Innenwiderstand

Ein gutes Labornetzgerät oder auch ein Transveiver-Netzgerät beinhalten eine elektronische Spannungsregelung und eine Strombegrenzung. Die Abbildung EA-7.3.1 zeigt ein Ersatzschaltbild einer Spannungsquelle.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurzfassung: Schaltskizze eines einfachen Stromkreises mit linkem, gestrichelt umrandetem Block aus Innenwiderstand Ri und Spannungsquelle Uq sowie einem Lastwiderstand RL rechts; Pfeile markieren Strom I und Klemmenspannung Uk.

2) Detaillierte Beschreibung: Links ist ein hochkant stehender, gestrichelter Rahmen, der zwei Bauteile umfasst: oben ein als Rechteck gezeichneter Widerstand mit der Beschriftung Ri, darunter ein Batteriesymbol; daneben steht Uq mit einem nach unten gerichteten Pfeil. Oben und unten am Rahmen sind runde Klemmpunkte eingezeichnet, die über Leitungen den restlichen Kreis bilden. Rechts in der vertikalen Leitung befindet sich ein weiterer rechteckiger Widerstand, mit RL beschriftet. Auf der oberen Verbindungsleitung zeigt ein Pfeil nach rechts und ist mit I gekennzeichnet. Zwischen den beiden Klemmpunkten in der Mitte zeigt ein langer Pfeil nach unten mit der Beschriftung Uk. Die Leitungen verbinden alle Elemente zu einem geschlossenen rechteckigen Strompfad.
Abbildung EA-7.3.1: Ersatzschaltbild Spannungsquelle

Wird eine reale Spannungsquelle mit $R_L$ belastet, so sinkt die Klemmenspannung $U_k$. Grund dafür ist der vorhandene Innenwiderstand $R_i$ dieser Spannungsquelle. Da die Quellenspannung $U_q$ im Leerlauf, also ohne Belastung $U_q$=$U_L$ ist, nennt man diese auch Leerlaufspannung. Bleibt die Klemenspannung bei Belastung konstant, dann spricht man von Spannungsanpassung.

Mit einem Multimeter ist der Innenwiderstand nicht messbar, man kann ihn aber rechnerisch ermitteln. $R_i$ = $\frac{\Delta U}{\Delta I}$

(siehe Formelsammlung Seite 234 Mitte links – Stichwort: Innenwiderstand)

Zur Berechnung werden zwei Belastungsfälle benötigt:

  1. Leerlauf; I = 0 A
  2. Belastung mit $R_L \ $; $I_L$ =$\frac{U_L}{R_L}$ Über die Spannungsveränderung ($\Delta U$) an den Klemmen und die Laststromveränderung ($\Delta I$) , kann der Innenwiderstand berechnet werden.
  • Ideale Spannungsquellen sollen einen sehr niedrigen Innenwiderstand $R_i$$\ll$$R_L$ aufweisen, im Idealfall: 0 Ω, dann bleibt die Ausgangsspannung bei Belastung unverändert. ($\Delta U$ = 0 V); $R_i$ = $\frac{\Delta U}{\Delta I}$ = $ \frac {0} {xxx} = 0 \ \Omega$

Wechselspannungsquellen, z. B. Sinusgeneratoren besitzen auch einen Innenwiderstand, der an der Ausgangsbuchse angeben ist. Beispiele:

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Zusammenfassung: Ausschnitt der Frontplatte eines elektronischen Messgeräts mit mehreren Drehknöpfen und BNC-Buchsen für Ausgang und Frequenzeingang.

Detaillierte Beschreibung: Oben verläuft eine Reihe hellgrauer, quadratischer Tasten mit Symbolen (u. a. Wellenformen) und Beschriftungen wie INV, DC und -20 dB (ATT). Darunter links ein großer, beigefarbener Drehknopf mit der Beschriftung DC OFFSET und dem Hinweis → PULL; in der Mitte ein gleich großer Knopf LEVEL mit Skala von MIN bis MAX. Rechts daneben eine silberne, runde BNC-Buchse mit der Beschriftung OUTPUT und 50 Ω sowie einem Warnsymbol. Im unteren, hellblauen Bereich befindet sich links ein weiterer Drehknopf F MAX. In der Mitte ist eine BNC-Buchse unter der Überschrift FREQ INPUT, umgeben von den Angaben LF 5 Hz–5 MHz und HF 4 MHz–120 MHz. Rechts unten eine weitere BNC-Buchse mit der Beschriftung OUTPUT TTL und einem Warnsymbol. Die Front ist dunkelblau mit hellblauen Feldern; die Bedienelemente wirken leicht benutzt.
Abbildung EA-7.3.2: Sinusgenerator mit 50 Ohm Innenwiderstand
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Zusammenfassung: Ausschnitt der Frontplatte eines schwarzen elektronischen Geräts mit der Aufschrift „GRUNDIG electronic“, Reglern, beleuchteter Taste und BNC-Anschluss, beschriftet mit „OUTPUT“.

Detaillierte Beschreibung: Oben mittig steht das Logo „GRUNDIG electronic“. Darunter links befindet sich ein horizontaler Schiebeschalter unter Symbolen für Sinus und Rechteck sowie der Beschriftung „Ueff 0,6V 6V“. Rechts davon ist ein gerändelter Drehknopf mit der Beschriftung „AMPL.“. Auf Höhe dieser Elemente steht groß „OUTPUT“. In der unteren Reihe sind vier runde Drucktasten/Linsen angeordnet; die dritte von links leuchtet grün. Darüber steht „Ueff ~ 0,6 2 6 V“, rechts daneben „EIN/AUS“ mit einem zweistufigen Symbol. Rechts unten sitzt eine runde Metallbuchse (BNC) mit Pfeilsymbol, daneben die Beschriftungen „Ri ~ 200Ω 75Ω“ und „EMK max. 6 V“. Die Bereiche sind durch weiße Linien eingerahmt; die Front ist schwarz mit weißer Beschriftung und hat sichtbare Schrauben in den Ecken.
Abbildung EA-7.3.3: Sinusgenerator mit 200 Ohm Innenwiderstand

Betrachtung einer Konstantstromquelle am Beispiel eines Labornetzgerätes

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1. Zusammenfassung: Nahaufnahme der Frontplatte eines Geräts EA‑3023 mit zwei analogen Anzeigen (Volt und Ampere), zwei großen Drehknöpfen, einem rot leuchtenden Wippschalter und mehreren farbigen Anschlussbuchsen mit eingesteckten Leitungen.

2. Detaillierte Beschreibung: Links sind zwei schwarze Drehknöpfe mit roten Mitten zu sehen; um den oberen Knopf ist „0 … 30V“ markiert, um den unteren „0,1A 0,5A 2,5A“. Dazwischen befindet sich ein rechteckiger, rot beleuchteter Wippschalter mit der Beschriftung „Ein“ oben und „Aus“ unten. Darüber steht ein stilisiertes „EA“-Logo, daneben mehrfach „30V“. Im unteren linken Bereich steht „EA‑3023“ und „Made in W.-Germany“. Entlang der unteren Kante sind mehrere 4‑mm‑Buchsen und Stecker sichtbar: u. a. ein grüner, ein roter und ein schwarzer Stecker mit angeschlossenen Kabeln; neben den Buchsen ist „0‑30V“ aufgedruckt. Rechts sind zwei übereinander angeordnete analoge Messwerke der Marke „MONACOR“: oben mit der Skala „0–30“ und dem Symbol „V“ (Volt), unten mit der Skala „0–3“ und dem Symbol „A“ (Ampere); beide Instrumente tragen die Kennzeichnung „Kl. 2.0“. Das Gehäuse wirkt metallisch/silbern, die Beschriftungen sind schwarz, Bedienelemente überwiegend schwarz mit roten Akzenten.
Abbildung EA-7.3.4: Labornetzgerät mit eingestellter Strombegrenzung auf 500 mA
Bei Kurzschluss an den Ausgangsklemmen fließt der eingestellte maximale Strom.

In Labornetzgeräten ist eine Strombegrenzung eingebaut, d. h. übersteigt der Laststrom eine maximale Stromstärke, wird die Klemmenspannung so abgesenkt, dass der Laststrom konstant bleibt. Dies entspricht der Funktion einer Konstantstromquelle.

$R_i$ = $\frac{\Delta U}{\Delta I}$; ($\Delta I$ = „Null“ A); $R_i$ = $\frac{\Delta U}{„Null“}$ = „unendlich“ $\ \Omega$

  • Ideale Stromquellen sollen einen sehr hohen Innenwiderstand $R_i$$\gg$$R_L$ aufweisen. Idealfall: „unendlich“ Ohm, dann bleibt der Laststrom bei Änderung des Lastwiderstandes konstant, deshalb spricht man auch von Stromanpassung.
AB201: Welche Eigenschaften sollten Strom- und Spannungsquellen nach Möglichkeit aufweisen?

Soll ein Sender die optimale Leistung an die Antenne abgeben, dann spricht man von Leistungsanpassung.

Hierbei gilt: $R_i$ = $R_L$

AG401: Welche Lastimpedanz ist für eine Leistungsanpassung erforderlich, wenn die Signalquelle eine Ausgangsimpedanz von 50 Ohm hat?

Das Bild zeigt ein Diagramm mit einer Kurve, die von links schnell ansteigt, ein Maximum erreicht und dann langsam abfällt. Die Y-Achse ist mit P_L beschriftet, die X-Achse mit R_L in Ohm. Der maximale Punkt der Kurve auf der Y-Achse ist mit
Abbildung EA-7.3.5: Optimale Ausgangsleistung bei 50 Ohm Lastwiderstand

AB202: In welchem Zusammenhang müssen der Innenwiderstand $R_\textrm{i}$ einer Strom- oder Spannungsquelle und ein direkt daran angeschlossener Lastwiderstand $R_\textrm{L}$ stehen, damit Leistungsanpassung vorliegt?
AB203: In welchem Zusammenhang müssen der Innenwiderstand $R_{\textrm{i}}$ einer Spannungsquelle und ein direkt daran angeschlossener Lastwiderstand $R_{\textrm{L}}$ stehen, damit Spannungsanpassung vorliegt?
AB204: In welchem Zusammenhang müssen der Innenwiderstand $R_\textrm{i}$ einer Stromquelle und ein direkt daran angeschlossener Lastwiderstand $R_\textrm{L}$ stehen, damit Stromanpassung vorliegt?

Lösungshilfe AG 401: $R_i$ = $R_L$ = 50 Ω AB 202: $R_L$ =$R_i$
AB 203: $R_i$$\ll$$R_L$ AB 204: $R_i$$\gg$$R_L$

|c: Zusammenfassung Innenwiderstand | c: Innenwiderstand | | Spannungsanpassung bei einer Konstantspannungsquelle| $R_i$ = "sehr niederhohmig" ; theoretisch $0\ \Omega$; $R_i$$\ll$$R_L$ identisch mit $R_L$$\gg$$R_i$| |Stromanpassung bei einer Konstantstromquelle|$R_i$ = "sehr hochohmig" ; $R_i$$\gg$$R_L$ identisch mit $R_L$$\ll$$R_i$ | | Leistungsanpassung bei Verstärkern| $R_L$ = $R_i$| [table:a_Innenwiderstand Zusammenfassung:Zusammenfassung zum Innenwiderstand]

Nun wollen wir einmal anhand eines Beispieles den Innenwiderstand einer Gleichspannungsquelle berechnen.

AB206: Die Leerlaufspannung einer Gleichspannungsquelle beträgt 13,5 V. Wenn die Spannungsquelle einen Strom von 0,9 A abgibt, sinkt die Klemmenspannung auf 12,4 V. Wie groß ist der Innenwiderstand der Spannungsquelle?

Die Leerlaufspannung $U_L$, also ohne Belastung unseres Netzteils, beträgt 13,5 V. Dabei fließt kein Laststrom $I_L$. Beim Senden mit unserem Funkgerät wird ein Strom $I_L$ von 0,9 A abgegeben und die Ausgangsspannung $U_L$ sinkt nun, wegen des Innenwiderstandes, auf 12,4 V ab.

$R_i$ = $\frac{\Delta U_L}{\Delta I_L}$ = $ \frac {13,5\ V – 12,4\ V}{0,9\ A – 0\ A} $ = $ \frac {1,1\ V}{0,9\ A}$ = $1,22 \ \Omega$ Dieser Wert ist in der Praxis noch zu hoch. Praxisnäher sind die Ergebnisse der folgenden Aufgaben.

AB205: Die Leerlaufspannung einer Spannungsquelle beträgt 5,0 V. Schließt man einen Belastungswiderstand mit 1,2 Ohm an, so geht die Klemmenspannung der Spannungsquelle auf 4,8 V zurück. Wie hoch ist der Innenwiderstand der Spannungsquelle?

Hier ist der Laststrom $I_L$ zuerst zu berechnen!

$$I_L = \frac{U_L}{R_L}$$
AB207: Die Leerlaufspannung einer Gleichspannungsquelle beträgt 13,5 V. Wenn die Spannungsquelle einen Strom von 2 A abgibt, sinkt die Klemmenspannung auf 13 V. Wie groß ist der Innenwiderstand der Spannungsquelle?
AB208: Die Leerlaufspannung einer Gleichspannungsquelle beträgt 13,8 V. Wenn die Spannungsquelle einen Strom von 20 A abgibt, bleibt die Klemmenspannung auf 13,6 V. Wie groß ist der Innenwiderstand der Spannungsquelle?

Lösungshinweis: AB 205: $I_L=\frac{U_L}{R_L}$ = $ \frac {4,8\ V}{1,2\ \Omega}$ = 4 A $R_i$ = $\frac{\Delta U}{\Delta I}$ = $ \frac {5,0\ V – 4,8\ V}{4\ A – 0\ A} $ = $ \frac {0,2\ V}{4\ A}$ = $0,05 \ \Omega$ = $50 \ m\Omega$ AB 206: siehe Beispielrechnung AB 207: $R_i$ = $\frac{\Delta U}{\Delta I}$ = $ \frac {13,5\ V – 13,0\ V}{2,0\ A – 0\ A} $ = $ \frac {0,5\ V}{2,0\ A}$ = $0,25 \ \Omega$ = $250 \ m\Omega$ AB 208: $R_i$ = $\frac{\Delta U}{\Delta I}$ = $ \frac {13,8\ V – 13,6\ V}{20,0\ A – 0\ A} $ = $ \frac {0,2\ V}{20,0\ A}$ = $0,01 \ \Omega$ = $10 \ m\Omega$


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