Bei Aussteuerung eines amplitudenmodulierten Senders durch Sprachmodulation, der in Telefonie betrieben wird (z. B. SSB oder AM), entstehen aufgrund der Charakteristik der menschlichen Sprache starke Schwankungen der Amplitude des Ausgangssignals des Senders. Hierdurch entstehen im Sendesignal Zeitabschnitte niedriger bzw. leiser Aussteuerung, die die Verständlichkeit des Signals beim Empfänger verringern können.
Um die Aussteuerung des Senders und die Verständlichkeit der Modulation in diesen Zeitabschnitten zu verbessern, wird das Signal zunächst hinsichtlich seiner Amplitudenschwankungen komprimiert, wie in Abbildung EA-9.10.1 dargestellt. Laute Signalanteile werden dabei durch die nichtlineare Kennlinie gezielt abgeschwächt. In einem zweiten Schritt wird das gesamte Signal wieder verstärkt. Dadurch werden auch die zuvor leisen Signalanteile angehoben, sodass insgesamt ein höherer und gleichmäßigerer durchschnittlicher Sendepegel am Ausgang des Senders erreicht wird.
Hierdurch wird das Signal beim Empfänger prägnanter und durchdringender bei angemessener Einstellung der Komprimierung. Bei den meisten Geräten wird diese Funktion Kompressor oder auch Dynamic Compressor genannt.