Digitale Signalverarbeitung

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1) Kurze Zusammenfassung: Ein Blockdiagramm zeigt eine lineare Signalkette von einem Antennensymbol über zwei beschriftete Blöcke und einen Block „Digitale Signal- verarbeitung“ zu einem Lautsprechersymbol.

2) Detaillierte Beschreibung: Ganz links steht ein Antennensymbol; von dort führt eine horizontale Linie mit Pfeil nach rechts zu einem quadratischen Block mit diagonaler Trennlinie (von links unten nach rechts oben), beschriftet oben links mit „A“ und unten rechts mit „D“. Ein weiterer Pfeil nach rechts führt zu einem rechteckigen Block mit zweizeiliger Beschriftung: erste Zeile „Digitale Signal-“, zweite Zeile „verarbeitung“. Rechts davon folgt, über einen Pfeil verbunden, ein weiterer quadratischer Block mit diagonaler Trennlinie; oben links steht „D“, unten rechts „A“. Ein Pfeil zeigt weiter nach rechts auf ein Lautsprechersymbol (ein schmales Rechteck mit nach rechts geöffnetem, dreieckigem Schallaustritt). Alle Pfeile zeigen nach rechts; die Elemente sind in einer Reihe von links nach rechts angeordnet.
Abbildung NE-17.1.1: Prinzip der digitalen Signalverarbeitung

In den letzten 25 Jahren hat sich die Welt technologisch massiv verändert. Die Rechenleistung von Computern hat um ein Vielfaches zugenommen, und immer mehr Aufgaben in technischen Geräten werden durch Mikrochips auf kleinstem Raum durchgeführt. Auch in den kommenden Jahren wird sich diese Entwicklung in einem rasanten Tempo weiter fortsetzen. Dies alles verändert die Art und Weise, wie Geräte, insbesondere auch die Signalverarbeitung in modernen Funkgeräten, realisiert ist. Digitale Signalverarbeitung ist mittlerweile Stand der Technik, und jedes moderne Gerät basiert auf dieser Technologie. Hierbei spielen insbesondere digitale Signalprozessoren und das Grundprinzip der digitalen Signalverarbeitung eine wesentliche Rolle.

Die digitale Signalverarbeitung ist hierbei nicht nur im Bereich der Funktechnik zu finden. Viele Geräte, seien es Handys, Stereoanlagen, bildgebende Systeme im medizinischen Bereich sowie praktisch alle modernen Funkapplikationen profitieren von dieser faszinierenden Technik und ermöglichen nie gekannte Möglichkeiten und Funktionen in diesen Geräten kostengünstig zu realisieren.

Im Bereich der Funktechnik spricht man bei Geräten, die mittels digitaler Signalverarbeitung Signale verarbeiten von sogenannten SDR-Geräten. In diesen Geräten ist zumindest ein Teil der Signalverarbeitung in Software realisiert.

EF603: Worauf deutet die Bezeichnung SDR bei einem Transceiver oder Empfänger hin?

Um kontinuierliche analoge Signale digital verarbeiten zu können, müssen diese zunächst mittels eines Analog-Digital-Umsetzers (A/D-Umsetzer) abgetastet und in digitale Werte umgesetzt werden. Man spricht hierbei von Digitalisierung des analogen Eingangssignals.

EF602: Was ist die Voraussetzung, um ein analoges Signal mit digitaler Signalverarbeitung zu filtern? Das Eingangssignal muss zunächst ...

1) Kurzbeschreibung: Diagramm aus Quadraten mit einer horizontalen Achse „Zeit“ und einer vertikalen Achse „Wert“; kleine Kreise an den Schnittpunkten einiger Quadrate, die eine sinusförmige Kurve oberhalb und unterhalb der Nulllinie bilden.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „Zeit“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Wert“. Über das Koordinatensystem verteilt ist ein Gitternetz aus kleinen Quadraten eingezeichnet. An den Schnittpunkten einiger Quadrate gibt es kleine Kreise, die eine sinusförmige Kurve oberhalb und unterhalb der Nulllinie bilden.
Abbildung NE-17.1.2: Einfache Darstellung einer Sinuswelle aus 16 Samples und 7 Werten

Hierbei wird das analoge Signal in festen Zeitintervallen abgetastet und in einem digitalen Wertebereich (z. B. von -128 bis +127) abgebildet. Jeder Wert repräsentiert eine bestimmte gemessene Signalspannung, wobei in der Regel negativen Werten negative Spannungen und positiven Werten positive Spannungen zugeordnet werden. Man kann sich das in etwa so vorstellen wie z. B. bei einer Filmkamera, die in festen Abständen Bilder einer Szene aufnimmt. Hierbei haben die aufgenommenen Bilder immer einen festen zeitlichen Abstand zum vorherigen und nächsten Bild und stellen die momentane Szene in zeitlich kleinen Abständen dar. Dieser Prozess nennt sich Sampling (in Deutsch könnten man dies mit dem Wort Probenahme übersetzen). Die einzelnen gemessenen Signalwerte werden als Samples bezeichnet. Im nächsten Abschnitt werden wir uns diesen Prozess noch etwas genauer ansehen.

Nach der A/D-Umsetzung können die als digitale Werte vorliegenden Samples mittels digitaler Signalverarbeitung beliebig weiter verarbeitet werden.

Im Anschluss an die digitale Signalverarbeitung wird man aus den digital verarbeiteten Signalen wieder ein analoges Signal z. B. für die Ausgabe über einen Lautsprecher oder für die Aussendung über eine Antenne machen wollen. Um die digitalen Werte wieder in ein analoges Signal zu verwandeln, benötigt man an dieser Stelle einen Digital-Analog-Umsetzer (D/A-Umsetzer), welcher praktisch das Gegenstück zum vorbeschriebenen A/D-Umsetzer darstellt. Der D/A-Umsetzer setzt digitale Werte wieder in analoge Spannungswerte um und ermöglicht somit die Rekonstruktion eines analogen Signals aus den digitalen Werten.

EF601: Folgendes Blockschaltbild stellt das Prinzip einer digitalen Signalverarbeitung dar. Welche Aufgaben haben die beiden Blöcke 1 und 2?
1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild mit Signalfluss von links nach rechts: Umsetzer, Block „Digitale Signalverarbeitung“, Umsetzer.

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus drei mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Von links weist ein Pfeil auf einen Block mit einer von links unten nach rechts oben verlaufenden diagonalen Linie und der Kennzeichnung „1“. Es folgt ein Block mit der Aufschrift „Digitale Signalverarbeitung“ und ein weiterer Block mit einer von links unten nach rechts oben verlaufenden diagonalen Linie und der Kennzeichnung „2“. Ein Pfeil weist nach rechts zum Bildrand.

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