BFO II

In der Klasse E haben wir bereits den BFO kennen gelernt. Im Demodulator wird beim Empfang von Signalen mit unterdrücktem Träger oder CW-Signalen das Empfangssignal mit dem BFO, auch Hilfsträgeroszillator genannt, gemischt. Der BFO muss sich bei SSB-Empfang genau auf der Frequenz des unterdrückten Trägers befinden. Beim Empfang von CW-Signalen muss der BFO in einem gewissen Abstand zum CW-Signal liegen. Dieser Abstand bestimmt darüber mit welcher Tonfrequenz das CW-Signal im Empfänger hörbar wird. Für CW Signale werden üblicherweise $\qtyrange{600}{900}{\hertz}$ als angenehme Hörfrequenz empfunden. Daher sollte die Differenz zwischen der BFO-Frequenz und der letzten ZF für den angenehmen Empfang von CW-Signalen ungefähr $\qty{800}{\hertz}$ betragen.

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1) Kurzfassung: Blockdiagramm mit einer Antenne links und einer Kette aus Verstärkern und Mischern bis zu einem Lautsprecher rechts, mit den Beschriftungen „HF“, „ZF“, „NF“, „VFO“ und „BFO“.

2) Details: Von links führt eine Linie von einer stilisierten Antenne (dreieckige Form) zu einem quadratischen Block mit einem Dreiecksymbol (Verstärker); darunter steht „HF“. Ein Pfeil nach rechts verbindet zum nächsten Quadrat mit einem Kreis und gekreuzten Diagonalen (Mischer). Von unten zeigt ein vertikaler Pfeil in diesen Mischer aus einem separaten kleinen Quadrat, in dem drei schräg ansteigende Sinuslinien mit einem Pfeil nach oben rechts gezeichnet sind; daneben steht „VFO“. Rechts davon folgt ein weiterer quadratischer Block mit Dreiecksymbol (Verstärker), darunter „ZF“. Wieder rechts davon liegt ein Quadrat mit Kreis und gekreuzten Diagonalen (zweiter Mischer/Detektor). Von unten führt ein vertikaler Pfeil aus einem farblich blau hinterlegten kleinen Quadrat mit drei horizontalen Sinuswellen in diesen Block; daneben steht „BFO“. Es folgt rechts ein weiterer quadratischer Block mit Dreiecksymbol (Verstärker), darunter „NF“. Ganz rechts ist ein Lautsprechersymbol (trichterförmige Kontur). Alle Funktionsblöcke sind durch durchgehende Linien mit Pfeilen nach rechts verbunden.
Abbildung A-8.6.1: BFO im Überlagerungsempfänger

Ein BFO-Oszillator sollte eine möglichst hohe Frequenzstabilität aufweisen, damit empfangene Signale stabil und unverfälscht widergegeben werden können und der Empfänger nicht permanent in der Frequenz nachgeregelt werden muss. Am besten geeignet sind daher quarzgesteuerte Oszillatoren.

AF211: Wie groß sollte die Differenz zwischen der BFO-Frequenz und der letzten ZF für den Empfang von CW-Signalen ungefähr sein?
AF216: Für die Demodulation von SSB-Signalen im Kurzwellenbereich wird ein Hilfsträgeroszillator verwendet. Welcher der folgenden Oszillatoren ist hierfür am besten geeignet?

Weiter zum nächsten Abschnitt: Inter- und Kreuzmodulation