Sporadic-E

Noch größere Reichweiten von $\num{1000}$ bis $\qty{2000}{\kilo\meter}$ werden in den Sommermonaten durch Sporadic-E-Bedingungen ermöglicht. Dabei treten meist scharf begrenzte und kleinräumige (eben „sporadische“), aber dafür außerordentlch stark ionisierte Bereiche in etwa $\num{100}$ bis $\qty{110}{\kilo\meter}$ Höhe auf. Diese Bereiche brechen Funkwellen zur Erde zurück (Refraktion) (Abbildung N-2.18.1). Wann und wo Sporadic-E genau auftritt, lässt sich nicht vorhersagen.

1) Kurzbeschreibung: Halbkreisförmige Grafik mit Sender links und Empfänger rechts; eine gelbe und eine rosafarbene Schicht über der blau markierten Erde; ellipsenförmige Figur mit der Beschriftung „Sporadic-E“ in der gelben Schicht; zwei gestrichelt eingezeichnete Linien, die durch die Schichten hindurch nach außen führen, und eine durchgehende Linie, die vom Sender zu der ellipsenförmigen Figur und weiter zum Empfänger führt.

2) Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige Grafik zeigt die Lage der Ionosphäre mit zwei konzentrisch angeordneten, bogenförmigen Schichten über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist, sowie den Verlauf von VHF-Signalen. Auf der Erde steht links und rechts jeweils ein kleines schwarzes Antennensymbol, beschriftet mit „Sender“ (links) und „Empfänger“ (rechts). Vom Sender führen zwei gestrichelt eingezeichnete, rote Linien in verschiedenen Winkeln zunächst durch eine schmale gelbe Schicht und dann eine breite rosafarbene Schicht hindurch und endet am oberen Bildrand. Eine durchgehende rote Linie führt vom Sender hinauf zu einer ellipsenförmigen Figur in der gelben Schicht und hinunter zum Empfänger. Die ellipsenförmige Figur ist mit „Sporadic-E“ beschriftet.
Abbildung N-2.18.1: Refraktion (Brechung) von Funkwellen an stark ionisierten Bereichen der E-Schicht

NH306: Ein Funkamateur sagt, dass auf dem 2 m-Band "Sporadic-E-Bedingungen" herrschen. Er meint damit, dass derzeit ...
NH305: Bei welcher Ausbreitungsart wird über stark ionisierte Bereiche gearbeitet, die sich vor allem in den Sommermonaten in etwa 100 bis 110 Kilometer Höhe bilden?

Weiter zum nächsten Abschnitt: Ionosphäre