Wasserfalldiagramm

Die Frequenz am Funkgerät stellt man mit einem Drehknopf oder über Tasten ein. Aus dem Empfänger sind nur Stationen zu hören, die auf der eingestellten Frequenz senden. Stationen, die auf höheren oder tieferen Frequenzen senden, sind nicht hörbar. Wenn man herausfinden will, ob irgendwo eine Station sendet, muss man langsam „über das Band drehen“ und aufmerksam horchen.

Moderne Funkgeräte bieten neben der Frequenzanzeige zusätzlich die Darstellung von „Amplitudenspektrum“ und „Wasserfalldiagramm“. Damit kann man auf einen Blick erkennen, ob ober- oder unterhalb der eingestellten Frequenz weitere Stationen senden und wie stark diese sind. Beide Anzeigen stellen auf der waagerechten Achse einen Frequenzbereich dar. In den Abbildungen ist dies ein Teilbereich des 2 m-Bandes. In der Mitte dieser Achse befindet sich die eingestellte Frequenz, auf der hier gerade ein starkes Empfangssignal zu sehen ist.

1) Kurzbeschreibung: Display eines Funkgerätes mit Frequenzanzeige „144.315.00“, Spektrums- und Wasserfalldarstellung eines starken Signals in der Mitte.

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt das Display eines Funkgerätes auf schwarzem Untergrund. Neben weiteren Beschriftungen steht in der Mitte in großen, weißen Ziffern die Frequenz „144.315.00“. Darunter ist in blauer Farbe die Anzeige des Spektrums um die eingestellte Frequenz zu sehen, die von den Angaben „–50k“ (links) und „+50k“ (rechts) begrenzt wird. In der Mitte gibt es einen schmalen, hohen Peak mit kleineren Flanken. Darunter befindet sich ein Wasserfalldiagramm auf dunkelblauem Hintergrund mit einer hellblau-weißen vertikalen Spur unterhalb des Peaks.
Abbildung NE-2.10.1: Display eines ICOM IC-9700 mit Frequenzanzeige, Amplitudenspektrum und Wasserfalldiagramm. Eine starke Station wird empfangen.

Beim Amplitudenspektrum (Abbildung NE-2.10.2) ist die oberhalb der Achse angezeigte Amplitude umso höher, je stärker ein Signal ist. Sind Stationen aktiv, kann man sie im Amplitudenspektrum sofort erkennen.

1) Kurzbeschreibung: Display eines Funkgerätes mit Frequenzanzeige „144.315.00“, Spektrums- und hervorgehobene Wasserfalldarstellung eines starken Signals in der Mitte.

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt das Display eines Funkgerätes auf schwarzem Untergrund. Neben weiteren Beschriftungen steht in der Mitte in großen, weißen Ziffern die Frequenz „144.315.00“. Darunter ist in blauer Farbe die Anzeige des Spektrums um die eingestellte Frequenz zu sehen, die von den Angaben „–50k“ (links) und „+50k“ (rechts) begrenzt wird. In der Mitte gibt es einen schmalen, hohen Peak mit kleineren Flanken. Darunter befindet sich ein Wasserfalldiagramm auf dunkelblauem Hintergrund mit einer hellblau-weißen vertikalen Spur unterhalb des Peaks. Die Darstellung des Spektrums ist hervorgehoben, der Rest der Abbildung ist abgeblendet.
Abbildung NE-2.10.2: Display eines ICOM IC-9700. Hervorgehoben ist das Amplitudenspektrum

Das Wasserfalldiagramm (Abbildung NE-2.10.3) hingegen zeigt auf der senkrechten Achse den zeitlichen Verlauf der Signalamplituden als Farbton und/oder Helligkeit. Da diese Darstellung – wie ein Wasserfall – langsam von oben nach unten durchläuft, kann man gut erkennen, wann eine Aussendung beginnt und wann sie wieder endet. Je farbintensiver und heller der Wasserfall ist, desto stärker ist das Signal.

1) Kurzbeschreibung: Display eines Funkgerätes mit Frequenzanzeige „144.315.00“, Spektrums- und hervorgehobene Wasserfalldarstellung eines starken Signals in der Mitte.

2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt das Display eines Funkgerätes auf schwarzem Untergrund. Neben weiteren Beschriftungen steht in der Mitte in großen, weißen Ziffern die Frequenz „144.315.00“. Darunter ist in blauer Farbe die Anzeige des Spektrums um die eingestellte Frequenz zu sehen, die von den Angaben „–50k“ (links) und „+50k“ (rechts) begrenzt wird. In der Mitte gibt es einen schmalen, hohen Peak mit kleineren Flanken. Darunter befindet sich ein Wasserfalldiagramm auf dunkelblauem Hintergrund mit einer hellblau-weißen vertikalen Spur unterhalb des Peaks. Das Wasserfalldiagramm ist hervorgehoben, der Rest der Abbildung ist abgeblendet.
Abbildung NE-2.10.3: Display eines ICOM IC-9700. Hervorgehoben ist der Wasserfall

NF104: Die Darstellung zeigt das Display eines Transceivers. Wie wird die Anzeige 3 bezeichnet?
1) Kurzbeschreibung: Bedien- und Anzeigefeld eines Funkgeräts mit großer Frequenzanzeige „144.315.0“, mehreren Balkenanzeigen mit Skalen sowie einer Spektrums- und Wasserfall-Darstellung; Elemente sind mit ① bis ④ markiert.

2) Ausführliche Beschreibung: Oben links stehen große Sieben-Segment-Ziffern „144.315.0“, rechts daneben „USB“ und darunter „TX“. Oben rechts ist ein Lautsprechersymbol über einem horizontalen Balken mit der Beschriftung „0“ links und „100“ rechts; der Balken ist zu etwa vier Fünfteln dunkelgrau gefüllt. Links darunter befindet sich ein langer horizontaler Balken mit Skala. Oberhalb stehen die Werte „1 3 5 7 9 +20 +40“, unterhalb des Balkens steht eine zweite Skala „1 5 10 15 20“. Der Balken ist von links bis zur Markierung „9“ dunkelgrau gefüllt, der Rest ist weiß. Links am unteren Skalenbalken zeigt ein Pfeil mit der runden Kennzeichnung „②“ auf den Balken. Rechts daneben ist ein weiterer horizontaler Balken mit den Markierungen „1 2 3 ∞“. Dieser Balken ist von links bis zu einem Wert von ca. 1,3 dunkelgrau gefüllt, der Rest ist weiß. Ein Pfeil mit der runden Kennzeichnung „①“ zeigt auf den Balken. Durch die Mitte der Abbildung führt eine horizontale Trennlinie. Im Feld darunter ist in der Mitte ein grau unterlegtes Spektrum mit schwarzer Kurve zu sehen: links der Mitte steigt die Kurve steil zu einem Spitzenwert an und fällt danach unruhig ab. Rechts im mittleren Feld steht die runde Kennzeichnung „③“. Im unteren Feld erscheint eine Wasserfall-Darstellung: dunkler Hintergrund, in der Mitte ein sehr heller, schmaler vertikaler Streifen; links davon eine schmale, vertikal gestrichelte Linie; rechts davon ein vertikal angeordnetes Linienmuster. Links unten steht die runde Kennzeichnung „④“.
NF105: Die Darstellung zeigt das Display eines Transceivers. Wie wird die Anzeige 4 bezeichnet?
1) Kurzbeschreibung: Bedien- und Anzeigefeld eines Funkgeräts mit großer Frequenzanzeige „144.315.0“, mehreren Balkenanzeigen mit Skalen sowie einer Spektrums- und Wasserfall-Darstellung; Elemente sind mit ① bis ④ markiert.

2) Ausführliche Beschreibung: Oben links stehen große Sieben-Segment-Ziffern „144.315.0“, rechts daneben „USB“ und darunter „TX“. Oben rechts ist ein Lautsprechersymbol über einem horizontalen Balken mit der Beschriftung „0“ links und „100“ rechts; der Balken ist zu etwa vier Fünfteln dunkelgrau gefüllt. Links darunter befindet sich ein langer horizontaler Balken mit Skala. Oberhalb stehen die Werte „1 3 5 7 9 +20 +40“, unterhalb des Balkens steht eine zweite Skala „1 5 10 15 20“. Der Balken ist von links bis zur Markierung „9“ dunkelgrau gefüllt, der Rest ist weiß. Links am unteren Skalenbalken zeigt ein Pfeil mit der runden Kennzeichnung „②“ auf den Balken. Rechts daneben ist ein weiterer horizontaler Balken mit den Markierungen „1 2 3 ∞“. Dieser Balken ist von links bis zu einem Wert von ca. 1,3 dunkelgrau gefüllt, der Rest ist weiß. Ein Pfeil mit der runden Kennzeichnung „①“ zeigt auf den Balken. Durch die Mitte der Abbildung führt eine horizontale Trennlinie. Im Feld darunter ist in der Mitte ein grau unterlegtes Spektrum mit schwarzer Kurve zu sehen: links der Mitte steigt die Kurve steil zu einem Spitzenwert an und fällt danach unruhig ab. Rechts im mittleren Feld steht die runde Kennzeichnung „③“. Im unteren Feld erscheint eine Wasserfall-Darstellung: dunkler Hintergrund, in der Mitte ein sehr heller, schmaler vertikaler Streifen; links davon eine schmale, vertikal gestrichelte Linie; rechts davon ein vertikal angeordnetes Linienmuster. Links unten steht die runde Kennzeichnung „④“.
NF106: Die Darstellung zeigt das Display eines Transceivers. Was wird im Wasserfalldiagramm dargestellt und wie erfolgt die Darstellung?
1) Kurzbeschreibung: Bedien- und Anzeigefeld eines Funkgeräts mit großer Frequenzanzeige „144.315.0“, mehreren Balkenanzeigen mit Skalen sowie einer Spektrums- und Wasserfall-Darstellung; Elemente sind mit ① bis ④ markiert.

2) Ausführliche Beschreibung: Oben links stehen große Sieben-Segment-Ziffern „144.315.0“, rechts daneben „USB“ und darunter „RX“. Oben rechts ist ein Lautsprechersymbol über einem horizontalen Balken mit der Beschriftung „0“ links und „100“ rechts; der Balken ist zu etwa vier Fünfteln dunkelgrau gefüllt. Links darunter befindet sich ein langer horizontaler Balken mit Skala. Oberhalb stehen die Werte „1 3 5 7 9 +20 +40“, unterhalb des Balkens steht eine zweite Skala „1 5 10 15 20“. Der Balken ist von links bis zur Markierung „9“ dunkelgrau gefüllt, der Rest ist weiß. Links am unteren Skalenbalken zeigt ein Pfeil mit der runden Kennzeichnung „②“ auf den Balken. Rechts daneben ist ein weiterer horizontaler Balken mit den Markierungen „1 2 3 ∞“. Dieser Balken ist weiß. Ein Pfeil mit der runden Kennzeichnung „①“ zeigt auf den Balken. Durch die Mitte der Abbildung führt eine horizontale Trennlinie. Im Feld darunter ist in der Mitte ein grau unterlegtes Spektrum mit schwarzer Kurve zu sehen: links der Mitte steigt die Kurve steil zu einem Spitzenwert an und fällt danach unruhig ab. Rechts im mittleren Feld steht die runde Kennzeichnung „③“. Im unteren Feld erscheint eine Wasserfall-Darstellung: dunkler Hintergrund, in der Mitte ein sehr heller, schmaler vertikaler Streifen; links davon eine schmale, vertikal gestrichelte Linie; rechts davon ein vertikal angeordnetes Linienmuster. Links unten steht die runde Kennzeichnung „④“.

Man darf das Amplitudenspektrum nicht mit dem Oszillogram verwechseln, das wir bereits kennengelernt haben. Das Amplitudenspektrum zeigt auf der horizontalen Achse, also von links nach rechts, die Amplituden für verschiedene Frequenzen an. Man kann also erkennen, welche Anteile die unterschiedlichen Frequenzen am Gesamtsignals haben. Beim Oszillogram hingegen werden die Amplituden zu verschiedenen Zeitpunkten gezeigt. Von links nach rechts ist der zeitliche Verlauf zu sehen.

NI401: Was ist der Unterschied zwischen einem Oszillogramm und einem Amplitudenspektrum?

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