ALC

Die Automatic-Level-Control (ALC) regelt die Aussteuerung der Senderendstufe des Funkgerätes und reduziert bei deren Übersteuerung die Amplitude des Signals im Sendezweig. Hierbei ist die ALC nicht zu verwechseln mit der AGC (Automatic-Gain-Control), welche sich im Empfängerzweig befindet (siehe Abbildung EA-11.5.1).

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurzfassung: Ein links‑nach‑rechts verlaufendes Blockdiagramm eines Sendepfads mit beschrifteten Funktionsblöcken, Filtern, Mischern, Verstärkern, einer ALC‑Rückführung und einem Antennensymbol rechts.

2) Detailbeschreibung: Ganz links befindet sich ein kleiner Kreis als Eingang, gefolgt von einem Rechteck mit Dreiecksymbol (Verstärker); darunter steht „NF“. Ein Pfeil führt zu einem Rechteck mit Kreis‑und‑Kreuz‑Symbol; darüber steht „Balance‑modulator“. Von unten zeigt ein Pfeil auf diesen Block aus einem kleinen Kasten; unter dem Kasten steht „CO“, im Kasten ist oben links ein „G“ sowie ein Wellen‑Symbol zu sehen. Rechts davon folgt ein Rechteck mit drei gewellten Linien (Filter), dann ein Pfeil zu einem weiteren Block mit Kreis‑und‑Kreuz‑Symbol; darüber steht „Mischer“. Von unten zeigt ein Pfeil aus einem kleinen Kasten auf den „Mischer“; unter dem Kasten steht „VFO“, im Kasten sind Wellenlinien mit einem schräg nach oben zeigenden Pfeil. Es folgt wieder ein Filterblock mit drei gewellten Linien. Danach kommt ein Rechteck mit Dreiecksymbol; darüber steht „Treiber“. Ein Pfeil führt weiter zu einem weiteren Dreieck‑Block; darüber steht „PA“. Von diesem „PA“ führt ein Pfeil nach unten zu einem blau hinterlegten Rechteck mit der Aufschrift „ALC“; von „ALC“ führt eine Verbindung nach oben und links zurück in Richtung Eingangsseite des „Treiber“-Blocks. Rechts vom „PA“ verläuft der Signalweg weiter zu einem weiteren Filterblock (drei gewellte Linien) und dann über eine kurze Leitung nach oben zu einem stilisierten Antennensymbol am rechten Rand. Alle Blöcke sind mit Pfeilen verbunden, die den Signalfluss von links nach rechts anzeigen.
Abbildung EA-11.5.1: Automatic-Level-Control in einem Sender

Die ALC erfasst die Ausgangsleistung der Senderendstufe und vergleicht diese mit einem vorgegebenen maximalen Wert. Bei Überschreiten dieses Grenzwertes gibt die ALC eine entsprechende Regelspannung an die vorgelagerte HF-Verstärkerstufe im Sendezweig und reduziert damit die Amplitude des Sendesignals.

Solange die ALC-Anzeige nicht anspricht, kann davon ausgegangen werden, dass die Regelung nicht eingreift und der Sender nicht durch ein zu starkes NF-Signal übersteuert wird. Sobald die ALC Anzeige reagiert, kann davon ausgegangen werden, dass die Regelung, zumindest teilweise, aktiv wird.

Bei SSB-Aussendungen ist ein geringfügiges Ansprechen der ALC durchaus erwünscht, da hierdurch Lautstärkeschwankungen der Stimme ausgeglichen werden und eine optimale Nutzung der verfügbaren Sendeleistung stattfindet. Viele Transceiver besitzen eine entsprechende ALC-Anzeige, auf der meist ersichtlich ist, bis zu welchem Grad die ALC reagieren kann (grüner Bereich) und ab welchem Bereich eine zu starke Aussteuerung stattfindet, die die ALC nicht mehr verzerrungsfrei kompensieren kann (roter Bereich).

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Zusammenfassung: Anzeige eines Funkgeräts mit großer Frequenz „144.816.0“, Betriebsart „USB“, „TX“ aktiv, mehreren Pegelbalken („S1/P1“, „ALC“, Lautstärke 0–100) sowie einem Spektrum mit zugehörigem Wasserfall und einem hell markierten Frequenzbereich in der Mitte.

2) Detaillierte Beschreibung: Oben links stehen große Sieben-Segment-Ziffern „144.816.0“, rechts daneben in kleiner Schrift zweizeilig „USB“ und „TX“. Oben rechts ist ein kleines Lautsprechersymbol; darunter ein horizontaler Balken mit Skala „0“ links und „100“ rechts, der Balken ist überwiegend grau gefüllt und hat rechts einen kurzen hellen Rest. Links darunter befindet sich ein breiter, rechteckiger Anzeigebalken mit Beschriftungen: oberhalb „S1 3 5 7 9 +20 +40“, unterhalb „P1 5 10 15 20“; der Balken ist fast vollständig dunkelgrau gefüllt, nur ein kleiner Abschnitt rechts bleibt hell. Rechts daneben steht „ALC“ über einem weiteren Balken, der etwa zur Hälfte dunkelgrau gefüllt ist; unter diesem Balken verläuft eine dünne Farblinie: links ein längerer grüner Abschnitt, rechts ein kurzer roter Abschnitt. Die untere Bildhälfte zeigt oben ein Spektrum: hellgrauer Hintergrund mit einem mittigen, senkrechten, etwas dunkleren Fenster; darin verläuft eine schwarze Kurve mit einem hohen, schmalen Peak und mehreren kleineren Wellen, außerhalb davon ist die Linie fast flach. Darunter folgt der Wasserfall: dunkler Hintergrund mit senkrechten Graustreifen, in der Mitte ein sehr heller, schmaler vertikaler Streifen, zu dessen Seiten die Helligkeit stufenweise dunkler wird; der helle Streifen ist unter dem markierten mittigen Bereich des Spektrums ausgerichtet. Das Layout ist durch dünne Trennlinien in zwei horizontale Bereiche gegliedert.
Abbildung EA-11.5.2: ALC im Display eines Funkgeräts

Praktisch kann man den optimalen Punkt, an dem die ALC grade noch nicht aussteuert durch langsames Erhöhen der NF-Aussteuerung bis zu dem Punkt, an dem die ALC anspricht finden. Im Anschluss dreht man die NF-Aussteuerung wieder etwas zurück, so dass die ALC grade nicht mehr anspricht und die Sendeleistungs-Anzeige noch die gewünschte Ausgangsleistung anzeigt (evtl. etwas weniger).

Bei Aussendungen mit digitalen Übertragungsverfahren wie z. B. FT8 oder WSPR ist das Ansprechen der ALC oft ein Hinweis darauf, dass das Audiosignal vom PC zu stark ist und übersteuert wird. Das kann zu unerwünschtem Splatter auf dem Band führen. Deshalb sollte das Audiosignal bei diesen Übertragungsverfahren stets sorgfältig kontrolliert werden.

Das Handbuch der Software WSJTX gibt hierzu eine gute Empfehlung: Im ersten Schritt sollte man durch Drücken der TUNE-Taste den Transceiver in den Sendemodus schalten, um einen gleichmäßigen Ton zu erzeugen. Dieser Ton lässt sich mit der Monitor-Funktion des Geräts durch Hören überprüfen oder im Wasserfall des TRX optisch kontrollieren. Dabei sollten keine Verzerrungen, Klicks oder andere Störungen auftreten. Anschließend stellt man den PWR-Regler von seinem Maximum langsam nach unten, bis der HF-Ausgang des Senders leicht abfällt – dies gilt allgemein als gutes Niveau für die Audioaussteuerung. Auch die ALC-Anzeige sowie die Ausgangsleistung des Transceivers können dabei helfen, den optimalen NF-Signalpegel zu finden.

EF305: Was bewirkt die ALC (Automatic Level Control) bei zu starkem NF-Signal in einem Transceiver?

Weiter zum nächsten Abschnitt: Senderausgangsleistung