Da keine Schaltung ideal arbeitet, liegt am Lastwiderstand $R_L$ eines Gleichrichters keine vollkommen konstante Gleichspannung an, sondern eine pulsierende Spannung. Sie entsteht aus den aufeinanderfolgenden positiven sinusförmigen Halbwellen und der Glättungswirkung der Kondensatoren. Diesen verbleibenden Wechselspannungsanteil bezeichnet man als Restwelligkeit. Ihre Frequenz beträgt $f=\qty{100}{\hertz}$, da auch die negative Halbwelle in den positiven Bereich gespiegelt wird und sich so die Netzfrequenz von $\qty{50}{\hertz}$ verdoppelt. Würde man diese pulsierende Gleichspannung über einen Spannungsteiler in einen Verstärker mit Lautsprecher einspeisen, dann könnte man einen $\qty{100}{\hertz}$ Brummton hören.
Hier kannst du Brummtöne mit den Frequenzen $\qty{50}{\hertz}$ und $\qty{100}{\hertz}$ anhören.
Kein Ton aktiv.
Diese Spannung kann mit einem Oszilloskop betrachtet werden, indem man nur den Wechselspannungsanteil oszilloskopiert (siehe Abbildung NEA-10.12.1: AC-Kopplung des Eingangs).
Mit der Taste „GD“ wird der Eingang des Oszilloskops auf Null Volt geschaltet. Bei nicht gedrückter Taste AC/DC erfolgt eine kapazitive Kopplung des Oszilloskopeingangs und es wird nur der Wechselspannungsanteil des Eingangssignals angezeigt. Bei gedrückter Taste AC/DC erfolgt eine galvanische Kopplung des Oszilloskopeingangs und der Gleichspannungsanteil einer Wechselspannung wird auch angezeigt.
In der Folgenden Frage muss Frequenz als auch die Amplitude der Restwelligkeit bestimmt werden.