IARU-Bandplan für 2 m

Die Bandpläne teilen ein Band in einzelne Frequenzsegmente auf. Für jeden Frequenzbereich (Spalte 1) werden bevorzugte Übertragungsverfahren (Spalte 3 und 4) ausgewiesen.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurzfassung: Abgebildet ist eine Tabelle mit der Überschrift „4.4 IARU Bandplan 2m“, die den Frequenzbereich 144–146 MHz in Segmente mit maximaler Bandbreite sowie bevorzugten Betriebsarten und Nutzungen aufteilt.

Detaillierte Beschreibung: Die Tabelle hat drei Spalten: „Frequency Segment“, „Max.“, „Preferred Mode and Usage“. Am linken Rand steht vertikal „144–146 MHz“. Die Zeilen enthalten:
- 144,000–144,025 MHz | 2,7 kHz | All mode | Satellite downlink only
- 144,025–144,100 MHz | 500 Hz | Telegraphy | 144,050 MHz Telegraphy calling; 144,100 MHz Random MS
- 144,100–144,150 MHz | 500 Hz | MGM, Telegraphy | 144,110–144,160 MHz CW and MGM EME
- 144,150–144,400 MHz | 2,7 kHz | MGM, Telegraphy, SSB | 144,195–144,205 MHz Random MS SSB; 144,300 MHz SSB Centre of activity
- 144,400–144,490 MHz | 500 Hz | MGM, Telegraphy | Beacons exclusive
- 144,491–144,493 MHz | 500 Hz | MGM | Experimental MGM, Personal weak signal MGM Beacons
- 144,500–144,794 MHz | 20 kHz | All mode | 144,500 MHz Image mode centre (SSTV, Fax,...); 144,600 MHz Data Centre of activity (MGM, RTTY,..); 144,750 MHz ATV Talk back
- 144,794–144,9625 MHz | 12 kHz | MGM Digital Communication | 144,8000 MHz APRS; 144,8125/144,8250/144,8375/144,8500/144,8625 MHz DV internet voice gateway
- 144,975–145,194 MHz | 12 kHz | FM/Digital Voice | Repeater input exclusive
- 145,194–145,206 MHz | 12 kHz | FM/Digital Voice | Space Communication
- 145,206–145,5625 MHz | 12 kHz | FM/Digital Voice | 145,2375/145,2875/145,3375 MHz FM Internet Voice Gateway; 145,3750 MHz digital voice calling; 145,5000 MHz FM calling
- 145,575–145,7935 MHz | 12 kHz | FM/Digital Voice | Repeater output exclusive
- 145,794–145,806 MHz | 12 kHz | FM/Digital Voice | Space Communication
- 145,806–146,000 MHz | 12 kHz | All mode | Satellite exclusive
Abbildung N-2.13.1: IARU-Bandplan 2 m

Um schnell einen Funkpartner zu finden, kann man einen CQ-Ruf auf der „Anruffrequenz“ eines Bandes starten. Diese werden im IARU-Bandplan als calling gekennzeichnet. Dabei wird zwischen zwei Übertragungsverfahren unterschieden:

  • FM-Sprechfunk („FM calling“)
  • Digitale Telefonie („digital voice calling“)

Bei FM-Sprechfunk handelt es sich um ein analoges Übertragungsverfahren. Digitale Telefonie fasst alle digitalen Übertragungsverfahren für den Sprechfunk zusammen. Den technischen Unterschied zwischen analog und digital sowie zwischen verschiedenen Übertragungsverfahren werden wir noch im weiteren Verlauf des Kurses behandeln.

BC205: Welche Frequenz empfiehlt der IARU-Bandplan für einen allgemeinen Anruf mit analoger FM-Telefonie im 2 m-Band?
BC207: Welche Frequenz empfiehlt der IARU-Bandplan für einen allgemeinen Anruf mit digitaler Telefonie im 2 m-Band?

Anruffrequenzen sollten grundsätzlich für Anrufe freigehalten werden, d. h. sobald nach einem Anruf eine Verbindung hergestellt wurde, sollte man sich auf eine andere Frequenz verständigen und den Funkverkehr dort fortsetzen. Es bietet sich dafür eine Frequenz aus dem Bereich für FM-Sprechfunk und digitale Telefonie an, der im Bandplan als „FM/Digital Voice“ gekennzeichnet ist.

Nachdem eine andere Station auf einen CQ-Anruf geantwortet hat, sollte man die Frequenz wechseln und die „Anruffrequenz“ freigeben.

BC209: Auf welcher der folgenden Frequenzen könnten Sie beispielsweise unter Berücksichtigung des IARU-Bandplans im 2 m-Band eine FM-Telefonieverbindung durchführen?

Für ein weiteres Übertragungsverfahren, die analoge SSB-Telefonie, ist es ein wenig anders geregelt. Hier ist keine Anruffrequenz vorgesehen, sondern ein sogenanntes Aktivitätszentrum. Damit wird zum einen angedeutet, dass die Frequenz nicht für Anrufe freizuhalten ist, und zum anderen, dass Anrufe auch im Umfeld dieser Frequenz stattfinden sollen. Dafür kann der ganze mit „SSB“ gekennzeichnete Bereich genutzt werden. Aktivitätszentren werden im Bandplan als center of activity markiert.

BC211: Welche Frequenz bzw. welchen Frequenzbereich sieht der IARU-Bandplan als Aktivitätszentrum für SSB-Telefonie im 2 m-Band vor?
BC210: Auf welcher der folgenden Frequenzen könnten Sie unter Berücksichtigung des IARU-Bandplans im 2 m-Band eine SSB-Telefonieverbindung beispielsweise durchführen?

Für eine Vielzahl besonderer Anwendungen sind eigene Frequenzbereiche reserviert. Dies Frequenzbereiche sollten bevorzugt für die jeweils vorgesehenen Anwendungen genutzt werden. Es sollte beispielsweise vermieden werden, diese für eine Telefonie-Direktverbindung mit einem Funkamateur aus der Nähe zu verwenden. Häufige Anwendungen sind:

  • Satelliten-Up- und Downlink („satellite uplink“, „satellite downlink“)
  • Baken („beacons“)
  • Relaisfunkstellen, Eingabe und Ausgabe („repeater input“, „repeater output“)
  • Weltraumkommunikation („space communication“)
  • Morsetelegrafie („CW“)
BC214: Warum sollten Sie auf 144,125 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich für die Nutzung durch ...
BC215: Warum sollten Sie auf 144,450 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan sieht diesen Bereich exklusiv für die Nutzung durch ...
BC218: Warum sollten Sie auf 145,800 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich für die Nutzung durch ...
BC217: Warum sollten Sie auf 145,600 MHz keine Direktverbindung in FM-Telefonie zu einem Funkamateur aufnehmen, der sich im Nachbarort befindet? Der IARU-Bandplan empfiehlt diesen Bereich für die Nutzung durch ...
BC213: Warum sollten Sie RTTY, PSK31 oder FT8 nicht auf 144,075 MHz verwenden? Der IARU-Bandplan empfiehlt ...

Weiter zum nächsten Abschnitt: IARU-Bandplan für 70 cm