Filter und Schwingkreise I

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurze Zusammenfassung: Drei übereinander angeordnete Diagramme zeigen R, |XC| und |XL| in Abhängigkeit von f: R ist konstant, |XC| fällt mit f, |XL| steigt mit f.

2) Detaillierte Beschreibung: Die Grafik besteht aus drei separaten Koordinatensystemen mit schwarzen Achsen und Pfeilspitzen; die horizontale Achse ist jeweils nach rechts mit „f“ beschriftet, die vertikale nach oben mit „R“ (oben), „|XC|“ (Mitte) und „|XL|“ (unten). Oben verläuft eine durchgehende blaue Horizontale auf konstantem Niveau über der f-Achse. In der Mitte zeigt eine blaue, stark fallende Kurve von links oben nach rechts eine asymptotisch gegen die f-Achse abnehmende Form; daneben steht in Blau der Text „|XC| = 1/(2π·f·C)“. Unten verläuft eine blaue Gerade vom Koordinatenursprung links unten schräg nach rechts oben; daneben steht in Blau „|XL| = 2π·f·L“. Es sind keine Skalenstriche oder Zahlen angegeben.
Abbildung EA-8.1.1: Frequenzabhängikeit von Kondensator und Spule im Vergleich zu einem klassischen Widerstand
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurzbeschreibung: Drei nebeneinander angeordnete, nummerierte Schaltbilder (1–3) mit Widerständen und einem Kondensator; daneben stehen blaue, nach unten zeigende Pfeile mit den Beschriftungen
Abbildung EA-8.1.2: Herleitung der Tiefpassschaltung ausgehend von einem Spannungsteiler

In den Kapiteln zu Kondensatoren und Spulen haben wir bereits gelernt, dass beide Bauelemente einen frequenzabhängigen Widerstand besitzen. Abbildung EA-8.1.1 zeigt qualitativ, dass der Widerstand eines ohmschen Widerstands unabhängig von der Frequenz ist, während der Widerstand eines Kondensators mit steigender Frequenz hyperbolisch abnimmt und der Widerstand einer Spule mit steigender Frequenz linear zunimmt.

Aus diesen Bauelementen lassen sich sogenannte passive Frequenzfilter aufbauen, die wir uns nun genauer ansehen. Im ersten Teil dieses Kapitels beschäftigen wir uns mit einfachen Filtern, nämlich Hoch- und Tiefpässen. Mit diesen Filtern lassen sich unerwünschte Frequenzbereiche ober- oder unterhalb einer Grenzfrequenz unterdrücken. Im zweiten Teil widmen wir uns anschließend komplexeren Filtern, wie zum Beispiel Bandpässen.

Wir beginnen mit der Herleitung eines Tiefpasses als sogennantes RC-Glied. Ausgangspunkt ist im Schritt (1) die Schaltung eines Spannungsteilers, wie sie in Abbildung EA-8.1.2 dargestellt ist und die wir bereits kennengelernt haben. Wir erinnern uns daran, dass für einen Spannungsteiler folgendes gilt:

$ \frac{U_1}{U_2} = \frac{R_1}{R_2} $.

Das bedeutet beispielsweise: Ist der Widerstand $R_2$ doppelt so groß wie der Widerstand $R_1$, dann ist auch die Spannung $U_2$ doppelt so groß wie die Spannung $U_1$.

In Schritt (2) ersetzen wir den Widerstand $R_2$ durch den Kondensator $C_1$. Anschließend zeichnen wir die Schaltung in Schritt (3) noch etwas um, sodass wir die übliche Darstellung eines Tiefpasses erhalten.

Wir halten fest: Ein Tiefpass ist zunächst nichts anderes als ein Spannungsteiler. Deshalb können wir ihn im Folgenden auch genau so betrachten. In Abbildung EA-8.1.3 sind die Widerstandsverläufe in Abhängigkeit von der Frequenz nochmals dargestellt. Betrachten wir zunächst tiefe Frequenzen: In diesem Fall ist der Widerstand des Kondensators groß, sodass am Ausgang eine hohe Spannung anliegt. Steigt die Frequenz, wird der Widerstand des Kondensators zunehmend kleiner, und gemäß dem Prinzip des Spannungsteilers nimmt auch die Ausgangsspannung ab.

Auf diese Weise ergibt sich der Spannungsverlauf, wie er in Abbildung EA-8.1.4 gezeigt ist. Damit ist auch die Kernidee des Tiefpasses erklärt: Hohe Frequenzen werden stark gedämpft, während tiefe Frequenzen das Filter weitgehend ungehindert passieren. Ein Anwendungsbeispiel für einen Tiefpass ist die Verwendung hinter Sendeverstärkern, um die durch Verzerrungen auftretenden Oberwellen herauszufiltern.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1. Kurzzusammenfassung: Schaltplan mit Widerstand links und Kondensator in der Mitte sowie zwei farbigen Diagrammen: links eine konstante Größe R über der Frequenz f, rechts eine fallende Größe X_C über f.

2. Detailbeschreibung: Oben und unten verlaufen zwei horizontale Leitungen, die jeweils links und rechts in einem offenen Kreis enden (insgesamt vier offene Kreise). In der Mitte verbindet eine senkrechte Leitung die obere und die untere Leitung; an den beiden Kreuzungspunkten sind ausgefüllte schwarze Knotenpunkte. Auf der oberen linken Leitung sitzt ein hellblaues Rechteck als Widerstand. Neben der mittigen senkrechten Leitung ist in Orange ein Kondensatorsymbol mit zwei parallelen, kurzen Platten gezeichnet. Links unten befindet sich ein blaues Achsdiagramm: vertikale Achse mit Pfeil nach oben und Beschriftung „R“, horizontale Achse mit Pfeil nach rechts und Beschriftung „f“; die dargestellte Kurve ist eine horizontale Linie auf konstantem Niveau. Rechts unten ist ein oranges Achsdiagramm: vertikale Achse mit Pfeil nach oben und Beschriftung „X_C“, horizontale Achse mit Pfeil nach rechts und Beschriftung „f“; die Kurve beginnt hoch, fällt stark ab und flacht bei größeren f zunehmend ab.
Abbildung EA-8.1.3: Qualitatives Widerstandsverhalten im Tiefpass-Spannungsteiler
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“, einer vertikalen Achse „Leistung“, einer vertikalen Linie im rechten Teil der Abbildung und einer Kurve, die von links bis zur vertikalen Linie horizontal verläuft, rechts davon steil nach unten abfällt und bis zum Ende der horizontalen Achse auf der Nulllinie verläuft.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im rechten Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine horizontale Kurve verläuft links bis zur vertikalen Linie und fällt rechts davon steil nach unten ab. Am Ende verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse auf der Nulllinie.
Abbildung EA-8.1.4: Qualitativer Spannungsverlauf $U_A$ am Tiefpass

ED208: Was stellt die folgende Schaltung dar?
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern und jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts; im oberen horizontalen Leiter ein Widerstand; rechts davon Ableitung über einen Kondensator zum unteren horizontalen Leiter; zwischen beiden Anschlusspunkten links ein vertikaler Pfeil nach unten („U_E“), rechts ein vertikaler Pfeil nach unten („U_A“).

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus einem Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern und jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts. Im oberen horizontalen Leiter ist ein Widerstand eingefügt. Rechts davon gibt es eine Ableitung über einen Kondensator zum unteren horizontalen Leiter. Zwischen beiden Anschlusspunkten links ist ein ein vertikaler Pfeil nach unten („U_E“) eingezeichnet, zwischen den beiden Anschlusspunkten rechts rechts ist  ein vertikaler Pfeil nach unten („U_A“) eingezeichnet.
ED201: Wie wird die dargestellte Filtercharakteristik bezeichnet?
1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“, einer vertikalen Achse „Leistung“, einer vertikalen Linie im rechten Teil der Abbildung und einer Kurve, die von links bis zur vertikalen Linie horizontal verläuft, rechts davon steil nach unten abfällt und bis zum Ende der horizontalen Achse auf der Nulllinie verläuft.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im rechten Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine horizontale Kurve verläuft links bis zur vertikalen Linie und fällt rechts davon steil nach unten ab. Am Ende verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse auf der Nulllinie.

Die Grenzfrequenz ($f_g$) eines Tiefpasses ist die Frequenz, bei der das Ausgangssignal gerade beginnt, merklich abgeschwächt zu werden. Sie markiert also den Übergang zwischen dem Frequenzbereich, der vom Filter weitgehend ungehindert durchgelassen wird, und dem Bereich, in dem die Dämpfung deutlich zunimmt. Formal ist die Grenzfrequenz so definiert, dass bei ihr die Ausgangsleistung auf die Hälfte der Eingangsleistung abgefallen ist (-3 dB). Da die Leistung proportional zum Quadrat der Spannung ist, entspricht dies einer Abnahme der Ausgangsspannung auf etwa 70% ihres ursprünglichen Wertes ($\frac{1}{\sqrt{2}}$). In der Praxis erkennt man die Grenzfrequenz daher oft an dem Punkt, an dem die Ausgangsspannung deutlich kleiner wird und der Frequenzgang „abzuknicken“ beginnt. Unterhalb der Grenzfrequenz werden tiefe Frequenzen nahezu unverändert übertragen, oberhalb der Grenzfrequenz werden höhere Frequenzen zunehmend gedämpft.

Bei einem Hochpass hingegen werden die tiefen Frequenzen stark gedämpft, während die hohen Frequenzen dieses Filter kaum gedämpft passieren. Dies erreicht man, in dem man Kondensator und Widerstand tauscht wie in Abbildung EA-8.1.5 dargestellt. Der Frequenzgang eines Hochpasses ist qualitativ in EA-8.1.6 gezeigt. Ein Anwendungsbeispiel für einen Hochpass ist die Verwendung in einer Antennenweiche, um z. B. den Kurzwellenbereich vor einem UKW-Empfänger wegzufiltern, um Störungen durch Kurzwellenbetrieb zu vermeiden.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurzfassung: Schaltbild mit einem in die obere Leitung seriell eingefügten Kondensator und einem mittigen, vertikal zur unteren Leitung verbundenen Widerstand; daneben zwei Frequenzdiagramme: links „X_C“ über „f“ fallend, rechts „R“ über „f“ konstant.

Detaillierte Beschreibung: Zwei horizontale Leitungen verlaufen von links nach rechts, oben und unten jeweils mit einem offenen Anschlusskreis am linken und rechten Ende. In der oberen Leitung ist links ein Kondensator-Symbol (zwei parallele Platten) eingefügt; rechts davon führt die obere Leitung weiter zum rechten Anschluss. In der Mitte verbindet eine senkrechte Leitung die obere und die untere Leitung; auf dieser senkrechten Verbindung sitzt ein blauer, rechteckig dargestellter Widerstand. Die Verbindungspunkte der senkrechten Leitung mit den waagerechten Leitungen sind als schwarze Punkte markiert. Links im freien Bereich befindet sich ein orangefarbener Koordinatenplot: die waagerechte Achse ist mit „f“ beschriftet (Pfeil nach rechts), die senkrechte Achse mit „X_C“ (Pfeil nach oben); die gezeichnete Kurve startet oben links und fällt gekrümmt nach rechts unten. Rechts im freien Bereich ist ein blauer Koordinatenplot: die waagerechte Achse ist mit „f“ beschriftet (Pfeil nach rechts), die senkrechte Achse mit „R“ (Pfeil nach oben); eine horizontale Linie zeigt einen konstanten Wert über „f“. Der Kondensator und der linke Plot sind orange, der Widerstand und der rechte Plot sind blau.
Abbildung EA-8.1.5: Qualitatives Widerstandsverhalten im Hochpass-Spannungsteiler
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“, einer vertikalen Achse „Leistung“, einer vertikalen Linie im linken Teil der Abbildung und einer Kurve, die von links zunächst entlang der Nulllinie verläuft und dann bis zur vertikalen Linie steil ansteigt und rechts der vertikalen Linie bis zum Ende der horizontalen Linie horizontal verläuft.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im linken Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine Kurve verläuft von links zunächst entlang der Nulllinie und steigt dann bis zur vertikalen Linie steil an. Rechts der vertikalen Linie verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse horizontal.
Abbildung EA-8.1.6: Qualitativer Spannungsverlauf $U_A$ am Hochpass

ED211: Was stellt die folgende Schaltung dar?
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern und jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts; im oberen horizontalen Leiter ein Kondensator; rechts davon Ableitung über einen Widerstand zum unteren horizontalen Leiter; zwischen beiden Anschlusspunkten links ein vertikaler Pfeil nach unten („U_E“), rechts ein vertikaler Pfeil nach unten („U_A“).

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus einem Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern und jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts. Im oberen horizontalen Leiter ist ein Kondensator eingefügt. Rechts davon gibt es eine Ableitung über einen Widerstand zum unteren horizontalen Leiter. Zwischen beiden Anschlusspunkten links ist ein ein vertikaler Pfeil nach unten („U_E“) eingezeichnet, zwischen den beiden Anschlusspunkten rechts ist ein vertikaler Pfeil nach unten („U_A“) eingezeichnet.
ED202: Wie wird die dargestellte Filtercharakteristik bezeichnet?
1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“, einer vertikalen Achse „Leistung“, einer vertikalen Linie im linken Teil der Abbildung und einer Kurve, die von links zunächst entlang der Nulllinie verläuft und dann bis zur vertikalen Linie steil ansteigt und rechts der vertikalen Linie bis zum Ende der horizontalen Linie horizontal verläuft.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im linken Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine Kurve verläuft von links zunächst entlang der Nulllinie und steigt dann bis zur vertikalen Linie steil an. Rechts der vertikalen Linie verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse horizontal.

Einfache RC-Glieder haben den Nachteil, dass ihre Flanken im Grenzbereich eher flach verlaufen. Dazu wird die kleinste Impedanz eines RC-Tiefpasses durch den Widerstand $R$ bestimmt. Der Widerstand $R$ lässt sich jedoch durch eine Spule ersetzen, die sich im Frequenzverhalten einem Kondensator entgegengesetzt verhält. Es liegt daher nahe, Spulen und Kondensatoren zu Hoch- und Tiefpässen zu kombinieren. Bei hohen Frequenzen ist der Spulenwiderstand hoch, der Kondensatorwiderstand dagegen klein. Bei niedrigen Frequenzen ist der Spulenwiderstand niedrig, der Kondensatorwiderstand dagegen groß. Je nachdem, über welches Bauteil die Ausgangsspannung gemessen wird, erhält man einen Hoch- oder einen Tiefpass. Merkt man sich, dass der Spulenwiderstand $X_L$ bei hoher Frequenz ebenfalls hoch ist, lässt sich eine Schaltung schnell als Hoch- oder Tiefpass identifizieren, wenn man sich anschaut, über welches Bauteil die Ausgangsspannung gemessen wird.

Auch bei Schaltungen mit Kondensator und Spule gilt folgende einfache Regel: Handelt es sich im oberen Zweig des Spannungsteilers um ein aufrechtes H – wie in Hochpass, so liegt ein Hochpass vor. Befindet sich im oberen Zweig hingegen ein Widerstand oder eine Spule, handelt es sich um einen Tiefpass.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurze Zusammenfassung: Schaltbild mit dem Text „Hochpass“: Oben und unten je eine waagerechte Leitung mit Anschlussklemmen, verbunden durch einen senkrechten Abzweig, in dem ein als Rechteck gezeichneter Widerstand sitzt.

2) Detaillierte Beschreibung: Eine obere und eine untere horizontale Leiterbahn verlaufen parallel von links nach rechts; an allen vier äußeren Enden befinden sich kleine offene Kreise als Anschlussklemmen. Links oben steht in orange der Schriftzug „Hochpass“, wobei das „H“ größer hervorgehoben ist. Im rechten Bereich führt eine senkrechte Leiterbahn von der oberen zur unteren Leitung; an den Übergängen sind ausgefüllte Knotenpunkte. In der Mitte dieser senkrechten Verbindung ist ein rechteckiges Bauteilsymbol (Widerstandssymbol nach IEC) mit vertikaler Längsachse eingezeichnet. Weitere Bauteile, Pfeile oder Skalen sind nicht vorhanden.
Abbildung EA-8.1.7: Tipp zum Merken

ED209: Was stellt die folgende Schaltung dar?
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan mit zwei parallelen horizontalen Leitern; der obere mit einem Schaltzeichen für eine Spule. Rechts der Spule zweigt ein vertikaler Leiter mit einem Schaltzeichen für einen Kondensator ab. Dieser Leiter führt auf den unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter mit Anschlusspunkten jeweils am Anfang und am Ende. Im linken Teil der Abbildung ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. Der obere Leiter enthält ein Schaltzeichen bestehend aus vier nach oben gerichteten Halbbögen (Spule). Rechts der Spule zweigt ein vertikaler Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend aus zwei horizontalen Strichen (Kondensator) ab. Dieser Leiter führt auf den unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.
ED212: Was stellt die folgende Schaltung dar?
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan mit zwei parallelen horizontalen Leitern; der obere mit einem Schaltzeichen für einen Kondensator. Rechts des Kondensators zweigt ein vertikaler Leiter mit einem Schaltzeichen für eine Spule ab. Dieser Leiter führt auf den unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter mit Anschlusspunkten jeweils am Anfang und am Ende. Im linken Teil der Abbildung ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. Der obere Leiter enthält ein Schaltzeichen bestehend aus zwei vertikalen Strichen (Kondensator). Rechts des Kondensators zweigt ein Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend vier nach links gerichteten Halbbögen (Spule) ab. Dieser Leiter führt auf den unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.

In den folgenden Fragen geht es um eine praktische Anwendung unserer Filter. Natürlich können auch mehrere frequenzabhängige Bauteile in einer Schaltung verwendet werden, so dass der Übergang im Bereich der Grenzfrequenz steilflankiger wird. Welche Schaltung in den Folgenden zwei Fragen verwendet werden, solltest Du mit dem genannten Tipp nun leicht erkennen.

ED210: Welche Schaltung könnte für die Tiefpassfilterung in einem Mikrofonverstärker eingesetzt werden?
ED213: Welche Schaltung stellt ein Hochpassfilter dar?

Ein weiteres Praxisbeispiel für eine Verkettung von Spulen und Kondensatoren als Filter, ist der am Rand erklärte Diplexer.

Praxisbeispiel Diplexer: Passive Hoch- und Tiefpässe werden auch in Frequenzweichen verwendet. Im untenstehenden Beispiel ist eine Schaltung für einen sog. Diplexer für 2 m und 70 cm zu sehen. Dieser kann verwendet werden, um z. B. ein 2 m- und ein 70 cm-Funkgerät an einer gemeinsamen Duoband-Antenne zu verwenden. Umgekehrt könnte man auch getrennte Antennen für 2 m und 70 cm an einem UKW-Duoband-Gerät verwenden, um z. B. für 2 m-Direktfunk einen Rundstrahler und für 70 cm-Relaisfunk eine Richtantenne zu verwenden. Vor dem 2 m-Ausgang ist ein Tiefpass, vor dem 70 cm-Ausgang ein Hochpass zu sehen – jeweils aus 5 frequenzabhängigen Bauteilen kombiniert.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurzzusammenfassung: Schaltplan mit einem gemeinsamen Anschluss „2 m / 70 cm“ links, der sich in einen oberen Zweig mit Spulen und Kondensatoren zum Anschluss „2 m“ rechts und einen unteren Zweig mit Kondensatoren und Spulen zum Anschluss „70 cm“ rechts aufteilt.

2) Detaillierte Beschreibung: Links steht ein einzelner Anschluss als offener Kreis, daneben zweizeilig beschriftet „2 m“ (oben) und „70 cm“ (unten); von dort führt ein senkrechter Leiter zu einem Knotenpunkt, der sich nach oben und unten verzweigt. Oben verläuft ein horizontaler Zweig mit drei in Reihe liegenden Spulen, deren Werte über den Symbolen stehen: „68 nH“, „100 nH“ und „68 nH“. An den beiden Zwischenknoten dieser Spulen sind jeweils nach unten zwei Kondensatoren gegen Masse angeschlossen, beide mit der Beschriftung „15 pF“; unten an jedem dieser Kondensatoren ist ein Masse-Symbol. Das rechte Ende des oberen Zweigs endet in einem offenen Kreis mit der Beschriftung „2 m“. Unten verläuft ein horizontaler Zweig mit drei in Reihe liegenden Kondensatoren, über denen „4,6 pF“, „5,6 pF“ und „4,6 pF“ steht. Von den beiden Zwischenknoten der Serienkondensatoren führen jeweils nach unten Spulen mit der Beschriftung „15 nH“ zu Masse, jeweils mit einem Masse-Symbol unten. Das rechte Ende des unteren Zweigs endet in einem offenen Kreis mit der Beschriftung „70 cm“. Alle Verbindungsstellen sind mit Punktmarkierungen dargestellt; die Masseverbindungen sind jeweils senkrechte Leitungen nach unten.
Abbildung EA-8.1.8: Schaltbild 2m-/70cm-Diplexer
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Zusammenfassung: Ein schräg fotografiertes, geöffnetes Metallgehäuse mit mehreren Koaxialbuchsen und luftgewickelten Kupferspulen liegt über zwei S21-Diagrammen mit den Überschriften „2m“ (links) und „70cm“ (rechts).

2) Detaillierte Beschreibung: In der Bildmitte befindet sich ein rechteckiges, aus Blech gefertigtes Gehäuse mit sichtbaren Schweißnähten, Schrauben und Muttern; es hat eine innere Trennwand und drei große, gerändelte Koaxialbuchsen an den Gehäuseseiten. Im Inneren sind mehrere aus orange lackiertem Kupferdraht gewickelte Luftspulen, kurze Drahtverbindungen sowie kleine orangefarbene Bauteile und Lötstellen zu sehen. Der Hintergrund zeigt links ein Diagramm mit der Achsenbeschriftung „S21 Gain (dB)“ von etwa −50 bis +10 dB und einer Frequenzskala von 100 M bis 500 M, darüber in roter Schrift „2m“; eine goldene Kurve verläuft mit einer deutlichen Einbuchtung, markiert von einem grünen Pfeil, sowie einem weiteren markierten Punkt mit rotem Pfeil nahe 0 dB. Rechts ist ein ähnliches Diagramm mit identischer Achsendarstellung, oben in grüner Schrift „70cm“; auch hier verläuft eine goldene Kurve mit einer tiefen Einbuchtung, markiert von einem roten Pfeil, und einem weiteren markierten Punkt nahe 0 dB mit einem grünen Pfeil.
Abbildung EA-8.1.9: Aufbaubeispiel

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1. Zusammenfassung: Langer, schmaler Elektronikaufbau auf grünem Lochrasterboard mit drei ringförmigen Kupferspulen und mehreren kleinen braunen Bauteilen zwischen zwei goldfarbenen Koaxanschlüssen.

2. Detaillierte Beschreibung: Auf einem rechteckigen, grünen Lochrasterboard mit Reihen aus runden Lötaugen sind drei gleichartige, ringförmige Spulen aus lackiertem Kupferdraht auf gelblichen Kernen in einer Linie angeordnet. Dazwischen und daneben sitzen mehrere kleine, braun glänzende, tropfenförmige Bauteile (per Drahtanschluss eingelötet). An beiden Stirnseiten des Boards befinden sich goldfarbene, koaxiale Buchsen/Stecker mit verlöteten Mittelkontakten und seitlichen Lötfahnen zur Masse. Die Lötstellen sind sichtbar, teils mit dunklen Flussmittelspuren. Das Board liegt schräg auf einer grauen, leicht strukturierten Oberfläche; die Beleuchtung kommt von oben links und erzeugt weiche Schatten.
Abbildung EA-8.1.10: Selbstgebautes Tiefpassfilter
Die oben genannten Filter lassen sich natürlich wunderbar für alle Frequenzbereiche selbst berechnen und bauen. In der Formelsammlung finden sich die benötigten Formeln, wobei es natürlich auch viele Bauvorschläge und Berechnungsprogramme gibt. Die benötigten Spulen lassen sich dazu oft leicht selbst herstellen. Hierfür reicht bei kleinen Spulenwerten ein kleiner Vorrat an 0.8 mm-Kupferlackdraht für stabile Luftspulen aus. Bei großen Spulenwerten z. B. für die Kurzwellenbereiche kommt man mit 0.2 mm-Kupferlackdraht und Kernmaterial mit entsprechenden AL-Werten aus, um sich jederzeit die richtigen Werte selbst herstellen zu können. Die benötigten Größen, Wicklungen usw. bekommt man über Formelsammlung, Bauvorschläge oder Berechnungsprogramme ebenfalls meist leicht heraus.

Nun haben wir einfache RC- und LC-Glieder als Hoch- und Tiefpassfilter kennengelernt. Aus Kondensatoren und Spulen lassen sich jedoch noch weitere Filtertypen realisieren, die über reine Hoch- und Tiefpässe hinausgehen. Diese wollen wir uns nun im zweiten Teil genauer ansehen, nämlich die sogenannten Schwingkreise.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurze Zusammenfassung: Zwei LC-Schaltbilder: links eine vertikale Reihenschaltung aus Spule (L) und Kondensator (C) mit zwei Anschlussknoten, rechts eine rechteckige Leiterschleife mit einem Kondensator (C) auf der linken Seite und einer Spule (L) auf der rechten Seite.

Detaillierte Beschreibung: 
- Abbildung „a.“: Ein vertikaler Leiter mit einem offenen Anschlusskreis (kleiner Kreis) oben und unten. In der oberen Hälfte ist eine Spule mit der Beschriftung „L“ eingezeichnet (gewellte Linie). Darunter, in der unteren Hälfte, ein Kondensator mit der Beschriftung „C“ (zwei parallele Platten). Unter dem Schaltbild steht linksbündig „a.“. 
- Abbildung „b.“: Ein rechteckiger, geschlossener Leiterrahmen. Auf der linken Rahmenseite unterbricht ein Kondensator mit zwei parallelen Platten den Leiter; neben dem Bauteil steht „C“. Auf der rechten Rahmenseite ist eine Spule (gewellte Linie) in den Leiter integriert; daneben steht „L“. Unter dem Schaltbild steht mittig „b.“.
Abbildung EA-8.1.11: (a) Reihen- (b) Parallelschwinkreis

Mithilfe von Schwingkreisen lassen sich Spule und Kondensator – je nach gewünschter Filterwirkung – so anordnen, dass bei einer bestimmten Frequenz ein besonders hoher oder besonders niedriger Widerstand auftritt. Dadurch werden Frequenzen oberhalb oder unterhalb dieser Frequenz gezielt gedämpft oder durchgelassen.

Die Anordnung von Spule und Kondensator kann dabei entweder in Serie oder parallel erfolgen. Man unterscheidet entsprechend Reihenschwingkreise (a) und Parallelschwingkreise (b), wie in Abbildung EA-8.1.11 dargestellt.

Schaltet man Spule und Kondensator parallel und gibt zum Beispiel einen Rechteckimpuls auf diese Anordnung, gerät diese in Schwingung. Der aufgeladene Kondensator hat nun Energie im elektrischen Feld gespeichert, welches sich jedoch über die Spule abbaut. Durch den Stromfluss durch die Spule baut sich ein magnetisches Feld in ihr auf, was dem Stromfluss erst noch einen Widerstand entgegensetzt. Sobald das Magnetfeld jedoch aufgebaut ist, entlädt sich der Kondensator vollständig. Die Energie ist nun im Magnetfeld der Spule gespeichert. Da der Kondensator sich aber nicht weiter entladen und keinen Stromfluss aufrechterhalten kann, kann das Magnetfeld nicht aufrechterhalten werden. Das Magnetfeld der Spule entlädt sich und erzeugt eine Spannung in umgekehrter Richtung. Diese Spannung lädt den Kondensator nun in umgehrter Richtung auf, bis das Magnetfeld in der Spule abgebaut ist und dem elektrischen Feld im Kondensator keinen Widerstand mehr entgegensetzen kann. Der Vorgang beginnt anschließend erneut.


Aus diesem Grund spricht man von einem Schwingkreis. Die Frequenz, mit der dieser Schwingkreis schwingt, bezeichnet man als Resonanzfrequenz ($f_o$). Sie ist vergleichbar mit der Resonanzfrequenz einer Stimmgabel, die durch einen Stoß in Schwingung versetzt wird. Im Resonanzfall sind die Widerstände von Spule $X_L$ und Kondensator $X_C$ gleich groß. Solche Schwingkreise lassen sich zum einen zur Erzeugung von Schwingungen verwenden, was wir im Kapitel Oszillatoren noch genauer betrachten werden. Zum anderen können sie auch als Filter eingesetzt werden – und genau das ist das Thema dieses Kapitels.

1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „Z“; in der Mitte eine schmale, V-förmige Kurve, deren Minimum nahe der Nulllinie liegt.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Z“. In der Mitte gibt es eine schmale, V-förmige Kurve, deren Minimum nahe der Nulllinie liegt. Das Minimum der Kurve ist auf der X-Achse mit $f_0$ beschriftet und auf der Y-Achse mit $R$.
Abbildung EA-8.1.12: Qualitativer Frequenzgang eines Reihenschwinkreises

Bei einem Serienschwingkreis bzw. Reihenschwingkreis wie in Abbildung EA-8.1.11a ist im Resonanzfall der Gesamtwiderstand am geringsten. Abbildung EA-8.1.12 zeigt den Frequenzgang. Bei Frequenzen über der Resonanzfrequenz wird der Spulenwiderstand größer, so dass auch der Gesamtwiderstand des Serienschwingkreises ansteigt. Das Gleiche passiert auch bei Frequenzen unterhalb der Resonanzfrequenz, wobei hier jedoch der Kondensatorwiderstand groß ist. Bei Serienschwingkreisen ist daher der Widerstand bei der Resonanzfrequenz am geringsten. Durch die Serienschaltung bestimmt bei Frequenzen abseits der Resonanzfrequenz das Bauteil mit dem größten Widerstand die Schwingkreisimpedanz.

Der Betragsfrequenzgang eines Serienschwinkreises aus einem Widerstand, einer Spule und einem Kondensator berechnet sich nach folgender Formel:

$$Z = \sqrt{R^2+\left(X_L - X_C\right)^2}$$

Im Resonanzfall wenn $X_C$ = $X_L$ gilt bleibt nur der Widerstand $R$ übrig. Im Idealen Fall, wenn der Widerstand $R=0$ ist ist der Widerstand sogar null. Wenn wir die Werte für $X_L$ und $X_C$ einsetzen erhalten wir:

$$Z = \sqrt{R^2+\left(2\pi f \cdot L~-~\frac{1}{2\pi f \cdot C} \right)^2}$$

In der Formel kann man den Frequenzgang aus Abbildung EA-8.1.12 sehr schön sehen: Wenn man die Frequenz gegen 0 gehen lässt, dann fällt der Anteil der Spule weg und nur der Kondensator wirkt. Lässt man die Frequenz hingegen gegen unendlich gehen, dann wirkt nur die Spule und der Anteil des Kondensators verschwindet.

Man kann die Resonanzfrequenz sogar berechnen. Wenn $X_L$ = $X_C$ gilt kann man die Formel nach $f$ auflösen:

$$2\pi f \cdot L = \frac{1}{2\pi f \cdot C}$$

So ergibt sich die Formel:

$$ f_0 = \frac{1}{2\pi \sqrt{L\cdot C}} $$

Die genaue Herleitung der Formeln kann man z. B. auf Wikipedia nachlesen. Es sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass alle Frequenzgänge qualitativ aufgezeichnet sind und in der Realität ggf. etwas anders aussehen.

ED206: Der im folgenden Bild dargestellte Impedanzfrequenzgang ist typisch für ...
1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „Z“; in der Mitte eine schmale Kurve mit umgekehrter V-Form, deren Anfang und Ende bis in die Nähe der Nulllinie reichen.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Z“. In der Mitte gibt es eine schmale Kurve mit umgekehrter V-Form, deren Anfang und Ende bis in die Nähe der Nulllinie reichen. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.
ED207: Wie verhält sich ein Parallelschwingkreis bei der Resonanzfrequenz?

Setzt man Kondensator und Spule zu einem Parallelschwingkreis, wie in Abbildung EA-8.1.11b zusammen, verhält es sich dagegen genau andersherum: Der Widerstand Z ist bei der Resonanzfrequenz der sehr hoch, vgl. Abbildung EA-8.1.13. Bei Frequenzen über der Resonanzfrequenz hat der Kondensator jedoch einen niedrigen Widerstand, so dass der Widerstand dieses Schwingkreises abnimmt. Bei Frequenzen unter der Resonanzfrequenz hat dagegen die Spule einen niedrigen Widerstand, so dass auch bei niedrigeren Frequenzen der Widerstand des Schwingkreises abnimmt. Bei Parallelschwingkreisen ist daher der Widerstand bei der Resonanzfrequenz am höchsten. Bei Frequenzen abseits der Resonanzfrequenz bestimmt das Bauteil mit dem geringeren Widerstand die Impedanz des Parallelschwingkreises.

1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „Z“; in der Mitte eine schmale Kurve mit umgekehrter V-Form, deren Anfang und Ende bis in die Nähe der Nulllinie reichen.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Z“. In der Mitte gibt es eine schmale Kurve mit umgekehrter V-Form, deren Anfang und Ende bis in die Nähe der Nulllinie reichen. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.
Abbildung EA-8.1.13: Qualitativer Frequenzgang eines Parallelschingkreises

ED205: Der im folgenden Bild dargestellte Impedanzfrequenzgang ist typisch für ...
1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „Z“; in der Mitte eine schmale, V-förmige Kurve, deren Minimum nahe der Nulllinie liegt.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Z“. In der Mitte gibt es eine schmale, V-förmige Kurve, deren Minimum nahe der Nulllinie liegt. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.

Je nachdem, wie Parallel- und Serienschwingkreise im Signalweg eingesetzt werden, lassen sich nun Frequenzbereiche entweder bedämpfen oder herausfiltern. Hierzu wollen wir wieder unseren Spannungsteileransatz nutzen.

Beginnen wir zunächst mit den Schaltungen für Bandsperren. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, diese als Spannungsteiler aufzubauen: erstens den Saugkreis (vgl. Abbildung EA-8.1.14) und zweitens den Sperrkreis (vgl. Abbildung EA-8.1.15). In den Abbildungen sind jeweils der frequenzabhängige Widerstand sowie die Ausgangsspannung dargestellt. Mithilfe unserer bekannten Regeln zum Spannungsteiler lassen sich diese Zusammenhänge ganz analog zu den zuvor behandelten RC-Gliedern herleiten und verstehen. Weil die Parallelschwingkreise in Resonanz einen hohen Widerstand haben, lassen sich diese gut als Sperrkreis seriell im Signalweg verwenden. Oder man verwendet den geringen Resonanzwiderstand eines Serienschwingkreises parallel zum Signalweg als Saugkreis. Oft wird aber auch hier beides in Kombination verwendet.

ED204: Wie wird die dargestellte Filtercharakteristik bezeichnet?
1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“, einer vertikalen Achse „Leistung“, einer vertikalen Linie im rechten Teil der Abbildung und einer Kurve, die von links horizontal verläuft, dann links der vertikalen Linie steil nach unten bis zur Nulllinie abfällt. Rechts der vertikalen Linie steigt sie wieder steil an und verläuft bis zum Ende der horizontalen Achse horizontal.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im rechten Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine Kurve verläuft von links zunächst horizontal und fällt links der vertikalen Linie bis zur Nulllinie steil ab. Rechts der vertikalen Linie steigt sie wieder steil an und verläuft bis zum Ende der horizontalen Linie horizontal.
ED215: Was stellt die folgende Schaltung dar?
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan mit zwei parallelen horizontalen Leitern. In der Mitte des oberen Leiters zweigt ein vertikaler Leiter mit einem Schaltzeichen für eine Spule und darunter für einen Kondensator ab. Dieser Leiter führt auf den unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter mit Anschlusspunkten jeweils am Anfang und am Ende. Im linken Teil der Abbildung ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. In der Mitte des oberen Leiters zweigt ein vertikaler Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend aus vier nach rechts gerichteten Halbbögen (Spule) und darunter mit einem Schaltzeichen bestehend aus zwei horizontalen Strichen (Kondensator) ab. Dieser Leiter führt auf den unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurz-Zusammenfassung: Schaltbild mit einer vertikalen Spule und einem Kondensator zwischen einer oberen und unteren Leitung sowie zwei danebenstehenden Diagrammen mit den Achsenbeschriftungen „|Z|“/„f“ (blau) und „U_A“/„f“ (orange).

Detaillierte Beschreibung: Oben und unten verlaufen zwei horizontale Leitungen, jeweils mit offenen Anschlusskreisen an den linken und rechten Enden. Auf der oberen Leitung befindet sich links ein unlabeled rechteckiger Block in Serie. In der Mitte der oberen Leitung ist ein ausgefüllter schwarzer Knoten, von dem eine vertikale Reihenschaltung aus einer Spule (oben) und einem Kondensator (unten) nach unten zu einem ausgefüllten schwarzen Knoten auf der unteren Leitung führt. Links neben dem vertikalen Zweig steht ein blaues Diagramm: Die horizontale Achse ist mit „f“ nach rechts beschriftet, die vertikale Achse mit „|Z|“ nach oben; die Kurve ist U-förmig mit einem Minimum in der Mitte. Rechts neben dem vertikalen Zweig steht ein orangefarbenes Diagramm: Die horizontale Achse ist mit „f“ nach rechts beschriftet, die vertikale Achse mit „U_A“ nach oben; auch hier ist die Kurve U-förmig mit einem Minimum in der Mitte. Ganz rechts befindet sich ein großer, nach unten gerichteter orangefarbener Pfeil, beschriftet mit „U_A“.
Abbildung EA-8.1.14: Qualitative Frequenzgänge eines Saugkreises
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1. Zusammenfassung: Schaltbild mit einem links eingezeichneten LC‑Glied, einem mittigen, senkrecht angeschlossenen Widerstand und zwei Diagrammen: links |Z| über f mit Glockenkurve, rechts U_A über f mit U‑förmiger Kurve.

2. Detaillierte Beschreibung: Oben und unten verläuft jeweils eine waagerechte Leitung über die gesamte Breite; an den vier äußeren Enden stehen offene Anschlusskreise. In der Mitte verbindet ein senkrecht gezeichneter Rechtecksymbol‑Widerstand die obere mit der unteren Leitung; die beiden Anschlusspunkte sind als schwarze Knoten markiert. Links ist zwischen zwei blauen Knoten ein blauer rechteckiger Rahmen mit einem Kondensator (zwei parallele Platten oben, vertikal eingezeichnet) und einer Spule (gewellte Linie unten) dargestellt; beide liegen zwischen denselben linken und rechten Knoten. Unterhalb dieses LC‑Teils befindet sich ein blaues Diagramm mit Achsenpfeilen: senkrecht „|Z|“, waagrecht „f“; die Kurve ist glockenförmig mit einem Maximum in der Mitte. Rechts befindet sich ein orangefarbenes Diagramm mit Achsenpfeilen: senkrecht „U_A“, waagrecht „f“; die Kurve ist U‑förmig mit einem Minimum in der Mitte. Ganz rechts am Bildrand steht zusätzlich ein orangefarbener, nach unten gerichteter Pfeil mit der Beschriftung „U_A“. Farben: LC‑Symbol und |Z|‑Diagramm blau, U_A‑Diagramm und Pfeil orange, Leitungen schwarz.
Abbildung EA-8.1.15: Qualitative Frequenzgänge eines Sperrkreises

Die zweite Kategorie an Schaltungen die man aus Schwinkreisen entwickeln kann sind Bandpässe. Hier gibt es auch wieder zwei Möglichkeiten diese als Spannungsteiler aufzubauen: erstens den Leitkreis (vgl. Abbildung EA-8.1.16) und zweitens den Bandpass (vgl. Abbildung EA-8.1.17). Auch hier erfolgt die Herleitung wie gewohnt über das Verhalten eines Spannungsteilers. Für einen Bandpass setzt man Parallelschwingkreise parallel zum Signalweg, da diese für Frequenzen abseits der Resonanz einen geringen Widerstand haben und diese sozusagen „kurzschließen“. Ein Serienschwingkreis seriell im Signalweg sorgt für eine zusätzliche Dämpfung abseits der Resonanz, während dieser bei der gewünschten Frequenz einen geringen Widerstand hat.

ED214: Was stellt die folgende Schaltung dar?
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan mit zwei parallelen horizontalen Leitern; der obere mit einem Schaltzeichen für eine Spule und parallel dazu für einen Kondensator. Es besteht keine Verbindung zum unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter mit Anschlusspunkten jeweils am Anfang und am Ende. Im linken Teil der Abbildung ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. Der obere Leiter enthält ein Schaltzeichen bestehend aus vier nach oben gerichteten Halbbögen (Spule). Parallel dazu ist ein Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend aus zwei vertikalen Strichen (Kondensator) eingezeichnet. Es besteht keine Verbindung zum unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.
ED204: Wie wird die dargestellte Filtercharakteristik bezeichnet?
1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“, einer vertikalen Achse „Leistung“, einer vertikalen Linie im rechten Teil der Abbildung und einer Kurve, die von links horizontal verläuft, dann links der vertikalen Linie steil nach unten bis zur Nulllinie abfällt. Rechts der vertikalen Linie steigt sie wieder steil an und verläuft bis zum Ende der horizontalen Achse horizontal.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im rechten Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine Kurve verläuft von links zunächst horizontal und fällt links der vertikalen Linie bis zur Nulllinie steil ab. Rechts der vertikalen Linie steigt sie wieder steil an und verläuft bis zum Ende der horizontalen Linie horizontal.
ED203: Wie wird die dargestellte Filtercharakteristik bezeichnet?
1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“, einer vertikalen Achse „Leistung“, einer vertikalen Linie im rechten Teil der Abbildung und einer Kurve, die von links zunächst entlang der Nulllinie verläuft, dann bis zur vertikalen Linie steil ansteigt. Rechts der vertikalen Linie fällt sie wieder steil ab und verläuft bis zum Ende der horizontalen Linie auf der Nulllinie.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im rechten Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine Kurve verläuft von links zunächst entlang der Nulllinie und steigt dann bis zur vertikalen Linie steil an. Rechts der vertikalen Linie fällt sie wieder steil ab und verläuft bis zum Ende der horizontalen Linie auf der Nulllinie.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurzfassung: Schaltbild mit Spule und Kondensator in Serie auf der oberen Leitung, einem senkrechten Widerstand zur unteren Leitung sowie zwei Diagrammen: links |Z| über f (U-förmig) und rechts U_A über f (glockenförmig).

2) Detailbeschreibung: Eine obere und eine untere horizontale Leitung verbinden links und rechts je einen offenen Anschlussknoten (offene Kreise). Auf der oberen Leitung liegen von links nach rechts eine blau gezeichnete Spule (gewundene Linie) und ein blauer Kondensator (zwei parallele Platten), danach ein schwarzer Knotenpunkt (gefüllter Punkt). Von diesem Knoten führt ein senkrechter Widerstand (weißes Rechteck mit schwarzer Umrandung) zur unteren Leitung, die an beiden Enden ebenfalls offene Kreise trägt; an beiden Widerstandsenden sind schwarze Knotenpunkte. Links unterhalb des oberen Leitungsabschnitts ist ein blaues Koordinatendiagramm mit Pfeilachsen: die y‑Achse ist mit “|Z|” beschriftet, die x‑Achse mit “f”; darin verläuft eine U‑förmige Kurve mit Minimum in der Mitte. Rechts vom Widerstand ist ein oranges Koordinatendiagramm mit Pfeilachsen: die y‑Achse ist mit “U_A” beschriftet, die x‑Achse mit “f”; darin verläuft eine glockenförmige Kurve mit einem einzelnen Maximum. Am rechten Rand zeigt ein langer, nach unten gerichteter oranger Pfeil die Beschriftung “U_A”. Die Bauteile links und das linke Diagramm sind blau, das rechte Diagramm und der rechte Pfeil sind orange; Leitungen, Knoten und der Widerstand sind in Schwarz dargestellt.
Abbildung EA-8.1.16: Qualitative Frequenzgänge eines Leitkreises
Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Zusammenfassung: Blockdiagramm mit einer horizontalen Leitung, einem quadratischen Block mit der Beschriftung „f“ und „2 f“, sowie Textangaben „f = 3,5 MHz“ links und „f = 7,0 MHz“ rechts.

Detaillierte Beschreibung: Eine waagerechte Linie verläuft von links nach rechts. Am linken Ende steht neben einem kleinen offenen Kreis (Anschluss) der Text „f = 3,5 MHz“. In der Mitte befindet sich ein quadratischer Block, der durch eine diagonale Linie von unten links nach oben rechts geteilt ist; im oberen Dreieck steht „f“, im unteren Dreieck „2 f“. Die Linie führt rechts aus dem Block heraus zu einem weiteren kleinen offenen Kreis, daneben der Text „f = 7,0 MHz“.
Abbildung EA-8.1.17: Qualitative Frequenzgänge eines Bandpasses

Ein naheliegendes Anwendungsbeispiel für Bandpässe ist ihr Einsatz in Empfängern, bei denen eine Vorfilterung bestimmter Frequenzbänder erforderlich ist. In diesem Fall wird ein Filter verwendet, das nur ein gewünschtes Frequenzband passieren lässt, während alle anderen Frequenzen gedämpft werden. Solche Bandpässe finden sich daher in nahezu jedem Empfänger, oft sogar separat für jedes einzelne Kurzwellenband. Für entsprechend hohe Leistungen ausgelegt, werden Bandpässe auch im Sendebetrieb eingesetzt, etwa bei gemeinsamen Contesten oder Fielddays, um gegenseitige Störungen zwischen benachbarten Stationen zu minimieren.

Um Bandpässe und Bandsperren zu bauen, können also sowohl Serien- als auch Parallelschwingkreise verwendet werden. Entscheidend ist, dabei zu beachten, wie sich die jeweiligen Schwingkreise im Resonanzfall verhalten. Entsprechend ihres Verhaltens können diese seriell im oder parallel am Signalweg angebracht sein – ggf. sogar mehrfach miteinander kombiniert.

In Filtern lassen sich als Kondensatoren nur bestimmte, geeignete Typen verwenden. Elektrolytkondensatoren eignen sich für HF-Schaltungen zum Beispiel nicht, da ihre Kapazität zum einen stark frequenzabhängig ist, zum anderen weil sie bei hohen Frequenzen einen hohen Innenwiderstand haben. Folienkondensatoren eignen sich dagegen nicht, weil diese durch ihre Wicklungen (Eigeninduktivität) besonders ab dem Kurzwellenbereich stark frequenzabhängig sind und eine schlechte Güte haben. Keramikkondensatoren haben dagegen nur kleine Verluste und die Kapazität ist nur wenig frequenz- und temperaturabhängig. Zudem sind diese auch für große Spannungen leicht zu beschaffen. Geeignet sind auch Kondensatoren aus Platten und Luft als Isolator, die man am ehesten als Drehkondensatoren antrifft. Für hohe Spannungen werden Drehkondensatoren in Antennentunern ebenfalls eingesetzt.

ED216: Welche Kondensatoren sollen vorzugsweise für HF-Filter verwendet werden?

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