Modulationsarten

Damit Sprache, Töne oder Daten übertragen werden können, werden sie einer hochfrequenten Trägerwelle aufgeprägt. Dies nennt man Modulation. Beim Empfang muss deshalb die passende Modulationsart gewählt werden. Die Tabelle SWL-2.1.1 zeigt die wichtigsten Modulationsarten beim Amateurfunkempfang. Die Abkürzungen begegnen uns später auch bei den betrieblichen Abkürzungen.

Anzeige Bedeutung Typische Verwendung
AM Amplitudenmodulation Rundfunk, einzelne Amateurfunkanwendungen
LSB unteres Seitenband von SSB Sprechfunk auf Kurzwelle meist unterhalb von $\qty{10}{\mega\hertz}$
USB oberes Seitenband von SSB Sprechfunk meist oberhalb von $\qty{10}{\mega\hertz}$, digitale Verfahren
CW Continuous Wave Morsetelegrafie
FM Frequenzmodulation Sprechfunk vor allem auf VHF und UHF
Tabelle SWL-2.1.1: Wichtige Modulationsarten beim Amateurfunkempfang

Bei SSB wird nur ein Seitenband übertragen. Deshalb muss beim Empfänger LSB oder USB richtig eingestellt sein. Mit dem falschen Seitenband klingt Sprache verzerrt und ist kaum verständlich. Außerdem muss die Frequenz genauer als bei AM oder FM abgestimmt werden.

Die Daumenregel im Amateurfunk ist hier: LSB unterhalb von $\qty{10}{\mega\hertz}$, USB oberhalb von $\qty{10}{\mega\hertz}$.

Wenn eine Stimme ungewöhnlich hoch, tief oder völlig unverständlich klingt, zuerst Frequenz und Seitenband kontrollieren.

NE209: Die Darstellung zeigt das Display eines Transceivers. Was bedeutet die Anzeige "USB"?
1) Kurzbeschreibung: Bedien- und Anzeigefeld eines Funkgeräts mit großer Frequenzanzeige „144.315.0“, mehreren Balkenanzeigen mit Skalen sowie einer Spektrums- und Wasserfall-Darstellung.

2) Ausführliche Beschreibung: Oben links stehen große Sieben-Segment-Ziffern „144.315.0“, rechts daneben „USB“ und darunter „RX“. Oben rechts ist ein Lautsprechersymbol über einem horizontalen Balken mit der Beschriftung „0“ links und „100“ rechts; der Balken ist zur Hälfte dunkelgrau gefüllt. Links darunter befindet sich ein langer horizontaler Balken mit S-Skala. Oberhalb stehen die Werte „1 3 5 7 9 +20 +40“, unterhalb des Balkens steht eine P-Skala mit den Werten „1 5 10 15 20“. Der Balken ist von links bis zur Markierung „+20“ dunkelgrau gefüllt, der Rest ist weiß. Rechts daneben ist ein horizontaler „SWR“-Balken mit den Markierungen „1 2 3 ∞“. Dieser Balken ist weiß. Durch die Mitte der Abbildung führt eine horizontale Trennlinie. Im Feld darunter ist in der Mitte ein grau unterlegtes Spektrum mit schwarzer Kurve zu sehen: links der Mitte steigt die Kurve steil zu einem Spitzenwert an und fällt danach unruhig ab. Im unteren Feld erscheint eine Wasserfall-Darstellung: dunkler Hintergrund, in der Mitte ein sehr heller, schmaler vertikaler Streifen, der sich unterhalb des Spitzenwertes aus der Kurve darüber befindet. Links davon eine schmale, vertikal gestrichelte Linie; rechts davon ein vertikal angeordnetes Linienmuster.

Bei CW wird ein unmodulierter Träger ein- und ausgeschaltet. Der Empfänger erzeugt daraus einen hörbaren Ton. Die Tonfolgen bilden Morsezeichen. Die Abkürzung CW begegnet uns später erneut bei den betrieblichen Abkürzungen.


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