Dynamikkompressor I

Bei Aussteuerung eines amplitudenmodulierten Senders durch Sprachmodulation, der in Telefonie betrieben wird (z. B. SSB oder AM), entstehen aufgrund der Charakteristik der menschlichen Sprache starke Schwankungen der Amplitude des Ausgangssignals des Senders. Hierdurch entstehen im Sendesignal Zeitabschnitte niedriger bzw. leiser Aussteuerung, die die Verständlichkeit des Signals beim Empfänger verringern können.

Um die Aussteuerung des Senders und die Verständlichkeit der Modulation in diesen Zeitabschnitten zu verbessern, wird das Signal zunächst hinsichtlich seiner Amplitudenschwankungen komprimiert, wie in Abbildung EA-9.10.1 dargestellt. Laute Signalanteile werden dabei durch die nichtlineare Kennlinie gezielt abgeschwächt. In einem zweiten Schritt wird das gesamte Signal wieder verstärkt. Dadurch werden auch die zuvor leisen Signalanteile angehoben, sodass insgesamt ein höherer und gleichmäßigerer durchschnittlicher Sendepegel am Ausgang des Senders erreicht wird.

Hierdurch wird das Signal beim Empfänger prägnanter und durchdringender bei angemessener Einstellung der Komprimierung. Bei den meisten Geräten wird diese Funktion Kompressor oder auch Dynamic Compressor genannt.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurzfassung: Drei Diagramme zeigen links oben eine zeitabhängige Größe U(t), rechts oben eine geknickte, ansteigende Linie in einem U_E-gegen-U_A‑Diagramm, und rechts unten eine S‑förmige Kurve U_A(t); Pfeile verbinden die Darstellungen, und eine horizontale sowie eine vertikale gestrichelte Hilfslinie markieren Bezugsebenen.

Detaillierte Beschreibung: Die Grafik ist als 2×2‑Anordnung mit drei belegten Feldern aufgebaut: links oben (U gegen t), rechts oben (U_E gegen U_A) und rechts unten (U_A gegen t).
- Linkes oberes Diagramm: Koordinatenachsen mit „U“ an der vertikalen Achse (Pfeil nach oben) und „t“ an der horizontalen Achse (Pfeil nach rechts). Eine blau-türkise Kurve beginnt links auf der t‑Achse nahe Null, steigt zu einem hohen ersten Maximum an, fällt darunter, zeigt zwei weitere, kleinere Wellenberge/-täler und läuft rechts wieder gegen die Achse aus. Eine graue horizontale, gestrichelte Linie verläuft über das gesamte Diagramm hinweg.
- Rechtes oberes Diagramm: Koordinatenachsen mit „U_E“ vertikal (Pfeil nach oben) und „U_A“ horizontal (Pfeil nach rechts). Eine orangefarbene, aus zwei linearen Segmenten bestehende, ansteigende Linie startet im Ursprung und weist etwa mittig einen Knick auf, ab dem die Steigung geringer ist. Eine graue, vertikale, gestrichelte Linie schneidet das Diagramm durch den Knickpunkt. Die zuvor erwähnte horizontale, gestrichelte Linie setzt sich hier auf gleicher Höhe fort. Zwischen linkem und rechtem oberen Diagramm befindet sich ein nach rechts zeigender Pfeil.
- Rechtes unteres Diagramm: Koordinatenachsen mit „t“ an der vertikalen Achse, deren Pfeil nach unten zeigt, und „U_A“ an der horizontalen Achse mit Pfeil nach rechts (Achsenbeschriftung „U_A“ steht oben). Eine blau-türkise, seitlich ausgebuchtete, S‑förmige Kurve verläuft von oben links nach unten links; die größte Auslenkung nach rechts liegt etwa im oberen bis mittleren Bereich. Die graue, vertikale, gestrichelte Linie aus dem Diagramm darüber setzt sich hier nach unten fort und schneidet die Kurve. Zwischen rechtem oberem und rechtem unterem Diagramm steht ein nach unten zeigender Pfeil.
Abbildung EA-9.10.1: Funktionsweise eines Kompressors

EF306: Wie heißt die Stufe in einem Sender, welche die Eigenschaft hat, leise Anteile eines Sprachsignale gegenüber den lauten etwas anzuheben?

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