Reflektor und Direktoren beeinflussen nicht nur die Richtwirkung einer Yagi-Uda-Antenne, sondern auch deren Speisewiderstand. Der Strahler regt in den parasitären Elementen Ströme an. Deren elektromagnetische Felder wirken wiederum auf den Strahler zurück. Diese gegenseitige Kopplung hängt unter anderem von den Abständen und Längen der einzelnen Elemente ab und verändert dadurch auch die Speiseimpedanz der Antenne.
AG212: Die Impedanz des Strahlers eines Kurzwellenbeams richtet sich auch nach ...
Mit zunehmender Anzahl an Direktoren und größerer Boomlänge kann der Gewinn einer Yagi-Uda-Antenne erhöht werden. Die abgestrahlte Leistung wird dabei zunehmend in Hauptstrahlrichtung gebündelt. Da die Antenne selbst keine zusätzliche Energie erzeugt, geht ein höherer Gewinn in Hauptstrahlrichtung mit einem kleineren Öffnungswinkel einher.
AG222: Worin unterscheidet sich eine Yagi-Uda-Antenne mit 11 Elementen von einer mit 3 Elementen? Bei der Antenne mit 11 Elementen ist ...
Eine besondere Bauform der Yagi-Uda-Antenne ist die Kreuzyagi. Dabei werden zwei Yagi-Uda-Antennen um $\qty{90}{\degree}$ gegeneinander um die Strahlungsachse verdreht. Beispielsweise kann eine der beiden Antennen horizontal und die andere vertikal polarisiert sein. Werden beide Antennen mit gleich großen und gleichphasigen Signalen gespeist, überlagern sich die beiden Feldkomponenten zu einer linear polarisierten Welle, deren Polarisationsebene zwischen den beiden Antennen liegt. Werden die beiden Yagi-Uda-Antennen dagegen mit gleich großen Signalen gespeist, die um $\qty{90}{\degree}$ gegeneinander phasenverschoben sind, entsteht eine zirkular polarisierte Welle. Eine solche Phasenverschiebung kann beispielsweise durch eine entsprechend ausgelegte Speiseleitung erzeugt werden. Alternativ können die beiden Antennen auch um eine Viertelwellenlänge entlang der Strahlungsachse gegeneinander versetzt angeordnet werden. Durch den unterschiedlichen Weg der abgestrahlten Wellen entsteht ebenfalls eine Phasenverschiebung von $\qty{90}{\degree}$.
Abbildung NEA-19.19.1: Kreuzyagi mit zirkularer Polarisation
AG126: Für die Erzeugung von zirkularer Polarisation mit Yagi-Uda-Antennen wird eine horizontale und eine dazu um 90 ° um die Strahlungsachse gedrehte Yagi-Uda-Antenne zusammengeschaltet. Was ist dabei zu beachten, damit tatsächlich zirkulare Polarisation entsteht?