Kondensator I

Ein sehr wichtiges und häufig verwendetes Bauteil in der Funktechnik und Elektronik ist der Kondensator. Wie in Abbildung NE-8.1.1 dargestellt, besteht ein Kondensator prinzipiell aus zwei leitenden Flächen (Platten, Schichten bzw. Elektroden), die durch einen Isolator – das sogenannte Dielektrikum – voneinander getrennt sind.

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Kurzfassung: Schematische 3D-Darstellung eines quaderförmigen Blocks mit mittigem blauem Streifen „Dielektrikum“ zwischen zwei grauen Schichten „Elektrode“, links und rechts je eine horizontale Anschlusslinie mit kleinem offenem Kreis.

Detaillierte Beschreibung: In der Bildmitte steht ein quaderförmiger Körper in perspektivischer Ansicht. Auf der Frontseite ist ein senkrechter blauer Mittelstreifen zu sehen, der beidseitig von dunkelgrauen Streifen flankiert wird; die übrigen sichtbaren Außenflächen des Quaders sind hellgrau. Oben zeigt ein Pfeil mit der Beschriftung „Dielektrikum“ auf den blauen Streifen; zwei weitere Pfeile mit der Beschriftung „Elektrode“ zeigen auf die beiden grauen Schichten. Aus der linken und rechten Seitenfläche des Quaders führt jeweils eine dünne horizontale Linie nach außen; an den äußeren Enden dieser Linien befindet sich jeweils ein kleiner offener Kreis. Der Hintergrund ist weiß; es gibt keine Achsen, Skalen oder weiteren Beschriftungen.
Abbildung NE-8.1.1: Prinzipieller Aufbau eines Kondensators

Die geometrischen Abmessungen bestimmen eine wichtige Eigenschaft eines Kondensators, es ist die Fähigkeit, Ladungen zu speichern. Diese Fähigkeit wird als Kapazität bezeichnet und hierfür wird der Formelbuchstabe $C$ verwendet. Je größer die Kapazität ist, umso mehr elektrische Ladungen $Q$ können gespeichert werden. Wenn die angelegte Spannung erhöht wird, werden auch mehr Ladungen gespeichert.

Die Folgende Fomel zeigt den Zusammenhang.

$$Q = C \cdot U $$

Diese Formel steht nicht in der Formelsammlung und wird auch nicht für die Prüfung benötigt.

Die Einheit der Ladung $Q$ ist $\unit{\ampere\second}$

Die Einheit der Kapazität $C$ ist $\unit{\ampere\second\per\volt}$ oder kurz Farad $\unit{\farad}$ zu Ehren des englischen Naturforschers Michael Faraday (1791 – 1867). $\qty{1}{\farad}$ ist die Kapazität eines Kondensators, in dem eine Ladung von $\qty{1}{\ampere\second}$ bei einer Spannung von $\qty{1}{\volt}$ gespeichert wird.

EA101: Welche Einheit wird üblicherweise für die Kapazität verwendet?

Wird an einen Kondensator eine Spannung angelegt, entsteht zwischen den leitenden Platten ein elektrisches Feld $E$. Diesen Zusammenhang haben wir bereits im Kapitel zum elektrischen Feld kennengelernt: Je höher die angelegte Spannung und je kleiner der Abstand zwischen den Platten ist, desto stärker ist das elektrische Feld. Mathematisch lässt sich dies ausdrücken durch:

$$E = \frac{U}{d}$$

Zur Berechnung der Kondensatorkapazität aus den Abmessungen dient folgende Formel aus der Formelsammlung:

$$C = \frac{\varepsilon_0 \cdot \varepsilon_r \cdot A}{d}$$

Im Folgenden sind die einzelnen Größen der Formel aufgeschlüsselt:

  • $A$ ist die gegenüberstehende Fläche der leitenden Platten
  • $d$ ist der Abstand zwischen den Flächen
  • $\varepsilon_0 = 0,855 \cdot 10^{-11}\unit{\ampere\second\per\volt\meter}$ ist die elektrische Feldkonstante, eine Naturkonstante
  • $\varepsilon_r$ (sprich: „Epsilon R“) ist eine spezielle Eigenschaft des Isolators (Dielektrikum) ist die sogenannte relative Dielektrizitätszahl welche vom Verwendeten Material abhängt. Die Tabelle NE-8.1.2 mit Materialwerten findet man auch in der Formelsammlung.
Material $\varepsilon_r$
Luft (trocken) 1,00059
Voll-PE (Polyäthylen 2,29
Schaum-PE 1,5
PTFE (Teflon) 2,0
Tabelle NE-8.1.2: Relative Dielektrizitätszahl $\varepsilon_r$

Mit Hilfe der Formel kann man bereits eine Reihe von Prüfungsfragen lösen. Man stellt zunächst fest, dass die Spannung $U$ in der Formel nicht vorkommt.

EC205: Von welcher der nachfolgenden Größen ist die Kapazität eines Plattenkondensators nicht abhängig?

Die Kapazität eines Kondensators sinkt, wenn der Plattenabstand größer wird.

EC204: In welchem Fall sinkt die Kapazität eines Plattenkondensators?
EC203: Wodurch verringert sich die Kapazität eines Plattenkondensators? Durch ...

Betrachten wir zunächst den Kondensator im Gleichstromfall. In Abbildung NE-8.1.3 ist eine Schaltung zum Aufladen eines Kondensators dargestellt. Dabei wird angenommen, dass der Kondensator $C$ zunächst ungeladen ist, also noch keine elektrische Ladung gespeichert hat. Wird der Schalter geschlossen, so wird der Kondensator $C$ über einen Widerstand $R$ an eine Gleichspannungsquelle (Batterie) angeschlossen.

Durch die angelegte Spannung entsteht ein elektrisches Feld zwischen den Kondensatorplatten. Dieses Feld bewirkt eine Umlagerung von Ladungen: Elektronen werden vom negativen Pol der Spannungsquelle auf die angeschlossene Kondensatorplatte gedrückt, sodass sich dort ein Elektronenüberschuss bildet. Gleichzeitig werden Elektronen von der gegenüberliegenden Platte zum positiven Pol der Spannungsquelle abgezogen, wodurch dort ein Elektronenmangel entsteht. Obwohl kein Strom durch das Dielektrikum fließt, führt diese Ladungstrennung zur Aufladung des Kondensators.

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Kurzfassung: Schaltbild eines einfachen RC-Stromkreises mit Spannungsquelle links, Widerstand oben, Kondensator rechts und einem geöffneten Schalter unten.

Detailbeschreibung: Eine rechteckige Leiterschleife. Links im vertikalen Zweig befindet sich eine Spannungsquelle (Symbol mit einer langen und einer kurzen Platte); daneben steht der Text „U“ mit einem Pfeil nach unten. Oben liegt ein rechteckiger Widerstand, darüber die Beschriftung „R“. Entlang des oberen Zweigs ist ein waagerechter Pfeil nach rechts mit der Beschriftung „U_R“ eingezeichnet. Rechts im vertikalen Zweig ist ein Kondensator (zwei parallele Platten) mit der Beschriftung „C“; daneben zeigt ein Pfeil mit „U_C“ nach unten. Unten ist der horizontale Leiter durch einen einpoligen, geöffneten Schalter (zwei Kontakte mit schräg abstehender, nicht schließender Zunge) unterbrochen.
Abbildung NE-8.1.3: Stromkreis zum Aufladen eines Kondesators

Das bedeutet: Zu Beginn fließt ein hoher Strom, der lediglich durch den Widerstand $R$ begrenzt wird. Mit der Zeit werden immer mehr Ladungen im Kondensator gespeichert. Dadurch nimmt der Strom kontinuierlich ab, während die Spannung $U_C$ am Kondensator ansteigt, bis dieser vollständig aufgeladen ist. In diesem Zustand fließt schließlich kein Strom mehr.

Dieser Vorgang erfolgt jedoch nicht schlagartig, sondern zeitlich verzögert. Die Kondensatorspannung steigt dabei nach einer sogenannten Exponentialfunktion an, wie in Abbildung NE-8.1.4 gezeigt. Die Dauer dieses Ladevorgangs hängt vom vorgeschalteten Widerstand ab: Je größer der Widerstand ist, desto länger dauert es, bis der Kondensator „vollständig“ geladen ist. Mit einem Oszilloskop, wie in Abbildung NE-8.1.5 gezeigt, das wir bereits kennengelernt haben, lässt sich dieser zeitliche Verlauf anschaulich beobachten und untersuchen.

1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „t“ und einer vertikalen Achse „U“. Eine Kurve beginnt im Nullpunkt unten links, führt zunächst steil nach oben und nähert sich dann allmählich einem konstanten Wert an.

2) Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „t“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „U“. Eine Kurve beginnt im Nullpunkt unten links, führt zunächst steil nach oben und nähert sich dann allmählich einem konstanten Wert an. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.
Abbildung NE-8.1.4: Ladespannung eines Kondesators

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1) Kurze Zusammenfassung: Ein analoges Oszilloskop zeigt zwei grün leuchtende, gekrümmte Signalverläufe mit deutschsprachigen Beschriftungen zu Kondensator-Laden und -Entladen; rechts und unten sind die Bedienknöpfe des Geräts sichtbar.

2) Detaillierte Beschreibung: Auf dem blauen Röhrenbildschirm mit feinem Gitternetz sind zwei helle, türkisgrüne Kurven dargestellt. In der oberen Bildhälfte verläuft eine segmentweise an- und absteigende, exponentiell gekrümmte Spur; darüber und daneben stehen die eingeblendeten Texte „Spannung am Kondensator“, „Entladen“ und „Laden“. In der unteren Bildhälfte ist eine zweite, ebenfalls gekrümmte Spur zu sehen, die ober- und unterhalb einer Nulllinie verläuft; darunter steht „Stromverlauf im Kondensator“. Zwei durchgezogene, schwarze horizontale Bezugslinien mit der Markierung „0“ am linken Rand teilen die oberen und unteren Kurven. Das Gerät besitzt einen grauen Rahmen; rechts und unten sind Drehknöpfe und Schalter mit Beschriftungen wie „X-POS“, „Y-POS“, „VOLTS/DIV“, „CH.1“, „INPUT 1 MΩ 25 pF“, „HOLD OFF“ sowie ein Anschluss „COMPONENT TESTER“ erkennbar.
Abbildung NE-8.1.5: Lade-und Entladespannung an einem Kondensator

Beim Entladevorgang fließt der Strom entgegen der Ladestromrichtung und die Spannung am Kondensator baut sich langsam ab.

EC201: Welchen zeitlichen Verlauf hat die Spannung an einem entladenen Kondensator, wenn dieser über einen Widerstand an eine Gleichspannungsquelle angeschlossen wird?

Im Fall von Wechselstrom und Wechselspannungen müssen wir einen weiteren wichtigen Aspekt berücksichtigen: Ein Kondensator verhält sich wie ein frequenzabhängiger Widerstand. Dieser lässt sich durch die Beziehung

$$|X_C| = \frac{1}{\omega\cdot C} = \frac{1}{2\pi\cdot f \cdot C}$$

beschreiben und wird als kapazitiver Blindwiderstand $X_C$ bezeichnet (vgl. Formelsammlung).

Die genauen physikalischen Hintergründe dazu lernen wir erst in der Klasse A kennen. Für die Klasse E ist es jedoch bereits wichtig zu wissen, dass der Widerstand eines Kondensators umgekehrt proportional von der Frequenz abhängt: Verringert man die Frequenz, so wird der kapazitive Blindwiderstand $X_C$ größer. Erhöht man hingegen die Frequenz, nimmt der Widerstand entsprechend ab.

EC202: Welches Verhalten zeigt der Wechselstromwiderstand eines idealen Kondensators mit zunehmender Frequenz?

Nun haben wir bereits einige grundlegende elektrische Eigenschaften eines Kondensators kennengelernt, und im Folgenden wollen wir uns noch mit den verschiedenen Bauformen beschäftigen. Die Abbildung NE-8.1.6 zeigt verschiedene Kondensatorvarianten.

1) Kurzbeschreibung: Foto mit vier Kondensatoren in unterschiedlichen Bauformen mit Maßstab und Schaltzeichen für einen Kondensator.

2) Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt vier verschiedene Bauformen von Kondensatoren. Links ist das Schaltzeichen für einen Kondensator, mit „C“ beschriftet. Daneben steht ein vertikaler Doppelpfeil mit „1 cm“. Rechts davon liegen vier Bauteile: zunächst ein kleiner Kondensator mit SMD-Gehäuse mit der Beschriftung „0805 18 pF / 50 V“, daneben ein kleiner Kondensator mit orangefarbener Kappe und zwei langen Anschlüssen mit der Aufschrift „22 pF“ und „50 V“. Rechts oben ist ein grüner, quaderförmiger Kondensator mit zwei Anschlüssen zu sehen, beschriftet mit „100 V“ und „10 nF“. Darunter befindet sich ein großer, roter Kondensator mit zwei Anschlüssen, beschriftet mit „630 V“ und „220 nF“.
Abbildung NE-8.1.6: Kondensatorvarianten

Als Dielektriukumg, also Isolatorschicht, können unterschiedliche Materialien verwendet werden:

  1. Luft beim Luftdrehkondensator oder Lufttrimmer
  2. Kunststofffolie beim Folienwickelkondensator
  3. Keramik für HF-Kondensatoren mit hoher Güte und bei SMD-Kondensatoren
  4. Metalloxid beim Elektrolytkondensator.

Je nach Aufbau unterscheidet man außerdem:

  • Festkondensatoren in Form von Keramikkondensatoren, Folienkondensatoren und Elektrolytkondensatoren
  • Veränderliche Kondensatoren in Form von Drehkondensatoren und Trimmkondensatoren

Luftkondensatoren und Keramikkondensatoren, wie in Abbildung NE-8.1.7 gezeigt, werden z. B. gerne für HF-Filter verwendet.

ED216: Welche Kondensatoren sollen vorzugsweise für HF-Filter verwendet werden?

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Kurzfassung: Schematische Schnittdarstellung eines quaderförmigen Bauteils mit Pfeilbeschriftungen „Plastik-Gehäuse“, „Metalllegierung“ und „Keramik-Dielektrikum“.

Detaillierte Beschreibung: Ein orangefarbenes, rechteckiges Bauteil wird in perspektivischer Ansicht gezeigt; die rechte Seitenfläche ist dunkler, die obere und vordere Fläche heller. Die vordere Stirnseite ist geöffnet und von einem grauen Rand eingefasst; darin sind mehrere parallel verlaufende, horizontale hellblaue Linien zu sehen. Schwarze Linien mit Pfeilen markieren Bereiche: Ein Pfeil von oben zeigt auf die äußere Oberfläche mit der Aufschrift „Plastik-Gehäuse“. Ein Pfeil links unten zeigt auf den grauen Rand an der Stirnseite mit der Aufschrift „Metalllegierung“. Ein Pfeil rechts unten zeigt auf den inneren Bereich mit den hellblauen Schichten und trägt die Aufschrift „Keramik-Dielektrikum“. Die Pfeillinien enden außen jeweils in kleinen offenen Kreisen. Hintergrund ist weiß.
Abbildung NE-8.1.7: Keramikkondensator

Elektrolytkondensatoren (kurz ELKO) enthalten eine dünne, aufgerauhte ALU-Folie, die in einen Elektrolyten (z. B. Borax) eingetaucht ist. Dabei verursacht der Elektrolyt eine chemische Oxidation der Aluminiumoberfläche. Die entstehende Oxidschicht ist sehr dünn und deshalb steigt die Kapazität bei geringer Baugröße sehr stark an. Allerdings hat die dünne Schicht nur eine begrenzte Spannungsfestigkeit, die auf dem ELKO anggeben wird. Elektrolytkondensatoren dürfen nur an Gleichspannung betrieben werden. Die Polung ist deshalb zu beachten, da sich sonst die Oxidschicht abbaut und somit die Spannungsfestigkeit sinkt. Der Kondesator wird zerstört. Alle anderen Kondensatoren können auch an Wechselspannung angeschlossen werden.

EC207: Bei welcher der folgenden Bauformen von Kondensatoren muss beim Einbau auf die Polarität geachtet werden?

Für Folien-Wickelkondensatoren werden Kunststoffe in speziellen Verfahren zu extrem dünnen Folien verarbeitet, mit Elektroden versehen und anschließend entweder zu einem Wickel aufgewickelt oder aus einzelnen Lagen geschichtet und zu einem Kondensator zusammengefügt, wie in Abbildung NE-8.1.8 dargestellt. Neben Keramikkondensatoren und Elektrolytkondensatoren zählen sie zu den am häufigsten eingesetzten Kondensatorbauarten.

1) Kurzbeschreibung: Schematische Darstellung eines zylindrischen Wickels mit übereinanderliegenden Lagen aus jeweils zwei Schichten, die mit „Metallbeläge“ und „Dielektrikum“ beschriftet sind.

2) Ausführliche Beschreibung: Links ist ein großer, zylindrischer Wickel aus übereinanderliegenden Lagen dargestellt, der spiralförmig aufgerollt ist. Der Wickel ist mit „Wickel“ beschriftet. Das äußere, abgerollte Ende des Wickels weist nach rechts. Auf ihm sind zwei mit „Metallbeläge“ beschriftete Schichten zu sehen, die jeweils auf diese Schichten überragende Lagen aufgebracht sind. Diese an den Seiten überragenden Schichten sind mit „Dielektrikum“ beschriftet. Die innere Lage mit dem Dielektrikum und dem darauf aufgebrachten Metallbelag ist zwecks Sichtbarmachung der äußeren Lage mit einer gezackten Linie am Ende der Lage markiert.
Abbildung NE-8.1.8: Folien-Wickelkondensator

Drehkondensatoren werden häufig in Endstufen und Anpassnetzwerken eingesetzt. Bei ihnen lässt sich die Kapazität einstellen, indem ein Teil der Kondensatorplatten auf einer isolierten Achse montiert ist und zwischen feststehenden Platten rotiert. Dadurch ändert sich die wirksame Überlappungsfläche der Platten und somit die Kapazität, wie in Abbildung NE-8.1.9 dargestellt. Trimmkondensatoren arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip, sind jedoch nicht für eine regelmäßige Verstellung vorgesehen. Sie dienen vielmehr zum einmaligen oder gelegentlichen Abgleich von Schaltungen, etwa bei der Inbetriebnahme oder Kalibierung.

EC206: Wie nennt man ein Bauelement, bei dem sich Platten auf einer isolierten Achse befinden, die zwischen fest stehenden Platten rotiert werden können?

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Zusammenfassung: Isometrische Strichzeichnung eines offenen Drehkondensators mit ineinandergreifenden Platten und einer herausragenden Antriebswelle zwischen zwei rechteckigen Endplatten.

Details: Zwischen zwei rechteckigen, an den Ecken abgerundeten Endplatten sitzt ein Paket vieler dünner, parallel angeordneter Metallplatten. Ein Teil der Platten ist auf einer zylindrischen Achse in der Mitte befestigt; diese Achse ragt links durch die Frontplatte nach außen. Die übrigen Platten sind fest mit dem Rahmen/den Endplatten verbunden. Beide Plattensätze greifen in gleichmäßigem Abstand abwechselnd ineinander, ohne sich zu berühren. Auf der linken Frontplatte sind zwei runde Öffnungen sichtbar: eine große um die Achse und eine kleinere unten. Die rechte Endplatte erscheint geschlossen. Es sind keine Beschriftungen, Skalen oder Maße vorhanden.
Abbildung NE-8.1.9: Aufbau eines Drehkondensators

Die verwendeten Schaltzeichen für die verschiedenen Kondensatoren unterscheiden sich auch wie in Abbildung NE-8.1.10 dargestellt.

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Kurzbeschreibung: Vier nebeneinander angeordnete Schaltsymbole von Kondensatoren, oben jeweils mit „a.“, „b.“, „c.“ und „d.“ beschriftet; Varianten mit Pluszeichen, diagonaler Pfeilmarkierung und diagonaler Linie mit kurzem Querstrich sind gezeigt.

Detaillierte Beschreibung: 
- a.: Über dem Symbol steht „a.“. Ein normales Kondensatorsymbol mit zwei kurzen, parallelen, horizontalen Platten; eine durchgehende senkrechte Anschlusslinie verläuft mittig durch das Symbol. 
- b.: Über dem Symbol steht „b.“. Wie bei a., jedoch ist die untere Platte als breiter, ausgefüllter schwarzer Balken gezeichnet; an der rechten Seite der oberen, dünnen Platte steht ein kleines „+“. Eine senkrechte Anschlusslinie verläuft durch die Mitte. 
- c.: Über dem Symbol steht „c.“. Zwei parallele horizontale Platten mit mittiger senkrechter Anschlusslinie; eine diagonale Linie mit Pfeilspitze verläuft von links unten nach rechts oben über die Platten. 
- d.: Über dem Symbol steht „d.“. Zwei parallele horizontale Platten mit mittiger senkrechter Anschlusslinie; eine diagonale Linie ohne Pfeil kreuzt die Platten und endet oben rechts in einem kurzen, senkrecht dazu stehenden Querstrich.
Abbildung NE-8.1.10: Schaltzeichen verschiedener Kondensatorarten

Schaltzeichenzuordnung: a) Festkondensator b) gepolter Kondensator/ Elektrolytkondensator (Elko)/Tantalkondensator c) Drehkondensator (Drehko) d) Trimmkondensator für Abgleichzwecke


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