Mischer II

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1) Kurze Zusammenfassung:
Ein I‑U‑Diagramm mit zwei Kennlinien: eine blaue, lineare Gerade (mit Widerstandssymbol) und eine orange, zunächst flache und dann steil ansteigende Kurve (mit Diodensymbol).

2) Detaillierte Beschreibung:
- Achsen: Waagerechte Achse mit Pfeil nach rechts und Beschriftung „U“, senkrechte Achse mit Pfeil nach oben und Beschriftung „I“. Auf der U‑Achse sind die Teilstriche mit „0,1 V“, „0,2 V“, „0,3 V“, „0,4 V“, „0,5 V“, „0,6 V“, „0,7 V“, „0,8 V“, „0,9 V“ und „1,0 V“ markiert. Die I‑Achse hat keine Zahlenmarken.
- Blaue Kennlinie: Eine gerade, ansteigende Linie beginnt im Ursprung und verläuft schräg nach oben bis nahe „1,0 V“. In der linken Bildhälfte, oberhalb der U‑Achse, befindet sich ein blaues Widerstandssymbol (Rechteck mit waagerechten Anschlusslinien).
- Orange Kennlinie: Eine Kurve liegt von „0,1 V“ bis etwa „0,6 V“ fast auf der U‑Achse und steigt ab ungefähr „0,7 V“ sehr steil nach oben; ihr oberes Ende wird am oberen Bildrand abgeschnitten. In der rechten Bildhälfte steht daneben ein orangefarbenes Diodensymbol (Dreieck, das nach rechts auf einen senkrechten Strich zeigt) mit waagerechten Anschlusslinien.
Abbildung EA-10.4.1: Linearer Widerstand und nichtlineare Diode

Steuerkennlinien von Baugruppen oder Bauelemten können linearen, nichtlinearen oder abschnittsweise gemischten Charakter haben. Zum Beispiel hat ein Widerstand eine lineare Kennline, die Kennlinie einer Diode ist hingegen nichtlinear EA-10.4.1.

Im linearen Bereich von Steuerkennlinien finden keine Verzerrungen der Eingangssignale statt da zu jeder Änderung eines Eingangssignals eine prozentual gleichgroße Änderung des Ausgangssignals erfolgt. Mathematisch entspricht dies einem linearen Verhalten (Addition). Ein Beispiel für eine durchgehend lineare Steuerkennlinie ist ein Widerstand. An linearen Steuerkennlinien oder im linearen Bereich von Steuerkennlinien findet kein Mischprozess statt.

Im nichtlinearen Bereich von Steuerkennlinien finden Verzerrungen der Eingangssignale statt, da eine Änderung eines Eingangssignals keine prozentual gleichgroße Änderung eines Ausgangssignals bewirkt. Mathematisch entspricht dies einem nichtlinearen Verhalten bei dem eine Multiplikation der Eingangsgrößen stattfindet und daher zusätzliche Mischprodukte (abhängig von der Form der Kennlinie) entstehen. Daher findet im nichtlinearen Bereich von Steuerkennlinien immer ein Mischprozess statt. Mischprodukte erzeugen immer zusätzliche Frequenzen im Ausgangssignal welche überwiegend als Summen und Differenzen der Eingangsfrequenzen im Ausgangssignal vorliegen.

In der Praxis bilden sich jedoch auch viele unerwünschte Mischprodukte höherer Ordnung, die durch technische Maßnahmen wie Filterung gezielt unterdrückt werden müssen.

AF212: In welchem Bereich der Steuerkennlinie arbeitet die Mischstufe eines Überlagerungsempfängers?

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1. Kurze Zusammenfassung: Schaltbild mit zwei Transformatoren (T1 links, T2 rechts), einer mittigen Diodenbrücke in Diamantform und einem unten angeschlossenen Messgerät; die Spannungen sind mit „U1“, „U2“ und „U3“ beschriftet.

2. Detaillierte Beschreibung: Links steht ein Transformator T1 mit einer Wicklung zum linken Rand, an der zwei offene Klemmen mit der Beschriftung „U1“ und einem nach unten zeigenden Pfeil eingezeichnet sind; die gegenüberliegende Wicklung von T1 ist nach rechts zur Mitte geführt. Rechts steht ein zweiter Transformator T2 mit einer Wicklung zum rechten Rand, an der zwei offene Klemmen mit der Beschriftung „U3“ und einem nach unten zeigenden Pfeil eingezeichnet sind; die gegenüberliegende Wicklung von T2 ist nach links zur Mitte geführt. In der Bildmitte befindet sich eine Diodenbrücke in Diamantform aus vier Dioden (jeweils mit Dreieck-und-Strich-Symbol), deren vier Eckpunkte als gefüllte schwarze Knoten dargestellt sind. Von diesen Eckknoten gehen Leitungen zu den inneren Wicklungsanschlüssen von T1 (links innen) und T2 (rechts innen). Eine lange Leitung verläuft am oberen Bildrand zwischen einem Eckknoten der Brücke und den Anschlüssen der beiden Transformatoren. Unten ist zwischen zwei Leitungen ein rechteckiges Messgerät mit drei wellenförmigen Linien im Inneren eingezeichnet; darunter steht „U2“ mit einem Pfeil nach rechts. Alle Verbindungen sind mit durchgehenden Linien gezeichnet, und die Knotenpunkte sind durch schwarze Punkte markiert.
Abbildung EA-10.4.2: Balancemischer, Ringmischer oder auch Ringmodulator

Ziel eines Mischers ist, dass an dessen Ausgang idealerweise nur die gewünschten Mischprodukte erscheinen und unerwünschte Mischprodukte sowie die Eingangssignale maximal unterdrückt werden.

Am besten erreicht man dieses Ziel mit Hilfe eines sog. Balancemischers. Dieser ist mit 4 Dioden oder Transistoren in Ringschaltung aufgebaut EA-10.4.2. Durch seinen damit symmetrischen Aufbau werden die Eingangssignale im Ausgang maximal unterdrückt. Andere Mischerbauformen wie z. B. Doppeldiodenmischer, Dualtransistormischer sowie additive Diodenmischer leiten durch ihren unsymmetrischen Aufbau immer auch eines der Eingangssignale auf den Ausgang durch.

Funktionsweise eines Ringmischers:

Der Lokal-Oszillator (U2 im Schaubild) schaltet immer zwei gegenüberliegende Dioden während einer Halbwelle leitend, während die beiden anderen Dioden gesperrt sind. In der nächsten Halbwelle des Lokal-Oszillators kehren sich die Verhältnisse genau um. Hierfür muss die Amplitude des Lokal-Oszillators (U2) ausreichend hoch sein, damit die Dioden während der positiven und negativen Halbwellen ausreichend durchgesteuert werden können.

Hierdurch arbeitet der Diodenring als Polwender für das am Eingang anliegende Signal (U1). Zum erreichen eines guten Mischergebnisses bezüglich unerwünschter Mischprodukte und Unterdrückung des Eingangssignals muss dessen Amplitude deutlich kleiner sein als die Amplitude des Lokal-Oszillators. Optimale Werte werden durch sog. High-Level-Ringmischer erreicht, deren LO-Eingangspegel im Bereich von bis zu 10 mW liegen können.

Wichtig ist, dass man den Ringmischer von der Schaltung eines Dioden-Gleichrichters, welcher sehr ähnlich aussieht, dadurch unterscheiden kann, dass die Dioden beim Ringmischer hintereinander als Ring geschaltet sind (Kathode jeweils mit folgender Anode der folgenden Diode verbunden). Beim Gleichrichter hingegen sind immer 2 Kathoden und 2 Anoden verbunden.

Der Balancemischer, der auch als Ringmischer oder Ringmodulator bezeichnet wird, ist am besten geeignet um unerwünschte Ausgangssignale zu unterdrücken.

AF213: Durch welchen Mischer werden unerwünschte Ausgangssignale am stärksten unterdrückt?
AF214: Welche Mischerschaltung unterdrückt am wirksamsten unerwünschte Mischprodukte und Frequenzen?

Weiter zum nächsten Abschnitt: Spiegelfrequenzen