Zeigerinstrumente ablesen

Zeigerinstrumente haben im Amateurfunk auch heute noch ihre Bedeutung nicht verloren. Viele Messgeräte wie Multimeter oder SWR-Meter arbeiten weiterhin mit Zeigeranzeigen. Während bei digitalen Anzeigen oft die letzte Stelle hin- und herspringt, bleibt ein Zeiger stabil. Änderungen des Messwerts sind sofort erkennbar und oft intuitiv ables- und interpretierbar. Deshalb setzen auch viele digitale Funkgeräte oder SDR-Programme weiterhin auf animierte Zeigeranzeigen.

Abbildung EA-3.4.1 zeigt ein Analoges Multimeter mit Zeigeranzeige. Wie bei digitalen Messgeräten sollte man auch bei Zeigerinstrumenten jede Messung im höchsten Messbereich beginnen. Das ist hier besonders wichtig: Ist der Messbereich zu niedrig eingestellt – etwa auf 10 V, während tatsächlich 100 V anliegen – schlägt der Zeiger nach rechts aus, prallt an den Anschlag und kann das Messgerät so beschädigen. Nach der ersten Messung im hohen Bereich kann auf den kleinsten Bereich heruntergeschaltet, der den Wert noch darstellen kann. So ist ein Ablesen sehr genau möglich.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1. Zusammenfassung: Nahaufnahme eines analogen Multimeters mit großer Zeigerskala, zentralem Drehschalter und eingesteckten Messleitungen.

2. Detaillierte Beschreibung: Das Bild zeigt die Front eines Messgeräts „HUNG CHANG HC-5050E“. Oben dominiert eine große, halbkreisförmige Skala mit mehreren übereinanderliegenden Teilungen; außen sind „OHMS“-Markierungen, darunter rote und schwarze Skalen für DCV.A, ACV (rms), ACV (P‑P), dB und weitere Bereiche zu sehen. Ein Spiegelstreifen unter der Skala dient zur Parallaxekorrektur; der Zeiger ist sichtbar. Darunter befinden sich Bedienfelder mit Aufdrucken und Schaltern: links ein geriffelter „0Ω ADJ“-Knopf und ein kleiner Schiebeschalter „POLARITY“, mittig ein „ZERO/ADJ“-Regler, rechts ein Kippschalter „POWER“ auf „ON“ sowie eine leuchtende grüne Kontroll-LED mit der Beschriftung „WORKING SIGN“. Im unteren Bereich sitzt ein großer, schwarzer Drehwahlschalter, umgeben von weißen und orangenen Bereichsangaben für Gleich- und Wechselspannung, Gleichstrom und Widerstand (z. B. 300, 120, 30, 12, 3 sowie X1, X10, X100, X1K, X10K, X100K). Links unten sind zwei Buchsen mit Beschriftung „12A“ und „COM“, rechts unten eine Buchse „V·Ω·A“; in „COM“ steckt ein blaues Kabel, in „V·Ω·A“ ein rotes Kabel. Zahlreiche Skalen- und Bereichsangaben sind fein bedruckt; das Gehäuse ist dunkel und zeigt leichte Gebrauchsspuren.
Abbildung EA-3.4.1: Hier ist der Messbereich 300 mA eingestellt. Das Gerät zeigt etwa 37 mA an.

Bei schräger Blickrichtung scheint der Zeiger einen falschen Wert anzuzeigen. In Abbildung EA-3.4.2 würde man statt 7 Volt nur etwas mehr als 6,9 Volt ablesen. Dieser Effekt heißt Parallaxenfehler.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: 1. Kurzzusammenfassung: Frontansicht einer analogen Messskala in einem beigen Gehäuse mit Zeigeranzeige und mehreren Skalen; der Zeiger steht nahe der 70 auf der äußeren Skala.

2. Detaillierte Beschreibung: Das Bild zeigt das Fenster eines analogen Messgeräts mit weißer Skalenfläche und halbkreisförmiger Mehrfachskala. Außen ist eine 0–90-Teilung mit feinen Strichen zu sehen, Zwischenwerte (z. B. 5, 10, 15, 20, 25, 30) sind in Blau markiert. Darunter verlaufen weitere Skalenbögen, u. a. eine mit logarithmischer Beschriftung in kΩ (0,5k, 1k, 2k, 5k, 10k, 20k, 50k). In der Mitte steht „A • V • Ω“. Ein schmaler Zeiger verläuft schräg nach oben rechts und zeigt knapp rechts von der 70 an. Unten links befinden sich kleine Piktogramme (u. a. ein Warnsymbol und eine „1,5“-Angabe) sowie der Text „15 • 50 • 20000 Hz“. Unten rechts ist ein teilweise sichtbarer „SIEMENS“-Schriftzug mit kleiner Modellbezeichnung. Das Gehäuse ist beige, der Skalenbereich durch Glas abgedeckt; am oberen linken Bildrand leuchtet ein grünes 7‑Segment‑Display mit „7.00“. Im linken Hintergrund ist ein dunkler, textiler oder gerippter Untergrund zu erkennen.
Abbildung EA-3.4.2: ungünstiger Blickwinkel auf eine Skala

Viele Zeigerinstrumente haben einen Spiegel zwischen den Skalen. Wenn sich der Zeiger genau mit seinem Spiegelbild deckt, schaut man gerade darauf. Dann liest man den richtigen Wert ab.

Vor dem Ablesen muss zunächst die richtige Skala gewählt werden, die zum eingestellten Messbereich passt. Falls nötig, wird die gesamte Skala mit einer Zehnerpotenz multipliziert oder dividiert. Die Zeigeranzeige in den folgenden Prüfungsfragen besitzt eine $\qty{100}{\volt}$- und eine $\qty{30}{\volt}$-Skala. Ist der Messbereich auf $\qty{100}{\volt}$ eingestellt, wird direkt an der $\qty{100}{\volt}$-Skala abgelesen. Bei einem Messbereich von $\qty{10}{\volt}$ liest man ebenfalls an der $\qty{100}{\volt}$-Skala ab, muss den Wert jedoch durch zehn teilen bzw. das Komma um eine Stelle nach links verschieben. Wird der Messbereich auf $\qty{30}{\volt}$ oder $\qty{300}{\volt}$ eingestellt, erfolgt die Ablesung an der $\qty{30}{\volt}$-Skala.

EI103: Welche Spannung wird bei dem folgenden Messinstrument angezeigt, wenn dessen Messbereich auf 10 V eingestellt ist?
1) Kurzbeschreibung: Halbrundes Analoginstrument mit zwei konzentrischen Skalen (außen 0 bis 100 und innen 0 bis 30) und einem langen Zeiger, der auf der Markierung 29 (außen) bzw. nahe 8,7 (innen) steht. Unten in der Mitte befindet sich ein „V“.

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt ein halbrundes Analoginstrument mit zwei Skalen. Außen verläuft eine Skala mit Markierungen bei „10“, „20“, „30“, „40“, „50“, „60“, „70“, „80“, „90“ und „100“, dazwischen feine Teilstriche für jeweils 1 Einheit. Unter dieser Skala liegt konzentrisch zur oberen Skala eine Skala mit den Markierungen „0“, „5“, „10“, „15“, „20“, „25“ und „30“ mit weiteren Markierungen für jeweils 0,5 Einheiten. Noch weiter innen befindet sich parallel zu den beiden Skalen ein weißer Streifen mit schwarzem Umriss ohne Markierungen. Ein langer, schwarzer Zeiger schneidet die äußere Skala bei 29 bzw. die innere Skala bei ungefähr 8,7. Unten in der Mitte der Abbildung steht ein „V“.
EI104: Welche Spannung wird bei dem folgenden Messinstrument angezeigt, wenn dessen Messbereich auf 300 V eingestellt ist?
1) Kurzbeschreibung: Halbrundes Analoginstrument mit zwei konzentrischen Skalen (außen 0 bis 100 und innen 0 bis 30) und einem langen Zeiger, der auf der Markierung 29 (außen) bzw. nahe 8,7 (innen) steht. Unten in der Mitte befindet sich ein „V“.

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt ein halbrundes Analoginstrument mit zwei Skalen. Außen verläuft eine Skala mit Markierungen bei „10“, „20“, „30“, „40“, „50“, „60“, „70“, „80“, „90“ und „100“, dazwischen feine Teilstriche für jeweils 1 Einheit. Unter dieser Skala liegt konzentrisch zur oberen Skala eine Skala mit den Markierungen „0“, „5“, „10“, „15“, „20“, „25“ und „30“ mit weiteren Markierungen für jeweils 0,5 Einheiten. Noch weiter innen befindet sich parallel zu den beiden Skalen ein weißer Streifen mit schwarzem Umriss ohne Markierungen. Ein langer, schwarzer Zeiger schneidet die äußere Skala bei 29 bzw. die innere Skala bei ungefähr 8,7. Unten in der Mitte der Abbildung steht ein „V“.

Weiter zum nächsten Abschnitt: Spitzen- und Effektivwert