Die erste Empfangsstation

Eine einfache Empfangsstation besteht aus drei Teilen:

  • einem Empfänger oder einem Transceiver, der nur zum Empfang benutzt wird
  • einer passenden Antenne
  • einer Verbindung zwischen Antenne und Gerät

Für erste Versuche genügt oft schon ein vorhandener Weltempfänger, ein kleiner SDR-USB-Stick oder ein Handfunkgerät. Wichtig ist, dass das Gerät die gewünschten Amateurfunkbänder und die dort benutzten Modulationsarten empfangen kann.

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Abbildung SWL-1.3.1: Empfang von Satellitenfunk mit einem SDR-Stick und einem Computer

Ein moderner SDR stellt einen größeren Frequenzbereich gleichzeitig als Spektrum und Wasserfall dar (vgl. SWL-1.3.1). Dadurch lassen sich aktive Stationen leichter finden. Ein klassischer Empfänger wird dagegen schrittweise über das Band abgestimmt. Beide Wege trainieren das genaue Hinhören.

Der Empfänger wählt aus allen an der Antenne anliegenden Signalen einen kleinen Frequenzbereich aus und macht die darin enthaltene Information hör- oder sichtbar. Ein Transceiver vereint Empfänger und Sender in einem Gerät. Das Wort setzt sich aus Transmitter und Receiver zusammen.

Auch wenn man kein Funkamateur ist, darf man ein Amateurfunkgerät kaufen. Nur das Senden ist ohne Zulassung nicht erlaubt. Wer keine Zulassung zum Amateurfunkdienst besitzt, darf mit einem Transceiver also Amateurfunkaussendungen empfangen, aber nicht senden. Die PTT-Taste bleibt unbenutzt.

Vor dem Kauf sollte geklärt werden, welche Bänder gehört werden sollen. Ein Kurzwellenempfänger und ein VHF/UHF-Handfunkgerät erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Auch hier können erfahrene Funkamateure im Ortsverband bei der Auswahl helfen.

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Für die SWL-Tätigkeit sind vor allem folgende Eigenschaften wichtig:

  • Empfang der gewünschten Frequenzbereiche
  • Unterstützung von AM, SSB, CW und gegebenenfalls FM
  • fein einstellbare Frequenz und passende Filterbandbreiten
  • Anschluss für eine externe Antenne
  • gut ablesbare Signalstärkeanzeige

Ein Empfänger muss nicht teuer sein. Wichtiger ist, das vorhandene Gerät sicher bedienen zu können. Dazu gehören die Wahl von Frequenz und Modulationsart, die Einstellung der Verstärkung sowie der sinnvolle Einsatz von Filtern. Zu breite Filter lassen benachbarte Stationen durch, zu schmale Filter können Sprache oder digitale Signale unverständlich machen.

Die Antenne hat großen Einfluss auf das Ergebnis. Für Kurzwelle können bereits einige Meter Draht gute Signale liefern. Auf VHF und UHF sind abgestimmte Vertikal- oder Richtantennen üblich. Eine Außenantenne empfängt meist besser als eine Zimmerantenne, muss aber sicher montiert und gegen Witterungseinflüsse geschützt werden.

Auch wenn nur empfangen wird, gelten bei Außenantennen die Regeln für Blitzschutz, Abstände zu Energieleitungen, standsichere Montage und das Baurecht.

Für die ersten Hörversuche werden das passende Band und die richtige Modulationsart gewählt und die Lautstärke angenehm eingestellt. Danach wird langsam über das Band gedreht oder man schaut im Wasserfall auf die Signale. Papier und Stift sollten von Anfang an bereitliegen.