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Bei einem belasteten Spannungsteiler gelten diese Formeln nicht. Fragen dazu folgen in der Klasse A.
Eine Reihenschaltung von zwei Widerständen verwendet man auch als Spannungsteiler. Einen wichtigen Spannungsteiler findet man z.B. an der Basis eines Transistors in einer Verstärkerschaltung.
Man spricht deshalb vom Basis-Spannungsteiler. Zuerst betrachten wir aber einen unbelasteten Spanungsteiler, wie er in den folgenden Aufgaben vorkommt.
Abbildung 171: Spannungsteiler
Grundregel gilt für den unbelasteten Spanungsteiler:
Die anliegenden Spannungen verhalten sich wie die Widerstände. Dies bedeutet, dass an einem hochohmigen Widerstand eine große Spannung und an einem niederohmigen Widerstand eine kleine Spannung messbar ist.
Dieser Zusammenhang kann in einer Formel dargestellt werden:
U2U1=R2R1
oder
U2Uges1=R2Rges
oder
U1U2=R1R2
(siehe Formelsammlung Seite 235 oben links – Stichwort: Spannungsteiler (unbelastet))
Bei den folgenden Fragen wird der Begriff Spannnungsteiler nicht direkt erwähnt, aber durch die Wortwahl : „Wie teilt sich die Spannung an zwei in Reihe geschalteten Widerständen auf ....“ sollte man erkennen, dass es sich um einen Spannungsteiler handelt.
Diesen Zusammenhang kann man als Formel angeben.
U2U1=15
U1=U2∗15
U1=5∗U2
ED101: Wie teilt sich die Spannung an zwei in Reihe geschalteten Widerständen auf, wenn R1 = 5-mal so groß ist wie R2?
Es sind keine konkreten Widerstandswerte angegeben, deshalb ist das Ergebnis als allgemeine Formel darzustellen.
Laut Fragestellung ist R1 5-mal größer als R2, also muss an ihm auch eine 5-mal größere Spannung gemessen werden können.
Dieser Zusammenhang in einer Formel dargestellt lautet nun:
U2U1=61
U1=U2∗61
U1=6U2
ED102: Wie teilt sich die Spannung an zwei in Reihe geschalteten Widerständen auf, wenn R1=61 von R2 ist?
Bei dieser Frage besteht der umgekehrte Zusammenhang wie bei der Frage ED 101. Laut Fragestellung ist R1 6-mal kleiner als R2, also muss an ihm auch eine 6-mal kleinere Spannung gemessen werden können.
Selbstverständlich kann dieses Ergebnis auch mit der Formel aus der Formelsammlung Seite 235 berechnet werden.
UGU2=R1+R2R2
und diese dann nach U2 umgestellt: U2=R1+R2R2⋅UG
Wer ungern mathematische Formeln anwenden will, sollte sich den Zusammenhang immer in Worten überlegen.
Zur Wiederholung:
Die Spannungen verhalten sich wie die Widerstände.
9V liegt an 30 kΩ.
10 kΩ = 1/3 von 30 kΩ. 20 kΩ = 2/3 von 30 kΩ.
Die Teilspannungen verhalten sich deshalb wie 1/3 UG zu 2/3 UG.
1/3 der Gesamtspannung liegt an R1 und 2/3 der Gesamtspannung liegt an R2.
Lösungshinweis zu ED103 : 2/3 von 9V = 6 V.
Zusammenfassung:
MERKE: Die Teilspannungen verhalten sich wie die Widerstände!
Formel Seite 235
U2U1=R2R1
oder
U2Uges1=R2Rges
oder
U1U2=R1R2
ED103: Die Gesamtspannung U an folgendem Spannungsteiler beträgt 9 V. Die Widerstände haben die Werte R1 = 10 kΩ und R2 = 20 kΩ. Wie groß ist die Teilspannung U2?
Bei dieser Frage sind konkrete Widerstandswerte angegeben, die zur Ermittlung des Spannungsteilerverhältnisses dienen. R1 verhält sich zu R2 wie 10 kΩ zu 20 kΩ, also 1 zu 2. U2 muss deshalb doppelt so groß sein wie U1. Es ist aber die Gesamtspannung UG angegeben. Diese liegt an einem Gesamtwiderstand von 30 kΩ und wird deshalb im Verhältnis 30 zu 20 (oder 3 zu 2) bezogen auf R2 aufgeteilt. An R2 muss deshalb die Spannung 2/3 von UG gemessen werden können.