In jedem Funkgerät sind eine oder mehrere Spannungsstabilisierungen vorhanden, da die Eingangsspannung, vor allem bei mit Akku betriebenen Geräten, schwanken kann und dann empfindliche Baugruppen, wie z. B. Oszillatoren, ihre Frequenz ändern würden.
Spannungsstabilisierungen gibt es in 3 Varianten:
Zur Erinnerung:
Der Wirkungsgrad der Schaltung ist sehr niedrig, da die Verluste im Vorwiderstand $R_V$ und in der Z-Diode berücksichtigt werden müssen. Die Berechnung ist sehr aufwändig.
Lösungsweg: Spannung am Lastwiderstand: $U_L$ = $I_L$ * $R_L$ = 10 mA * 470 Ω = 4700 mV = 4,7 V Leistung im Lastwiderstand: $P_{out}$ = 4,7 V * 10 mA = 47 mW Verlustleistung in der Z-Diode: $P_{VZ}$ = 4,7 V * 15 mA = 70,5 mW Eingangsstrom: $I_g $ = 10 mA + 15 mA = 25 mA Eingangsleistung: $P_{in}$ = 13,8 V * 25 mA = 345 mW Wirkungsgrad: $\eta = \frac{P_{out}}{P_{in}}$ = $ \frac{47\ mW}{345\ mW}$ = 0,14
Der Laststrom fließt auch durch den Transistor und dadurch wird er bei hohem Laststrom sehr warm. Die sogenannten Längstransistoren befinden sich deshalb bei linear geregelten Spannungsstabilisierungen immer auf einem Kühlkörper.
Die Verlustleistung $P_V$ ergibt sich aus der Differenz von $P_{in}$ – $P_{out}$.
Die Verlustleistung $P_V$ bestimmt auch den Wirkungsgrad eines Spannungsreglers. Bei linearen Spanungsreglern ist der Wirkungsgrad systembedingt oft sehr niedrig. Mit der folgenden Formel läßt sich der Wirkungsgrad berechnen: Wirkungsgrad = abgegebene Leistung auf der Lastseite : gesamte Eingangsleistung
$$\eta = \frac{P_{out}}{P_{in}}$$Eingangsleistung = Eingangsspannung x Laststrom
$$P_{in} = U_{in} \cdot I_{L}$$$P_{in}$ = 13,8 V * 0.9 A = 12,42 W Ausgangsleistung = Ausgangsspannung x Laststrom
$$P_{out} = U_{out} \cdot I_{L}$$$P_{out}$ = 9 V * 0.9 A = 8,1 W
Der Lösungsweg beginnt mit der Berechnung der Einzelleistungen. Eingangsleistung = Eingangsspannung x Laststrom
$$P_{in} = U_{in} \cdot I_{L}$$$P_{in}$ = 13,8 V * 0.455 A = 6,28 W Ausgangsleistung = Ausgangsspannung x Laststrom
$$P_{out} = U_{out} \cdot I_{L}$$$P_{out}$ = 5 V * 0.450 A = 2,25 W
$\eta = \frac{P_{out}}{P_{in}} = \frac{2,25 W}{6,28 W}$ = 0,36
Festspannungsregler arbeiten wie lineare Spannungsregler mit Längstransistor und beinhalten eine sehr genaue Spannungsreferenzquelle zusammen mit einer optimalen elektronischen Regelung. Auch wenn die Eingangsspannung stark schwankt (z. B. +-2 V) ist auf der Lastseite die Spannungsänderung nur im Millivoltbereich messbar. Die Kondensatoren auf beiden Seiten des Festspannungsreglers müssen nach Vorgaben des Herstellers gewählt werden, sonst kann es zu unerwünschten Schwingungen im Regelverhalten der Schaltung kommen.
Der Lösungsweg beginnt mit der Berechnung des Laststromes: $I_L$ = $\frac{5 V}{10\ Ohm}$ = $0,5 A$ Eingangsleistung = Eingangsspannung x Laststrom Hinweis: Der Strom in der Masseleitung des Festspannungsreglers ist vernachlässigbar klein und wird deshalb nicht berücksichtigt. $P_{in} = U_{in} \ \cdot I_{L}$ = 13,8 V * 0,5 A = 6,9 W
Ausgangsleistung = Ausgangsspannung x Laststrom $P_{out} = U_{out} \cdot \ I_{L}$ = 5 V * 0,5 A = 2,5 W
Die Verlustleistung $P_V$ des Festspannungsreglers ergibt sich aus der Differenz von $P_{in}$ und $P_{out}$.
$P_V = P_{in}\ -\ P_{out}$ = 6,9 W – 2,5 W = 4,4 W
Damit die interne Regelschaltung optimal funktioniert, muß die Eingangsspannung bei Standard-Festspannungsregler (z. B. Typ 7812) um ca. 3 V größer als die Ausgangsspannung sein. Es gibt Feststspannungsregler, bei denen die Eingangsspannung nur um 1 V größer als die Ausgangsspannung sein muss. Diese Regler heißen Low-Drop-Spannungsregler.
Lösungshilfe AD 315: 5 V AD 316: Die Eingangsspannung muss größer als die gewünschte Ausgangsspannung sein. AD 317: Die Spannungsschwankung beträgt nahezu null Volt. AD 318: 4,4 W AD 319: 12,42 W – 8,1 W = 4,32 W AD 320: 0,36 AD 321: 0,14