des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG)

VC118: Was muss ein Funkamateur beim Betrieb seiner Amateurfunkstelle in Bezug auf die elektromagnetische Verträglichkeit beachten?

A: Der Funkamateur benötigt für seine Amateurfunkstelle eine aktuelle Verträglichkeitsbescheinigung der BNetzA.

B: Der Funkamateur muss die Schutzanforderungen zur Gewährleistung der elektromagnetischen Verträglichkeit im Sinne des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG) einhalten.

C: Die Amateurfunkstelle muss von einem zertifizierten Elektromeister auf die Einhaltung der elektromagnetischen Verträglichkeit geprüft werden. Das Abnahmeprotokoll ist für die BNetzA bereitzuhalten.

D: Die Amateurfunkstelle darf nur aus baumustergeprüften Funkgeräten bestehen, die den Anforderungen des Gesetzes über Funkanlagen (FuAG) entsprechen.

Beim Empfang

Funkamateur darf Störfestigkeit der eigenen Geräte selbst bestimmen. Die Abweichung vom EMVG ist ein Privileg.

VC120: Darf der Funkamateur bei Selbstbaugeräten von den grundlegenden Anforderungen zur Störfestigkeit im Sinne des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG) abweichen?

A: Ja, aber nur in Richtung Verbesserung der Störfestigkeit

B: Nein, die Störfestigkeit ist vorgegeben und muss eingehalten werden.

C: Nein, selbstgebaute Amateurfunkgeräte müssen im Bezug auf Störfestigkeit kommerziell hergestellten Geräten entsprechen.

D: Ja, er kann den Grad der Störfestigkeit seiner Geräte selbst bestimmen.

VC119: Was gilt hinsichtlich der Störfestigkeit der Amateurfunkstelle nach dem Wortlaut des Amateurfunkgesetzes (AFuG)?

A: Der Funkamateur darf von den grundlegenden Anforderungen nach dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG) abweichen und kann den Grad der Störfestigkeit seiner Amateurfunkstelle selbst bestimmen.

B: Der Funkamateur muss seine Amateurfunkstelle im Abstand von 2 Jahren einer Störfestigkeitsprüfung durch die BNetzA unterziehen lassen.

C: Amateurfunkstellen sind hinsichtlich ihrer Störfestigkeit anderen Betriebsmitteln gleichgestellt.

D: Amateurfunkstellen müssen elektromagnetische Störungen durch andere Betriebsmittel hinnehmen, selbst wenn diese nicht den grundlegenden Anforderungen nach dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG) entsprechen.

Maßnahmen

Zur Einhaltung der vorgeschriebenen elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV)

  • Abschirmen
  • Erden

Schutz vor Störungen in beide Richtungen

NK101: In Bezug auf EMV sollten HF-Stufen ...

A: eine besonders abgeschirmte Masseleitung erhalten.

B: gut abgeschirmt werden.

C: nur kapazitive Auskopplungen enthalten.

D: in Kunststoff eingehüllt werden.

NJ101: Alle Geräte, die HF-Ströme übertragen, sollten ...

A: durch Kunststoffabdeckungen geschützt sein.

B: über das Stromversorgungsnetz geerdet sein.

C: möglichst gut geschirmt sein.

D: nicht geerdet sein.

NK102: Um eine Amateurfunkstelle in Bezug auf EMV zu optimieren, ...

A: sollten alle hochohmigen Erdverbindungen entfernt werden.

B: sollte der Sender mit der Wasserleitung im Haus verbunden werden.

C: sollten alle Einrichtungen mit einer guten HF-Erdung versehen werden.

D: sollte der Sender mit der Abwasserleitung im Haus verbunden werden.

Störungen vermeiden

Gründe für Störungen

  • Unerwünschte Frequenzanteile, die nicht ausreichend unterdrückt werden
  • Unzureichend abgeschirmte oder unzureichend geerdete Geräte
  • Die gewünschten Aussendungen selber

Störung

Abbildung 402: Störung des DVB-T2-Empfang eines Fernsehers durch die Oberschwingung einer Amateurfunkaussendung

Störende Beeinflussung

Abbildung 403: Einstrahlung über die Empfangsantenne
Abbildung 404: Direkteinstrahlung in ein Gerät

Umgang mit Störungen

  • Nachbarschaftskonflikte vermeiden
  • Höflich Hilfe zur Entstörung anbieten
NJ102: Welche Reaktion ist angebracht, wenn ihr Nachbar sich über Störungen beklagt?

A: Er sollte darauf hingewiesen werden, dass Sie hierfür nicht zuständig sind.

B: Sie bieten höflich an, die erforderlichen Prüfungen in die Wege zu leiten.

C: Sie bieten an, das örtlich zuständige Hauptzollamt zu benachrichtigen.

D: Er sollte höflich darauf hingewiesen werden, dass es an seiner eigenen Einrichtung liegt.

Ursachenforschung

  • Prüfen auf Behebung mit eigenen Mitteln
  • Falls Ursache nicht ermittelt oder Störung nicht beseitigt werden kann → Nachbarn auf Funkstörungsannahme der BNetzA (24/7 ☎ 0228 14 15 16) hinweisen
VE302: Welche Reaktion ist angebracht, wenn Störungen im Fernseh- oder Rundfunkempfang beim Nachbarn nicht mit den zur Verfügung stehenden Mitteln beseitigt werden können?

A: Der Nachbar sollte höflich darauf hingewiesen werden, dass es an seiner eigenen Einrichtung liegt.

B: Der Nachbar sollte darauf hingewiesen werden, dass Sie hierfür nicht zuständig sind.

C: Sie benachrichtigen ihren Amateurfunkverband.

D: Sie empfehlen dem Nachbarn höflich, sich an die Bundesnetzagentur zur Prüfung der Störungsursache zu wenden.

Ermittlung

  • Kann einige Zeit in Anspruch nehmen
  • Zur Wahrung des Nachbarschaftsfriedens Sendeleistung reduzieren
VE301: Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle wird der Rundfunkempfang eines Nachbarn gestört. Welche Maßnahme kann der Funkamateur zur Wahrung des nachbarschaftlichen Friedens noch vor Einschaltung der Bundesnetzagentur durchführen?

A: Er macht ausschließlich DX-Betrieb.

B: Er kann die Sendeleistung vorläufig reduzieren.

C: Er schaltet am Transceiver Passband-Tuning ein.

D: Er macht ausschließlich Split-Betrieb.

Überprüfung

Falls Amateurfunkaussendungen die Ursache der Probleme sind, wird in drei Fälle unterschieden

1. Fall

  • Amateurfunkanlage wird nicht vorschriftsmäßig betrieben
  • Ggf. Anordnung einer kostenpflichtigen Betriebseinschränkung durch BNetzA
  • Möglich ist eine Begrenzung der Sendeleistung

2. Fall

  • Amateurfunkanlage wird vorschriftsmäßig betrieben
  • Feldstärke am betroffenen Gerät ist kleiner als Verträglichkeit durch die Störfestigkeit
  • Betroffenes Gerät hält Störfestigkeit nicht ein
  • Verantwortung zur Behebung liegt beim Betreiber des betroffenen Geräts
  • Funkamateur darf Sendebetrieb unverändert fortsetzen
VE305: Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle auf 145,550 MHz wird der UKW-Rundfunkempfänger eines Nachbarn durch Direkteinstrahlung beeinträchtigt. Eine Überprüfung ergibt, dass der Funkamateur am Ort des beeinträchtigten Empfängers eine Feldstärke erzeugt, die den in der Norm empfohlenen Grenzwert für die Störfestigkeit von Geräten nicht erreicht. Was folgt daraus für den Funkamateur?

A: Er kann seinen Funkbetrieb fortsetzen.

B: Er kann seine Sendeleistung uneingeschränkt erhöhen.

C: Er hat den Betrieb seiner Amateurfunkstelle einzustellen.

D: Er hat seine Sendeleistung so einzurichten, dass der Empfang nicht mehr beeinträchtigt wird.

VE306: Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle auf 144,250 MHz wird der Kabelfernsehempfang eines Nachbarn beeinträchtigt. Eine Überprüfung ergibt, dass der Funkamateur am Ort der beeinträchtigten Empfangsanlage eine Feldstärke erzeugt, die den in der Norm empfohlenen Grenzwert für die Störfestigkeit von Kabelverteilanlagen nicht erreicht. Was folgt daraus für den Funkamateur?

A: Er hat seine Sendeleistung so einzurichten, dass der Empfang nicht mehr beeinträchtigt wird.

B: Er hat den Betrieb seiner Amateurfunkstelle einzustellen.

C: Er kann seine Sendeleistung uneingeschränkt erhöhen.

D: Er kann seinen Funkbetrieb fortsetzen.

3. Fall

  • Amateurfunkanlage wird vorschriftsmäßig betrieben
  • Betroffenes Gerät hält Störfestigkeit ein
  • Konfliktfall: BNetzA ist befugt, eine Lösung in Zusammenarbeit mit allen Beteilgten herzustellen
VE303: Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle auf 145,550 MHz wird der UKW-Rundfunkempfang eines Nachbarn beeinträchtigt. Eine Überprüfung ergibt, dass sowohl die Amateurfunkstelle als auch die Rundfunkempfangsanlage vorschriftsmäßig betrieben werden. Womit muss der Funkamateur rechnen?

A: Mit behördlichen Abhilfemaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Beteiligten

B: Mit einer gebührenpflichtigen Betriebseinschränkung oder einem vollständigen Betriebsverbot für seine Amateurfunkstelle

C: Mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren mit Betriebsverbot und Bußgeld auf der Grundlage des AFuG

D: Mit der Durchführung behördlicher Maßnahmen nach dem AFuG, wobei dem Funkamateur die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst entzogen werden kann

VE304: Durch den Betrieb einer Amateurfunkstelle wird der Fernsehempfang eines Nachbarn beeinträchtigt. Eine Überprüfung ergibt, dass sowohl das Fernsehgerät als auch die Amateurfunkstelle die Vorschriften einhalten und Nachbesserungen nicht mehr möglich sind. Wozu ist die BNetzA in diesem Fall befugt?

A: Die BNetzA kann Abhilfemaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Beteiligten veranlassen.

B: Zur Einleitung eines Bußgeldverfahrens

C: Die BNetzA hat diesbezüglich keine Befugnisse.

D: Zum sofortigen Widerruf der Zulassung zum Amateurfunkdienst

Anordnungen der BNetzA ohne Zusammenarbeit

  • Zum Schutz von Empfangs- und Sendegeräten, die Sicherheitszwecken dienen
  • Zum Schutz öffentlicher Telekommunikationsnetze, also beispielsweise dem Telefonnetz
  • Zum Schutz von Leib und Leben einer Person oder Sachen von bedeutendem Wert

Störende Beeinflussung elektronischer Geräte I

  • Starke Sender führen zu unterschiedlichen Störungen und Beeinflussungen von elektronischen Geräten und Anlagen
  • Ziel: Störungen vermeiden oder Ursachen durch Gegenmaßnahmen beseitigen

Einströmung

  • Hochfrequenz gelangt durch Leitungen oder Kabel in ein Gerät
  • Zum Beispiel über die Netzleitung, Antennenleitung, Lautsprecherkabel
EJ101: In welchem Fall spricht man von Einströmungen? Einströmungen liegen dann vor, wenn Hochfrequenz ...

A: über Leitungen oder Kabel in ein Gerät gelangt.

B: wegen eines schlechten Stehwellenverhältnisses wieder zum Sender zurück strömt.

C: über das ungenügend abgeschirmte Gehäuse in die Elektronik gelangt.

D: über nicht genügend geschirmte Kabel zum Anpassgerät geführt wird.

Einstrahlung

  • Hochfrequenz gelangt wegen ungenügend geschirmten Gehäuse in die Elektronik
  • Führt dort zu Störungen
EJ102: In welchem Fall spricht man von Einstrahlungen bei EMV? Einstrahlungen liegen dann vor, wenn die Hochfrequenz ...

A: wegen eines schlechten Stehwellenverhältnisses wieder zum Sender zurück strahlt.

B: über Leitungen oder Kabel in das gestörte Gerät gelangt.

C: über nicht genügend geschirmte Kabel zum gestörten Empfänger gelangt.

D: über das ungenügend abgeschirmte Gehäuse in die Elektronik gelangt.

Störende Beeinflussung

  • Kann trotz gesetzeskonformen Betrieb eines Senders beim Empfänger in Nähe auftreten
  • Garagentorsteuerungen oder Funk-Autoschlüssel funktionieren nicht mehr wie gewohnt
  • Störung von LED-Leuchten
EJ103: Bereits durch die Aussendung des reinen Nutzsignals können in benachbarten Empfängern Störungen beim Empfang anderer Frequenzen auftreten. Dabei handelt es sich um eine ...

A: Übersteuerung oder störende Beeinflussung.

B: Störung durch unerwünschte Aussendungen.

C: Störung durch unerwünschte Nebenaussendungen.

D: hinzunehmende Störung.

EJ112: Welches Gerät kann durch Aussendungen eines Amateurfunksenders störende Beeinflussungen zeigen?

A: Dampfbügeleisen mit Bimetall-Temperaturregler

B: Antennenrotor mit Wechselstrommotor

C: Staubsauger mit Kollektormotor

D: LED-Lampe mit Netzanschluss

EJ113: Wie kommen Geräusche aus den Lautsprechern einer abgeschalteten Stereoanlage möglicherweise zustande?

A: Durch eine Übersteuerung des Tuners mit dem über die Antennenzuleitung aufgenommenen HF-Signal.

B: Durch Gleichrichtung abgestrahlter HF-Signale an PN-Übergängen in der NF-Vorstufe.

C: Durch Gleichrichtung starker HF-Signale in der NF-Endstufe der Stereoanlage.

D: Durch Gleichrichtung der ins Stromnetz eingestrahlten HF-Signale an den Dioden des Netzteils.

Intermodulation

  • Beim Auftreten von mehreren starken Empfangssignalen
  • Z.B. TV-Sender und starke Amateurfunkstation in der Nachbarschaft
  • Führt zu unerwünschten Oberwellen und deren Mischprodukten
  • Durch Intermodulation werden Phantomsignale hervorgerufen
EJ120: Welche Empfangs-Effekte werden durch Intermodulation hervorgerufen?

A: Es treten Phantomsignale auf, die selbst bei Einschalten eines Abschwächers in den HF-Signalweg nicht verschwinden.

B: Das Nutzsignal wird mit einem anderen Signal moduliert und dadurch verständlicher.

C: Dem Empfangssignal ist ein pulsierendes Rauschen überlagert, das die Verständlichkeit beeinträchtigt.

D: Es treten Phantomsignale auf, die bei Abschalten einer der beteiligten Mischfrequenzen verschwindet.

Oxidation

  • Korrodierte Kontakte (Metall-Oxide) zwischen Metallen bilden Nichtlinearitäten durch Gleichricht-Effekte
  • Unerwünschte Mischprodukte auf der Sende- und Empfangsseite
  • Kann zu Störungen im Fernseh- und Rundfunkempfang führen
EJ121: Ein korrodierter Anschluss an der Fernseh-Empfangsantenne des Nachbarn kann in Verbindung mit ...

A: dem Oszillatorsignal des Fernsehempfängers unerwünschte Mischprodukte erzeugen, die den Fernsehempfang stören.

B: dem Signal naher Sender parametrische Schwingungen erzeugen, die einen überhöhten Nutzsignalpegel hervorrufen.

C: dem Signal naher Sender unerwünschte Mischprodukte erzeugen, die den Fernsehempfang stören.

D: Einstreuungen aus dem Stromnetz durch Intermodulation Bild- und Tonstörungen hervorrufen.

Erforderliche Sendeleistung

  • Stets nur die für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderliche Sendeleistung verwenden
  • Zur Vermeidung von Störungen von Geräten
EJ104: Um die Störwahrscheinlichkeit zu verringern, sollte die benutzte Sendeleistung ...

A: auf das für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderliche Minimum eingestellt werden.

B: die Hälfte des maximal zulässigen Pegels betragen.

C: auf die für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderlichen 100 W eingestellt werden.

D: nur auf den zulässigen Pegel eingestellt werden.

EJ105: Bei einem Wohnort in einem Ballungsgebiet empfiehlt es sich, während der abendlichen Fernsehstunden ...

A: nur mit effektiver Leistung zu senden.

B: nur mit einer Hochgewinn-Richtantenne zu senden.

C: mit keiner höheren Leistung zu senden, als für eine sichere Kommunikation erforderlich ist.

D: die Antenne unterhalb der Dachhöhe herabzulassen.

Übersteuerung

  • Hohe Feldstärken durch hohe Sendeleistungen oder im Strahlungsbereich einer Antenne
  • Empfänger und Empfangsstufen können übersteuert werden
  • Verringert die Empfängerempfindlichkeit bis hin zur Blockierung
EJ106: Eine 432 MHz-Sendeantenne mit hohem Gewinn ist unmittelbar auf eine Fernseh-Empfangsantenne gerichtet. Dies führt ggf. zu ...

A: Eigenschwingungen des 432 MHz-Senders.

B: dem Durchschlag des TV-Antennenkoaxialkabels.

C: Problemen mit dem 432 MHz-Empfänger.

D: einer Übersteuerung eines TV-Empfängers.

EJ107: Wodurch können Sie die Übersteuerung eines Empfängers erkennen?

A: Zeitweilige Blockierung der Frequenzeinstellung

B: Rückgang der Empfindlichkeit

C: Empfindlichkeitssteigerung

D: Auftreten von Pfeifstellen im gesamten Abstimmungsbereich

Weitere Maßnahmen

  • Verringerung der Sendeleistung führt nicht immer zum Erfolg
  • Das gestörte Gerät oder die Zuleitung könnte nicht genügend abgeschirmt sein
EJ108: Wie sollte ein Abschirmgehäuse für HF-Baugruppen beschaffen sein?

A: Metallblech unter der HF-Baugruppe

B: Möglichst geschlossenes Metallgehäuse

C: Kunststoffgehäuse mit niedriger Dielektrizitätszahl

D: Kunststoffgehäuse mit hoher Dielektrizitätszahl

EJ109: Falls sich eine Kurzwellen-Sendeantenne in der Nähe und parallel zu einer 230 V-Wechselstromleitung befindet, ...

A: können harmonische Schwingungen erzeugt werden.

B: könnte erhebliche Überspannung im Netz erzeugt werden.

C: können Hochfrequenzströme ins Netz eingekoppelt werden.

D: kann 50 Hz-Modulation aller Signale auftreten.

EJ111: Um die Störwahrscheinlichkeit im eigenen Haus zu verringern, empfiehlt es sich vorzugsweise ...

A: Sendeantennen auf dem Dachboden zu errichten.

B: die Amateurfunkgeräte mittels des Schutzleiters zu erden.

C: die Amateurfunkgeräte mit einem Wasserrohr zu verbinden.

D: für Sendeantennen eine separate HF-Erdleitung zu verwenden.

Nachbarschaftshilfe

  • Hilfe dem Nachbarn anbieten
  • Nur als letztes Mittel die Behörde einschalten
EJ124: Die Bemühungen, die durch eine in der Nähe befindliche Amateurfunkstelle hervorgerufenen Fernsehstörungen zu verringern, sind fehlgeschlagen. Als nächster Schritt ist ...

A: die Rückseite des Fernsehgeräts zu entfernen und das Gehäuse zu erden.

B: ein Fernsehtechniker des Fachhandwerks um Prüfung des Fernsehgeräts zu bitten.

C: der Sender an die Bundesnetzagentur zu senden.

D: die zuständige Außenstelle der Bundesnetzagentur um Prüfung der Gegebenheiten zu bitten.

Filter

  • Sowohl auf Seite des störenden Geräts als auch auf Seiten des gestörten Geräts einbauen
  • Oberwellenaussendungen unterdrücken
  • Hochpass oder Bandpass auf Empfängerseite
  • Übersteuerrung wird minimiert
EJ116: Ein 28 MHz-Sender beeinflusst den Empfänger eines DVB-T2-Fernsehgerätes über dessen Antenneneingang. Was sollte zur Abhilfe vor den Antenneneingang des Fernsehgerätes eingeschleift werden?

A: Ein UHF-Abschwächer

B: Ein Hochpassfilter

C: Eine UHF-Bandsperre

D: Ein Tiefpassfilter

EJ117: Eine KW-Amateurfunkstelle verursacht im Sendebetrieb in einem in der Nähe betriebenen Fernsehempfänger Störungen. Welches Filter schleifen Sie in das Fernsehantennenkabel ein, um die Störwahrscheinlichkeit zu verringern?
A:
B:
C:
D:

Mantelwellensperren

  • Sendesignal der Amateurfunkstation wird über den Schirm von Koaxialkabeln oder Zuleitungen in Empfänger oder Geräte in örtlicher Nähe eingekoppelt
  • Mantelwellensperren in Zuleitungen von Geräten einbauen
  • Auch Drossel genannt
  • Ringkerne oder Klappferrite
  • Weitere Möglichkeit: Verwendung von geschirmten Steuerkabeln
EJ118: Durch eine Mantelwellendrossel in einem Fernseh-Antennenzuführungskabel ...

A: werden niederfrequente Störsignale unterdrückt.

B: werden alle Wechselstromsignale unterdrückt.

C: wird Netzbrummen unterdrückt.

D: werden Gleichtakt-HF-Störsignale unterdrückt.

EJ119: Die Signale eines 144 MHz-Senders werden in das Koax-Antennenkabel eines UKW-/DAB-Rundfunkempfängers induziert und verursachen Störungen. Eine Möglichkeit zur Verringerung der Störungen besteht darin, ...

A: das Abschirmgeflecht am Antennenstecker des Empfängers abzuklemmen.

B: die Erdverbindung des Senders abzuklemmen.

C: den 144 MHz-Sender mit einem Tiefpassfilter auszustatten.

D: eine Mantelwellendrossel in das Kabel vor dem Rundfunkempfänger einzubauen.

EJ115: In einem Einfamilienhaus wird die Türsprechanlage durch den Betrieb eines nahen Senders gestört. Eine Möglichkeit zur Verringerung der Beeinflussungen besteht darin, ...

A: für die Türsprechanlage eine Leitung mit versilberten Kupferdrähten zu verwenden.

B: für die Türsprechanlage eine Leitung mit niedrigerem Querschnitt zu verwenden.

C: die Länge des Kabels der Türsprechanlage zu verdoppeln.

D: für die Türsprechanlage ein geschirmtes Verbindungskabel zu verwenden.

EJ114: Bei der Musik-Anlage des Nachbarn wird Einströmung in die NF-Endstufe festgestellt. Eine mögliche Abhilfe wäre ...

A: einen Serienkondensator in die Lautsprecherleitung einzubauen.

B: geschirmte Lautsprecherleitungen zu verwenden.

C: ein NF-Filter in das Koaxialkabel einzuschleifen.

D: ein geschirmtes Netzkabel für den Receiver zu verwenden.

Logbuch

  • Wenn die Funkanlage als Störquelle vermutet wird
  • Freiwilligen Nachweis führen
  • Ausschluss der Amateurfunkanlage als Störquelle
EJ122: Ihr Nachbar beklagt sich über Störungen seines Fernsehempfangs und vermutet ihre Amateurfunkaussendungen als Ursache. Welcher erste Schritt bietet sich an?

A: Sie überprüfen den zeitlichen Zusammenhang der Störungen mit ihren Aussendungen.

B: Sie überprüfen, ob der Nachbar sein Fernsehgerät ordnungsgemäß angemeldet hat.

C: Sie verweisen den Nachbarn auf die Angebote von Internet-Streamingplattformen.

D: Sie empfehlen die Erdung des Fernsehgerätes durch einen örtlichen Fachhändler.

Schlechte Empfangsverhältnisse

  • Z.B. TV-Zimmerantenne für Empfang
  • Verwendung einer Außenantenne mit entsprechenden Vorfiltern
EJ123: Beim Betrieb eines 2 m-Senders wird bei einem Nachbarn ein Fernsehempfänger gestört, der mit einer Zimmerantenne betrieben wird. Zur Behebung des Problems ...

A: den Fernsehrundfunkempfänger zu wechseln.

B: einen Vorverstärker in die Antennenleitung einzuschleifen.

C: schlagen Sie dem Nachbarn vor, eine außen angebrachte Fernsehantenne zu installieren.

D: ein doppelt geschirmtes Koaxialkabel für die Antennenleitung zu verwenden.

Übersteuerung

  • Bei Übersteuerung von Sendern und Endstufen entstehen Nebenaussendungen
  • Diese stören benachbarte Stationen
  • Übersteuerung vermeiden
EJ213: Die Übersteuerung eines Leistungsverstärkers führt zu ...

A: lediglich geringen Verzerrungen beim Empfang.

B: einem hohen Anteil an Nebenaussendungen.

C: einer besseren Verständlichkeit am Empfangsort.

D: einer Verringerung der Ausgangsleistung.

EJ214: Ein SSB-Sender wird Störungen auf benachbarten Frequenzen hervorrufen, wenn ...

A: der Antennentuner falsch abgestimmt ist.

B: das Antennenkabel unterbrochen ist.

C: die Ansteuerung der NF-Stufe zu gering ist.

D: der Leistungsverstärker übersteuert wird.

Frequenzstabilität

  • Nicht stabile Oszillatoren können zu Aussendungen außerhalb der Bandgrenzen führen
  • Das kann benachbarte Stationen stören
  • Ursache z.B. Selbstbaugerät mit nicht quarzstabilisierten Oszillator
EJ216: Welche unerwünschte Auswirkung kann mangelhafte Frequenzstabilität eines Senders haben?

A: Verstärkte Oberwellenaussendung innerhalb der Bandgrenzen

B: Aussendungen außerhalb der Bandgrenzen

C: Überlastung der Endstufe des Senders

D: Spannungsüberschläge in der Endstufe des Senders

Bandbreite

  • Überschreitung der zulässigen Bandbreite kann insbesondere bei AFSK-modulierten FM-Sendern geschehen
  • Abhilfe durch Hub begrenzen
  • Oder Aussteuerung der NF reduzieren
  • Beachten bei Packet-Radio oder Digimodes
EJ212: Sie modulieren Ihren FM-Sender mit einem AFSK-Signal (Niederfrequenzumtastung). Wie können Sie die Bandbreite der Aussendung reduzieren? Durch ...

A: Absenken der Sendeleistung oder der ZF

B: Anheben der Sendeleistung oder der ZF

C: Absenken des NF-Pegels oder des Frequenzhubs

D: Anheben des NF-Pegels oder des Frequenzhubs

Störungen elektronischer Geräte II

Untersuchung von Störungen an Geräten

  • Systematisches Abstecken der Anschlüsse
  • Prüfung, ob Störung noch vorhanden ist
  • Ursache: Einströmungen oder Direkteinstrahlung

Netzfilter gegen Einströmungen

Abbildung 406: Tiefpassfilter
AJ116: Ein Nachbar beschwert sich über Störungen seines Fernsehempfängers, die allerdings auch bei abgezogener TV-Antenne auftreten. Die Störungen fallen zeitlich mit den Übertragungszeiten des Funkamateurs zusammen. Als erster Schritt ...

A: ist der EMV-Beauftragte des RTA um Prüfung des Fernsehgeräts zu bitten.

B: ist die Rückseite des Fernsehgeräts zu entfernen und das Gehäuse zu erden.

C: ist das Fernsehgerät und der Sender von der Bundesnetzagentur zu überprüfen.

D: ist ein Netzfilter im Netzkabel des Fernsehgerätes, möglichst nahe am Gerät, vorzusehen.

AJ117: Falls nachgewiesen wird, dass Störungen über das Stromversorgungsnetz in Geräte eindringen, ist wahrscheinlich ...

A: der Einbau eines Netzfilters erforderlich.

B: der Austausch des Netzteils erforderlich.

C: die Benachrichtigung des zuständigen Stromversorgers erforderlich.

D: die Entfernung der Erdung und Neuverlegung des Netzanschlusskabels erforderlich.

AJ118: Welches der nachfolgenden Filter könnte vor einem Netzanschlusskabel eingeschleift werden, um darüber fließende HF-Ströme wirksam zu dämpfen?
A:
B:
C:
D:

Schirmung von Eigenbauempfängern

  • Empfangsstörungen durch schlechte Schirmung
  • Empfänger in geerdetes Metallgehäuse einbauen
  • Besonders wichtig bei SDR-Technik
AJ105: Ein starkes HF-Signal gelangt unmittelbar in die ZF-Stufe des Rundfunkempfängers des Nachbarn. Dieses Phänomen wird als ...

A: Direktmischung bezeichnet.

B: Direkteinstrahlung bezeichnet.

C: Direktabsorption bezeichnet.

D: HF-Durchschlag bezeichnet.

AJ103: Beim Betrieb eines digitalen Eigenbau-Funkempfängers ist dessen Empfang erheblich beeinträchtigt. Dies kann verbessert werden, indem die Leiterplatte ...

A: über kunststoffisolierte Leitungen angeschlossen wird.

B: in einem Kunststoffgehäuse untergebracht wird.

C: in einem geerdeten Metallgehäuse untergebracht wird.

D: in Epoxydharz eingegossen wird.

Störpotential unterschiedlicher Betriebsarten

  • CW und SSB erzeugen Störungen durch schnelle Amplitudenänderungen
  • HF wird an Basis-Emitter-Übergängen gleichgerichtet
  • Demodulierte NF hörbar in Lautsprechern
AJ107: Welche Modulationsverfahren haben das größte Potenzial, einen NF-Verstärker zu beeinflussen, der eine unzureichende Störfestigkeit aufweist?

A: Einseitenbandmodulation (SSB) und Morsetelegrafie (CW).

B: Einseitenbandmodulation (SSB) und Frequenzmodulation (FM).

C: Frequenzmodulation (FM) und Frequenzumtastung (FSK).

D: Frequenzumtastung (FSK) und Morsetelegrafie (CW).

AJ106: In einem NF-Verstärker erfolgt die unerwünschte Gleichrichtung eines HF-Signals überwiegend ...

A: an einem Kupferdraht.

B: an der Lautsprecherleitung.

C: an der Verbindung zweier Widerstände.

D: an einem Basis-Emitter-Übergang.

Schutz von DVB-T Empfängern

  • Hochpassfilter schützt vor starken Signalen
  • Wirksam nur bei passiven Antennen
  • Unselektive Vorverstärker sind besonders störanfällig
  • Filter vor Verstärker notwendig bei aktiven Antennen
  • Einfügedämpfung sollte ≤ 2 bis 3 dB sein
AJ113: In der Nähe eines 144 MHz-Senders befindet sich die passive Antenne eines DVB-T2-Fernsehempfängers. Es kommt zu einer Übersteuerung des Empfängers. Das Problem lässt sich durch den Einbau eines ...

A: Tiefpassfilters bis 460 MHz in das Antennenzuführungskabel des Fernsehempfängers lösen.

B: Hochpassfilters ab 460 MHz in das Antennenzuführungskabel des Fernsehempfängers lösen.

C: 460 MHz-Notchfilters hinter dem Tuner des Fernsehempfängers lösen.

D: Bandpassfilters für das 2 m-Band vor dem Tuner des Fernsehempfängers lösen.

AJ114: Die Einfügedämpfung im Durchlassbereich eines passiven Hochpassfilters für ein Fernsehantennenkabel sollte ...

A: mindestens 40 bis 60 dB betragen.

B: mindestens 80 bis 100 dB betragen.

C: höchstens 2 bis 3 dB betragen.

D: höchstens 10 bis 15 dB betragen.

AJ108: Ein unselektiver TV-Antennen-Verstärker wird am wahrscheinlichsten ...

A: durch Übersteuerung mit dem Signal eines nahen Senders störend beeinflusst.

B: auf Grund von Netzeinwirkungen beim Betrieb eines nahen Senders störend beeinflusst.

C: durch Einwirkungen auf die Gleichstromversorgung beim Betrieb eines nahen Senders störend beeinflusst.

D: auf Grund seiner zu niedrigen Verstärkung beim Betrieb eines nahen Senders störend beeinflusst.

Tiefpassfilter für Kurzwellensender

Abbildung 407: Tiefpassfilter für Kurzwelle mit Frequenzgang
AJ112: Welche Filter sollten im Störungsfall vor die einzelnen Leitungsanschlüsse eines UKW-, DAB- und TV-Empfängers oder anderer angeschlossener Geräte eingeschleift werden, um Kurzwellensignale zu dämpfen?

A: Eine Bandsperre für die entsprechenden Empfangsbereiche unmittelbar vor dem Antennenanschluss und ein Tiefpassfilter bis 40 MHz in das Netzkabel der gestörten Geräte.

B: Ein Hochpassfilter ab 40 MHz vor dem Antennenanschluss und zusätzlich je eine hochpermeable Ferritdrossel vor alle Leitungsanschlüsse der gestörten Geräte.

C: Je ein Tiefpassfilter bis 40 MHz unmittelbar vor dem Antennenanschluss und in das Netzkabel der gestörten Geräte.

D: Ein Bandpassfilter für 30 MHz mit 2 MHz Bandbreite unmittelbar vor dem Antennenanschluss und ein Tiefpassfilter bis 30 MHz in das Netzkabel der gestörten Geräte.

AJ104: Um die Möglichkeit unerwünschter Abstrahlungen mit Hilfe eines angepassten Antennensystems zu verringern, empfiehlt es sich ...

A: einen Antennentuner und/oder ein Filter zu verwenden.

B: nur vertikal polarisierte Antennen zu verwenden.

C: die Netzspannung mit einem Bandpass für die Nutzfrequenz zu filtern.

D: mit einem hohen Stehwellenverhältnis zu arbeiten.

Störungen durch starke Amateurfunksignale

  • Empfangsstörungen bei DAB, TV und UKW
  • Ursache: Übersteuerung des Empfängereingangs
  • Verringerung der Empfindlichkeit oder komplette Ausfälle
AJ110: Das Sendesignal eines VHF-Senders verursacht Empfangsstörungen in einem benachbarten DAB-Radio. Ein möglicher Grund hierfür ist ...

A: die unterschiedliche Polarisation von VHF-Sende- und DAB-Empfangsantenne.

B: eine zu große Hubeinstellung am VHF-Sender.

C: eine Übersteuerung des Empfängereingangs des DAB-Radios.

D: eine nicht ausreichende Oberwellenunterdrückung des VHF-Senders.

AJ111: Wie können sich störende Beeinflussungen in digitalen Rundfunkempfängern (DAB+) äußern?

A: Die Differenz zwischen Störsignalfrequenz und der Abtastfrequenz ist im Gerätelautsprecher hörbar.

B: Die Lautstärke des Rundfunkempfangs schwankt sehr stark.

C: Der Rundfunkempfang bleibt einwandfrei, da die digitale Fehlerkorrektur alle Störungen eliminiert.

D: Der Empfänger produziert Störgeräusche und/oder schaltet stumm.

AJ109: Ein SSB-Sender bei 432,2 MHz erzeugt an einer Richtantenne, welche unmittelbar auf die DVB-T2-Fernsehantenne des Nachbarn gerichtet ist, eine effektive Strahlungsleistung von 1,8 kW ERP. Dies führt gegebenenfalls ...

A: zur Übersteuerung der Vorstufe des Fernsehgerätes.

B: zu unerwünschten Reflexionen des Sendesignals.

C: zur Erzeugung von parasitären Schwingungen.

D: zu Störungen der IR-Fernbedienung des Fernsehgerätes.

Minimierung von Störungen durch Sendeleistung

  • Betrieb mit minimal erforderlicher Leistung
  • Vermeidung von unnötigen Störungen
AJ101: Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, andere Stationen zu stören, sollte die benutzte Sendeleistung ...

A: die Hälfte des maximal zulässigen Pegels betragen.

B: auf das für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderliche Minimum eingestellt werden.

C: auf den maximal zulässigen Pegel eingestellt werden.

D: auf die für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderlichen 750 W eingestellt werden.

Abblockkondensatoren gegen HF-Störungen

  • Ableitung von HF gegen Masse
  • Keramik-Kondensatoren am besten geeignet
  • Elektrolyt- und Kunststoffkondensatoren ungeeignet
  • Kombination mit Tantal-Kondensatoren möglich
  • Erdung mit niedriger Impedanz notwendig
AJ119: Welche Art von Kondensatoren sollte zum Abblocken von HF-Spannungen vorzugsweise verwendet werden? Am besten verwendet man ...

A: Tantalkondensatoren.

B: Aluminium-Elektrolytkondensatoren.

C: Polykarbonatkondensatoren.

D: Keramikkondensatoren.

AJ102: Eine wirksame HF-Erdung sollte im genutzten Frequenzbereich ...

A: über eine hohe Reaktanz verfügen.

B: über eine hohe Impedanz verfügen.

C: über eine niedrige Impedanz verfügen.

D: induktiv gekoppelt sein.

Hochfrequenz-Drosseln in Stromversorgungen

  • Blockieren hochfrequente Einströmungen
  • Verhindern HF-Rückströmungen in die Stromversorgung
  • Eigenkapazitäten können Nebenresonanzen erzeugen
  • Nebenresonanzen beeinflussen HF-Stufen negativ
  • Verstärker können unerwünschte Rückkopplungen erhalten
AJ214: In HF-Schaltungen können Nebenresonanzen durch die ...

A: Widerstandseigenschaft einer Drossel hervorgerufen werden.

B: Sättigung der Kerne der HF-Spulen hervorgerufen werden.

C: Stromversorgung hervorgerufen werden.

D: Eigenresonanz der HF-Drosseln hervorgerufen werden.

Störungen beim Empfang

Suche im eigenen Haushalt

Häufige Ursachen

  • Wechselrichter von Solaranlagen
  • Schaltnetzteile
  • LED-Leuchten
  • Powerline Communication
VE307: Der Empfang Ihrer Amateurfunkstation ist auf allen Bändern gestört. Welche Maßnahme sollten Sie als erstes ergreifen?

A: Störquellen im eigenen Haushalt suchen, z. B. Steckernetzteile, LED-Lampen, Computer und Bildschirme.

B: Das Intruder Monitoring eines Amateurfunkverbandes informieren.

C: Die Funkstörungsannahme der Bundesnetzagentur telefonisch oder per E-Mail informieren.

D: Den Empfangsbetrieb sofort einstellen und z. B. auf Sendebetrieb umstellen.

Hinnehmbare Störungen

  • Versuchen, die Grenzwerte von Geräten in der Nachbarschaft festzustellen
  • Werden die Grenzwerte (EMVG und FuAG) eingehalten, muss die Störung hingenommen werden
  • Evtl. hat der Nachbar Kooperationsbereitschaft zur Behebung
VE308: Muss ein Funkamateur eine Störung seines Empfangs durch andere Geräte hinnehmen?

A: Er muss die Störungen in jedem Fall hinnehmen.

B: Er muss Störungen nicht hinnehmen.

C: Er muss die Störungen grundsätzlich hinnehmen, wenn das störende Gerät von erheblicher Bedeutung für den Betreiber ist (z. B. von einer Alarmanlage).

D: Er muss die Störungen grundsätzlich hinnehmen, wenn die störenden Geräte den Anforderungen des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG) oder des Funkanlagengesetzes (FuAG) genügen.

BNetzA einbeziehen

  • Über Funkstörannahme der Bundesnetzagentur
  • Protokoll über Störungen erstellen
  • Zeitpunkt, Art und vermutete Quelle
VE309: Der Empfang Ihrer Amateurfunkstation ist wiederkehrend gestört. Die Ursache liegt nicht in Ihrem Haushalt. Sie wollen die Funkstörungsannahme der Bundesnetzagentur informieren. Wie sollten Sie die Bearbeitung durch die Behörde unterstützen?

A: Ich sammele die Kontaktdaten aller Nachbarn und melde diese per E-Mail.

B: Ich fertige ein Protokoll mit Zeitpunkt und Art der Störungen an und benenne die vermutete Quelle.

C: Ich sende bei jedem einzelnen Auftreten der Störung eine E-Mail.

D: Ich dränge auf ein schnelles Ausrücken des Prüf- und Messdienstes und frage regelmäßig telefonisch nach dem Stand.

Remote-Station

Remote-Betrieb von Funkstationen

  • Besteht aus mehreren Funktionsblöcken
  • Moderne Geräte integrieren teilweise mehrere Blöcke
  • Trennung zwischen Operator und Remote-Standort

Blockschaltbild einer Remote-Station

Abbildung 412: Blockschaltbild Remote Betrieb

Computer und Bedienteil des Operators (Block 1)

Abbildung 412: Blockschaltbild Remote Betrieb

Netzwerk

Abbildung 412: Blockschaltbild Remote Betrieb

Remote-Interface am Remote-Standort (Block 2)

Abbildung 412: Blockschaltbild Remote Betrieb

Transceiver/Verstärker/Tuner/Antennenrotor (Block 3)

Abbildung 412: Blockschaltbild Remote Betrieb
AF701: Sie wollen Remote-Betrieb mit dem im Blockdiagramm dargestellten Aufbau durchführen. Welche Geräte könnten Sie als Block 1 verwenden?

A: Tuner oder Transceiver

B: Computer oder Bedienteil

C: Verstärker oder Computer

D: Verstärker oder Netzteil

AF702: Sie wollen Remote-Betrieb mit dem im Blockdiagramm dargestellten Aufbau durchführen. Welche Geräte könnten Sie als Block 2 verwenden?

A: Computer oder Remote-Interface

B: Computer oder Netzteil

C: Verstärker oder Netzteil

D: Remote-Tuner oder Transceiver

AF704: Sie führen Telefonie im Remote-Betrieb mit dem dargestellten Aufbau durch. Welche Komponente wandelt Datenpakete aus dem Netzwerk in Audio- und Steuersignale für die Aussendung um?

A: Block 2

B: Netzwerk

C: Block 1

D: Block 3

AF703: Sie führen Telefonie im Remote-Betrieb mit dem dargestellten Aufbau durch. Welche Komponente wandelt Audio- und Steuersignale des Operators in Datenpakete für die Übertragung im Netzwerk um?

A: Block 1

B: Block 2

C: Netzwerk

D: Block 3

AF705: Sie führen Telefonie im Remote-Betrieb mit dem dargestellten Aufbau durch. Welche Komponente erzeugt den auszusendenden Hochfrequenzträger?

A: Block 1

B: Netzwerk

C: Block 2

D: Block 3

Verzögerungen im Remote-Betrieb

  • Netzwerk- und Verarbeitungszeiten führen zu Latenzen
  • Codierung und Decodierung von Audiosignalen verursachen Verzögerungen
  • Muss beim Funkbetrieb berücksichtigt werden
AF709: Welche technische Besonderheit bei der Nutzung einer Remote-Station wirkt sich auf den Funkbetrieb aus?

A: Die Impedanz der Netzwerkverkabelung ist kleiner als 50 Ω.

B: Die Impedanz der Netzwerkverkabelung ist größer als 50 Ω.

C: Die Signale kommen verzögert an.

D: Die Signale kommen zu früh an.

AF710: Was bedeutet Latenz im Zusammenhang mit Remote-Betrieb?

A: Eine begrenzte Datenübertragungsrate der Netzwerkverbindung zur Funkstation

B: Eine begrenzte Sprachqualität durch Kompression der Sprachübertragung

C: Der vorübergehende Ausfall der Verbindung zwischen Nutzer und Remote-Station

D: Die zeitliche Verzögerung bei der Übertragung zwischen Nutzer und Remote-Station

Watchdog zur Überwachung der Remote-Station

  • Verhindert unkontrollierten Zustand bei Verbindungsabbruch
  • Regelmäßiger Austausch von Datenpaketen zwischen Station und Operator
  • Bei fehlender Rückantwort wechselt der Transceiver in sicheren Zustand
AF708: Wodurch kann bei Remote-Betrieb verhindert werden, dass der Sender trotz Ausfall der Verbindung zwischen Operator und Remote-Station dauerhaft auf Sendung bleibt?

A: Firewall

B: Unterbrechungsfreie Spannungsversorgung

C: Watchdog

D: VOX-Schaltung beim Operator

Fernabschaltung der Stromversorgung

  • Transceiver kann in einen undefinierten Zustand geraten
  • Versorgungsspannung sollte aus der Ferne abschaltbar sein
  • Lösung: IP-Steckdose zur Steuerung über das Netzwerk
AF707: Sie führen FM-Sprechfunk über Ihre Remote-Station durch. Aufgrund einer Fehlfunktion des Transceivers reagiert dieser nicht mehr auf Steuersignale. Wie können Sie die Sendung sofort beenden?

A: Fernabschalten der Versorgungsspannung, z. B. mittels IP-Steckdose

B: Unterbrechen des Audio-Streams, z. B. durch Abschalten des VPNs

C: Herunterfahren des Internetrouters auf der Remoteseite

D: Herunterfahren des Internetrouters auf der Kontrollseite

Störungen durch den Transceiver

  • Remote-Station kann durch eigene Signale gestört werden
  • Entsprechende Maßnahmen zur Entstörung erforderlich
AF706: Sie nutzen Ihre weit entfernte Remote-Station. Es kommt zu problematischer Einstrahlung oder Einströmung durch ihre eigene Aussendung. Was kann dadurch beeinträchtigt werden?

A: Das lokale Netzwerk des Operators

B: Die Abspannung der Antennenanlage

C: Der Transceiver oder dort befindliche Komponenten für die Fernsteuerung

D: Das Mikrofon oder der Lautsprecher des Operators

Fragen?


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