Die Ionosphäre liegt im oberen Bereich der Erdatmosphäre. Sonnenstrahlung erzeugt dort elektrisch geladene Teilchen. Kurzwellen können an diesen Bereichen gebrochen und zur Erde zurückgelenkt werden. Dadurch sind Empfangswege über Hunderte oder Tausende Kilometer möglich (vgl. Abbildung SWL-3.1.1).
Die Ausbreitung ändert sich mit Tageszeit, Jahreszeit, Frequenz und Sonnenaktivität. Ein wesentlicher langfristiger Einfluss ist der ungefähr elfjährige Sonnenzyklus (vgl. SWL-3.1.2). In Phasen hoher Sonnenaktivität gibt es mehr Sonnenflecken und dadurch werden höhere Kurzwellenfrequenzen häufiger über große Entfernungen nutzbar.
Niedrige Kurzwellenbänder sind oft am Abend und in der Nacht besonders interessant. Höhere Kurzwellenbänder öffnen eher am Tag. Das sind Faustregeln, keine Garantie: Gerade die Veränderungen machen das Beobachten spannend.
Zwischen der Reichweite der Bodenwelle und dem ersten Auftreffen der Raumwelle kann eine tote Zone liegen (vgl. SWL-3.1.1). Dann hört man unter Umständen nur eine Station eines QSO, obwohl beide einander gut empfangen.