Antennen und Leitungen

Navigationshilfe

Diese Navigationshilfe zeigt die ersten Schritte zur Verwendung der Präsention. Sie kann mit ⟶ (Pfeiltaste rechts) übersprungen werden.

Navigation

Zwischen den Folien und Abschnitten lässt sich mittels der Pfeiltasten hin- und herspringen, dazu lassen sich auch die Pfeiltasten am Computer nutzen.

Navigationspfeile für die Präsentation

Weitere Funktionen

Mit ein paar Tastenkürzeln können weitere Funktionen aufgerufen werden. Die wichtigsten sind:

F1
Help / Hilfe
o
Overview / Übersicht aller Folien
s
Speaker View / Referentenansicht
f
Full Screen / Vollbildmodus
b
Break, Black, Pause / Ausblenden der Präsentation
Alt-Click
In die Folie hin- oder herauszoomen

Übersicht

Die Präsentation ist zweidimensional aufgebaut. Dadurch sind in Spalten die einzelnen Abschnitte eines Kapitels und in den Reihen die Folien zu den Abschnitten.

Tippt man ein „o“ ein, bekommt man eine Übersicht über alle Folien des Foliensatzes. Das hilft, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen oder sich zu orientieren, wenn man das Gefüht hat, sich „verlaufen“ zu haben. Die Navigation erfolgt über die Pfeiltasten.

Referentenansicht

Referentenansicht

Tippt man ein „s“ ein, bekommt man ein neues Fenster, die Referentenansicht.

Indem man „Layout“ auswählt, kann man zwischen verschieden Anordnungen der Elemente auswählen.

Praxistipps zur Referentenansicht

  • Wenn man mit einem Projektor arbeitet, stellt man im Betriebssystem die Nutzung von 2 Monitoren ein: Die Referentenansicht wird dann zum Beispiel auf dem Laptop angezeigt, während die Teilnehmer die Präsentation angezeigt bekommen.
  • Bei einer Online-Präsentation, wie beispielsweise auf TREFF.darc.de, präsentiert man den Browser-Tab und navigiert im „Speaker View“ Fenster.
  • Die Referentenansicht bezieht sich immer auf ein Kapitel. Am Ende des Kapitels muss sie geschlossen werden, um im neuen Kapitel eine neue Referentenansicht zu öffnen.
  • Um mit dem Mauszeiger etwas zu markieren oder den Zoom zu verwenden, muss mit der Maus auf den Bildschirm mit der Präsentation gewechselt werden.

Vollbild

Tippt man ein „f“ ein, wird die aktuelle Folie im Vollbild angezeigt. Mit „Esc“ kann man das Vollbild wieder verlassen.

Das ist insbesondere für den Bildschirm mit der Präsentation für das Publikum praktisch.

Ausblenden

Tippt man ein „b“ ein, wird die Präsentation ausgeblendet.

Sie kann wie folgt wieder eingeblendet werden:

  • Durch Klicken in das Fenster.
  • Durch nochmaliges Drücken von „b“.
  • Durch Klicken der Schaltfläche „Resume presentation“.
Schaltfläche für Resume Presentation

Zoom

Bei gedrückter Alt-Taste und einem Mausklick in der Präsentation wird in diesen Teil hineingezoomt. Das ist praktisch, um Details von Schaltungen hervorzuheben. Durch einen nochmaligen Mausklick zusammen mit Alt wird wieder herausgezoomt.

Das Zoomen funktioniert nur im ausgewählten Fenster. Die Referentenansicht ist hier nicht mit der Präsenationsansicht gesynct.

Antennen

1) Kurzbeschreibung: Schematische Darstellung eines Transceivers, der über ein L-förmig verlaufendes Kabel mit einer Antenne verbunden ist.

2) Ausführliche Beschreibung: Unten links steht ein rechteckiges Gerät, beschriftet mit „Transceiver“, mit angedeuteter Frontplatte (zwei kleine runde Tasten links, daneben ein rechteckiges Display, rechts ein großer runder Drehknopf mit einem kleinen runden Punkt). Von der rechten Seite des Geräts führt eine durchgehende Linie – mit „Kabel“ beschriftet – horizontal entlang des unteren Bildrands nach rechts. Am rechten Bildrand knickt die Linie im rechten Winkel nach oben ab und verläuft vertikal bis nahe dem oberen Rand. Oben rechts ist am Kabelende ein nach unten zeigendes Dreieckssymbol mit Mittelstrich eingezeichnet, beschriftet mit „Antenne“.
Abbildung NS-8.1.1: Schematische Darstellung einer Amateurfunkstation mit Funkgerät, Speiseleitung und Antenne

  • Gibt elektrische Schwingungen als Funkwellen ab
  • Funkwellen breiten sich in der Ferne aus
  • Nimmt beim Empfang Funkwellen auf
  • Leitet sie als elektrische Schwingungen über das Antennenkabel zum Funkgerät
NG101: Welches Bauteil wird durch das Schaltzeichen symbolisiert?

A: Diode

B: Antenne

C: Erde

D: Transistor

Dipol-Antenne

1) Kurzbeschreibung: Horizontale Linie mit der Längenangabe „λ/2“, die in der Mitte aufgetrennt ist; an den Trennstellen befinden sich zwei Kontaktpunkte. Oberhalb der Linie ist über die ganze Länge hinweg eine dünne Linie mit Begrenzungspfeilen zu beiden Seiten eingezeichnet.

2) Ausführliche Beschreibung: Eine horizontale Linie, die in der Mitte aufgetrennt ist; an den Trennstellen befinden sich zwei Kontaktpunkte. Oberhalb der Linie ist über die ganze Länge hinweg eine dünne Linie mit Begrenzungspfeilen nach links und rechts eingezeichnet. Die dünne Linie wird in der Mitte durch die Beschriftung „λ/2“ unterbrochen. Weitere Texte oder Symbole sind nicht vorhanden.
Abbildung NS-8.2.1: Darstellung einer Dipol-Antenne

  • In der Praxis wird häufig der Halbwellendipol verwendet
  • Ist eine halbe Wellenlänge lang
NG103: Wie wird die dargestellte Antenne bezeichnet?

A: Groundplane-Antenne

B: Endgespeiste Antenne

C: Yagi-Uda-Antenne

D: Dipol-Antenne

Anpassung

Dipol-Antenne auf die gewünschte Frequenz bringen durch gleichmäßiges Kürzen oder Verlängern

  • Zu hohe Resonanzfrequenz: Beide Seiten gleichmäßig verlängern
  • Zu niedrige Resonanzfrequenz: Beide Seiten gleichmäßig verkürzen
NG304: Ihre selbstgebaute Dipol-Antenne ist unterhalb der gewünschten Frequenz resonant. Welche Änderung können Sie vornehmen, um die Resonanz in den gewünschten Bereich zu bringen?

A: Sendeleistung erhöhen

B: Beide Enden gleichmäßig verlängern

C: Sendeleistung verringern

D: Beide Enden gleichmäßig kürzen

NG305: Ihre selbstgebaute Dipol-Antenne ist oberhalb der gewünschten Frequenz resonant. Welche Änderung können Sie vornehmen, um die Resonanz in den gewünschten Bereich zu bringen?

A: Sendeleistung verringern

B: Sendeleistung erhöhen

C: Beide Enden gleichmäßig kürzen

D: Beide Enden gleichmäßig verlängern

Yagi-Uda-Antenne

1) Kurzbeschreibung: Schematische Strichzeichnung mit einem vertikalen Stab in der Mitte, einem horizontal montierten Trägerstab und sieben parallel zueinander angeordneten, unterschiedlich langen Querelementen. Vom Trägerstab führt ein Leiter zum zweitlängsten Querelement.

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt eine Antenne mit einem vertikalen Stab in der Mitte, auf dem ein horizontaler Trägerstab montiert ist. Dieser Trägerstab trägt sieben parallel zueinander angeordnete, unterschiedlich lange Querelemente. Vom Trägerstab führt ein Leiter zum zweitlängsten Querelement. Es sind keine Text- oder Achsenbeschriftungen, Zahlen, Pfeile oder Maßangaben vorhanden.
Abbildung NS-8.3.1: Yagi-Uda-Antenne mit Einspeisung am Dipol am vorletzten Element

NG108: Wie wird die dargestellte Antenne bezeichnet?

A: Endgespeiste Antenne

B: Dipol-Antenne

C: Yagi-Uda-Antenne

D: Groundplane-Antenne

Rundstrahlantennen

Ein Dipolschenkel wird durch eine Erdung (Ground) oder große Metallfläche (Fahrzeug) ersetzt

1) Kurzbeschreibung: Schematische Darstellung eines Koaxialkabels, dessen Außenleiter mit Masse und dessen Innenleiter mit einem vertikalen Strahler verbunden ist.

2) Ausführliche Beschreibung: Im linken Teil der Darstellung befindet sich ein horizontales Koaxialkabel, dessen Außenleiter mit Masse verbunden ist. Der Innenleiter des Koaxialkabels führt zunächst aus dem Kabel nach rechts heraus und ist mit dem Fußpunkt eines vertikalen Strahlers verbunden. Koaxialkabel und Strahler sind entsprechend beschriftet.
Abbildung NS-8.4.1: Marconi-Antenne

NG105: Wie wird die dargestellte Antenne bezeichnet?

A: Dipol-Antenne

B: Endgespeiste Antenne

C: Groundplane-Antenne

D: Yagi-Uda-Antenne

NG106: Die elektrischen Gegengewichte einer Groundplane-Antenne bezeichnet man auch als ...

A: Direktoren.

B: Reflektoren.

C: Radials.

D: Erdelemente.

NG104: Eine Marconi-Antenne ist ...

A: eine horizontale $\lambda$/2-Langdrahtantenne.

B: eine gegen Erde erregte $\lambda$/4-Vertikalantenne.

C: eine vertikale Halbwellenantenne.

D: eine 5/8-$\lambda$-Antenne mit abgestimmten Radials.

NG102: Was wird durch dieses Schaltzeichen symbolisiert?

A: Diode

B: Antenne

C: Erde

D: Batterie

NG110: Welche Antenne ist für eine 2 m-QSO-Runde mit im Umkreis verteilten Funkamateuren am besten geeignet?

A: Ferritantenne

B: Langdrahtantenne

C: Yagi-Uda-Antenne

D: Rundstrahlantenne

NG111: Welche Antennenkonfiguration ist zu wählen, wenn möglichst viele umliegende Relaisstationen im 2 m- oder im 70 cm-Band erreicht werden sollen?

A: Eine Magnetfußantenne auf dem Dachboden.

B: Eine in einer Richtung fest montierte horizontale Richtantenne.

C: Ein Rundstrahler auf dem Hausdach.

D: Eine Ferritantenne auf der Fensterbank.

Endgespeiste Antennen (End-Fed)

1) Kurzbeschreibung: Schaltbild mit einem rechteckigen Bauteil „Anpassglied“, das nach unten geerdet ist und nach oben zu einem horizontalen Leiter führt, dessen Länge mit „λ/2“ markiert ist.

2) Ausführliche Beschreibung: Links führt ein Anschluss mit einem Symbol aus einem kleinen Kreis und einem umgebenden größeren, fast geschlossenen Kreis nach rechts in einen Block mit der Aufschrift „Anpassglied“. Vom unteren Rand des Blocks geht ein Leiter nach unten zu einem Erdungssymbol. Vom oberen Rand des Blocks führt ein vertikaler Leiter nach oben zu einem Verbindungsknoten (schwarzer Punkt). Von dort verläuft ein horizontaler Leiter nach rechts und endet offen. Oberhalb dieser Leiters ist ein beidseitiger Pfeil über die gesamte Länge eingezeichnet, in der Mitte mit „λ/2“ beschriftet.
Abbildung NS-8.5.1: Schaltbild einer endgespeisten Antenne

  • Statt in der Mitte das Antennenkabel an einem Ende des Dipols anschließen
  • Häufige Bauform: Endgespeister Halbwellendipol
  • Ist der Draht einer endgespeisten Antenne länger als die Wellenlänge: Langdraht-Antenne
NG107: Wie wird die dargestellte Antenne bezeichnet?

A: Groundplane-Antenne

B: Yagi-Uda-Antenne

C: Dipol-Antenne

D: Endgespeiste Antenne

NG109: Welche Antennenform wird von Funkamateuren in der Regel nur im Kurzwellenbereich und nicht im VHF/UHF-Bereich verwendet?

A: Groundplane-Antenne

B: Yagi-Uda-Antenne

C: Quad-Antenne

D: Langdraht-Antenne

Polarisation

  • Polarisation kann vertikal oder horizontal sein
  • Lässt sich bei den meisten Antennen leicht erkennen
  • Auf VHF und höher sollten alle die gleiche Polarisation verwenden
NB304: Welche Polarisationen unterscheidet man üblicherweise bei der Funkwellenausbreitung im Amateurfunk und wieso sollte man diese beachten?

A: Man unterscheidet parallele, koaxiale und drahtlose Polarisation. Die Polarisation der Antennenkabel muss auf die Antennen abgestimmt sein, um Verluste zu minimieren.

B: Man unterscheidet kohärente, inkohärente und korrelierte Polarisation. Die Polarisation der Funkwellen sollte regelmäßig geändert werden, um die Störfestigkeit zu erhöhen.

C: Man unterscheidet transversale, longitudinale und orthogonale Polarisation. Die Polarisation des Funkgeräts muss an das Stromnetz angepasst sein, um Kurzschlüsse zu vermeiden.

D: Man unterscheidet horizontale, vertikale sowie links- und rechtszirkulare Polarisation. Die Polarisation von Sende- und Empfangsantenne sollten angeglichen sein, um eine verlustarme Übertragung zu gewährleisten.

Einbau Kfz

1) Kurzbeschreibung: Bedienteil eines VHF/UHF-Funkgerätes in der Mittelkonsole eines PKWs.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt die Einbaustelle des Bedienteils eines VHF/UHF-Funkgerätes in der Mittelkonsole eines PKWs.
Abbildung NS-8.7.1: Einbau des Bedienteils eines VHF/UHF-Funkgerätes in die Mittelkonsole eines PKW

Einbau

1) Kurzbeschreibung: Kurze Stabantenne mit Magnetfuß auf einem Autodach.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt eine kurze Stabantenne mit Magnetfuß und Anschlusskabel, montiert in der Mitte eines Autodaches.
Abbildung NS-8.7.2: Magnetfußantenne auf Fahrzeugdach

  • Groundplane-Antenne mit Fahrzeugdach als Gegenelement

Achtung

1) Kurzbeschreibung: Bündel roter und schwarzer Kabel mit zwei Inline-Sicherungen, von denen eine geöffnet ist und eine gelbe 20‑A‑Flachsicherung zeigt.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt mehrere rote und schwarze Leitungen, die zu einem Bündel zusammengefasst und mit einem schwarzen Kabelbinder fixiert sind. Am rechten Bildrand sind zwei schwarze Sicherungshalter zu sehen. Einer ist aufgeklappt und gibt den Blick auf eine gelbe Flachstecksicherung mit der weißen Aufschrift „20“ frei, der andere Halter ist geschlossen.
Abbildung NS-8.7.3: Stromkabel mit Sicherungshalter

NK308: Damit die Zulassung eines Kraftfahrzeugs nicht ungültig wird, sind vor dem Einbau einer mobilen Sende-/Empfangseinrichtung grundsätzlich die Anweisungen ...

A: des Kraftfahrt-Bundesamtes einzuhalten.

B: für den Einbau mobiler Sendeanlagen der Bundesnetzagentur einzuhalten.

C: des Amateurfunkgeräte-Herstellers zu beachten.

D: des Kfz-Herstellers zu beachten.

NK310: Wo sollte aus funktechnischer Sicht eine mobile VHF-Antenne an einem PKW vorzugsweise installiert werden?

A: Auf dem Armaturenbrett

B: Auf der Mitte des Metalldaches

C: Auf dem vorderen Kotflügel

D: Auf der hinteren Stoßstange

NK309: Um eine Beeinflussung der Elektronik des Kraftfahrzeugs zu verhindern, sollte das Antennenkabel ...

A: im Kabelbaum des Kraftfahrzeugs geführt werden.

B: nicht parallel und möglichst weit von der Fahrzeugverkabelung entfernt verlegt werden.

C: entlang der Innenseite des Motorraumes verlegt werden.

D: über das Fahrzeugdach verlegt sein.

NK307: Welche Gefahren können beim unsachgemäßen Anschließen eines Funkgerätes an die 12 V-Batterie in einem Kraftfahrzeug entstehen?

A: Elektrischer Schock durch Überschläge aus der Zündspule

B: Keine, da 12 V-Gleichspannung aus der Kfz-Batterie für den Menschen ungefährlich ist

C: Überlastung der Sendeendstufe im Funkgerät durch zu hohe Versorgungsspannung

D: Lichtbogen und Fahrzeugbrand

Übertragungsleitungen

Die im Sender erzeugte Sendeleistung möchte man möglichst vollständig und ohne Verluste von der Antenne abstrahlen

Koaxialkabel

1) Kurzbeschreibung: Abisoliertes Koaxialkabel mit Innenleiter aus Kupfer, durchsichtigem Isolator, freigelegter Kupferabschirmung und schwarzem Außenmantel.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt ein abisoliertes Koaxialkabelende mit einem Innenleiter aus Kupfer, einem durchsichtigen Isolator, einer freigelegten Kupferabschirmung und einem schwarzen Außenmantel.
Abbildung NS-8.8.1: Koaxial-Kabel im Detail

Unterschiedliche Koaxialkabel

1) Kurzbeschreibung: Foto mit fünf Koaxialkabeln in unterschiedlichen Bauformen mit abisolierten Enden, jeweils beschriftet.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt fünf Koaxialkabel in unterschiedlichen Bauformen, vier davon mit jeweils abisolierten Enden. Links ist ein Kabel aus PE-Schaum und Massivschirm mit einem Durchmesser von 16,4 mm zu sehen. Daneben liegt ein Kabel vom Typ RG213 aus Voll-PE mit einem Durchmesser von 10,3 mm. Es folgt ein dünnes Kabel des Typs RG223 ohne weitere Erklärung. Weiter rechts ist ein ebenfalls dünnes Kabel vom Typ RG58 aus Voll-PE mit einem Durchmesser von 4,95 mm und mit montiertem PL-Stecker am Ende abgebildet. Ganz rechts liegt ein sehr dünnes RG174-Kabel aus Voll-PE mit einem Durchmesser von 2,8 mm.
Abbildung NS-8.8.2: Beispiele gebräuchlicher Koaxialkabel

Kabeldämpfung

  • Im Koaxialkabel entsteht Verlust durch Umsetzung von Sendeleistung in Wärme
  • Der Verlust wird Kabeldämpfung genannt
  • Messung in Dezibel ($\unit{\dB}$) je $\qty{100}{\meter}$
  • Verluste steigen mit zunehmender Länge und Frequenz
NG207: Zwischen VHF/UHF-Transceiver und Antenne soll ein Koaxialkabel verwendet werden. Welche Aspekte sind neben dem richtigen Wellenwiderstand bei der Kabelauswahl zu beachten?

A: Die Verluste steigen mit zunehmender Länge und Frequenz.

B: Die Kabellänge hat keinen Einfluss auf die Kabeldämpfung.

C: Die Dämpfung sinkt mit zunehmender Länge und Frequenz.

D: Die Frequenz hat keinen Einfluss auf die Kabeldämpfung.

Wellenwiderstand

  • Wird in Ohm ($\unit{\ohm}$) angegeben
  • Eigenschaft der Leitung, wie den Aufbau (z. B. Abstand zwischen Innen- und Außenleiter)
  • Länge hat keine Auswirkung
NG201: Koaxialkabel weisen typischerweise Wellenwiderstände von ...

A: 60, 120 und 240 Ohm auf.

B: 50, 75 und 240 Ohm auf.

C: 50, 300 und 600 Ohm auf.

D: 50, 60 und 75 Ohm auf.

Koaxialsteckverbinder

  • Bestehen aus Innen- und Außenleiter
  • Außengehäuse mit Außenleiter verbunden
  • Innenleiter mit Kontaktstift oder Kontaktöffnung verbunden
  • Verbindung durch Löten oder Crimpen

Häufige Koaxialsteckverbinder im Amateurfunk

  • PL
  • N

Hinweise zur Verwendung

  • Sorgsamer Umgang
  • Fest verschrauben
  • Innenleiter kann brechen
  • Schirmung kann verrutschen
  • Ggf. auf Kurzschluss prüfen

PL-Steckverbinder

Einsatz: Kurzwelle bis zum 2 m-Band

1) Kurzbeschreibung: Zwei koaxiale PL-Stecker, rechts mit und links ohne Reduzierhülse.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt zwei koaxiale PL-Stecker mit Überwurfmutter mit Innengewinde und zentralem Stift. Der rechte PL-Stecker hat zudem eine Reduzierhülse, mit der auch Kabel mit geringerem Durchmesser verwendet werden können.
Abbildung NS-8.10.1: PL-Stecker

NG202: Welches HF-Steckverbindungs-System wird in der folgenden Darstellung gezeigt?

A: N

B: SMA

C: PL

D: BNC

N-Steckverbinder

Einsatz: $\qty{2}{\meter}$-Band bis in den $\unit{\giga\hertz}$-Bereich

1) Kurzbeschreibung: N-Einbaubuchse (links) und N-Stecker (rechts).

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt links eine N-Einbaubuchse mit Außengewinde und rechts den zugehörigen N-Stecker mit einer gerändelten Hülse mit Innengewinde und einem Mittelstift im Inneren, umgeben von einem geschlitzten Zylinder und einem orangefarbenen Isolator.
Abbildung NS-8.11.1: N-Einbaubuchse und N-Stecker

NG204: Welches HF-Steckverbindungs-System wird in der folgenden Darstellung gezeigt?

A: BNC

B: SMA

C: N

D: PL

BNC-Steckverbinder

Einsatz: Für Funkgeräte mit kleiner Leistung bis hinauf zum $\qty{70}{\centi\meter}$-Band und in der Messtechnik

1) Kurzbeschreibung: Rechtwinkliger BNC-Winkeladapter mit Stecker links und Kupplung rechts.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt einen rechtwinkligen BNC-Winkeladapter mit Stecker links und Kupplung rechts.
Abbildung NS-8.12.1: BNC-Winkeladapter mit Stecker links und Kupplung rechts

NG203: Welches HF-Steckverbindungs-System wird in der folgenden Darstellung gezeigt?

A: PL

B: BNC

C: SMA

D: N

SMA-Steckverbinder

Einsatz: Dort, wo man wenig Platz hat, auch bei hohen Frequenzen

1) Kurzbeschreibung: Koaxialer SMA-Stecker mit vergoldetem Mittelkontakt, weißem Isolator und Innengewinde.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt einen koaxialen SMA-Stecker mit vergoldetem Mittelkontakt, weißem Isolator und Innengewinde in einem Ring, an den sich nach unten ein sechseckiger Körper anschließt.
Abbildung NS-8.13.1: SMA-Stecker, hier stark vergrößert

NG205: Welches HF-Steckverbindungs-System wird in der folgenden Darstellung gezeigt?

A: PL

B: N

C: BNC

D: SMA

NG206: Welche der folgenden HF-Steckverbindungs-Systeme sind für hohe Frequenzen (oberhalb 300 MHz) am besten geeignet?

A: N und SMA

B: BNC und Cinch

C: UHF und BNetzA

D: Cinch und SMA

Stehwellenverhältnis (SWR)

  • Passt der Speisewiderstand der Antenne nicht zum Wellenwiderstand der Zuleitung, kommt es zu einer Reflexion
  • Sendeleistung wird zum Funkgerät zurück reflektiert → kann nicht an der Antenne abgestrahlt werden
  • Stimmen Speisewiderstand der Antenne und Wellenwiderstand der Speiseleitung überein, liegt Anpassung vor

SWR-Meter

Misst gleichzeitig die Sendeleistung zur Antenne und die reflektierte, rücklaufende Leistung

1) Kurzbeschreibung: SWR- und Leistungsmessgerät „SWR-30“ von Albrecht in schwarzem Gehäuse mit analogem Zeigerinstrument und mehreren Bedienelementen an der Frontseite.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt ein SWR- und Leistungsmessgerät mit der Bezeichnung „SWR-30“ von Albrecht. An der Frontseite eines schwarzen Gehäuses befindet sich in der Mitte ein helles Sichtfenster mit einem roten analogen Messzeiger. Das Fenster zeigt oben „WATT“, darunter eine bogenförmige Skala mit einer Beschriftung von „0“ bis „10“ oberhalb des Kreisausschnittes und „1“ über „3“ bis „SET“ unterhalb des Kreisausschnittes. Dieser Teil der Skala ist mit „SWR“ beschriftet. Der Bereich zwischen „3“ und „SET“ ist in Rot markiert. Unten im Display gibt es eine horizontale Skala mit Markierungen von „1“ bis „10“ und links der Erklärung „F.S.“. Links des Sichtfensters steht „TX“. Rechts befinden sich zwei Schiebeschalter übereinander zur Umschaltung zwischen „10W FWD“ und „100W REF“ sowie zwischen „PWR“ und „SWR“. Am rechten Rand des Gehäuses steht „ANT“. Unterhalb der Schiebeschalter befindet sich ein Drehknopf mit weißer Markierung und der Beschriftung „CAL“, umgeben von einer gebogenen Skalenlinie.
Abbildung NS-8.14.1: Ein einfaches SWR-Meter zum Bestimmen des Stehwellenverhältnisses

Wird zwischen Transceiver und Antenne eingeschleift oder ist bereits im Transceiver eingebaut

1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild mit Signalfluss von links nach rechts: Transceiver, SWR-Meter, Antenne; zwischen SWR-Meter und Antenne Beschriftung „Vorlaufend“ mit Pfeil nach rechts und „Reflektiert“ mit Pfeilrichtung nach links.

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus drei mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein rechteckiges Gerät mit Frontplatte, beschriftet mit „Transceiver“. Rechts davon gibt es einen Block, der mit „SWR-Meter“ beschriftet ist. Nach rechts geht zunächst die horizontale Linie weiter und führt dann vertikal nach oben in ein Antennensymbol („Antenne“). Oberhalb der horizontalen Linie gibt es zwischen SWR-Meter und Antenne einen blauen, nach rechts zeigenden Pfeil, beschriftet mit „Vorlaufend“, und einen roten, nach links zeigenden Pfeil, beschriftet mit „Reflektiert“.
Abbildung NS-8.14.3: Prinzipbild SWR-Meter zwischen Transceiver und Antenne

NI201: Mit welchem Messgerät lässt sich die Antennenanpassung bestimmen?

A: Frequenzzähler

B: Feldstärkemessgerät

C: Multimeter

D: Stehwellenmessgerät

NF101: Die Darstellung zeigt das Display eines Transceivers im Sendebetrieb. Wie wird die Anzeige 1 bezeichnet?

A: Wasserfalldiagramm

B: SWR-Meter

C: S-Meter

D: Amplitudenspektrum

NI202: Wenn das SWR-Meter auf der einen Seite mit der Antenne verbunden ist, was muss dann auf der anderen Seite angeschlossen werden, um Reflexionen zu messen?

A: Antennenschalter

B: Transceiver

C: Netzteil

D: Dummy Load

Gute Anpassung

  • Bei perfekter Anpassung wird der Wert 1 angezeigt
  • Der beste erreichbare Wert
NG301: Bei welchem Stehwellenverhältnis (SWR) ist eine Antenne am besten an die Speiseleitung angepasst?

A: $\mathrm{\infty}$

B: 1

C: 3

D: 0

NI203: Ein Stehwellenmessgerät wird in ein ideal angepasstes Sender-/Antennensystem eingeschleift. Das Messgerät sollte ...

A: einen Rücklauf von 100 % anzeigen.

B: ein Stehwellenverhältnis von unendlich ($\mathrm{\infty}$) anzeigen.

C: ein Stehwellenverhältnis von 1 anzeigen.

D: ein Stehwellenverhältnis von 0 anzeigen.

Schlechte Anpassung

  • Bei schlechter Anpassung wird nahe unendlich angezeigt
  • Schlechte Anpassung an Übertragungsleitung
  • Schlechte Anpassung an Antenne
  • Defekte Übertragungsleitung
NG302: Worauf deutet die dargestellte Anzeige des SWR-Meters hin?

A: Eine zu geringe Sendeleistung

B: Eine gut angepasste Antenne

C: Eine zu hohe Sendeleistung

D: Eine schlecht angepasste Antenne

NG303: Fehlanpassungen oder Beschädigungen von HF-Übertragungsleitungen führen ...

A: zu Reflexionen des übertragenen HF-Signals und einem erhöhten SWR.

B: zu einer Überbeanspruchung der angeschlossenen Antenne.

C: zu einem SWR von kleiner oder gleich 1.

D: zur Erzeugung unerwünschter Aussendungen, da innerhalb der erforderlichen Bandbreite keine Anpassung gegeben ist.

Hohe Kabeldämpfung

  • Verringert das reflektierte Signal
  • Führt zur Verfälschung der Messung
NG208: Das koaxiale 50 Ohm-Antennenkabel der 2 m-Amateurfunkstation wird mit einem gleichwertigen Koaxialkabel verlängert. Die Messung des SWR ergibt nach der Verlängerung einen besseren Wert. Was schließen Sie daraus? Durch die Verlängerung wird...

A: die Dämpfung erhöht und das reflektierte Signal verringert.

B: die Dämpfung verringert und das reflektierte Signal verringert.

C: die Dämpfung verringert und das reflektierte Signal verstärkt.

D: die Dämpfung erhöht und das reflektierte Signal verstärkt

Personenschutz

  • Elektromagnetische Felder können eine Auswirkung auf Menschen haben, die sich darin aufhalten
  • Es darf zu keiner Gefährdung von Menschen durch Amateurfunkanlagen kommen
  • Jeder Funkamateur muss sich mit dem Personenschutz in elektromagnetischen Feldern auskennen
NK201: Warum muss ein Funkamateur Kenntnisse zum Personenschutz in elektromagnetischen Feldern haben?

A: Damit er bei einem Stromunfall als Ersthelfer tätig werden kann.

B: Weil eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur hierfür nicht gültig wäre.

C: Damit er seinen Sender optimal an die Antenne anpassen kann.

D: Weil zu hohe Feldstärken in Antennennähe schädigend auf den menschlichen Körper wirken können.

EMVU

Der Betreiber der ortsfesten Amateurfunkstelle ist für die Sicherstellung der „elektromagnetischen Verträglichkeit in der Umwelt“ (EMVU) verantwortlich.

VE501: Was bedeutet die Abkürzung EMVU?

A: Elektronische Messung von elektromagnetischen Unverträglichkeiten

B: Elektromagnetische Verträglichkeit in der Umwelt

C: Eine Bürgerinitiative zum Schutz vor elektromagnetischen Unverträglichkeiten

D: Elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten

VE502: Wer ist für die Sicherstellung der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit verantwortlich?

A: Der Erbauer der Antennenanlage

B: Der Hersteller des Amateurfunkgerätes

C: Die Bundesnetzagentur

D: Der Betreiber der ortsfesten Amateurfunkstelle

BIm-SchV und BEMFV

  • Grenzwerte finden sich in der „26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes“ (26. BIm-SchV) und in der „Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder“ (BEMFV)
  • In der Verordnung über das „Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder“ (BEMFV) ist das Anzeigeverfahren beschrieben
  • Funkamateur stellt vor Inbetriebnahme eigenständig sicher und dokumentiert, dass keine Gefährdung für Personen besteht
VE505: Wo sind die Grenzwerte zum Schutz von Personen und aktiven Körperhilfen in elektromagnetischen Feldern festgelegt?

A: In der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über elektromagnetische Felder - 26. BImSchV) und in der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV)

B: Im Gesetz über den Amateurfunk (Amateurfunkgesetz - AFuG) und in der Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk (Amateurfunkverordnung - AFuV)

C: Im Gesetz über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt (Funkanlagengesetz - FuAG) und im Telekommunikationsgesetz (TKG)

D: In der Richtlinie Elektromagnetische Verträglichkeit von Elektro- und Elektronikprodukten (EMV-Richtlinie) und im Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG)

VE503: In welcher gesetzlichen Regelung ist das Verfahren zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern ortsfester Amateurfunkstellen festgelegt?

A: In der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV)

B: Im Amateurfunkgesetz (AfuG)

C: In den Radio Regulations (RR)

D: Im Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG)

VE504: Was versteht man nach der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) unter dem "Anzeigeverfahren ortsfester Amateurfunkanlagen"?

A: Ein Verfahren, das ein zertifiziertes Messlabor durchführen muss, um sicherzustellen, dass keine Gefährdung für Personen besteht

B: Die Erklärung des Funkamateurs, dass er den Grenzwert von 750 W PEP nicht überschreitet

C: Ein Verfahren, das es dem Funkamateur ermöglicht, eigenständig sicherzustellen und zu dokumentieren, dass keine Gefährdung für Personen besteht

D: Die Erklärung des Funkamateurs, dass er den Grenzwert von 10 W EIRP unterschreitet

VE511: Welchen Status hat im Rahmen der EMVU die Anzeige einer ortsfesten Amateurfunkanlage?

A: Die Anzeige hat den gleichen rechtlichen Status wie eine Standortbescheinigung, gilt aber nur für nichtkommerzielle Anlagen.

B: Die Anzeige ist eine unverbindliche Erklärung darüber, dass Funkamateure eigenverantwortlich handeln.

C: Die Anzeige ist die verbindliche Erklärung eines Funkamateurs über die eigenverantwortliche Einhaltung des Bundesimmissionsschutzgesetzes.

D: Die Anzeige ist die verbindliche Erklärung eines Funkamateurs über die eigenverantwortliche Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern.

Effektive Strahlungsleistung (ERP)

Kurze Wiederholung zu Antennen: Groundplane-Antenne strahlt in alle Himmelsrichtungen nahezu gleichmäßig ab, aber nicht nach oben oder unten Yagi-Uda-Antenne bündelt die Funkstrahlen nach vorn und reduziert in alle anderen Richtungen Bei der Berechnung der Grenzwerte für den Schutzabstand wird die Hauptstrahlrichtung verwendet

Gewinnfaktor

  • Wie viel besser eine Antenne in Hauptstrahlrichtung im Vergleich zu einem Halbwellendipol abstrahlt
  • Gewinnfaktor $\num{2}$: Antenne strahlt in Hauptstrahlrichtung doppelt so stark wie ein Halbwellendipol in seine Hauptstrahlrichtung

Effektive Strahlungsleistung (ERP)

Sendeleistung zur Antenne multipliziert mit Gewinnfaktor

Beispiel: $\qty{5}{\watt}$ auf eine Antenne mit Gewinnfaktor $\num{2}$ ergibt die effektive Strahlungsleistung von $\qty{10}{\watt}$

NG401: Die effektive Strahlungsleistung ERP (Effective Radiated Power) ist die von ...

A: einem Halbwellendipol abgestrahlte Leistung, bezogen auf eine Antenne.

B: einer Antenne abgestrahlte Leistung, bezogen auf einen Halbwellendipol.

C: einer Antenne abgestrahlte Leistung, bezogen auf einen isotropen Strahler.

D: einem isotropen Strahler abgestrahlte Leistung, bezogen auf eine Antenne.

Äquivalente isotrope Strahlungsleistung (EIRP)

Kugelstrahler oder Isotroper Strahler

1) Kurzbeschreibung: Perspektivische Darstellung eines isotropen Strahlers mit kugelförmiger Abstrahlung, drei schwarzen Achsen und einem blau eingezeichneten Segment auf der Kugeloberfläche.

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt perspektivisch einen isotropen Strahler mit kugelförmiger Abstrahlung. Der Strahler ist in der Mitte als kleiner, roter Punkt eingezeichnet. Von ihm gehen drei schwarze Pfeile aus: ein Pfeil nach oben, ein Pfeil nach rechts und ein Pfeil nach vorn zum Betrachter. Um die Mitte liegt eine hellgraue, kugelförmige Fläche, die durch eine perspektivische Ellipse dargestellt ist. Links neben der Mitte steht in roter Schrift „Isotroper Strahler“. Vom Mittelpunkt aus verlaufen zwischen dem Pfeil nach rechts und dem Pfeil nach vorn zwei dünne graue Linien zum Rand der Kugeloberfläche. Von den Schnittpunkten mit dem Rand gehen zwei Kreisbögen nach oben entlang der Kugeloberfläche und treffen sich am Pfeil nach oben. Zwischen den beiden Linien gibt es auf halber Höhe eine blau eingefärbte, viereckige Fläche, deren Eckpunkte durch blaue Linien mit dem Mittelpunkt verbunden sind.
Abbildung NS-8.17.1: Isotroper Strahler in der Mitte einer Kugel, der an allen Stellen der Kugeloberfläche die gleiche Strahlungsleistung erzeugt

EIRP

  • Bei Berechnung der Strahlungsleistung in Bezug zum isotropen Strahler wird von „äquivalenter isotroper Strahlungsleistung“ gesprochen
  • Englisch „equivalent isotropic radiated power“ (EIRP)

Berechnung

  • Erfolgt gleich zu ERP
  • Hat eine Antennen einen Gewinnfaktor von $\num{3}$ bezogen auf den isotropen Strahler, dann strahlt diese Antenne in Hauptstrahlrichtung dreimal so stark wie ein isotroper Strahler in jede beliebige Richtung
  • Bei $\qty{5}{\watt}$ Sendeleistung auf Antenne mit Gewinnfaktor $\num{3}$ gegenüber dem isotropen Strahler ergibt das die Strahlungsleistung $\qty{15}{\watt}$ EIRP

Bezug zum Halbwellendipol

  • Halbwellendipol hat den Gewinnfaktor $\num{1,64}$ gegenüber isotropen Strahler
  • Antenne mit Gewinnfaktor $\num{2}$ gegenüber Halbwellendipol hat einen Gewinnfaktor von $2 \cdot 1,64 = 3,28$ gegenüber isotropen Strahler
NG402: Die gleichwertige isotrope Strahlungsleistung EIRP (Equivalent Isotropic Radiated Power) ist die von ...

A: einem isotropen Strahler abgestrahlte Leistung, bezogen auf eine Antenne.

B: einem Halbwellendipol abgestrahlte Leistung, bezogen auf eine Antenne.

C: einer Antenne abgestrahlte Leistung, bezogen auf einen Halbwellendipol.

D: einer Antenne abgestrahlte Leistung, bezogen auf einen isotropen Strahler.

Sendeleistung Klasse N

  • $\qty{10}{\meter}$-Band: $\qty{10}{\watt}$ ERP
  • $\qty{2}{\meter}$- und $\qty{70}{\centi\meter}$-Band: $\qty{10}{\watt}$ EIRP

Ein Funkgerät mit $\qty{5}{\watt}$ Sendeleistung und einem Gewinnfaktor von $\num{1,8}$ bezogen auf den isotropen Kugelstrahler darf damit betrieben werden:
$\qty{5}{\watt} \cdot 1,8 = \qty{9}{\watt}$

VD724: Wie hoch ist die maximal zulässige isotrope Strahlungsleistung (EIRP) für Funkamateure mit der Zulassungsklasse N im 2 m- und 70 cm-Band?

A: 5 W

B: 25 W

C: 100 W

D: 10 W

VD743: Wie hoch ist die maximal zulässige effektive Strahlungsleistung (ERP) für Funkamateure mit der Zulassungsklasse N im 10 m-Band?

A: 10 W

B: 100 W

C: 5 W

D: 25 W

VD726: Sie sind Inhaber einer Zulassung für den Amateurfunkdienst der Klasse N und nutzen ein Funkgerät mit 5 W Senderausgangsleistung. Dürfen Sie bei Sendebetrieb im 2 m-Band eine direkt angeschlossene Antenne mit Gewinnfaktor 1,8 bezogen auf den isotropen Kugelstrahler (entspricht 2,6 dBi Gewinn) verwenden?

A: Nein, da sich eine Strahlungsleistung von über 10 W EIRP ergibt.

B: Nein, da ich Antennen mit Gewinn nicht benutzen darf

C: Ja, da die Strahlungsleistung den Grenzwert von 10 W EIRP nicht überschreitet.

D: Ja, außer wenn die Amateurfunkstelle ortsfest betrieben wird.

VD725: Sie sind Inhaber einer Zulassung für den Amateurfunkdienst der Klasse N und nutzen ein Funkgerät mit 5 W Senderausgangsleistung. Dürfen Sie bei Sendebetrieb im 2 m-Band eine direkt angeschlossene Antenne mit Gewinnfaktor 2,5 bezogen auf den isotropen Kugelstrahler (entspricht 4,0 dBi Gewinn) verwenden?

A: Ja, sofern es sich um ein Handfunkgerät handelt.

B: Nein, da ich Antennen mit Gewinn nicht benutzen darf.

C: Ja, da die Senderausgangsleistung den Grenzwert von 10 W EIRP nicht überschreitet.

D: Nein, da sich eine Strahlungsleistung von über 10 W EIRP ergibt.

Anzeige ortsfester Amateurfunkanlagen

Für ortsfeste Amateurfunkstellen muss das Nachweisverfahren nur dann durchgeführt werden, wenn die Sendeanlage eine Strahlungsleistung von $\qty{10}{\watt}$ EIRP oder höher erreicht.

VE508: Wer muss seine Amateurfunkstelle bei der BNetzA gemäß der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) anzeigen?

A: Alle Funkamateure, die ortsfeste Amateurfunkstellen mit einer Leistung ab 10 W EIRP betreiben

B: Alle Funkamateure, die Portabel- bzw. Mobilbetrieb durchführen

C: Alle Funkamateure der Zeugnisklasse A

D: Alle Funkamateure, die auf der Kurzwelle aktiv sind

VE507: Für welche Amateurfunkstellen muss der Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern vom Funkamateur dokumentiert werden?

A: Für alle ortsfesten Amateurfunkstellen ab einer äquivalenten isotropen Strahlungsleistung von 10 W EIRP

B: Für alle Amateurfunkstellen

C: Für alle Amateurfunkstellen ab einer äquivalenten Strahlungsleistung von 10 W EIRP

D: Für alle ortsfesten Amateurfunkstellen

Anzeige bei BNetzA

  • vor der Aufnahme des Betriebs der ortsfesten Amateurfunkanlage
  • bei zuständiger Außenstelle der BNetzA
VE509: Bei welcher Stelle und zu welchem Zeitpunkt ist die Anzeige gemäß der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) für eine ortsfeste Amateurfunkanlage mit einer EIRP ab 10 W einzureichen?

A: Die Anzeige ist bei einer beliebigen Außenstelle der BNetzA vor Aufnahme des Betriebs der Amateurfunkanlage einzureichen.

B: Die Anzeige ist spätestens drei Monate nach Betriebsaufnahme bei der zuständigen Außenstelle der BNetzA einzureichen.

C: Wenn die Anzeige den tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr entspricht, ist dieses einer beliebigen Außenstelle der BNetzA mitzuteilen.

D: Die Anzeige ist vor Aufnahme des Betriebs der Amateurfunkanlage bei der zuständigen Außenstelle der BNetzA einzureichen.

Inhalt der Anzeige

Nachvollziehbare zeichnerische Darstellung mit

  • Standortbezogener Sicherheitsabstand
  • Vom Betreiber kontrollierbarer Bereich

Zusätzlich zur Anzeige

An der Funkstation liegend und auf Verlangen der BNetzA vorzulegen:

  • Einhaltung der Anforderungen
  • ggf. Antennendiagramme
  • Lageplan
  • Bauzeichnung oder Skizze mit Bemaßung
  • Konfiguration der Funkanlage
VE512: Welche Unterlagen sind ergänzend zur Anzeige gemäß der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) einer ortsfesten Amateurfunkanlage bei der zuständigen Außenstelle der BNetzA einzureichen?

A: Der Anzeige sind Antennendiagramme, Lageplan, Bauzeichnung oder Skizze mit Bemaßung beizufügen.

B: Es sind keine weiteren Unterlagen beizufügen.

C: Es ist ein Blockschaltbild der Amateurfunkstelle beizufügen.

D: Der Anzeige ist eine nachvollziehbare zeichnerische Darstellung des standortbezogenen Sicherheitsabstands und des vom Betreiber kontrollierbaren Bereichs beizufügen.

VE513: Welche Unterlagen hat der Funkamateur ergänzend zur Anzeige einer ortsfesten Amateurfunkanlage gemäß der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme bereitzuhalten und der Bundesnetzagentur nach Aufforderung vorzulegen?

A: Das Anzeigeformblatt mit den Daten der ortsfesten Amateurfunkanlage und eine maßstäbliche Skizze des standortbezogenen Sicherheitsabstandes und des kontrollierbaren Bereiches

B: Eine nachvollziehbare Dokumentation über die Einhaltung der Anforderungen, gegebenenfalls Antennendiagramme, einen Lageplan, eine Bauzeichnung oder Skizze mit Bemaßung und die Konfiguration der Funkanlage

C: Die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst, die Datenblätter aller Amateurfunkgeräte und das Logbuch, denn sie müssen jederzeit für eine mögliche Kontrolle durch die Bundesnetzagentur verfügbar sein

D: Eine Fotodokumentation der Amateurfunkanlage einschließlich der Antennen sowie eine formlose Aufstellung aller Messwerte nebst Antennendiagrammen

VD107: In welchem Fall hat ein Funkamateur der Bundesnetzagentur gemäß Amateurfunkverordnung (AFuV) technische Unterlagen über seine Sendeanlage vorzulegen?

A: Auf Anforderung der Bundesnetzagentur

B: Bei Sendeleistungen größer als 750 W

C: Bei jeder technischen Änderung an der Sendeanlage

D: Unverzüglich nach Erhalt der Amateurfunkzulassung

Änderungen

  • Fortlaufend prüfen, ob die Anlage gleich zu der in der Anzeige ist
  • Bei wesentlichen Änderungen erneute Anzeige durchführen
VE514: Was hat ein Funkamateur zu beachten, nachdem er seine ortsfeste Amateurfunkstelle bei der Bundesnetzagentur gemäß BEMFV angezeigt hat?

A: Er hat eine Dokumentation über die Einhaltung der Anforderungen mit allen erforderlichen Unterlagen bereitzuhalten und fortlaufend zu prüfen, ob die Bedingungen, unter denen die Anzeige durchgeführt wurde, noch zutreffend sind. Bei wesentlichen Änderungen ist die Amateurfunkstelle erneut anzuzeigen.

B: Mit der Anzeige seiner ortsfesten Amateurfunkstelle ist ein Funkamateur seinen Verpflichtungen zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern nachgekommen und muss diesbezüglich nichts weiter beachten.

C: Das Anzeigeverfahren ist jedes Jahr erneut durchzuführen, um die Aktualität zu gewährleisten.

D: Nachdem die ortsfeste Amateurfunkstelle in Betrieb genommen wurde, ist die Dokumentation über die Einhaltung der Anforderungen mit allen erforderlichen Unterlagen der zuständigen Außenstelle der Bundesnetzagentur vorzulegen.

VE510: Wann ist erneut eine Anzeige einer ortsfesten Amateurfunkanlage gemäß der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) bei der zuständigen Stelle der BNetzA einzureichen?

A: Die Anzeige ist jährlich zu aktualisieren. Wurden keine Änderungen an der Amateurfunkanlage vorgenommen, reicht eine formlose Mitteilung.

B: Wenn die bestehende Anzeige nicht mehr den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht, ist vom Betreiber das Anzeigeverfahren erneut durchzuführen.

C: Bei einem Wechsel der nationalen Zeugnisklasse

D: Nach Aufforderung der zuständigen Stelle der BNetzA

Nachweisverfahren

  • Berechnung des Personen-Sicherheitsabstands
  • Während des Sendebetriebs dürfen keine unbefugten Personen in diesem Bereich sein
  • Ist erfüllt, wenn dieses im kontrollierbaren Bereich stattfindet, z. B. eigenes Grundstück
VE506: Was muss ein Funkamateur zum Schutz von Personen bei dem Betrieb von ortsfesten Amateurfunkanlagen gemäß der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) vornehmen?

A: Er hat den zur Einhaltung der Grenzwerte erforderlichen Sicherheitsabstand durch ein zertifiziertes Messlabor ermitteln zu lassen.

B: Er kann bei einer Leistung von bis zu 100 W PEP den standardisierten Sicherheitsabstand von 10 m annehmen.

C: Er hat den zur Einhaltung der Grenzwerte erforderlichen Sicherheitsabstand einer Funkanlage mit EIRP von 10 W oder mehr rechnerisch oder messtechnisch zu ermitteln und in nachvollziehbarer Form zu dokumentieren.

D: Er kann bei einer Leistung von bis zu 100 W PEP den standardisierten Sicherheitsabstand von 25 m annehmen.

VE515: Welche Verfahren können Funkamateure nutzen, um den Nachweis zur Begrenzung von elektromagnetischen Feldern zu erstellen?

A: Funkamateure können aufgrund ihrer Fachkenntnisse die Einhaltung der elektromagnetische Grenzwerte abschätzen.

B: Das Bewertungsverfahren mit der Anwendung "Watt Wächter", das vereinfachte Bewertungsverfahren, Feldstärkemessung, Fernfeldberechnung und Nahfeldberechnung

C: Funkamateure sind ausdrücklich vom Nachweis zur Begrenzung von elektromagnetischen Feldern ausgenommen.

D: Funkamateure müssen eine zertifizierte Firma mit dem Nachweis zur Begrenzung von elektromagnetischen Feldern beauftragen.

Mehrere Aussendungen gleichzeitig

  • Es können mehrere Funkamateure gleichzeitig an einer Anlage auf verschiedenen Frequenzen senden
  • In der Regel über verschiedene Antennen
  • Alle Antennen zusammen müssen für den Personenschutzabstand berücksichtigt werden
VE516: Welche Aussendungen von Amateurfunkanlagen müssen bei der Ermittlung des standortbezogenen Sicherheitsabstandes berücksichtigt werden?

A: Alle Aussendungen der ortsfesten Amateurfunkstelle, die ein Funkamateur zeitgleich durchzuführen beabsichtigt

B: Ausschließlich Aussendungen von ortsfest betriebenen Amateurfunkstellen mit einer Strahlungsleistung (EIRP) größer 10 W

C: Alle Aussendungen mit einer Strahlungsleistung (EIRP) größer 10 W, auch Aussendungen im Mobilbetrieb.

D: Nur die Aussendungen der maximalen Sendeleistung, die die Amateurfunkanlage erbringen kann

VE517: Sie wollen eine Amateurfunkstelle mit mehreren Sendeantennen betreiben und die Personenschutz-Sicherheitsabstände ermitteln. Dabei ergibt sich, dass der Sicherheitsabstand mehrerer Antennen überlappt. Was müssen Sie nun beachten?

A: Für die gesamte Antennenanlage gilt der Sicherheitsabstand der Antenne mit der größten Strahlungsleistung.

B: Die Sicherheitsabstände sind mit der Anzahl der Sendeantennen als Sicherheitsfaktor zu multiplizieren.

C: Die betroffenen Antennen sind gemeinsam zu betrachten, sofern mit ihnen gleichzeitig gesendet werden soll.

D: Es ist sicherzustellen, dass der Sendebetrieb zu jedem Zeitpunkt auf eine der Antennen beschränkt wird.

Standortbescheinigung

  • Eine Standortbescheinigung kann auf Antrag kostenpflichtig durch die BNetzA ausgestellt werden
  • Funkamateur muss alle notwendigen Unterlagen und Informationen für die Berechnung bereitstellen
VC121: Kann der Funkamateur laut Amateurfunkgesetz (AFuG) eine Standortbescheinigung erhalten?

A: Der Funkamateur kann auch auf Antrag keine Standortbescheinigung der BNetzA erhalten.

B: Die BNetzA stellt mit der Zuteilung des Rufzeichens eine Standortbescheinigung aus.

C: Die BNetzA stellt auf Antrag eine Standortbescheinigung aus.

D: Die Standortbescheinigung kann mit der IT-Anwendung "Watt-Wächter" erstellt werden.

Verpflichtende Standortbescheinigung

Verpflichtend ist eine Standortbescheinigung, wenn sich am Standort der vorgesehenen ortsfesten Amateurfunkstelle bereits ortsfeste Funkanlagen befinden, die selbst eine Standortbescheinigung benötigen.

VE519: Kann die Bundesnetzagentur für den Betrieb einer ortsfesten Amateurfunkstelle eine Standortbescheinigung fordern?

A: Nur wenn die Amateurfunkstelle gewerblich genutzt wird

B: Nein, für Amateurfunkanlagen gilt das Anzeigeverfahren

C: Nur wenn sich am Standort der vorgesehenen ortsfesten Amateurfunkstelle bereits ortsfeste Funkanlagen befinden, die selbst eine Standortbescheinigung benötigen.

D: Ja, wenn die effektive Strahlungsleistung der Amateurfunkstelle 750 W überschreitet

VE518: Sie wollen eine Amateurfunkstelle an einem Standort errichten, an dem sich bereits andere ortsfeste Funkanlagen befinden. Welche Besonderheit müssen Sie in Bezug auf den Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern beachten?

A: Sofern die Senderausgangsleistung der Amateurfunkstelle 10 W überschreitet, darf sie an diesem Standort nicht betrieben werden.

B: Sofern die Gesamtleistung aller Funkanlagen am Standort 10 W EIRP erreicht oder überschreitet, ist eine Standortbescheinigung erforderlich.

C: Es ist ein mechanischer Sendeumschalter erforderlich, der verhindert, dass die Amateurfunkanlage gleichzeitig mit einer der anderen Funkanlagen sendet.

D: Es ist unzulässig, eine Amateurfunkstelle an einem Standort zu betreiben, an dem sich auch Funkanlagen anderer Funkdienste befinden.

Baurecht und Haftung

1) Kurzbeschreibung: Metallmast auf einem Dach mit mehreren Antennen.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt einen Antennenmast, der auf einem Hausdach installiert ist. Unten befindet sich eine große Kurzwellen-Richtantenne mit zwei Elementen, darüber eine kleinere 2-Element-Antenne für VHF und darüber eine UHF-Richtantenne mit mehreren Elementen. An der Spitze ist eine vertikale Rundstrahlantenne für UKW montiert.
Abbildung NS-8.21.1: Antennenanlage für KW, VHF und UHF auf einem Hausdach

VE602: Nach welchen Bauvorschriften müssen Außenantennenanlagen errichtet werden?

A: Es gelten die Bestimmungen des Amateurfunkgesetzes (AFuG).

B: Für private Amateurfunkanlagen sind keine besonderen Vorschriften zu beachten.

C: Es gelten die baurechtlichen Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes.

D: Es sind nur die Empfehlungen der Amateurfunkverbände zu beachten.

VE707: Wer haftet für Schäden gegenüber Dritten, die durch die Antennenanlage einer Amateurfunkstelle entstehen können?

A: Der Grundstückseigentümer, er hat eine Antennenhaftpflichtversicherung abzuschließen, selbst wenn er nicht Betreiber der Amateurfunkstelle ist.

B: Der Eigentümer oder Betreiber der Antennenanlage

C: Die Amateurfunkvereinigung, wenn der Betreiber der Amateurfunkstelle Mitglied einer solchen Vereinigung ist

D: Die Bundesnetzagentur, da in den monatlichen Beiträgen auch ein Anteil für eine Gruppenversicherung für Antennenanlagen von Funkamateuren enthalten ist.

Energieleitungen

1) Kurzbeschreibung: Auf einem Hausdach montierter Dachständer, von dem mehrere Freileitungen wegführen.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt das Dach eines Hauses mit einem metallischen Dachständer mit zwei Querträgern, auf denen mehrere Isolatoren montiert sind. Mehrere Freileitungen gehen von dem Mast ab.
Abbildung NS-8.22.1: Dachständer

Achtung

Wenn eine Antenne eine Energieversorgungsleitung berührt, besteht akute Gefahr von lebensgefährlichen Stromschlägen!

NK311: Was ist bei der Installation von Außenantennen insbesondere zu beachten?

A: Zu benachbarten Energieversorgungsleitungen ist ein seitlicher Abstand von 8 m einzuhalten.

B: Für die Antenne muss eine Sturmversicherung abgeschlossen werden.

C: An der Antenne müssen die Kontaktdaten des Betreibers erkennbar angebracht sein.

D: Im Falle einer Beschädigung dürfen umstürzende oder herabfallende Teile und Leitungen keine Energieversorgungsleitungen berühren.

Potentialausgleich

Potentialausgleich und Erdung

  • Durch Potentialausgleich wird eine gefährliche Berührungsspannung zwischen den Geräten vermieden
  • Mittels Erdung werden unerwünschte elektrische Ströme vom Gehäuse in die Erde abgeleitet
  • Geräte mittels kurzer Leitungen zusammenführen
  • Mit Haupterdungsschiene des Gebäudes verbinden
  • VDE 0855-300 für Erdung von Funkanlagen

Achtung

Der Anschluss von Potentialausgleich und Erdung sollte nur vorgenommen werden, wenn man genau weiß, was man tut. Im Zweifel sollte man sich von einem erfahreneren Funkamateur oder einer Elektrofachkraft helfen lassen.

VE604: Unter welchen Bedingungen ist die Norm VDE 0855-300 für den Potentialausgleich und die Erdung von Funkanlagen bzw. die Normenreihe VDE 0185-305 zum Blitzschutz heranzuziehen?

A: Beide Normen sind dann anzuwenden, wenn Gebäude von Blitzen getroffen werden können.

B: Die Norm VDE 0855-300 gilt für alle Amateurfunk-Sendeanlagen. Die Normenreihe VDE 0185-305 gilt nur für Gebäude mit Blitzschutzsystem.

C: Die Norm VDE 0855-300 gilt für Gebäude, auf denen Antennen errichtet sind. Drahtantennen und freistehende Antennenmasten sind davon ausgenommen.

D: Wenn die Antennenanlage weit genug vom Gebäude entfernt ist, muss die Normreihe VDE 0185-305 nicht angewendet werden.

Fragen?


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