Modulatoren

Dioden haben wir bereits in verschiedenen Schaltungen kennengelernt. Nun betrachten wir, wie ihre nichtlineare Kennlinie genutzt werden kann, um ein hochfrequentes Trägersignal mit einem niederfrequenten Nutzsignal zu modulieren.

Werden ein HF-Signal und ein NF-Signal gemeinsam, wie in Abbildung A-9.1.1 gezeigt, einer Diode zugeführt, beeinflusst die NF-Spannung die Leitfähigkeit der Diode. Dadurch wird das HF-Signal abhängig vom momentanen Wert der NF unterschiedlich stark übertragen. Seine Amplitude verändert sich somit im Takt des NF-Signals.

Am Ausgang entstehen dadurch neben dem ursprünglichen HF-Träger zwei Seitenbänder oberhalb und unterhalb der Trägerfrequenz. Ein auf die Trägerfrequenz abgestimmter Schwingkreis unterdrückt unerwünschte weitere Frequenzanteile. Am Ausgang erhält man damit ein amplitudenmoduliertes Signal (AM).

1) Kurzbeschreibung: Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei Wechselspannungsquellen links, Zusammenführung zu einer Diode, danach Abzweig zu einer Spule gegen Masse, Kondensator, weiterer Abzweig zu einer mit Masse verbundenen Spule mit parallel geschaltetem Kondensator; rechts vom oberen Abzweig Anschluss „Ausgang“.

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit zwei Wechselspannungsquellen links (oben „3,7 MHz / 1 V ~“ und unten „1 kHz / 1 V ~“). Beide werden über jeweils einen 1-kΩ-Widerstand an einer Diode (Dreieck nach rechts zeigend) zusammengeführt. Dahinter folgt von einem Verzweigungspunkt nach unten eine vertikale Spule gegen Masse. Dem Verzweigungspunkt folgt ein Kondensator und danach ein weiterer Verzweigungspunkt. Rechts davon befindet sich ein Anschluss, der mit „Ausgang“ beschriftet ist. Vom Verzweigungspunkt führt nach unten eine Leitung über eine Spule gegen Masse. Parallel dazu liegt ein Kondensator ebenfalls gegen Masse. Unterhalb der Massezeichen steht „f_o = 3,7 MHz“.
Abbildung A-9.1.1: Simpler AM-Modulator mit Diode und Schwingkreis

Die folgende Simulation zeigt die Funktionsweise des AM-Modulators, die Werte wurden so gewählt, dass die HF und NF gut zu erkennen sind. Die NF liegt bei $\qty{500}{\hertz}$, die HF bei $\qty{10}{\kilo\hertz}$. Die Amplitude des HF-Signals wird im Takt der NF verändert. Der Schwingkreis ist auf die Trägerfrequenz abgestimmt und unterdrückt unerwünschte Frequenzanteile. Wenn man den Schwingkreis entfernt, sieht man eine Vielzahl von Mischprodukten. Auch kann man mal die NF-Frequenz auf $\qty{1}{\kilo\hertz}$ umstellen, um zu sehen, wie sich die Seitenbänder verschieben.


Ein AM-Signal lässt sich auch mathematisch beschreiben. Dazu betrachten wir zunächst ein normiertes sinusförmiges NF-Signal

$$m(t)=\cos(\omega t)$$

mit der Kreisfrequenz $\omega=2\pi f_\mathrm{m}$. Mit seiner Amplitude $\hat U_\mathrm{m}$ und einem zusätzlichen Gleichanteil $U_\mathrm{G}$ ergibt sich

$$U_\mathrm{m}(t)=U_\mathrm{G}+\hat U_\mathrm{m}\cdot\cos(\omega t)$$

Dieses Signal wird nun mit dem hochfrequenten Trägersignal

$$U_\mathrm{T}(t)=\cos(\Omega t)$$

mit $\Omega=2\pi f_\mathrm{T}$ multipliziert. Für das AM-Signal folgt damit:

$$U_\mathrm{AM}(t)=\left(U_\mathrm{G}+\hat U_\mathrm{m}\cdot\cos(\omega t)\right)\cdot\cos(\Omega t)$$

Ausmultipliziert ergibt sich:

$$U_\mathrm{AM}(t)=U_\mathrm{G}\cdot\cos(\Omega t)+\hat U_\mathrm{m}\cdot\cos(\omega t)\cdot\cos(\Omega t)$$

Mit der Beziehung

$$\cos(a)\cdot\cos(b)=\frac{1}{2}\left(\cos(a+b)+\cos(a-b)\right)$$

kann der zweite Term weiter zerlegt werden:

$$U_\mathrm{AM}(t)=U_\mathrm{G}\cdot\cos(\Omega t)+\frac{\hat U_\mathrm{m}}{2}\left(\cos((\Omega+\omega)t)+\cos((\Omega-\omega)t)\right)$$

Damit erkennt man unmittelbar die drei Bestandteile eines AM-Signals: Der erste Term beschreibt den Träger bei der Frequenz $\Omega$. Die beiden anderen Terme bilden das obere und untere Seitenband bei den Frequenzen $\Omega+\omega$ und $\Omega-\omega$.

Der Gleichanteil $U_\mathrm{G}$ ist dabei dafür verantwortlich, dass der Träger erhalten bleibt. Selbst wenn das Nutzsignal momentan null ist, wird weiterhin ein Trägersignal erzeugt.

Abbildung A-9.1.2: Spektrum eines AM-Signals mit Träger und zwei Seitenbändern

Dieses Prinzip wird in der folgenden Frage deutlich: Eine Diode wird mit einem NF-Signal und einem HF-Signal gleichzeitig beaufschlagt und das Ausgangs-Signal wird mit einem LC-Schwingkreis ausgefiltert.

AD507: Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen ...
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei Wechselspannungsquellen links, Zusammenführung zu einer Diode, danach Abzweig zu einer Spule gegen Masse, Kondensator, weiterer Abzweig zu einer mit Masse verbundenen Spule mit parallel geschaltetem Kondensator; rechts vom oberen Abzweig Anschluss „Ausgang“.

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit zwei Wechselspannungsquellen links (oben „3,7 MHz / 1 V ~“ und unten „1 kHz / 1 V ~“). Beide werden über jeweils einen 1-kΩ-Widerstand an einer Diode (Dreieck nach rechts zeigend) zusammengeführt. Dahinter folgt von einem Verzweigungspunkt nach unten eine vertikale Spule gegen Masse. Dem Verzweigungspunkt folgt ein Kondensator und danach ein weiterer Verzweigungspunkt. Rechts davon befindet sich ein Anschluss, der mit „Ausgang“ beschriftet ist. Vom Verzweigungspunkt führt nach unten eine Leitung über eine Spule gegen Masse. Parallel dazu liegt ein Kondensator ebenfalls gegen Masse. Unterhalb der Massezeichen steht „f_o = 3,7 MHz“.

Mit vier Dioden in einer Ringanordnung lässt sich ein Modulator so aufbauen, dass der Träger am Ausgang unterdrückt wird. Eine solche Schaltung haben wir bereits im Kapitel „Mischer II“ als Balancemischer kennengelernt. Dort wurde sie verwendet, um ein HF-Signal auf eine Zwischenfrequenz umzusetzen. Im Sender nutzen wir dasselbe Grundprinzip nun zur Erzeugung eines modulierten Signals.

1) Kurzbeschreibung: Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit Dioden-Gleichrichterbrücke, mehreren Kondensatoren, mehreren Widerständen, einem Transformator.

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit einer Dioden-Gleichrichterbrücke im linken Teil. Sie besteht aus zwei Dioden mit nach links zeigenden Dreiecken im oberen Teil und zwei Dioden mit nach rechts zeigenden Dreiecken im unteren Teil. Links ist die Brücke über einen horizontal eingezeichneten Kondensator mit einem Anschlusspunkt und einem zweiten, vertikal eingezeichneten Kondensator mit Masse verbunden. Auch der rechte Verknüpfungspunkt der Brücke liegt an Masse. Von den Verknüpfungspunkten oben und unten gehen jeweils Leiter nach rechts ab. Es gibt eine Verbindung zwischen diesen Leitern über drei in Reihe geschaltete Widerstände, von denen der mittlere verstellbar ist. Hier ist der Schleifkontakt mit einem Anschlusspunkt verbunden, der mit „f_OSZ“ beschriftet ist. Parallel zu den drei Widerständen ist die Primärwicklung eines Transformators geschaltet, die aus einer verstellbaren Spule besteht und die einen parallel geschalteten Kondensator besitzt. Nach oben und nach unten liegt die Primärwicklung über Kondensatoren an Masse, wobei der untere verstellbar ist. Die Sekundärwicklung des Transformators liegt unten an Masse und führt oben zu einem Anschlusspunkt, der mit „Pufferstufe“ beschriftet ist.
Abbildung A-9.1.3: Balancemodulator mit Diodenring

Man erkennt einen Balancemischer beziehungsweise Balancemodulator typischerweise an dem Diodenring, wie er in Abbildung A-9.1.3 dargestellt ist. Der Diodenring wird vom Oszillatorsignal $f_\mathrm{OSZ}$ angesteuert. Je nach Polarität des Oszillatorsignals leitet jeweils eines der beiden gegenüberliegenden Diodenpaare.

Dadurch wird das NF-Signal abwechselnd mit gleicher oder umgekehrter Polarität zum Ausgang übertragen. Vereinfacht betrachtet wird das NF-Signal also mit dem Oszillatorsignal multipliziert.

Der entscheidende Vorteil der symmetrischen Schaltung ist die Trägerunterdrückung: Die Anteile des Oszillatorsignals heben sich am Ausgang idealerweise gegenseitig auf. Ohne NF-Signal entsteht deshalb kein Ausgangssignal. Wird ein NF-Signal angelegt, entstehen dagegen das obere und das untere Seitenband, während der Träger unterdrückt bleibt.

Das Ausgangssignal wird als Doppelseitenband-Signal mit unterdrücktem Träger (DSB) bezeichnet.

AE206: Welche Baugruppe sollte für die analoge Erzeugung eines unterdrückten Zweiseitenband-Trägersignals verwendet werden?
AF302: Welcher Mischertyp ist am besten geeignet, um ein Doppelseitenbandsignal mit unterdrücktem Träger zu erzeugen?
AF308: Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen Modulator zur Erzeugung von ...
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit Dioden-Gleichrichterbrücke, mehreren Kondensatoren, mehreren Widerständen, einem Transformator.

2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit einer Dioden-Gleichrichterbrücke im linken Teil. Sie besteht aus zwei Dioden mit nach links zeigenden Dreiecken im oberen Teil und zwei Dioden mit nach rechts zeigenden Dreiecken im unteren Teil. Links ist die Brücke über einen horizontal eingezeichneten Kondensator mit einem Anschlusspunkt und einem zweiten, vertikal eingezeichneten Kondensator mit Masse verbunden. Auch der rechte Verknüpfungspunkt der Brücke liegt an Masse. Von den Verknüpfungspunkten oben und unten gehen jeweils Leiter nach rechts ab. Es gibt eine Verbindung zwischen diesen Leitern über drei in Reihe geschaltete Widerstände, von denen der mittlere verstellbar ist. Hier ist der Schleifkontakt mit einem Anschlusspunkt verbunden, der mit „f_OSZ“ beschriftet ist. Parallel zu den drei Widerständen ist die Primärwicklung eines Transformators geschaltet, die aus einer verstellbaren Spule besteht und die einen parallel geschalteten Kondensator besitzt. Nach oben und nach unten liegt die Primärwicklung über Kondensatoren an Masse, wobei der untere verstellbar ist. Die Sekundärwicklung des Transformators liegt unten an Masse und führt oben zu einem Anschlusspunkt, der mit „Pufferstufe“ beschriftet ist.
AD510: Welche Signale stehen am Ausgang eines symmetrisch eingestellten Balancemischers an?

Die Trägerunterdrückung eines Balancemodulators lässt sich vereinfacht mit zwei symmetrischen Zweigen beschreiben:

$$u_1(t)=\left(U_G+\hat U_\mathrm{m}\cos(\omega t)\right)\cos(\Omega t)$$ $$u_2(t)=\left(U_G-\hat U_\mathrm{m}\cos(\omega t)\right)\cos(\Omega t)$$

Am Ausgang werden beide Signale voneinander abgezogen:

$$u_\mathrm{out}(t)=u_1(t)-u_2(t)$$

Damit ergibt sich:

$$u_\mathrm{out}(t)=U_G\cos(\Omega t)+\hat U_\mathrm{m}\cos(\omega t)\cos(\Omega t)-U_G\cos(\Omega t)+\hat U_\mathrm{m}\cos(\omega t)\cos(\Omega t)$$

Die beiden Trägeranteile $U_G\cos(\Omega t)$ heben sich auf. Übrig bleibt:

$$u_\mathrm{out}(t)=2\hat U_\mathrm{m}\cos(\omega t)\cos(\Omega t)$$

Mit $\cos(a)\cos(b)=\frac{1}{2}\left(\cos(a+b)+\cos(a-b)\right)$ folgt:

$$u_\mathrm{out}(t)=\hat U_\mathrm{m}\left(\cos((\Omega+\omega)t)+\cos((\Omega-\omega)t)\right)$$

Das Ausgangssignal enthält damit nur noch das obere und das untere Seitenband. Der Träger bei $\Omega$ ist unterdrückt.

Damit sich das Oszillatorsignal am Ausgang möglichst vollständig aufhebt, muss die Schaltung symmetrisch, also ausbalanciert, sein. Bereits kleine Unterschiede in Amplitude oder Phase zwischen den beiden Signalwegen führen dazu, dass ein Rest des Trägers am Ausgang verbleibt. Die Amplitudensymmetrie kann beispielsweise mit einem Potentiometer abgeglichen werden. Für den Phasenabgleich wird in manchen Schaltungen zusätzlich ein Trimmkondensator verwendet. Ziel des Abgleichs ist eine möglichst hohe Trägerunterdrückung, während die beiden Modulationsseitenbänder erhalten bleiben.

Das folgende Applet zeigt den Trägerabgleich. Wenn der Regler auf der rechten Seite verschoben wird, zeigt sich der Träger plötzlich im Spektrum.

AF309: Wozu dienen $R_1$ und $C_1$ bei dieser Schaltung?
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit Dioden-Gleichrichterbrücke, mehreren Kondensatoren, mehreren Widerständen, einem Transformator.
2) Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit einer Dioden-Gleichrichterbrücke im linken Teil. Sie besteht aus zwei Dioden mit nach links zeigenden Dreiecken im oberen Teil und zwei Dioden mit nach rechts zeigenden Dreiecken im unteren Teil. Links ist die Brücke über einen horizontal eingezeichneten Kondensator mit einem Anschlusspunkt und einem zweiten, vertikal eingezeichneten Kondensator mit Masse verbunden. Auch der rechte Verknüpfungspunkt der Brücke liegt an Masse. Von den Verknüpfungspunkten oben und unten gehen jeweils Leiter nach rechts ab. Es gibt eine Verbindung zwischen diesen Leitern über drei in Reihe geschaltete Widerstände, von denen der mittlere („R_1“) verstellbar ist. Hier ist der Schleifkontakt mit einem Anschlusspunkt verbunden, der mit „f_OSZ“ beschriftet ist. Parallel zu den drei Widerständen ist die Primärwicklung eines Transformators geschaltet, die aus einer verstellbaren Spule besteht und die einen parallel geschalteten Kondensator besitzt. Nach oben und nach unten liegt die Primärwicklung über Kondensatoren an Masse, wobei der untere („C_1“) verstellbar ist. Die Sekundärwicklung des Transformators liegt unten an Masse und führt oben zu einem Anschlusspunkt, der mit „Pufferstufe“ beschriftet ist.

Der Balancemodulator bildet die erste Stufe eines SSB-Modulators und erzeugt ein DSB-Signal. Hinter dem Balancemodulator folgt als zweite Stufe ein schmalbandiges Bandpassfilter, wie in Abbildung A-9.1.4. Es lässt nur eines der beiden Seitenbänder passieren und unterdrückt das jeweils andere. Am Ausgang entsteht dadurch ein Einseitenband-Signal (SSB).

1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild mit Signalfluss von links nach rechts: Quelle, Verstärker, Mischer mit seitlichem Generator, Filter; Umschalter „LSB“ und „USB“ parallel zum Generator.

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein unbeschrifteter Kreis mit einem vertikalen Strich an der linken Seite. Rechts davon folgt ein Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker). Es schließt sich ein Block an, in dem ein Kreis mit einem diagonalen Kreuz dargestellt ist (Mischer). Von unten gibt es eine vertikale Verbindung von einem Block mit der Aufschrift „G“ (Oszillator). Die Verbindung ist mit „f_OSZ“ beschriftet. Unterhalb des Oszillators ist ein Umschalter zwischen „LSB“ und „USB“ eingezeichnet. Rechts vom Mischer gibt es einen mit „DSB“ beschrifteten Block, der zu einem Block mit drei wellenförmigen Linien (Filter) führt, von denen die obere und die untere Wellenlinie durchgestrichen ist. Darauf folgt ein Pfeil mit der Beschriftung „SSB“. Weitere Beschriftungen sind nicht vorhanden.
Abbildung A-9.1.4: Blockschaltbild zur Modulation von SSB mit der Filtermethode
AF306: Welches Schaltungsteil ist in der folgenden Blockschaltung am Ausgang des NF-Verstärkers angeschlossen?
1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild mit Signalfluss von links nach rechts: Quelle, Verstärker, Mischer mit seitlichem Generator, Filter; Umschalter „LSB“ und „USB“ parallel zum Generator.

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein unbeschrifteter Kreis mit einem vertikalen Strich an der linken Seite. Rechts davon folgt ein Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker). Es schließt sich ein Block an, in dem ein Kreis mit einem diagonalen Kreuz dargestellt ist (Mischer). Von unten gibt es eine vertikale Verbindung von einem Block mit der Aufschrift „G“ (Oszillator). Die Verbindung ist mit „f_OSZ“ beschriftet. Unterhalb des Oszillators ist ein Umschalter zwischen „LSB“ und „USB“ eingezeichnet. Rechts vom Mischer gibt es einen mit „DSB“ beschrifteten Block, der zu einem Block mit drei wellenförmigen Linien (Filter) führt, von denen die obere und die untere Wellenlinie durchgestrichen ist. Darauf folgt ein Pfeil mit der Beschriftung „SSB“. Weitere Beschriftungen sind nicht vorhanden.
AF304: Bei üblichen analogen Methoden zur Aufbereitung eines SSB-Signals werden ...
AF303: Wie kann mit analoger Technologie ein SSB-Signal erzeugt werden?
AF305: Dieses Blockschaltbild zeigt einen SSB-Sender. Die Stufe bei \glqq?" ist ein...
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Blockdiagramm eines Funksenders. Links ist ein NF-Verstärker, gefolgt von einem Balancemodulator. Vom Balancemodulator gehen Linien zu einem Block mit der Bezeichnung

Eine gute Implementierung für ein Funkgerät, das sowohl USB als auch LSB erzeugen soll, besteht darin, das Bandpassfilter fest auf einen bestimmten Frequenzbereich auszulegen. Ob das obere oder das untere Seitenband ausgefiltert wird, wird nicht durch eine Änderung des Filters bestimmt, sondern durch die Frequenz des Oszillators im Balancemodulator. Dazu stehen zwei unterschiedliche Quarzoszillatoren zur Verfügung.

Wird beispielsweise für USB die Oszillatorfrequenz $\qty{8998,5}{\kilo\hertz}$ gewählt, entstehen durch die Modulation zwei Seitenbänder. Das obere Seitenband wird dabei genau in den Durchlassbereich konstanten Filters verschoben, während das untere Seitenband außerhalb des Durchlassbereichs liegt und unterdrückt wird.

Für LSB wird auf die andere Quarzfrequenz von $\qty{9001,5}{\kilo\hertz}$ umgeschaltet. Dadurch verschiebt sich das gesamte DSB-Spektrum so, dass nun das untere Seitenband in den Durchlassbereich desselben Filters fällt und das obere Seitenband unterdrückt wird.

Der entscheidende Trick besteht also darin, das Filter unverändert zu lassen und stattdessen durch unterschiedliche Oszillatorfrequenzen die Lage des DSB-Signals zu verschieben. Ähnlich wie bei der Zwischenfrequenz eines Empfängers kann dadurch ein fest abgestimmtes, hochwertiges Filter für unterschiedliche Frequenzlagen genutzt werden.

AF307: Die folgende Blockschaltung zeigt eine SSB-Aufbereitung mit einem 9 MHz-Quarzfilter. Welche Frequenz wird in der Schalterstellung USB mit der NF gemischt?
1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild mit Signalfluss von links nach rechts: Signalquelle, Verstärker, Mischer mit seitlichem Oszillator und Umschalter „LSB“ und „USB“ und zwei zugehörigen Quarzfiltern sowie der Frequenzangabe „9,0015 MHz“, Filter.

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein unbeschrifteter Kreis mit einem vertikalen Strich an der linken Seite (Signalquelle). Rechts davon folgt ein Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker). Es schließt sich ein Block an, in dem ein Kreis mit einem diagonalen Kreuz dargestellt ist (Mischer). Von unten gibt es eine vertikale Verbindung von einem Block mit der Aufschrift „G“ (Oszillator) und der Beschriftung „f_OSZ“. Der Oszillator ist über einen Umschalter „LSB“ bzw. „USB“ mit jeweils einem Quarzfilter verbunden. Daneben steht die Frequenzangabe „9,0015 MHz“. Rechts vom Mischer führt ein mit „DSB“ beschrifteter Leiter zu einem Block mit drei wellenförmigen Linien (Filter), von denen die obere und die untere Wellenlinie durchgestrichen ist. Darauf folgt ein Pfeil nach rechts und der Beschriftung „SSB“. Weitere Beschriftungen sind nicht vorhanden.
Das folgende Applet visualisiert eine mögliche Filtermethode für die Einseitenbandmodulation. Mit den Buttons kann zwischen LSB und USB gewechselt werden. Die Frequenzen und das Spektrum werden entsprechend angepasst.

Frequenzen mit der Filtermethode bei LSB
Spektrum mit der Filtermethode bei LSB

Für die Erzeugung eines frequenzmodulierten Signals (FM) kann eine Kapazitätsdiode verwendet werden. Sie ist in Schaltplänen an dem kleinen Kondensatorsymbol neben der Diode zu erkennen, wie in Abbildung A-9.1.7.

Eine Kapazitätsdiode wird in Sperrrichtung betrieben. Ihre Kapazität hängt dabei von der anliegenden Sperrspannung ab. Wird sie als Teil des frequenzbestimmenden Schwingkreises eines Oszillators eingesetzt, verändert eine Änderung dieser Spannung die Resonanzfrequenz des Schwingkreises und damit die Frequenz des Oszillators.

Zur Frequenzmodulation wird der Gleichspannung an der Kapazitätsdiode das NF-Signal überlagert. Dadurch ändert sich ihre Kapazität im Takt des NF-Signals und die Oszillatorfrequenz wird entsprechend nach oben und unten verschoben. Auf diese Weise entsteht ein frequenzmoduliertes Signal.

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Schaltbild zeigt verschiedene elektrische Bauteile: Widerstände, Kondensatoren, Spule und eine Diode. Ein Transistor ist ebenfalls zu sehen. Mehrere Verbindungslinien sind zu den Bauteilen geführt. Der Text
Abbildung A-9.1.7: FM-Modulator mit Kapazitäts-Diode
AD508: Bei dieser Schaltung handelt es sich um einen Modulator zur Erzeugung von ...
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Schaltbild zeigt verschiedene elektrische Bauteile: Widerstände, Kondensatoren, Spule und eine Diode. Ein Transistor ist ebenfalls zu sehen. Mehrere Verbindungslinien sind zu den Bauteilen geführt. Der Text
AF310: Dieser Schaltungsauszug ist Teil eines Senders. Welche Funktion hat die Diode?
1) Kurzbeschreibung: Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern mit zwei Anschlusspunkten links („NF/Basisband“) und zwei Anschlusspunkten rechts („zum Oszillator“); im oberen Leiter eine Spule und zwei in Reihe geschaltete Kondensatoren; dazwischen Abzweigung nach oben über einen Widerstand zu Anschlusspunkt „+“; außerdem Abzweigung nach unten über eine Diode zum unteren horizontalen Leiter; rechts des zweiten Kondensators im oberen horizontalen Leiter Abzweigung nach unten über einen verstellbaren Kondensator zum unteren horizontalen Leiter; dazu parallel geschaltet eine Spule.

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus einem Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern mit zwei Anschlusspunkten links („NF/Basisband“) und zwei Anschlusspunkten rechts („zum Oszillator“). Im oberen Leiter liegt eine Spule mit einer gestrichelten Linie darüber, dahinter zwei in Reihe geschaltete Kondensatoren. Zwischen den Kondensatoren gibt es eine Abzweigung nach oben über einen Widerstand zu Anschlusspunkt „+“. Außerdem läuft eine Abzweigung nach unten über eine Diode (Dreieck nach oben mit Querlinie an der Dreiecksspitze) zum unteren horizontalen Leiter. Neben der Diode steht ein kleines Schaltzeichen für einen Kondensator. Rechts des zweiten Kondensators im oberen horizontalen Leiter führt eine Abzweigung nach unten über einen verstellbaren Kondensator (Schaltzeichen mit zwei horizontalen Linien, die mit einer diagonalen Linie durchgestrichen sind, an deren Ende sich ein Querstrich befindet). Dazu ist eine Spule (Schaltzeichen mit Halbbögen nach rechts) parallel geschaltet.

Mit großen NF-Spannungen kann man leicht viel größere Frequenzänderungen des Oszillators bewirken (FM-„Hub“) als zulässig. Daher ist eine „Hub“-Begrenzung durch eine Einstellung und Begrenzung der NF-Amplitude notwendig. Antiparallel geschaltete Dioden begrenzen die Spannung auf etwa die Dioden-Knickspannung. Ein Beispiel zeigen die Abbildungen A-9.1.8 und A-9.1.9.

1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild mit zwei horizontalen Leitern und mit Signalfluss von links nach rechts: Signalquelle, Verstärker „0,3 – 3,4 kHz“ im oberen horizontalen Leiter, zwei vertikale Abzweigungen zum unteren horizontalen Leiter mit zwei parallelen, entgegengesetzt eingezeichneten Dioden, parallel dazu ein variabler Widerstand, Verbindung vom Schleifkontakt zu einem Filter („3 kHz“); rechts zwei Anschlusspunkte „zum Oszillator“.

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit zwei horizontalen Leitern verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein unbeschrifteter Kreis mit einem vertikalen Strich an der linken Seite (Signalquelle). Im oberen horizontalen Leiter folgt ein Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker), der mit „0,3 – 3,4 kHz“ beschriftet ist. Dahinter folgen zwei vertikale Abzweigungen zum unteren horizontalen Leiter mit zwei parallelen, entgegengesetzt eingezeichneten Dioden. Parallel dazu ist ein varaibler Widerstand eingezeichnet, dessen Schleifkontakt mit einem Filter, beschriftet mit „3 kHz“, verbunden ist. Die beiden horizontalen Leiter haben rechts jeweils einen Anschlusspunkt, der „zum Oszillator“ führt.
Abbildung A-9.1.8: Schaltung zur Hub-Begrenzung
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1. Zusammenfassung: Dreiteilige Grafik mit den Überschriften „Eingangssignal“, „Verstärkung“ und „Ausgangssignal“, jeweils mit Achsen „Amplitude“ (vertikal) und „t“ (horizontal), die links eine kleine Sinuskurve, in der Mitte eine größere Sinuskurve mit zwei roten horizontalen Linien „Begrenzung“ und rechts ein oben und unten abgeflachtes Signal zeigen.

2. Detaillierte Beschreibung: 
- Linkes Koordinatensystem: Überschrift „Eingangssignal“. Vertikale Achse mit Pfeil nach oben: „Amplitude“. Horizontale Achse mit Pfeil nach rechts: „t“. Um die Nulllinie verläuft eine kleine, schwach ausgeprägte Sinuskurve, in mehreren dünnen blauen Varianten übereinander.
- Mittleres Koordinatensystem: Überschrift „Verstärkung“. Achsen wieder mit „Amplitude“ (vertikal) und „t“ (horizontal). Eine große Sinuskurve (schwarz) schwingt über und unter die Nulllinie hinaus. Zwei rote, waagerechte Linien liegen symmetrisch ober- und unterhalb der Nulllinie; neben der oberen Linie steht der rote Text „Begrenzung“. Innerhalb der schwarzen Kurve sind mehrere dünne blaue Sinuskurven mit etwas geringerer Amplitude gezeichnet.
- Rechtes Koordinatensystem: Überschrift „Ausgangssignal“. Achsen erneut „Amplitude“ (vertikal) und „t“ (horizontal). Die dargestellte Kurve verläuft abschnittsweise flach, mit oben und unten waagerechten Plateaus auf etwa der Höhe der zuvor gezeigten roten Linien; dazwischen verbinden schräge Übergänge die Plateaus. Mehrere dünne blaue Linien liegen an der Kontur dieser abgeflachten Kurve an.
Abbildung A-9.1.9: Begrenzung des Signals
AD509: Was ermöglicht die abgebildete Schaltung?
1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild mit zwei horizontalen Leitern und mit Signalfluss von links nach rechts: Signalquelle, Verstärker „0,3 – 3,4 kHz“ im oberen horizontalen Leiter, zwei vertikale Abzweigungen zum unteren horizontalen Leiter mit zwei parallelen, entgegengesetzt eingezeichneten Dioden, parallel dazu ein variabler Widerstand, Verbindung vom Schleifkontakt zu einem Filter („3 kHz“); rechts zwei Anschlusspunkte „zum Oszillator“.

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit zwei horizontalen Leitern verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein unbeschrifteter Kreis mit einem vertikalen Strich an der linken Seite (Signalquelle). Im oberen horizontalen Leiter folgt ein Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker), der mit „0,3 – 3,4 kHz“ beschriftet ist. Dahinter folgen zwei vertikale Abzweigungen zum unteren horizontalen Leiter mit zwei parallelen, entgegengesetzt eingezeichneten Dioden. Parallel dazu ist ein varaibler Widerstand eingezeichnet, dessen Schleifkontakt mit einem Filter, beschriftet mit „3 kHz“, verbunden ist. Die beiden horizontalen Leiter haben rechts jeweils einen Anschlusspunkt, der „zum Oszillator“ führt.

Weiter zum nächsten Abschnitt: Nicht-sinusförmige Signale