Oberhalb von $\qty{30}{\mega\hertz}$ breiten sich Funkwellen normalerweise eher geradlinig aus. Große Reichweiten sind trotzdem möglich, wenn besondere Bedingungen auftreten.
Bei Sporadic-E entstehen vorübergehend kleine, stark ionisierte Bereiche in der sogenannten E-Region der Ionosphäre. An ihnen werden Funkwellen gebrochen wie in Abbildung SWL-3.2.1 gezeigt. Auf dem $\qty{2}{\meter}$-Band können dadurch plötzlich Stationen aus etwa $\qtyrange{1000}{2000}{\kilo\meter}$ Entfernung hörbar werden.
Abbildung SWL-3.2.1: Brechung von Funkwellen an einem stark ionisierten Bereich der E-Region
NH306: Ein Funkamateur sagt, dass auf dem 2 m-Band "Sporadic-E-Bedingungen" herrschen. Er meint damit, dass derzeit ...
Sporadic-E tritt besonders in den Sommermonaten auf, kann aber nicht zuverlässig für einen bestimmten Ort und Zeitpunkt vorhergesagt werden. Öffnungen beginnen manchmal sehr plötzlich und enden ebenso schnell.