Funkhorizont

Die Funkwellen im VHF- und UHF-Bereich verhalten sich ähnlich wie das Licht. Das Licht reicht maximal bis zum geografischen (sichtbaren) Horizont. Funkwellen schaffen ca. 15% mehr Reichweite, da sie ein wenig der Erdkrümmung folgen (Abbildung NEA-3.2.1). Wir sprechen dann vom Funkhorizont.

Der folgende Alt-Text wurde noch nicht geprüft: Kurz: Eine schematische Zeichnung zeigt eine dicke, wellige schwarze Linie mit den Beschriftungen S, E1, E2, E3 und E4; von der linken Spitze gehen drei rote, leicht abwärts geneigte Geraden nach rechts zu markierten Punkten.

Details: Über die ganze Breite verläuft eine dicke, unregelmäßig wellige schwarze Linie (mehrere Hügel und Täler). Auf dem linken ersten Hügel befindet sich ein kurzer senkrechter Strich mit einem kleinen, nach unten zeigenden, ungefüllten Dreieck; darunter steht die Beschriftung „S“. Von der Spitze dieses linken Zeichens starten drei rote, gerade Linien, die fächerförmig nach rechts führen: eine nahezu horizontal, eine leicht abwärts und eine stärker abwärts. Entlang der weiteren Wellen sind an mehreren Positionen ähnliche kleine, nach unten zeigende, ungefüllte Dreiecke an kurzen senkrechten Markierungen eingezeichnet. Unter der Linie sind von links nach rechts die Textbeschriftungen „S“, „E1“, „E2“, „E3“ und „E4“ platziert. Die roten Geraden verlaufen über die schwarze Kontur hinweg und treffen jeweils in der Nähe solcher Dreieck-Markierungen ein; die oberste rote Linie reicht weit nach rechts bis in den Bereich der Beschriftungen „E3“/„E4“. Achsen sind nicht vorhanden.
Abbildung NEA-3.2.1: Ausbreitung

Für eine zuverlässige Funkverbindung im VHF- und UHF-Bereich und besonders auch auf noch höheren Frequenzen ist meistens eine Sichtverbindung erforderlich. Hohe Gebäude oder Berge können die Funkverbindung beeinträchtigen. Je höher die Antenne ist, umso größer ist die Reichweite. Weit entfernte Stationen erreicht man von einem höheren Berg besser als aus einem Tal oder dem Stadtzentrum.

NH301: Wie weit etwa reicht der Funkhorizont im UKW-Bereich über den geografischen Horizont hinaus? Er reicht etwa ...
NH303: In dem folgenden Geländeprofil sei S ein Sender im 2 m-Band. Welche der Empfangsstationen E1 bis E4 wird das Signal des Senders wahrscheinlich am besten empfangen?
1) Kurzbeschreibung: Geländeprofil mit mehreren Hügeln und Tälern, markiert durch fünf kleine, nach unten gerichtete Dreiecke und den Beschriftungen S, E₁, E₂, E₃, E₄.

2) Ausführliche Beschreibung: Die Zeichnung zeigt ein Geländeprofil in Form einer durchgehenden Linie mit Hügeln und Tälern. Sie steigt zunächst zu einem ersten Hügel an; direkt an dessen Scheitelpunkt steht ein kleines, nach unten gerichtetes Dreieck. Darunter steht der Buchstabe „S“. Danach fällt die Linie in ein Tal, steigt wieder leicht an und senkt sich erneut zu einem flacheren Tal. In diesem Tal befinden sich zwei kleine, nach unten gerichtete Dreiecke (bei den Positionen „E₁“ und „E₂“). Weiter rechts bildet die Linie einen weiteren kleineren Hügel. An dessen Scheitel (Position „E₃“) steht wieder ein nach unten gerichtetes Dreieck. Am rechten Rand fällt die Linie wieder ab. Dort ist ein weiteres kleines, nach unten gerichtetes Dreieck zu sehen (Position „E₄“).
NH302: Wie wirkt sich die Antennenhöhe auf die Reichweite einer UKW-Verbindung aus? Die Reichweite steigt mit zunehmender Antennenhöhe, weil ...

Weiter zum nächsten Abschnitt: Troposphärische Inversionsbildung