Die folgenden Aufgaben erfordern mehrere Rechenschritte bis zur Lösung. Dazu zerlegt man die Aufgabe in Teilbereiche, die zuerst berechnet und danach zusammengefasst werden. Bei dieser Vorgehensweise benötigt man keine großen Formeln und gelangt zuverlässig zu dem richtigen Ergebnis.
Wenn alle Widerstände gleich groß sind und durch $R_3$ ein Strom von 1 mA fließt, dann muss durch $R_2$ auch der gleiche Srtrom fließen, also auch 1 mA. Beide Ströme müssen in der Summe durch $R_1$ fließen. Alles klar? Wie komme ich nun auf die Gesamtspannung U? Diese Spannung muss so groß sein, dass durch den Gesamtwiderstand auch der Gesamtstrom fließen kann. Der Gesamtstrom entspricht dem Strom durch $R_1$. Eine kleine Formel hilft nun bei der Berechnung. U = I * R = 2 mA * 15 kΩ
Dieses Mal ist die Gesamtspannung angegeben und der Strom durch $R_3$ ist gesucht. Da alle Widerstände wieder 10 kΩ betragen, ergibt sich ein Gesamtwiderstand wie in der vorherigen Aufgabe. Der Gesamtstrom lässt sich mit der bekannten Formel $I = \frac {U}{R}$ ermitteln. Durch $R_3$ fließt wieder die Hälfte des Gesamtstroms, da $R_2$ und $R_3$ gleich groß sind.
Achtung: Hier werden KiloOhm mit Milliampere multipliziert. Die Lösung ist aber in Milliwatt angegeben.
Hinweis: 1 mW = 1/1000 W = 0,001 W; 1 W = 1000 mW
In der folgenden Widerstandsschaltung ist ein veränderbarer Widerstand (Potenziometer) eingebaut. Der Widerstandswert kann von 0 kΩ bis auf maximal 1 kΩ verändert werden. Egal in welcher Stellung sich der Schleifer des Potenziometers befindet, der Gesamtwiderstand muss immer kleiner als 300 Ω sein!
Lösung mit Rechnung: 100 Ω mit 200 Ω parallel (Potenziometer steht auf 0 Ω) ergibt einen Gesamtwiderstand von (100 Ω * 200 Ω) / (100 Ω + 200 Ω) = 67 Ω
100 Ω mit 1200 Ω (Potenziometer steht auf 1 kΩ) in Parallelschaltung ergibt einen Gesamtwiderstand von $\frac {100 Ω * 200 Ω}{(100 Ω + 200 Ω)} = 92 Ω . Zum Ergebnis muss noch der vorgeschaltete Widerstand mit 200 Ω addiert werden.
Nun untersuchen wir eine Widerstandsschaltung mit 4 Widerständen, die oft verwendet wird. Jeweils zwei Spannungsteiler in Parallelschaltung ergeben eine sogenannte Brückenschaltung. Brückenschaltungen werden z. B. in Widerstandsmessgeräten nach dem Prinzip einer Wheatstone Messbrücke angewendet.
Der Gesamtwiderstand lässt sich schrittweise ermitteln. Zuerst wird die Reihenschaltung berechnet und ergibt einen Gesamtwiderstand von 220 Ω + 2,2 kΩ = 2,42 kΩ. 2,42 kΩ liegen auch zwei Mal parallel, deshalb muss der Gesamtwiderstand die Hälfte betragen.
Das Ergebnis ist in Ohm angegeben.
In der Praxis ist ein Spannungsteiler oft durch $R_L$ belastet, wie es im Schaltbild zu sehen ist.
Die Spannung $U_2$ muss dann im Vergleich zum unbelasteten Spannungsteiler kleiner werden . $U_2$ kann man ermitteln, indem zuerst der Gesamtwiderstand $ R_{2L}$ der Parallelschaltung von $R_2$ und $R_L$ berechnet wird. Danach berechnet man den Gesamtwiderstand $R_{ges}$ der Schaltung und mit I = $\frac {U}{R_{ges}}$ den Gesamtstrom. Dieser Strom fließt auch durch den $R_{2L}$ und bewirkt den Spannungsfall $U_2$.
Lösungshilfen: AD 106: 30 V AD 107: 0,5 mA AD 108: 2,5 mW AD 109: 267 – 292 Ω AD 110: 1210 Ω AD 114: 1,8 V
Es gibt auch ein Experiment.
| Zusammenfassung |
|---|
| Aufgabe in Teilbereiche zerlegen |
| Teilbereiche berechnen |
| Kontrollüberlegung, ob das Ergenis stimmen kann |