Detektorempfänger

Einer der ersten und einfachsten Empfänger für den Rundfunkempfang (AM) war der Detektor-Empfänger (vgl. Abbildung EA-10.1.2).

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurzfassung: Ein schwarzes, älter wirkendes Tischgerät mit senkrechter Ringspule und mehreren Einstellelementen steht auf einer hellen Holzoberfläche.

Detaillierte Beschreibung: Auf einem rechteckigen, dunkelbraunen/ schwarzen Gehäuse (mit abgenutzter Oberfläche) sitzt links eine flache, aufrecht stehende Ringspule aus eng gewickeltem, hellem Drahtband mit rautenförmigem Muster. Davor befinden sich ein kleiner schwarzer Einstellmechanismus mit rotem gerändelten Rädchen und ein glänzendes, halbkugeliges Metallteil. Rechts ist ein großer, gerändelter Drehknopf neben einer halbkreisförmigen Skala mit Markierungen (u. a. 0–20), darüber ein schwarzer Schieber als Zeiger. In der rechten oberen Gerätefläche liegen zwei versenkte Metallschrauben/Anschlüsse; an zwei Ecken sind Bohrungen sichtbar. An der Frontseite klebt ein kleines Stück vergilbtes Klebeband. Der Hintergrund ist unscharf, die Holzplatte zeigt feine Maserung.
Abbildung EA-10.1.1: Detektor-Empfänger

Beim Detektor-Empfänger wird ein Parallel-Schwingkreis, bestehend aus Spule und abstimmbarem Kondensator, durch ein empfangenes Rundfunksignal EA-10.1.3, welches über die Antenne zugeführt wird, zum Schwingen angeregt. Voraussetzung hierfür ist, dass der Schwingkreis auf die Frequenz eines Rundfunksenders abgestimmt wird. Mittels einer Gleichrichter-Diode (Detektor) wird die im Empfangssignal enthaltene AM-Modulation gleichgerichtet (vgl. Abbildung EA-10.1.4). Anschließend kann das demodulierte Signal mittels eines hochohmigen Kopfhörers direkt hörbar gemacht werden (vgl. Abbildung EA-10.1.5). Dies ist möglich, da der Kopfhöhrer träge ist und den einzelnen Stromstößen nicht folgen kann. Er wirkt quasi wie ein Tiefpass und stellt so die Hüllkurve wieder her, was der gewünschten Niederfrequenz entspricht.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurze Zusammenfassung: Schaltbild mit Antenne, Spule, verstellbarem Kondensator, Diode und einem rechts angeschlossenen Lautsprechersymbol; daneben steht „2,7 k“.

2) Detaillierte Beschreibung: Ein rechteckiger Leiterrahmen bildet die äußere Schaltung. Links oben ist ein rotes Antennensymbol, das über eine senkrechte Leitung auf einen oberen Knoten führt (schwarzer Punkt). Entlang der linken Rahmenkante liegt eine Spule (Induktivität) zwischen dem oberen und unteren linken Knoten; am unteren linken Knoten ist ein Massezeichen (drei abnehmende Striche). Vom oberen linken Knoten verläuft die obere Leiterbahn nach rechts zu einem mittleren Knoten (schwarzer Punkt). Von dort führt ein senkrechter Abzweig nach unten zum unteren Leiter; in diesem Abzweig befindet sich ein verstellbarer Kondensator (zwei parallele Platten mit schrägem Pfeil durch die Platten). Auf der oberen Leiterbahn rechts vom mittleren Knoten ist ein blau gezeichnetes Diodensymbol: ein Dreieck zeigt nach rechts auf einen senkrechten Strich, dahinter setzt sich die Leitung nach rechts fort. Am rechten Rand ist zwischen der oberen und der unteren Leiterbahn ein grün gezeichnetes Bauteil mit rechteckigem Körper und keilförmiger Schalltrichter-Darstellung (Lautsprechersymbol) angeschlossen; daneben steht der grüne Text „2,7 k“. Mehrere schwarze Verbindungspunkte markieren die Knoten der Schaltung.
Abbildung EA-10.1.2: Schaltbild eines einfachen Detektor-Empfängers
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurzzusammenfassung: Eine orangefarbene, sinusförmige Kurve U über der Zeit t mit im Verlauf abnehmender und dann wieder zunehmender Amplitude.

2) Detaillierte Beschreibung: Die Grafik zeigt ein rechtwinkliges Koordinatensystem mit schwarzen Achsen und Pfeilspitzen; die vertikale Achse ist mit „U“ beschriftet, die horizontale mit „t“. Die Nulllinie liegt als waagerechte Achse in der Bildmitte, Zahlenmarkierungen fehlen. Eine orangefarbene, sinusförmige Schwingung verläuft entlang der Zeitachse und schwingt symmetrisch um die Nulllinie. Von links nach rechts nimmt die Amplitude zunächst deutlich ab, erreicht etwa in der Bildmitte ein Minimum und nimmt danach wieder zu. Die Abstände zwischen den Nulldurchgängen erscheinen ungefähr gleichmäßig.
Abbildung EA-10.1.3: Signal an der Antenne
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer blauen, schnell schwingenden Kurve über der Zeitachse, deren Ausschlag von links nach rechts erst kleiner wird und danach wieder größer wird; Achsen sind mit U (vertikal) und t (horizontal) beschriftet.

Detaillierte Beschreibung: Ein kartesisches Koordinatensystem mit Pfeilspitzen nach oben und rechts; die vertikale Achse ist mit „U“ und die horizontale mit „t“ beschriftet. Es gibt keine Skalenstriche oder Zahlen. Eine dünne, blaue Linie zeigt eine dichte Folge schmaler, sinusähnlicher Halbwellen, die stets oberhalb der t-Achse verlaufen und zwischen den Spitzen jeweils bis zur Achse zurückkehren. Die Abstände der Halbwellen sind nahezu konstant, während ihre Höhe langsam variiert: Links beginnen mittelhohe Bögen, gefolgt von höheren, dann nimmt die Höhe allmählich ab bis zu mehreren kleinen Bögen ungefähr im mittleren Bereich, danach wächst die Höhe wieder deutlich an zu mehreren großen Bögen rechts, bevor sie ganz am Rand leicht abnimmt. Die Kurve überschreitet zu keinem Zeitpunkt die t-Achse nach unten.
Abbildung EA-10.1.4: Gleichgerichtetes Signal an der Diode
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Zusammenfassung: Ein Koordinatendiagramm mit den Achsenbeschriftungen „U“ (vertikal) und „t“ (horizontal) zeigt eine grüne Kurve mit feiner, regelmäßiger Welligkeit auf einem langsam ab- und wieder ansteigenden Verlauf, unterlegt von vielen senkrechten, grau gestrichelten Linien.

2) Detaillierte Beschreibung: Links steht eine senkrechte Achse mit Pfeilspitze nach oben und der Beschriftung „U“, unten eine waagerechte Achse mit Pfeilspitze nach rechts und der Beschriftung „t“; Skalenwerte sind nicht eingezeichnet. Die grüne Kurve setzt nahe der Achsenkreuzung links unten an, steigt zunächst mit kleinen, dicht aufeinanderfolgenden Zacken an, erreicht einen höheren Bereich, fällt dann über einen breiten Abschnitt nach rechts gleichmäßig ab, bildet etwa in der Mitte des Bildes ein breites Minimum mit weiterhin kleinen Zacken und steigt im rechten Drittel wieder an, wo sie erneut höhere Werte mit derselben feinen Welligkeit zeigt; am rechten Rand liegt sie etwas unter dem vorherigen Hoch. Unter der grünen Kurve füllen zahlreiche senkrechte, grau gestrichelte Linien den Bereich von der Grundlinie bis nahe an die Kurve; sie sind entlang der t-Achse gleichmäßig verteilt, wirken in den hohen Abschnitten länger und im Tal kürzer. Der Hintergrund ist weiß, weitere Beschriftungen oder Legenden fehlen.
Abbildung EA-10.1.5: Hörbares NF Signal

Ein Detektor-Empfänger verfügt nicht über eine Batterie, sondern bezieht seine Energie direkt aus dem empfangenen Signal. Daher sind Detektor-Empfänger normalerweise für den Empfang von starken Rundfunksendern im Lokalbereich verwendbar und nur eingeschränkt für den Fernempfang von Sendern im Fernbereich.

Der Kopfhörer muss beim Detektor-Empfänger hochohmig sein, damit dieser den Schwingkreis nicht zu sehr bedämpft und die Selektivität und Empfangsleistung des Empfängers nicht zu sehr beeinträchtigt.

EF101: Was stellt nachfolgende Schaltung dar?
1) Kurzbeschreibung: Einfacher Reihenschaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit Spule und Drehkondensator im linken Teil, verbunden mit einer Antenne und einem Massepunkt, sowie einer Diode und einem Lautsprecher im rechten Teil.

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis aus geraden Leitern. Auf der linken vertikalen Seite ist eine Spule und parallel dazu ein Drehkondensator eingezeichnet. Beide sind nach oben mit einer Antenne und nach unten mit Masse verbunden. Rechts davon befindet sich in der Mitte des oberen Leiters eine Diode. In dem rechten vertikalen Leiter ist ein Lautsprecher dargestellt, beschriftet mit „2,7 kΩ“. Ein horizontaler Leiter führt vom unteren Ende des Lautsprechers zurück zum Massepunkt. Es sind keine weiteren Zahlen, Werte oder Textbeschriftungen vorhanden; alle Bauteile sind in Reihe miteinander verbunden.

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