Aufbau eines Senders

1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild mit Signalfluss von links nach rechts: Quelle („1“), Verstärker („2“), Mischer („3“) mit seitlichem Generator („4“), Filter („5“), weiterer Verstärker („6“), weiteres Filter („7“), Antenne (8).

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein unbeschrifteter Kreis mit einem vertikalen Strich an der linken Seite („1“). Rechts davon folgt ein Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker) („2“). Es schließt sich ein Block an, in dem ein Kreis mit einem diagonalen Kreuz dargestellt ist (Mischer) („3“). Von unten gibt es eine vertikale Verbindung von einem Block mit der Aufschrift „G“ und drei wellenförmigen Linien (Generator) („4“). Rechts vom Mischer steht ein Block mit drei wellenförmigen Linien (Filter), von denen die obere und die untere Wellenlinie durchgestrichen sind („5“). Darauf folgt ein weiterer Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker) („6“). Rechts davon befindet sich ein weiterer Block mit drei wellenförmigen Linien (Filter), von denen die beiden oberen Wellenlinien durchgestrichen sind („7“). Aus dessen Ausgang führt der Leiter nach rechts oben zu einem Antennensymbol (V-förmiges Symbol) („8“). Weitere Beschriftungen sind nicht vorhanden.
Abbildung N-9.5.1: Blockdiagramm eines einfachen Senders

In Abbildung N-9.5.1 wird gezeigt, aus welchen Komponenten man einen AM-Sender aufbauen kann. Einige der Blöcke kennen wir schon vom Empfänger, andere sind neu:

  1. Mikrofon: Das Mikrofon wandelt die Schallwellen der Sprache in niederfrequente elektrische Schwingungen um. Man kann stattdessen aber auch, z. B. für digitale Übertragungsverfahren, das niederfrequente Signal vom Audio-Ausgang eines Computers verwenden.
  2. Niederfrequenz-Verstärker: Das Signal vom Mikrofon bzw. Computer wird zunächst verstärkt.
  3. Mischer: Der Mischer fügt den vom Oszillator (4) erzeugten Hochfrequenzträger mit der niederfrequenten Schwingung vom Mikrofon bzw. Computer zusammen. Das führt dazu, dass der Hochfrequenzträger mit dem Sprach- bzw. Datensignal amplitudenmoduliert wird.
  4. Oszillator: Der Oszillator erzeugt die hochfrequente Schwingung mit der Frequenz, auf der gesendet werden soll, beispielsweise $\qty{29,5}{\mega\hertz}$.
  5. Bandpassfilter: Da der Mischer aufgrund seiner Funktionsweise neben den gewünschten Frequenzen auch weitere, unerwünschte Frequenzen erzeugt, müssen diese mit einem Bandfilter gesperrt werden.
  6. Hochfrequenz-Verstärker: Das Hochfrequenzsignal wird nun verstärkt, damit es über die gewünschte Sendeleistung verfügt.
  7. Tiefpassfilter: Da auch die Verstärkung unerwünschte Frequenzen erzeugen kann, muss jetzt nochmal gefiltert werden.
  8. Antenne: Das Hochfrequenzsignal wird nun an die Antenne gegeben und von dieser als Funkwelle abgestrahlt.

Wenn ein Mischer zwei Signale zusammenfügt, dann entspricht das mathematisch einer Multiplikation der beiden Signale. Daher findet sich auch das Malkreuz im Block-Symbol für den Mischer wieder. Wie ein Mischer genau funktioniert, ist Inhalt des Kurses für die Klasse A.

NF401: Was stellt folgendes Blockdiagramm dar?
1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild mit Signalfluss von links nach rechts: Quelle, Verstärker, Mischer mit seitlichem Generator, Filter, weiterer Verstärker, weiteres Filter, Antenne.

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein unbeschrifteter Kreis mit einem vertikalen Strich an der linken Seite. Rechts davon folgt ein Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker). Es schließt sich ein Block an, in dem ein Kreis mit einem diagonalen Kreuz dargestellt ist (Mischer). Von unten gibt es eine vertikale Verbindung von einem Block mit der Aufschrift „G“ und drei wellenförmigen Linien. Rechts vom Mischer steht ein Block mit drei wellenförmigen Linien (Filter), von denen die obere und die untere Wellenlinie durchgestrichen ist. Darauf folgt ein weiterer Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker). Rechts davon befindet sich ein weiterer Block mit drei wellenförmigen Linien (Filter), von denen die beiden oberen Wellenlinien durchgestrichen sind. Aus dessen Ausgang führt der Leiter nach rechts oben zu einem Antennensymbol (V-förmiges Symbol). Weitere Beschriftungen sind nicht vorhanden.
NF403: Das nachfolgende Blockschaltbild zeigt einen einfachen Sender. An welcher Stelle befindet sich welche Stufe?
1) Kurzbeschreibung: Blockschaltbild aus sechs Baugruppen und mit Signalfluss von links nach rechts. Die dritte Baugruppe ist von unten mit der zweiten Baugruppe verbunden.

2) Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein unbeschrifteter Kreis mit einem vertikalen Strich an der linken Seite. Rechts davon folgt ein Block (oben mit „1“ beschriftet) mit einem nach rechts zeigenden Dreieck. Es schließt sich ein Block („2“) an, in dem ein Kreis mit einem diagonalen Kreuz dargestellt ist. Von unten gibt es eine vertikale Verbindung von einem Block („3“) mit der Aufschrift „G“ und drei wellenförmigen Linien. Rechts von „2“ steht ein Block mit drei wellenförmigen Linien („4“), von denen die obere und die untere Wellenlinie durchgestrichen ist. Darauf folgt ein weiterer Block („5“) mit einem nach rechts zeigenden Dreieck. Rechts davon befindet sich ein weiterer Block („6“) mit drei wellenförmigen Linien, von denen die beiden oberen Wellenlinien durchgestrichen sind. Aus dessen Ausgang führt der Leiter nach rechts oben zu einem V-förmigen Symbol. Weitere Beschriftungen sind nicht vorhanden.

Für die folgende Frage ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass ein Sender einen Oszillator und einen Mischer benötigt.

NF402: Aus welchen Stufen besteht ein einfacher Sender?

Eine Amateurfunkanlage muss nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik aufgebaut und betrieben werden. Das gilt natürlich auch ganz besonders für Sender.

VD106: Welche technischen Anforderungen stellt die Amateurfunkverordnung u. a. an eine Amateurfunkstelle?

Weiter zum nächsten Abschnitt: Ausgangsleistung