Tote Zone I

In der Klasse N haben wir bereits den Begriff der Toten Zone kennengelernt – ein Phänomen, bei dem von einer laufenden Funkverbindung nur eine der beteiligten Stationen empfangen werden kann. In der Klasse E wird dieses Thema weiter vertieft und die Ursachen dieses Phänomens genauer betrachtet.

1) Kurzbeschreibung: Halbkreisförmige Grafik mit Sender links und Empfänger rechts, die eine rosafarbene Schicht über der blau merkierten Erde sowie eine grüne „Bodenwelle“ und eine rote „Raumwelle“ zeigt. Zwischen dem Ende der Bodenwelle und dem ersten Auftreffen der Raumwelle ist eine „Tote Zone“ entlang der Erdoberfläche eingezeichnet.

2) Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige Grafik zeigt die Lage der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Auf der Erde steht links und rechts jeweils ein kleines, schwarzes Antennensymbol, beschriftet mit „Sender“ (links) und „Empfänger“ (rechts). Vom Sender zeigt eine kurze, gerade grüne Linie in Richtung Mitte, beschriftet mit „Bodenwelle“. Eine rote Linie, beschriftet mit „Raumwelle“, beginnt nahe dem Sender, steigt steil auf, trifft auf eine rosafarbene, bogenförmige Schicht im oberen Bildbereich, läuft schräg nach unten zur Mitte und berührt dort die Oberfläche der Erde, steigt dann erneut schräg nach oben zur rosafarbenen Schicht und fällt anschließend schräg nach unten in Richtung des Empfängers. Die rosafarbene Schicht erstreckt sich breit über die gesamte Grafik und ist unbeschriftet. Zwischen dem Ende der Bodenwelle und dem ersten Auftreffen der Raumwelle ist eine „Tote Zone“ in Form eines Bogens entlang der Erdoberfläche eingezeichnet.
Abbildung EA-2.10.1: Die Tote Zone, die für die Bodenwelle zu weit weg und für die Raumwelle zu nah ist.

Unter der Toten Zone versteht man den Bereich, der durch die Bodenwelle nicht mehr erreicht wird und durch die Raumwelle noch nicht erreicht wird (Abbildung EA-2.10.1).

Genau genommene bildet sich um den Sender ein ringförmiges Gebiet, das nicht mehr von der Bodenwelle erreicht wird und noch nicht von der Raumwelle des Senders. Die Abbildung ? zeigt eine Simulation des Signal-Rausch-Verhältnisses (SNR), welches wir erst in der Klasse A kennenlernen. Um die Tote Zone zu verstehen, reicht es aus, sich vorzustellen, dass im blauen Bereich keine Übertragung möglich ist und im roten Bereich eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass man empfangen wird.

Die Abbildung zeigt eine Landkarte mit Europa, Nordafrika und Teilen von Asien. Über die Karte ist eine farbige Fläche gelegt, die von Blau über Grün und Gelb bis Rot verläuft. In der Mitte, über Deutschland, ist ein blauer Kreis, die Tote Zone, und ringförmig darum ist ein roter Bereich. Nach außen hin wird die Fläche zunehmend blau. Rechts am Bildrand befindet sich eine Farbleiste von 0 (dunkelblau) bis 30 (rot), die die Farbskala kennzeichnet.
Abbildung EA-2.10.2: 00 UTC

EH201: Unter der "Toten Zone" wird der Bereich verstanden, ...

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